Altersarmut: Neu höhere AHV-Renten, um die Armut zu bekämpfen
Höhere AHV-Renten gegen Altersarmut in der Schweiz: «Rund 22 Prozent der über 65 Jährigen leben mit weniger als dem Medianeinkommen; die Schweiz nimmt damit weltweit den vierten Platz ein.»

«Der Bundesrat wird beauftragt, eine Änderung der Gesetzgebung vorzulegen, damit die AHV-Renten erhöht werden und die Rentnerinnen und Rentner so ein Leben in Würde führen können», fordert SP-Nationalrätin Valérie Piller Carrard per Motion.
Denn die Altersarmut grassiert in der Schweiz: «Rund 22% der über 65-Jährigen leben mit weniger als dem Medianeinkommen; die Schweiz nimmt damit weltweit den vierten Platz ein.»
Auffallend: Bei dieser Forderung nach höheren Renten sind keine "Volks"partei SVP-, FDP-, CVP- und GLP-Nationalräte dabei.
Inhalte:
Altersarmut ist in der Schweiz besonders hoch
«Laut dem Bundesamt für Statistik leben in der Schweiz rund 200’000 Rentnerinnen und Rentner in Armut. Eine Studie der OECD zeigt, dass die Armut unter älteren Personen in unserem Land besonders hoch ist:
Rund 22 Prozent der über 65 Jährigen leben mit weniger als dem Medianeinkommen;
die Schweiz nimmt damit weltweit den vierten Platz ein.
Das Verfassungsmandat der Existenzsicherung durch die AHV und die zweite Säule ist nicht mehr erfüllt.
Heute müssen die Rentnerinnen und Rentner, denen es finanziell am schlechtesten geht, mit einer AHV-Rente von 1185 Schweizer Franken im Monat auskommen und viele haben keine zweite Säule, die dieses Einkommen ergänzen könnte.
Da die AHV das Vorsorgesystem ist, welches die beste Umverteilung ermöglicht, muss man hier anpacken: Dies würde die Solidarität stärken, unabhängig von den Kapitalmarktleistungen», begründet Piller Carrard ihre Motion.
ARMUT IN DER SCHWEIZ
1,2 Millionen Menschen sind armutsbetroffen oder armutsgefährdet

Erschreckende Zahlen zur Armut-Statistik in der Schweiz. 615'000 von insgesamt 8,4 Millionen Einwohnern leben in Armut respektive unterhalb der festgelegten Armutsgrenze. Das sind 7,5% der ständigen Wohnbevölkerung. Ohne Unterstützung durch den Staat oder private Institutionen zählte die Schweiz gar weitere 700'000 Menschen unter der Armutsgrenze. Also insgesamt 1,3 Millionen Personen oder 15,9% der Bevölkerung ...
17 Prozent aller Schweizer Rentner auf EL angewiesen
«Die Ergänzungsleistungen (EL) dienen all den Personen als Sicherheitsnetz, die sehr tiefe AHV-Renten erhalten.
2018 haben 328’100 Personen Ergänzungsleistungen bezogen, das heisst 17 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner in der Schweiz und somit fast jede fünfte Person im Ruhestand!
Die Zahl wäre bestimmt noch viel höher, falls diese Ergänzungsleistungen automatisch ausgerichtet würden.
Aber um diese zu erhalten, muss man sich anmelden, was zahlreiche Personen nicht tun, da sie sich schlichtweg schämen.
1999 ergab die erste nationale Armutsstatistik, dass 36 Prozent keine Ergänzungsleistungen zur AHV/IV bezogen hatten.»
Diese 99 Nationalräte stimmen für die Kürzung von IV-Kinderrenten SOWIE GLEICHZEITIG für den Steuerabzug von Bussen für Unternehmen

• SVP und FDP kürzen 90'000 Kindern die IV-Kinderrenten - trotz Milliardenüberschuss.
• SVP und FDP erhalten riesige Spenden der Grossbanken.
• SVP und FDP beschliessen, dass diese Grossbanken Bussen in Milliardenhöhe bei den Steuern abziehen dürfen.
Woanders heisst das Korruption und Betrug am Volk ...
Höhere AHV-Renten mit AHV21!
«Die Altersvorsorge 2020 scheiterte unter anderem daran, dass nicht alle AHV-Rentnerinnen und Rentner den geplanten Zuschlag von 70 Schweizer Franken erhalten hätten.
Falls der Bundesrat möchte, dass seine Reformvorlage AHV 21 eine Mehrheit der Bevölkerung findet, müssen die Renten unbedingt erhöht werden, damit die Ergänzungsleistungen möglichst selten in Anspruch genommen werden müssen und alle in unserem Land ein Leben in Würde führen können», fordert SP-Nationalrätin Piller Carrard mit der Motion «Höhere AHV-Renten, um die Armut zu bekämpfen».
Hier geht es direkt zur Motion 19.3772.
Die Motion mitunterzeichnet haben zudem folgende Nationalrätinnen und Nationalräte:
| Nationalräte | Partei |
| Aebischer Matthias | SP |
| Fehlmann Rielle Laurence | SP |
| Feri Yvonne | SP |
| Fridez Pierre-Alain | SP |
| Friedl Claudia | SP |
| Hardegger Thomas | SP |
| Marra Ada | SP |
| Marti Samira | SP |
| Naef Martin | SP |
| Semadeni Silva | SP |
| Tornare Manuel | SP |
| Wasserfallen Flavia | SP |
Auffallend: Keine "Volks"partei SVP-, FDP-, CVP- und GLP-Nationalräte dabei.
Der erstbehandelnde Rat ist der Nationalrat, die zuständige Behörde das Departement des Innern (EDI). Wir halten Euch über die Motion für höhere AHV-Renten auf dem Laufenden.
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