πŸ’° Bundesrat Lohn & Rente 2026: Alle Fakten zu Gehalt & Privilegien

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Was verdienen die 7 Bundesratsmitglieder wirklich? Lohn, Spesen, Rente und alle Privilegien im Detail.

Schweizer Franken Banknoten - Bundesrat Lohn Schweiz
πŸ’° 477'688 CHF brutto! πŸ† Lebenslange Rente! πŸ“Š CEO-Vergleich inklusive!
πŸ’‘ Auf einen Blick Das Wichtigste zusammengefasst
  • βœ“ Bruttojahreseinkommen – 477'688 CHF (Stand 2025/2026)
  • βœ“ Spesenpauschale – 30'000 CHF pro Jahr
  • βœ“ Bundespräsident/in-Zuschlag – +12'000 CHF im Präsidialjahr
  • βœ“ Ruhegehalt – 50% des aktuellen Lohns (ca. 239'000 CHF/Jahr)
  • βœ“ Voraussetzung – Mindestens 4 Jahre Amtsdauer für volles Ruhegehalt
  • βœ“ Steuerpflicht – Ja, normale Besteuerung wie alle Schweizer

Ein Bundesrat verdient 2025/2026 rund 477'688 Franken brutto pro Jahr – dazu kommen 30'000 Franken Spesenpauschale, ein SBB-GA 1. Klasse und zwei Dienstfahrzeuge. Nach mindestens vier Jahren Amtszeit erhalten Alt-Bundesrätinnen und Alt-Bundesräte ein lebenslanges Ruhegehalt von etwa 239'000 Franken jährlich.

Hier finden Sie alle Fakten, Vergleiche und die oft diskutierten Privilegien der Schweizer Landesregierung. Wie steht der Bundesrats-Lohn im Vergleich zu CEOs? Und wie viel verdienen Parlamentarier?

 

πŸ’° Der Bundesrat-Lohn im Detail

Das Bruttojahreseinkommen eines Bundesratsmitglieds beträgt 477'688 Franken (Stand 1. Januar 2025). Dieser Betrag wird wie die Löhne aller Bundesangestellten der Teuerung angepasst – allerdings gibt es keine Reallohnerhöhungen.

Lohnbestandteile 2025

Komponente Betrag (jährlich) Bemerkung
Bruttolohn 477'688 CHF Teuerungsangepasst
Spesenpauschale 30'000 CHF Nicht indexiert
Total (Standard) 507'688 CHF Ohne Präsidialzuschlag
Präsidialzuschlag +12'000 CHF Nur im Präsidialjahr
Total (Bundespräsident/in) 519'688 CHF Im Präsidialjahr

Monatliche Aufteilung

  • Monatslohn brutto: ca. 39'807 CHF
  • Monatliche Spesen: ca. 2'500 CHF
  • Total monatlich: ca. 42'307 CHF

Ausblick 2026

Für 2026 hatte der Bundesrat ursprünglich einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent eingeplant. Das Parlament hat jedoch im Dezember 2025 beschlossen, den Teuerungsausgleich für das Bundespersonal auf maximal 0,1 Prozent zu kürzen (Nationalrat) – der Ständerat wollte sogar gar keinen Ausgleich gewähren. Der Bundesrats-Lohn für 2026 dürfte daher nur minimal höher ausfallen, schätzungsweise bei 478'000 bis 480'000 CHF.

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Aber das ist noch nicht alles...
 

πŸ›οΈ Was verdient der Bundespräsident zusätzlich?

In der Schweiz ist das Amt des Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin kein separates Amt wie etwa in Deutschland oder Frankreich. Vielmehr übernimmt jedes Jahr ein anderes Bundesratsmitglied turnusgemäss die Rolle des "primus inter pares" (Erster unter Gleichen).

Die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident erhält während des Präsidialjahres eine zusätzliche Entschädigung von 12'000 Franken. Diese Entschädigung soll den erhöhten Repräsentationsaufwand abdecken – mehr Staatsempfänge, mehr Reisen, mehr offizielle Termine.

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Schweizer Besonderheit

Es gibt in der Schweiz keinen "mächtigeren" Bundespräsidenten. Alle sieben Bundesratsmitglieder sind gleichberechtigt und treffen Entscheide im Kollegium.

 

πŸ–οΈ Ruhegehalt: Die Rente nach der Amtszeit

Das Ruhegehalt ist einer der meistdiskutierten Aspekte der Bundesrats-Entschädigung. Nach dem Rücktritt oder einer Abwahl erhalten ehemalige Bundesratsmitglieder ein lebenslanges Ruhegehalt.

Höhe des Ruhegehalts

Das Ruhegehalt beträgt 50 Prozent des aktuellen Bundesrats-Lohns:

Jahr Ruhegehalt (jährlich) Ruhegehalt (monatlich)
2025 ca. 239'000 CHF ca. 19'900 CHF
Berechnung 50% von 477'688 CHF
ℹ️
Gut zu wissen

Das Ruhegehalt wird der Teuerung angepasst und steigt somit, wenn auch der Lohn der amtierenden Bundesräte steigt.

Voraussetzungen

  • Mindestamtsdauer: 4 Jahre für das volle Ruhegehalt
  • Lebenslanger Anspruch: Das Ruhegehalt wird bis zum Tod ausbezahlt
  • Altersunabhängig: Auch junge zurücktretende Bundesräte erhalten das Ruhegehalt

Kürzungsregel bei Erwerbstätigkeit

Wenn ein ehemaliges Bundesratsmitglied nach dem Rücktritt einer anderen lukrativen Tätigkeit nachgeht, wird das Ruhegehalt gekürzt. Die Regel: Das Gesamteinkommen (Ruhegehalt + neue Einkünfte) darf den Lohn eines amtierenden Bundesrats nicht übersteigen.

Beispiel: Ein Alt-Bundesrat verdient 300'000 CHF in einem Verwaltungsratsmandat. Zusammen mit dem Ruhegehalt von 239'000 CHF wären das 539'000 CHF – mehr als der aktuelle Bundesrats-Lohn. Das Ruhegehalt würde um die Differenz (ca. 32'000 CHF) gekürzt.

Witwen- und Witwerrente

Verstirbt ein ehemaliger Bundesrat oder eine ehemalige Bundesrätin, erhält der hinterbliebene Ehepartner eine Rente von etwa 25 Prozent des Bundesrats-Lohns – aktuell ca. 120'000 CHF jährlich. Diese Regelung besteht seit 1919.

Prominente Beispiele

  • Viola Amherd (Rücktritt März 2025): Ruhegehalt von ca. 239'000 CHF jährlich
  • Alain Berset (Rücktritt 2023): Ruhegehalt von ca. 229'000 CHF jährlich
  • Christoph Blocher: Verzichtete zunächst auf das Ruhegehalt, forderte es 2020 nachträglich – erhielt schliesslich 1,1 Mio. CHF für fünf Jahre
 

πŸš— Alle Privilegien im Überblick

Neben dem Lohn und der Rente erhalten Bundesratsmitglieder verschiedene Zusatzleistungen:

Dienstfahrzeuge

Art Details
Repräsentationsfahrzeug Für offizielle Anlässe (meist BMW oder Mercedes)
Persönliches Dienstfahrzeug Für den Alltag (Volvo, BMW, Mazda oder Privatwagen)
Privatnutzung Erlaubt, aber: 0,9% des Kaufpreises wird monatlich verrechnet

Aktuell fahren fünf der sieben Bundesratsmitglieder einen BMW als Repräsentationsfahrzeug, zwei nutzen Mercedes. Bei den persönlichen Dienstfahrzeugen ist die Auswahl vielfältiger – einige verzichten ganz darauf oder nutzen ihren Privatwagen.

Mobilität

  • SBB-Generalabonnement 1. Klasse (Wert: ca. 6'300 CHF/Jahr)
  • Seilbahn-Gratisabo: Ab 2025 verzichtet der Bundesrat freiwillig darauf

Telekommunikation

Der Bund übernimmt die Kosten für:

  • Festnetz-Telefon
  • Mobiltelefon
  • PC und Internet

Selbst bezahlen müssen Bundesräte die Radio- und Fernsehgebühr (Serafe).

Sicherheit

Details zum Sicherheitsdispositiv werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht. Bekannt ist:

  • Personenschutz während der Amtszeit
  • Personenschutz nach Rücktritt: Noch 1 Jahr nach Amtsende

Was es NICHT gibt

  • ❌ Keine Dienstwohnung: Bundesräte bezahlen ihre Miete selbst
  • ❌ Keine Theaterloge mehr: Der Bundesrat verzichtet ab 2025 auf die Gratis-Loge im Stadttheater Bern
  • ❌ Kein Büro nach Rücktritt: Alt-Bundesräte haben keinen Anspruch auf Büroräumlichkeiten
  • ❌ Kein Sekretariat nach Rücktritt: Der Bund finanziert keine Mitarbeiter für Alt-Bundesräte
 

πŸ“Š Vergleich: Bundesrat vs. Parlament vs. Bundeskanzler

Wie steht der Bundesrats-Lohn im Vergleich zu anderen politischen Ämtern in der Schweiz?

Übersichtstabelle

Amt Jahreseinkommen (ca.) Prozent vom BR-Lohn
Bundesrat 477'688 CHF 100%
Bundeskanzler 390'000 CHF 81.6%
Bundesrichter/in 382'000 CHF 80%
Nationalrat (Durchschnitt) 132'500 CHF 28%
Ständerat (Durchschnitt) 142'500 CHF 30%

Bundeskanzler Viktor Rossi

Der Bundeskanzler – oft als "achter Bundesrat" bezeichnet – erhält 81,6 Prozent des Bundesrats-Lohns. Viktor Rossi (GLP), seit dem 1. Januar 2024 im Amt, verdient somit rund 390'000 CHF pro Jahr. Auch Bundeskanzler haben Anspruch auf ein Ruhegehalt nach den gleichen Regeln wie Bundesräte.

Parlamentarier-Entschädigung

Nationalräte und Ständeräte erhalten keine fixen Gehälter, sondern verschiedene Entschädigungen:

Komponente Betrag
Jahreseinkommen (Vorbereitung) 26'000 CHF
Taggeld pro Sitzung 440 CHF
Mahlzeitenentschädigung/Tag 115 CHF
Übernachtungspauschale/Nacht 180 CHF
Vorsorgebeitrag (75% vom Bund) 14'516 CHF/Jahr
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Schweizer Besonderheit

Das Parlamentsmandat ist ein Milizsystem. Die meisten Parlamentarier üben nebenbei noch andere Berufe aus.

 

🌍 Internationaler Vergleich: Schweiz vs. Deutschland vs. Österreich

Wie steht der Schweizer Bundesrats-Lohn im internationalen Vergleich?

Regierungslöhne im Vergleich (2025)

Land/Amt Monatslohn (brutto) Jahreslohn (brutto)
πŸ‡¨πŸ‡­ Schweizer Bundesrat ca. 39'800 CHF 477'688 CHF
πŸ‡©πŸ‡ͺ Deutscher Bundeskanzler ca. 38'330 EUR (ca. 36'000 CHF) ca. 460'000 EUR
πŸ‡©πŸ‡ͺ Deutscher Bundesminister ca. 32'200 EUR (ca. 30'000 CHF) ca. 386'000 EUR
πŸ‡¦πŸ‡Ή Österreichischer Bundeskanzler ca. 22'000 EUR (ca. 21'000 CHF) ca. 264'000 EUR
πŸ‡ΊπŸ‡Έ US-Präsident ca. 33'000 USD (ca. 29'000 CHF) 400'000 USD
πŸ‡«πŸ‡· Französischer Präsident ca. 15'200 EUR (ca. 14'000 CHF) ca. 182'000 EUR

Erkenntnisse

  1. Schweizer Bundesräte gehören zu den bestbezahlten Regierungsmitgliedern weltweit – allerdings müssen sie auch Schweizer Lebenshaltungskosten tragen.
  2. Im Unterschied zu anderen Ländern: In der Schweiz gibt es keinen Regierungschef mit höherem Lohn. Alle sieben Bundesräte verdienen gleich viel.
  3. Das Kollegialprinzip: Ein Bundesrat ist nur "ein Siebtel der Regierung" – in Deutschland oder Österreich trägt der Kanzler alleine die Hauptverantwortung.
 

πŸ’Ό Bundesrat vs. CEO: Der Lohnvergleich mit der Privatwirtschaft

Der Vergleich mit der Privatwirtschaft zeigt deutliche Unterschiede:

SMI-CEO-Löhne 2024 (Ethos-Studie)

Position Vergütung (jährlich)
Durchschnitt SMI-CEO 8.3 Mio. CHF
πŸ₯‡ Flemming Ornskov (Galderma) 19 Mio. CHF
πŸ₯ˆ David Layton (Partners Group) 16.8 Mio. CHF
πŸ₯‰ Sergio Ermotti (UBS) 14.9 Mio. CHF
Vasant Narasimhan (Novartis) 14.2 Mio. CHF
Schweizer Bundesrat 0.48 Mio. CHF

Das Verhältnis

Ein durchschnittlicher SMI-CEO verdient 17-mal mehr als ein Bundesrat. UBS-Chef Sergio Ermotti verdient mit 14.9 Mio. CHF etwa 31-mal mehr als ein Bundesratsmitglied.

Argumente in der Debatte

Für den aktuellen Bundesrats-Lohn spricht:

  • Jeder Bundesrat ist nur ein Siebtel der Regierung (weniger Macht als ein CEO)
  • Das Amt bringt enormes Prestige und Status
  • Es hat bisher nie an Kandidaten gemangelt
  • Politische Gehälter sind heikler als Privatwirtschafts-Löhne

Gegen den aktuellen Lohn (aus Sicht der Kritiker) spricht:

  • Die persönliche Exponierung und der Druck sind enorm
  • Das Privatleben ist stark eingeschränkt
  • Die Verantwortung für 8.8 Mio. Einwohner ist gewaltig
 

πŸ—£οΈ Kritik und Debatte: Ist der Lohn angemessen?

Die Entschädigung von Bundesräten ist regelmässig Thema politischer Debatten.

Hauptkritikpunkte

  1. Das lebenslange Ruhegehalt: Kritiker bemängeln, dass auch junge Rücktreter (wie Ruth Metzler mit 39 Jahren) lebenslang Rente beziehen.
  2. Keine moderne Vorsorgelösung: Anders als normale Arbeitnehmer zahlen Bundesräte nicht in eine Pensionskasse ein – stattdessen gibt es das Ruhegehalt.
  3. Die Dienstfahrzeuge: Zwei Autos pro Person werden von manchen als übertrieben angesehen.

Der Fall Christoph Blocher

Besonders kontrovers war der Fall von Alt-Bundesrat Christoph Blocher:

  • Nach seiner Abwahl 2007 verzichtete er zunächst auf das Ruhegehalt
  • 2020 forderte er nachträglich 2.7 Millionen Franken (13 Jahre Ruhegehalt)
  • Der Bundesrat gewährte ihm schliesslich 1.1 Millionen Franken (5 Jahre)
  • Der Bundesrat beschloss daraufhin, nachträgliche Auszahlungen künftig auszuschliessen

Politische Vorstösse

Mehrere parlamentarische Vorstösse haben Änderungen gefordert:

  • 2019: Motion zur Umstellung auf normale Pensionskasse – abgelehnt
  • 2022: Motion zur Reduktion der Privilegien – teilweise umgesetzt (Verzicht auf Seilbahn-GA)
  • 2023: Postulat für zeitgemässe Ruhegehaltsregelung – Bericht erstellt, keine Änderung
🎯
Status Quo

Bundesrat und Parlament sehen derzeit keinen Handlungsbedarf für grundlegende Änderungen am Lohn- und Ruhegehaltssystem.

 

πŸ“ˆ Historische Entwicklung des Bundesrats-Lohns

Der Bundesrats-Lohn hat sich über die Jahrzehnte entwickelt:

Jahr Bruttojahresgehalt Anmerkung
2002 ca. 400'000 CHF Verordnung tritt in Kraft
2019 451'417 CHF
2022 456'854 CHF
2023 468'275 CHF +2.5% Teuerungsausgleich
2024 472'958 CHF
2025 477'688 CHF Aktuell
2026 ca. 478'000-480'000 CHF Schätzung

Die Lohnentwicklung folgt strikt der Teuerung. Reallohnerhöhungen, wie sie andere Bundesangestellte manchmal erhalten, gibt es für Bundesräte nicht.

 

πŸ’΅ Steuern: Wie werden Bundesräte besteuert?

Bundesrätinnen und Bundesräte bezahlen Steuern wie alle anderen Schweizerinnen und Schweizer:

  • Einkommenssteuer: Der Bruttolohn wird normal versteuert
  • AHV/IV/EO: Ja, Beitragspflicht wie alle Arbeitnehmer
  • Vermögenssteuer: Ja, sofern Vermögen vorhanden
  • Keine Steuerbefreiungen: Es gibt keine speziellen Steuerprivilegien für Bundesräte
ℹ️
Gut zu wissen

Die Spesenpauschale von 30'000 CHF gilt als Spesenersatz und ist steuerfrei, sofern sie für dienstliche Zwecke verwendet wird.

 

πŸšͺ Was passiert nach dem Rücktritt?

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt haben Alt-Bundesrätinnen und Alt-Bundesräte:

Anspruch auf:

  • βœ… Ruhegehalt (50% des aktuellen BR-Lohns, lebenslang)
  • βœ… Personenschutz (noch 1 Jahr nach Amtsende)
  • βœ… Teuerungsanpassung des Ruhegehalts

Keinen Anspruch auf:

  • ❌ Dienstfahrzeuge
  • ❌ Büroräumlichkeiten
  • ❌ Sekretariat oder Mitarbeiter
  • ❌ Telekommunikationskosten

Viele Alt-Bundesräte nehmen nach dem Rücktritt Mandate in der Privatwirtschaft an – etwa Verwaltungsratssitze oder Beratungsfunktionen. In diesem Fall wird das Ruhegehalt entsprechend gekürzt.

❓ Häufig gestellte Fragen

Wie viel verdient ein Bundesrat 2025?

Ein Bundesratsmitglied verdient 2025 477'688 Franken brutto pro Jahr plus eine Spesenpauschale von 30'000 Franken. Im Präsidialjahr kommen weitere 12'000 Franken hinzu.

Verdient der Bundespräsident mehr als andere Bundesräte?

Nur geringfügig. Die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident erhält 12'000 Franken zusätzlich pro Jahr – das entspricht 1'000 Franken pro Monat. Ansonsten sind alle sieben Bundesräte gleichberechtigt.

Wie hoch ist die Bundesrats-Rente?

Das Ruhegehalt beträgt 50 Prozent des aktuellen Bundesrats-Lohns – 2025 sind das etwa 239'000 Franken pro Jahr oder rund 19'900 Franken monatlich.

Ab wann erhält man das volle Ruhegehalt?

Voraussetzung ist eine Amtsdauer von mindestens vier Jahren. Bei kürzerer Amtszeit kann das Ruhegehalt anteilig gewährt werden.

Bezahlen Bundesräte Steuern?

Ja, Bundesrätinnen und Bundesräte sind ganz normal steuerpflichtig wie alle anderen Schweizerinnen und Schweizer. Es gibt keine Steuerbefreiungen.

Was verdient der Bundeskanzler?

Der Bundeskanzler (aktuell Viktor Rossi) verdient 81,6 Prozent eines Bundesrats-Lohns – das entspricht etwa 390'000 Franken pro Jahr.

Wie oft steigt der Bundesrats-Lohn?

Der Lohn wird jährlich der Teuerung angepasst, genau wie bei allen Bundesangestellten. Es gibt jedoch keine Reallohnerhöhungen für Bundesräte.

Erhalten Alt-Bundesräte ein Büro oder Sekretariat?

Nein. Nach dem Rücktritt haben Alt-Bundesrätinnen und Alt-Bundesräte keinen Anspruch auf Büroräumlichkeiten, Sekretariat oder Dienstfahrzeuge.

Wie vergleicht sich der Bundesrats-Lohn mit CEOs?

Ein durchschnittlicher SMI-CEO verdient etwa 8.3 Millionen Franken pro Jahr – rund 17-mal mehr als ein Bundesrat mit 477'688 Franken.

Wer hat am längsten als Bundesrat gedient?

Der Rekordhalter ist Karl Schenk mit 32 Jahren Amtszeit (1863–1895). In neuerer Zeit war es Kaspar Villiger mit 14 Jahren (1989–2003).

πŸ“š Quellen & Verweise

πŸ›οΈ Offizielle Stellen (Tier 1):

  • Schweizerischer Bundesrat – Einkommen und Dienstfahrzeuge: admin.ch
  • Parlamentsdienste – Bezüge der Ratsmitglieder: parlament.ch
  • Bundeskanzlei – Bundeskanzler Viktor Rossi: bk.admin.ch

πŸ“° Medienberichte (Tier 2):

  • SRF News: "Die Ruhegehälter ehemaliger Staatsoberhäupter weltweit" (Januar 2025)
  • NZZ: "Bundesräte und ihre Privilegien" (April 2024)
  • Tages-Anzeiger: "CEO-Vergütungen steigen weiter" (August 2025)

πŸ”— Weitere Quellen (Tier 3):

  • Watson.ch: "So viel Ruhegehalt erhält Viola Amherd" (Januar 2025)
  • Ethos-Studie 2025: CEO-Vergütungen börsenkotierter Unternehmen
  • Année politique suisse: Dossier Ruhestandsgehälter von Magistratspersonen

Stand: 2025/2026 – Alle Angaben ohne Gewähr.