🇚🇭 Alle 26 Kantone der Schweiz [2026]: Der komplette Überblick

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Von Zürich bis Jura: Einwohner, Wappen, Steuern, Rankings & alles Wissenswerte zu jedem Schweizer Kanton

Die 26 Kantone der Schweiz als buntes Mosaik - Luftbild der vielfältigen Nation
🏔 Alle 26 Kantone! 📊 Über 9 Mio. Einwohner! 🎯 55+ FAQ beantwortet!
💡 Auf einen Blick Das Wichtigste zu den Schweizer Kantonen
  • ✓ 26 Kantone total – 20 mit voller, 6 mit halber Standesstimme
  • ✓ 9,05 Millionen Einwohner – Bevölkerung per Ende 2024
  • ✓ Grösster Kanton: Graubünden (7'105 km²) / Zürich (1,58 Mio.)
  • ✓ Kleinster Kanton: Basel-Stadt (37 km²) / Appenzell IR (16'700)
  • ✓ 4 Landessprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
  • ✓ 2'110 Gemeinden – Stand 1. Januar 2026

Die Schweiz hat 26 Kantone – und jeder einzelne ist wie ein kleines Land für sich. Davon besitzen 20 Kantone eine volle Standesstimme bei Volksabstimmungen und 6 Kantone eine halbe Standesstimme (Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Obwalden, Nidwalden, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden).

Diese wurden früher als "Halbkantone" bezeichnet – seit der Verfassungsrevision 1999 ist dieser Begriff jedoch offiziell nicht mehr korrekt. Per Ende 2024 leben rund 9,05 Millionen Menschen in der Schweiz, verteilt auf Kantone, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Vom internationalen Finanzplatz Zürich über das dreisprachige Graubünden bis zum jüngsten Kanton Jura.

In diesem umfassenden Guide findest du alles zu den 26 Schweizer Kantonen: vollständige Listen, aktuelle Einwohnerzahlen 2024, Steuervergleiche, Wappen und Fahnen, Hauptorte, Lebenshaltungskosten und über 55 häufig gestellte Fragen – inklusive Merksprüche zum Auswendiglernen!

 

🗺 Alle 26 Kantone im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt alle 26 Kantone der Schweiz in alphabetischer Reihenfolge mit den wichtigsten Eckdaten. Die Einwohnerzahlen entsprechen dem Stand 31. Dezember 2024 (definitive Zahlen des BFS).

Karte der 26 Schweizer Kantone - Übersicht aller Kantone mit Grenzen
Kanton Kürzel Hauptort Einwohner 2024 Fläche km² Sprache(n) Beitritt
Aargau AG Aarau 725'700 1'404 Deutsch 1803
Appenzell AR AR Herisau* 55'500 243 Deutsch 1513
Appenzell IR AI Appenzell 16'500 173 Deutsch 1513
Basel-Landschaft BL Liestal 295'300 518 Deutsch 1501
Basel-Stadt BS Basel 196'700 37 Deutsch 1501
Bern BE Bern 1'051'400 5'960 Deutsch, Französisch 1353
Freiburg FR Freiburg 334'100 1'671 Französisch, Deutsch 1481
Genf GE Genf 514'100 282 Französisch 1815
Glarus GL Glarus 41'400 685 Deutsch 1352
Graubünden GR Chur 202'500 7'105 Deutsch, Romanisch, Italienisch 1803
Jura JU Delsberg 73'800 838 Französisch 1979
Luzern LU Luzern 429'600 1'493 Deutsch 1332
Neuenburg NE Neuenburg 175'600 803 Französisch 1815
Nidwalden NW Stans 44'100 276 Deutsch 1291
Obwalden OW Sarnen 39'000 491 Deutsch 1291
Schaffhausen SH Schaffhausen 85'800 298 Deutsch 1501
Schwyz SZ Schwyz 166'600 908 Deutsch 1291
Solothurn SO Solothurn 282'300 791 Deutsch 1481
St. Gallen SG St. Gallen 530'700 2'031 Deutsch 1803
Tessin TI Bellinzona 350'400 2'812 Italienisch 1803
Thurgau TG Frauenfeld 293'700 991 Deutsch 1803
Uri UR Altdorf 37'300 1'077 Deutsch 1291
Wallis VS Sitten 357'300 5'224 Französisch, Deutsch 1815
Waadt VD Lausanne 838'400 3'212 Französisch 1803
Zug ZG Zug 133'800 239 Deutsch 1352
Zürich ZH Zürich 1'579'700 1'729 Deutsch 1351

* Appenzell Ausserrhoden hat keinen offiziellen Hauptort – Herisau ist Sitz von Regierung und Parlament, aber verfassungsrechtlich nicht als Hauptort definiert.

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Schweizer Besonderheit

Die Schweiz verwendet für ihre Kantone keine Postleitzahlen als Identifikation – stattdessen haben alle Kantone ein offizielles Zwei-Buchstaben-Kürzel (z.B. ZH für Zürich, BE für Bern). Diese Kürzel findest du auf Autokennzeichen und in offiziellen Dokumenten.

 

⚖ Die 6 Kantone mit halber Standesstimme

Symbolische Darstellung des Schweizer Bundes - Hände als Zeichen der Einheit

Sechs Schweizer Kantone haben bei Volksabstimmungen nur eine halbe Standesstimme statt einer vollen. Diese Kantone entstanden historisch durch die Teilung ursprünglicher Kantone:

Kanton Standesstimme Historischer Ursprung Teilung
Basel-Stadt (BS) ½ Kanton Basel 1833
Basel-Landschaft (BL) ½ Kanton Basel 1833
Obwalden (OW) ½ Kanton Unterwalden vor 1291
Nidwalden (NW) ½ Kanton Unterwalden vor 1291
Appenzell AR ½ Kanton Appenzell 1597
Appenzell IR ½ Kanton Appenzell 1597

Was bedeutet "halbe Standesstimme"?

Bei Volksabstimmungen, die das Ständemehr erfordern (z.B. Verfassungsänderungen), zählen die Stimmen dieser Kantone nur halb. Das bedeutet:

  • 20 Kantone haben je 1 volle Standesstimme = 20 Stimmen
  • 6 Kantone haben je ½ Standesstimme = 3 Stimmen
  • Total: 23 Standesstimmen
  • Ständemehr erreicht bei: mindestens 12 Standesstimmen (Mehrheit von 23)
ℹ
Terminologie

Der Begriff "Halbkanton" ist seit der Verfassungsrevision 1999 offiziell nicht mehr korrekt. Die Bundesverfassung spricht nur noch von "Kantonen mit halber Standesstimme". In der Alltagssprache wird "Halbkanton" aber weiterhin verwendet.

Historische Hintergründe

Unterwalden (Obwalden/Nidwalden): Diese Teilung ist die älteste und bestand bereits vor dem Bundesbrief von 1291. Die beiden Landesteile "ob dem Wald" und "nid dem Wald" (der Kernwald trennt sie) verwalteten sich schon früh getrennt.

Appenzell (Ausserrhoden/Innerrhoden): 1597 trennte sich der Kanton aufgrund konfessioneller Unterschiede während der Reformation. Innerrhoden blieb katholisch, Ausserrhoden wurde reformiert.

Basel (Stadt/Landschaft): 1833 kam es nach politischen Konflikten zwischen der Stadt und der Landschaft zur Trennung. Die Basler Landbevölkerung forderte mehr politische Mitsprache.

• • •
Welcher Kanton hat die meisten Einwohner?
 

👥 Kantone nach Einwohnern – Vollständiges Ranking 2024

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz betrug per 31. Dezember 2024 rund 9,05 Millionen Menschen. Die Einwohnerzahlen variieren stark zwischen den Kantonen – von 1,58 Millionen in Zürich bis zu knapp 17'000 in Appenzell Innerrhoden.

Rang Kanton Einwohner 2024 Anteil CH Veränderung 2023→2024
1 Zürich 1'579'700 17.4% +1.4%
2 Bern 1'051'400 11.6% +0.8%
3 Waadt 838'400 9.3% +1.3%
4 Aargau 725'700 8.0% +1.2%
5 St. Gallen 530'700 5.9% +1.0%
6 Genf 514'100 5.7% +1.0%
7 Luzern 429'600 4.7% +1.1%
8 Wallis 357'300 3.9% +1.0%
9 Tessin 350'400 3.9% +0.5%
10 Freiburg 334'100 3.7% +1.4%
11 Basel-Landschaft 295'300 3.3% +0.7%
12 Thurgau 293'700 3.2% +1.2%
13 Solothurn 282'300 3.1% +0.9%
14 Graubünden 202'500 2.2% +0.8%
15 Basel-Stadt 196'700 2.2% +0.4%
16 Neuenburg 175'600 1.9% +0.4%
17 Schwyz 166'600 1.8% +1.3%
18 Zug 133'800 1.5% +1.5%
19 Schaffhausen 85'800 0.9% +0.9%
20 Jura 73'800 0.8% +0.5%
21 Appenzell AR 55'500 0.6% +0.5%
22 Nidwalden 44'100 0.5% +0.9%
23 Glarus 41'400 0.5% +0.7%
24 Obwalden 39'000 0.4% +0.8%
25 Uri 37'300 0.4% +0.5%
26 Appenzell IR 16'500 0.2% +0.6%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Bevölkerungsstatistik 2024 (definitiv). Einwohnerzahlen auf 100 gerundet.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Top 3 Kantone (Zürich, Bern, Waadt) beherbergen zusammen 38.3% der Schweizer Bevölkerung
  • Stärkstes Wachstum 2024: Zug (+1.5%), Zürich und Freiburg (je +1.4%)
  • Geringstes Wachstum: Basel-Stadt und Neuenburg (je +0.4%)
  • Bevölkerungsdichte: Basel-Stadt ist mit über 5'300 Einwohnern pro km² der am dichtesten besiedelte Kanton
  • Kontrast: Zürich hat fast 100x mehr Einwohner als Appenzell Innerrhoden
💡
Wussten Sie?

Obwohl Zürich der bevölkerungsreichste Kanton ist, ist Bern flächenmässig deutlich grösser. Der Kanton Bern erstreckt sich vom Jura bis ins Berner Oberland und ist nach Graubünden der zweitgrösste Kanton der Schweiz.

 

📐 Kantone nach Fläche – Alle 26 im Ranking

Die Schweiz hat eine Gesamtfläche von 41'285 km². Die Grösse der Kantone variiert enorm: Graubünden ist mit über 7'000 km² fast 200-mal so gross wie Basel-Stadt mit nur 37 km².

Schweizer Alpen und Kantone - Geologische Vielfalt der Schweiz
Rang Kanton Fläche km² Anteil CH Besonderheit
1 Graubünden 7'105 17.2% Grösster Kanton, 3 Sprachen
2 Bern 5'960 14.4% Bundesstadt, zweisprachig
3 Wallis 5'224 12.7% Höchste Berge der Schweiz
4 Waadt 3'212 7.8% Grösster Westschweizer Kanton
5 Tessin 2'812 6.8% Einziger italienischsprachiger
6 St. Gallen 2'031 4.9% UNESCO-Weltkulturerbe Stiftsbezirk
7 Zürich 1'729 4.2% Bevölkerungsreichster Kanton
8 Freiburg 1'671 4.0% Zweisprachig (FR/DE)
9 Luzern 1'493 3.6% Tourismus-Hochburg
10 Aargau 1'404 3.4% Atomkraftwerke Beznau/Leibstadt
11 Uri 1'077 2.6% Gotthardkanton, Urkanton
12 Thurgau 991 2.4% Apfelkanton, Bodensee
13 Schwyz 908 2.2% Namensgebend für die Schweiz
14 Jura 838 2.0% Jüngster Kanton (1979)
15 Neuenburg 803 1.9% Uhrenindustrie
16 Solothurn 791 1.9% Barockstadt
17 Glarus 685 1.7% Landsgemeindekanton
18 Basel-Landschaft 518 1.3% Pharma-Region
19 Obwalden 491 1.2% Bruder Klaus
20 Schaffhausen 298 0.7% Rheinfall
21 Genf 282 0.7% UNO, internationale Organisationen
22 Nidwalden 276 0.7% Stans, Winkelried
23 Appenzell AR 243 0.6% Reformiert, kein Hauptort
24 Zug 239 0.6% Steueroase, Crypto Valley
25 Appenzell IR 173 0.4% Landsgemeinde, katholisch
26 Basel-Stadt 37 0.1% Kleinster Kanton, Stadtkanton

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Arealstatistik.

Extreme im Vergleich

  • Grösster Kanton: Graubünden mit 7'105 km² – grösser als das Bundesland Bremen (420 km²) oder Luxemburg (2'586 km²)
  • Kleinster Kanton: Basel-Stadt mit nur 37 km² – kleiner als viele Schweizer Gemeinden
  • Verhältnis: Graubünden ist 192-mal so gross wie Basel-Stadt
  • Alpenkantone: GR, VS, BE, UR und TI machen zusammen über 50% der Landesfläche aus
• • •
Wo sind die Steuern am tiefsten?
 

💌 Kantone nach Wirtschaftskraft & Steuern

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Steuerbelastung unterscheiden sich erheblich zwischen den Kantonen. Zug und Schwyz sind bekannt für ihre tiefen Steuern, während Genf und Zürich die wirtschaftsstärksten Kantone sind.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Kantonen

Rang Kanton BIP in Mrd. CHF BIP pro Kopf CHF Wichtigste Branchen
1 Zürich 166.2 108'000 Finanz, Versicherung, IT
2 Bern 86.5 83'000 Verwaltung, Medizin, Bildung
3 Waadt 63.8 78'000 Tech, Pharma, Tourismus
4 Genf 56.4 112'000 Rohstoffhandel, Banken, Uhren
5 Aargau 45.8 64'000 Industrie, Energie, Logistik
6 Basel-Stadt 42.3 218'000 Pharma (Novartis, Roche)
7 St. Gallen 34.2 65'000 Textil, Maschinen, Handel
8 Luzern 28.6 68'000 Tourismus, Handel, Bildung
9 Zug 24.8 192'000 Rohstoffhandel, Crypto, Holdings
10 Tessin 23.4 67'000 Finanz, Tourismus, Mode

Quelle: BAK Economics, Kantonale BIP-Daten 2023. Nur Top 10 gezeigt.

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Bemerkenswert

Basel-Stadt hat mit CHF 218'000 das höchste BIP pro Kopf – mehr als doppelt so viel wie der Schweizer Durchschnitt. Der Grund: Die Pharmakonzerne Novartis und Roche haben hier ihren Hauptsitz.

Steuerbelastung im Vergleich (2025)

Die Steuerbelastung variiert in der Schweiz stark nach Kanton und Gemeinde. Die folgende Übersicht zeigt die Gesamtsteuerbelastung (Bund, Kanton, Gemeinde) für ein verheiratetes Paar ohne Kinder mit einem Bruttoeinkommen von CHF 150'000:

Rang Kanton (Hauptort) Steuerbetrag CHF Steuerquote Tendenz
1 Zug 11'250 7.5% 🟢 Tiefste
2 Schwyz 13'200 8.8% 🟢 Sehr tief
3 Nidwalden 14'100 9.4% 🟢 Tief
4 Obwalden 14'850 9.9% 🟢 Tief
5 Appenzell IR 15'300 10.2% 🟢 Tief
... ... ... ... ...
13 Zürich 19'500 13.0% 🟡 Mittel
... ... ... ... ...
22 Bern 24'300 16.2% 🔎 Hoch
23 Basel-Stadt 25'050 16.7% 🔎 Hoch
24 Waadt 25'650 17.1% 🔎 Hoch
25 Neuenburg 27'150 18.1% 🔎 Sehr hoch
26 Genf 28'500 19.0% 🔎 Höchste

Quelle: ESTV Steuerrechner, eigene Berechnungen 2025. Verheiratetes Paar, kein Vermögen, reformiert, im Hauptort wohnhaft.

⚠
Wichtiger Hinweis

Die Steuerbelastung kann innerhalb eines Kantons stark variieren! In teuren Gemeinden wie Wollerau (SZ) oder Baar (ZG) sind die Steuern oft noch tiefer als im Hauptort. Umgekehrt können Randgemeinden höhere Steuersätze haben. Immer den konkreten Wohnort prüfen!

Warum sind die Unterschiede so gross?

Die Schweizer Steuerhoheit liegt bei den Kantonen und Gemeinden – nicht beim Bund. Dies führt zu einem Steuerwettbewerb:

  • Tiefsteuerkantone (ZG, SZ, NW) locken wohlhabende Privatpersonen und Unternehmen an
  • Urbane Kantone (ZH, GE, BS) haben höhere Ausgaben für Infrastruktur und Soziales
  • Der Finanzausgleich (NFA) verteilt Mittel von reichen zu ärmeren Kantonen um
  • Gemeinden können eigene Steuerfüsse festlegen (meist 60-130% des Kantonstarifs)
 

🗣 Sprachregionen der Schweizer Kantone

Die Schweiz hat vier offizielle Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die Verteilung auf die Kantone ist historisch gewachsen und in der Bundesverfassung verankert.

Übersicht nach Sprachregionen

Sprachregion Kantone Anteil Bevölkerung
Deutschsprachig ZH, BE*, LU, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO, BS, BL, SH, AR, AI, SG, GR*, AG, TG 62.3%
Französischsprachig GE, VD, NE, JU, FR*, VS* 22.8%
Italienischsprachig TI, GR* 8.0%
Rätoromanisch GR* 0.5%
Andere Sprachen 6.4%

* Zweisprachige oder dreisprachige Kantone. Quelle: BFS Strukturerhebung 2023, Hauptsprache.

Die mehrsprachigen Kantone im Detail

Kanton Sprachen Sprachverteilung Besonderheiten
Bern (BE) Deutsch, Französisch 84% / 10% Berner Jura französischsprachig
Freiburg (FR) Französisch, Deutsch 68% / 29% Stadt Freiburg zweisprachig
Wallis (VS) Französisch, Deutsch 62% / 28% Oberwallis deutschsprachig
Graubünden (GR) Deutsch, Romanisch, Italienisch 74% / 13% / 10% Einziger dreisprachiger Kanton
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Territorialprinzip

In der Schweiz gilt das Territorialprinzip: Die Amtssprache richtet sich nach dem Gebiet, nicht nach der Person. Wer von Zürich nach Lausanne zieht, muss sich auf Französisch verständigen können – auch bei Behörden. Schulunterricht erfolgt in der lokalen Sprache.

Rätoromanisch – die vierte Landessprache

Rätoromanisch ist mit rund 60'000 Sprechern die kleinste Landessprache. Sie wird hauptsächlich in Graubünden gesprochen und hat fünf regionale Varianten (Idiome):

  • Sursilvan – Vorderrheintal (grösste Gruppe)
  • Sutsilvan – Hinterrhein
  • Surmiran – Oberhalbstein, Albulatal
  • Puter – Oberengadin
  • Vallader – Unterengadin, Münstertal

Seit 1982 existiert zudem Rumantsch Grischun als einheitliche Schriftsprache für offizielle Dokumente.

Der "Röstigraben"

Die Sprachgrenze zwischen der Deutschschweiz und der Romandie wird umgangssprachlich als "Röstigraben" bezeichnet. Diese kulturelle Grenze verläuft durch die Kantone Bern, Freiburg und Wallis und zeigt sich nicht nur sprachlich, sondern auch in:

  • Abstimmungsverhalten: Die Romandie stimmt tendenziell sozial-liberaler ab
  • Medienkonsum: Getrennte TV-Sender (SRF vs. RTS) und Zeitungslandschaften
  • Kulturelle Orientierung: Deutschschweiz → Deutschland/Österreich, Romandie → Frankreich
  • Esskultur: Unterschiedliche Traditionen (Rösti vs. Fondue als Nationalgerichte)
 

🏎 Wappen und Fahnen der 26 Kantone

Jeder Schweizer Kanton hat ein eigenes Wappen und eine eigene Fahne. Diese Symbole haben historische Wurzeln, die oft bis ins Mittelalter zurückreichen. Sie sind wichtige Identitätsmerkmale und werden bei offiziellen Anlässen, auf Autokennzeichen und in der Heraldik verwendet.

Die 26 Kantonswappen der Schweiz in kunstvoller Darstellung

Alle 26 Kantonswappen im Überblick

Kanton Wappenbeschreibung Farben Symbolik
Zürich (ZH) Schräg geteilt, weiss und blau Weiss, Blau Reichsfarben, Wassersymbol
Bern (BE) Schwarzer Bär auf gelbem Grund Schwarz, Gelb, Rot Bär = Stadtgründer Berchtold V.
Luzern (LU) Gespalten, blau und weiss Blau, Weiss Ursprünglich Klosterfarben
Uri (UR) Schwarzer Stierkopf auf gelbem Grund Schwarz, Gelb Auerochse (Ur)
Schwyz (SZ) Rot mit weissem Kreuz in Oberecke Rot, Weiss Ursprung der Schweizer Fahne
Obwalden (OW) Rot-weiss geteilt, Schlüssel Rot, Weiss Schlüssel Petri
Nidwalden (NW) Rot-weiss geteilt, Doppelschlüssel Rot, Weiss Doppelschlüssel Petri
Glarus (GL) Heiliger Fridolin auf rotem Grund Rot, Schwarz Klostergründer St. Fridolin
Zug (ZG) Blau-weiss-blau, Balken Blau, Weiss Habsburgerfarben
Freiburg (FR) Schwarz-weiss geteilt Schwarz, Weiss Zähringerfarben
Solothurn (SO) Rot-weiss geteilt Rot, Weiss Traditionelle Stadtfarben
Basel-Stadt (BS) Schwarzer Baselstab auf weiss Schwarz, Weiss Bischofsstab
Basel-Land (BL) Roter Baselstab auf weiss Rot, Weiss Rot = Unterscheidung zu BS
Schaffhausen (SH) Springender Schafbock auf gelbem Grund Schwarz, Gelb Schaf im Namen (Schaffhausen)
Appenzell AR Aufrechter Bär auf weissem Grund Schwarz, Weiss Bär des Abtes von St. Gallen
Appenzell IR Aufrechter Bär auf weissem Grund Schwarz, Weiss Gleicher Ursprung wie AR
St. Gallen (SG) Rutenbündel (Fasces) auf grünem Grund Grün, Weiss Symbol der Einheit (1803)
Graubünden (GR) Dreigeteiltes Wappen (Drei Bünde) Schwarz, Weiss, Blau, Gelb Grauer Bund, Gotteshausbund, Zehngerichtebund
Aargau (AG) Schwarze Wellenlinien auf blauem Grund Blau, Schwarz, Weiss Aare (Fluss)
Thurgau (TG) Zwei goldene Löwen auf grünem Grund Grün, Gelb Löwen der Kyburger
Tessin (TI) Rot-blau geteilt Rot, Blau Vereinigung der Vogteien (1803)
Waadt (VD) Weiss-grün geteilt, "Liberté et Patrie" Weiss, Grün Freiheitsmotto 1798
Wallis (VS) 13 Sterne auf rot-weiss Rot, Weiss 13 Bezirke (Zehnden)
Neuenburg (NE) Grün-rot-weiss, mit Kreuz Grün, Rot, Weiss Preussische Herrschaft
Genf (GE) Halber Adler, goldener Schlüssel Gelb, Rot, Schwarz Reichsadler + Petrusschlüssel
Jura (JU) Roter Bischofsstab auf weiss Rot, Weiss Bistum Basel (1979 neu)
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Ursprung der Schweizer Fahne

Das weisse Kreuz auf rotem Grund stammt ursprünglich aus dem Kanton Schwyz. Im Mittelalter trugen die Eidgenossen das Schwyzer Banner in die Schlacht. Daraus entwickelte sich die heutige Schweizer Fahne – das einzige quadratische Länderwappen der Welt (neben dem Vatikan).

Besondere Wappen

  • Bern: Der Bär ist eines der bekanntesten Kantonswappen und leitet sich vom Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen ab
  • Graubünden: Das einzige dreiteilige Wappen, das die historischen Drei Bünde repräsentiert
  • Waadt: Das einzige Kantonswappen mit einer Inschrift ("Liberté et Patrie")
  • Basel-Stadt/Basel-Landschaft: Gleiches Motiv (Baselstab), aber in verschiedenen Farben
  • Appenzell AR/IR: Praktisch identische Wappen – nur durch kleine Details unterscheidbar
 

🏛 Hauptorte aller 26 Kantone

In der Schweiz spricht man nicht von "Kantonshauptstädten", sondern von Hauptorten. Diese sind Sitz der Kantonsregierung und des Kantonsparlamentes. Ein Spezialfall ist Appenzell Ausserrhoden – der einzige Kanton ohne offiziellen Hauptort.

Bundesratssaal mit den Wappen der 26 Kantone
Kanton Hauptort Einwohner Hauptort Besonderheit
Zürich Zürich 443'000 Grösste Stadt der Schweiz
Bern Bern 134'000 Bundesstadt der Schweiz
Luzern Luzern 82'000 Tourismusmetropole
Uri Altdorf 9'400 Wilhelm-Tell-Denkmal
Schwyz Schwyz 15'400 Bundesbriefmuseum
Obwalden Sarnen 10'700 Am Sarnersee
Nidwalden Stans 8'400 Stanserhorn
Glarus Glarus 12'600 Landsgemeindeplatz
Zug Zug 31'000 Crypto Valley
Freiburg Freiburg 38'500 Zweisprachige Stadt
Solothurn Solothurn 17'000 Schönste Barockstadt
Basel-Stadt Basel 177'000 Drittgrösste Stadt
Basel-Landschaft Liestal 14'600 Chienbäse-Fasnacht
Schaffhausen Schaffhausen 37'000 Munot-Festung
Appenzell AR Herisau* 15'800 *Kein offizieller Hauptort
Appenzell IR Appenzell 5'900 Landsgemeinde-Ort
St. Gallen St. Gallen 76'000 UNESCO-Stiftsbezirk
Graubünden Chur 38'000 Älteste Stadt der Schweiz
Aargau Aarau 22'000 1798 kurz Bundeshauptstadt
Thurgau Frauenfeld 26'000 Schloss Frauenfeld
Tessin Bellinzona 44'000 Drei UNESCO-Burgen
Waadt Lausanne 140'000 Olympische Hauptstadt
Wallis Sitten 35'000 Valère und Tourbillon
Neuenburg Neuenburg 34'000 Uhrenstadt
Genf Genf 203'000 Zweitgrösste Stadt, UNO
Jura Delsberg 12'600 Jüngster Kantonshauptort

*Appenzell AR hat keinen verfassungsmässig definierten Hauptort. Herisau ist Sitz der Regierung und des Parlaments.

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Bundesstadt, nicht Hauptstadt

Die Schweiz hat keine offizielle Hauptstadt. Bern trägt den Titel "Bundesstadt" (seit 1848), da hier Bundesrat, Parlament und Bundesverwaltung ihren Sitz haben. Die Bezeichnung "Hauptstadt" für Bern ist im Volksmund üblich, aber verfassungsrechtlich nicht korrekt.

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Wo lebt es sich am günstigsten?
 

💰 Lebenshaltungskosten nach Kantonen

Die Lebenshaltungskosten variieren in der Schweiz stark nach Region. Städtische Kantone wie Genf, Zürich und Basel-Stadt sind deutlich teurer als ländliche Regionen wie Jura oder Appenzell. Haupttreiber der Unterschiede sind Mieten und Krankenkassenprämien.

Kostenindex nach Kantonen (Schweiz = 100)

Kanton Gesamtindex Mieten Krankenkasse Bewertung
Genf 118 135 108 🔎 Sehr teuer
Zürich 115 130 105 🔎 Sehr teuer
Basel-Stadt 112 120 115 🔎 Teuer
Zug 110 125 90 🔎 Teuer
Waadt 108 115 105 🟡 Überdurchschnitt
Schwyz 103 110 88 🟡 Durchschnitt
Bern 100 100 100 🟡 Durchschnitt
St. Gallen 97 95 98 🟡 Durchschnitt
Aargau 95 90 100 🟢 Günstig
Thurgau 93 85 95 🟢 Günstig
Solothurn 92 85 98 🟢 Günstig
Jura 88 75 92 🟢 Sehr günstig
Appenzell IR 86 70 82 🟢 Sehr günstig

Quelle: Credit Suisse Regional Cost of Living Index, eigene Berechnungen. Schweiz-Durchschnitt = 100.

💡
Preis-Leistung optimieren

Die beste Kombination aus tiefen Steuern und moderaten Lebenshaltungskosten bieten Kantone wie Schwyz, Nidwalden oder Obwalden – allerdings mit eingeschränktem urbanem Angebot. Wer Stadt und tiefe Kosten kombinieren will, sollte sich Randgemeinden grosser Städte ansehen (z.B. Zürcher Unterland, Aargau-Nord).

 

📈 Demografie: Ausländeranteil & Bevölkerungsprognosen

Die Schweiz hat mit rund 26% Ausländeranteil einen der höchsten Werte in Europa. Die Verteilung ist jedoch sehr unterschiedlich: Während Genf fast 40% Ausländeranteil aufweist, liegt Appenzell Innerrhoden bei nur 11%.

Ausländeranteil nach Kantonen (2024)

Rang Kanton Ausländeranteil Hauptnationalitäten
1 Genf 39.8% Frankreich, Portugal, Italien
2 Basel-Stadt 37.2% Deutschland, Italien, Türkei
3 Waadt 34.5% Portugal, Frankreich, Italien
4 Tessin 29.1% Italien, Portugal, Deutschland
5 Zürich 27.8% Deutschland, Italien, Portugal
... ... ... ...
Schweiz gesamt 26.0% Italien, Deutschland, Portugal
... ... ... ...
24 Uri 12.8% Deutschland, Italien, Portugal
25 Obwalden 12.3% Deutschland, Portugal, Italien
26 Appenzell IR 11.1% Deutschland, Österreich, Italien

Quelle: BFS Bevölkerungsstatistik 2024. Ständige ausländische Wohnbevölkerung.

Bevölkerungsprognose bis 2050

Gemäss dem mittleren Szenario des BFS wird die Schweizer Bevölkerung von aktuell 9,05 Millionen auf rund 10,4 Millionen im Jahr 2050 anwachsen. Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich:

  • Stärkstes Wachstum: Freiburg (+25%), Aargau (+22%), Zug (+20%)
  • Moderates Wachstum: Zürich (+18%), Waadt (+16%), Schwyz (+15%)
  • Stagnation: Tessin (+2%), Neuenburg (+3%), Jura (+4%)
  • Möglicher Rückgang: Keiner – alle Kantone wachsen im Basisszenario

Altersstruktur der Kantone

Die Alterung der Gesellschaft trifft die Kantone unterschiedlich stark:

  • Jüngste Bevölkerung: Freiburg (Medianalter 40.2), Aargau (41.5), Waadt (41.8)
  • Älteste Bevölkerung: Tessin (Medianalter 47.3), Basel-Stadt (44.2), Schaffhausen (44.0)
  • Höchster Anteil Über-65-Jährige: Tessin (24.1%), Graubünden (21.8%), Schaffhausen (21.5%)
⚠
Herausforderung Alterung

Insbesondere das Tessin steht vor demografischen Herausforderungen: Die Kombination aus hohem Altersdurchschnitt, geringem Bevölkerungswachstum und Abwanderung junger Fachkräfte Richtung Deutschschweiz stellt die Finanzierung der Sozialwerke vor Probleme.

 

🗳 Die Landsgemeinde – Älteste Demokratieform

Die Landsgemeinde ist die älteste Form direkter Demokratie der Schweiz. Bei dieser Volksversammlung unter freiem Himmel stimmen die Bürgerinnen und Bürger per Handerheben über Gesetze, Budgets und Wahlen ab. Von ehemals acht Landsgemeindekantonen praktizieren heute nur noch zwei diese Tradition.

Landsgemeinde in Appenzell - Direkte Demokratie in der Schweiz

Die letzten Landsgemeindekantone

Kanton Termin 2026 Ort Teilnehmende Besonderheiten
Appenzell IR 26. April 2026 Landsgemeindeplatz Appenzell ca. 3'000–4'000 Seitengewehr als Stimmausweis
Glarus 3. Mai 2026 Zaunplatz Glarus ca. 6'000–8'000 Grösste Landsgemeinde
Landsgemeinde als Volksversammlung - Direkte Demokratie

Ehemalige Landsgemeindekantone

Folgende Kantone haben die Landsgemeinde abgeschafft:

  • Uri – 1928 (Urnenabstimmung eingeführt)
  • Schwyz – 1848 (schon früh abgeschafft)
  • Obwalden – 1998 (nach Volksabstimmung)
  • Nidwalden – 1996 (nach Volksabstimmung)
  • Zug – 1848 (beim Beitritt zur Eidgenossenschaft)
  • Appenzell AR – 1997 (nach Volksabstimmung)
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Das Seitengewehr als Stimmausweis

In Appenzell Innerrhoden gilt traditionell das Tragen eines Seitengewehrs (Degen, Säbel oder Bajonett) als Stimmausweis. Diese Tradition geht auf das Wehrrecht zurück: Wer Waffen tragen durfte, durfte auch abstimmen. Heute ist alternativ auch ein amtlicher Ausweis gültig.

Ablauf einer Landsgemeinde

  1. Einzug: Feierlicher Einzug der Regierung und des Landammanns
  2. Eröffnung: Gebet und Verlesung der Traktanden
  3. Abstimmungen: Gesetze und Beschlüsse per Handerheben
  4. Wahlen: Regierung, Richter und Beamte werden gewählt
  5. Abschluss: Dank und Landsgemeinde-Eid

Die gesamte Versammlung dauert typischerweise 3–5 Stunden und findet bei jedem Wetter statt – nur bei extremen Bedingungen wird sie verschoben.

 

⚖ Die Basel-Debatte: Fusion zu einem Vollkanton?

Seit der Kantonstrennung von 1833 wird immer wieder über eine Wiedervereinigung von Basel-Stadt und Basel-Landschaft diskutiert. Die Debatte hat 2024/2025 neue Dynamik erhalten.

Historischer Hintergrund

Die Trennung 1833 erfolgte nach einem Bürgerkrieg: Die Landschaft wollte sich nicht länger von der Stadt dominieren lassen und erklärte sich unabhängig. Seither existieren zwei Halbkantone mit je einer halben Standesstimme.

Aspekt Basel-Stadt Basel-Landschaft
Einwohner 2024 196'735 294'424
Fläche 37 km² 518 km²
BIP pro Kopf CHF 218'000 CHF 72'000
Steuerfuss (Hauptort) Hoch Mittel
Standesstimme 0.5 0.5

Argumente Pro Fusion

  • Synergien: Gemeinsame Verwaltung, Spitäler, Universitäten
  • Stärkere Stimme: Ein Vollkanton hätte eine ganze Standesstimme
  • Agglomeration: Die Metropolitanregion wächst zusammen
  • Effizienz: Weniger Doppelspurigkeiten in der Verwaltung

Argumente Contra Fusion

  • Identität: 190 Jahre getrennte Geschichte und Kultur
  • Steuern: Angst vor Angleichung auf höherem Niveau
  • Landschaft: Befürchtung der Dominanz durch die Stadt
  • Komplexität: Verfassungsänderung, Volksabstimmungen in beiden Kantonen UND Bund nötig
ℹ
Aktueller Stand 2025

Eine Fusion ist derzeit nicht in Sicht. Zwar gibt es politische Vorstösse, aber die Bevölkerung beider Kantone zeigt wenig Enthusiasmus. Realistischer sind verstärkte Kooperationen in einzelnen Bereichen wie Gesundheit, Bildung und Verkehr.

 

📜 Geschichte der Schweizer Kantone

Die Entwicklung der 26 Kantone erstreckt sich über mehr als 700 Jahre – vom Rütlischwur 1291 bis zur Gründung des Kantons Jura 1979.

Meilensteine der Kantonsgeschichte

Jahr Ereignis Beteiligte Kantone
1291 Bundesbrief / Rütlischwur Uri, Schwyz, Unterwalden (3 Urkantone)
1332 Erster Bund der Acht Orte + Luzern
1351 Beitritt Zürich + Zürich (5 Orte)
1352 Beitritt Glarus und Zug + Glarus, Zug (7 Orte)
1353 Achtörtige Eidgenossenschaft + Bern (8 Orte)
1481 Stanser Verkommnis + Freiburg, Solothurn (10 Orte)
1501 Erweiterung um Basel und Schaffhausen + Basel, Schaffhausen (12 Orte)
1513 Dreizehnörtige Eidgenossenschaft + Appenzell (13 Orte)
1803 Mediationsakte Napoleons + AG, GR, SG, TG, TI, VD (19 Kantone)
1815 Wiener Kongress + GE, NE, VS (22 Kantone)
1833 Kantonstrennung Basel Basel → BS + BL (23 Kantone)
1848 Bundesverfassung Moderner Bundesstaat (25 Kantone)
1979 Gründung Kanton Jura Abspaltung von Bern (26 Kantone)

Die Urkantone

Als Urkantone oder "Waldstätte" werden die drei Gründungsmitglieder der Eidgenossenschaft bezeichnet:

  • Uri – Gotthardkanton, Tellskapelle
  • Schwyz – Namensgebend für die Schweiz
  • Unterwalden – Später geteilt in Obwalden und Nidwalden

Der legendäre Rütlischwur von 1291 – ob historisch oder mythisch – gilt als Gründungsakt der Eidgenossenschaft. Das Rütli am Vierwaldstättersee ist heute eine nationale Gedenkstätte.

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Der Kanton Jura – der Jüngste

Der Kanton Jura wurde erst 1979 gegründet – durch Abspaltung vom Kanton Bern. Hintergrund waren sprachliche und konfessionelle Spannungen: Der französischsprachige, katholische Nordjura wollte sich vom deutschsprachigen, reformierten Bern lösen. Nach mehreren Volksabstimmungen wurde die Trennung vollzogen.

 

📝 Merksprüche zum Auswendiglernen

Diese Merksprüche haben schon Generationen von Schweizer Schülern geholfen, alle 26 Kantone zu lernen. Klicke auf eine Karte, um sie auszudrucken oder als Poster zu speichern!

🏔
KLASSIKER

Der Klassische Kantonsvers

Zürich, Bern, Luzern und Uri, Schwyz und Unterwalden duri, Glarus, Zug und Freiburg, Bern, Solothurn ist auch nicht fern. Basel-Stadt und Basel-Land, Schaffhausen ist uns wohlbekannt, Appenzell in beiden Teilen, St. Gallen kannst du nicht verfehlen. Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt und Wallis mittendrin, Neuenburg und Genf zum Schluss, Jura – fertig ist der Kantonsgruss!

26 Kantone • Traditioneller Schulreim

🔀
ALPHABETISCH

Alphabetischer Merkvers

Aargau, Appenzell (zwei davon!), Basel-Stadt und Basel-Land, Bern und Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden gross und wunderbar. Jura, Luzern, Neuenburg fein, Nidwalden, Obwalden – klein, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen darf man nicht verlier'n. Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis, Zug und Zürich – platt! Sechsundzwanzig sind's genau, Jetzt weisst du's – gratuliere, schlau!

26 Kantone • A bis Z sortiert

½
HALBKANTONE

Halbkantone merken

"Ob Nid, Ob Wasser, Appen wir zu Basel?" Ob = Obwalden Nid = Nidwalden Ob Wasser = (Wiederholung für OW/NW) Appen = Appenzell (IR & AR) Basel = Basel-Stadt & Basel-Landschaft → 6 Halbkantone, je ½ Standesstimme!

Die 6 Halbkantone

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AUTOKENNZEICHEN

Alle 26 Kantonskürzel

ZH BE LU UR SZ OW NW GL ZG FR SO BS BL SH AR AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JU

💡 Tipp: Auf der Strasse raten – wer mehr erkennt, gewinnt!

Alle 26 Kürzel

💡
Lern-Tipps

1. Lerne mit einer Landkarte – so siehst du, wo die Kantone liegen.
2. Übe die Merkverse laut – das hilft dem Gedächtnis.
3. Starte mit den Halbkantonen – die sind am schwierigsten.
4. Rate Autokennzeichen auf der Strasse – macht Spass!

 

🔍 Sonderfälle und kuriose Fakten

Die Schweizer Kantone haben viele Besonderheiten und Kuriositäten, die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Hier die wichtigsten Edge Cases:

Appenzell Ausserrhoden – Kanton ohne Hauptort

Appenzell AR ist der einzige Kanton der Schweiz ohne verfassungsmässig definierten Hauptort. Die Regierung tagt in Herisau, das Kantonsparlament in Herisau, aber offiziell ist keiner der beiden Orte "Hauptort". Die grösste Gemeinde ist Herisau (15'800 Einwohner), gefolgt von Teufen.

Büsingen – Deutsche Exklave im Kanton Schaffhausen

Büsingen am Hochrhein gehört zu Deutschland, ist aber vollständig von Schweizer Territorium umgeben. Die 1'300 Einwohner zahlen Schweizer Zölle, nutzen den Schweizer Franken im Alltag und telefonieren mit Schweizer Vorwahl – sind aber deutsche Staatsbürger. Eine weltweit einzigartige Situation.

Campione d'Italia – Italienische Exklave im Tessin

Ähnlich wie Büsingen ist Campione d'Italia eine italienische Gemeinde, die komplett vom Kanton Tessin umschlossen ist. Hier befindet sich das berühmte Casino – da Glücksspiel in Italien lange verboten war, blühte es in dieser Enklave.

Samnaun – Zollfreie Zone

Das Tal Samnaun im Kanton Graubünden war lange nur über Österreich erreichbar. Deshalb erhielt es Zollfreiheit – und ist heute als zollfreies Einkaufsparadies bekannt (Parfüm, Alkohol, Zigaretten günstiger).

Die 11-Gemeinden-Kantone

Einige Kantone haben nur sehr wenige Gemeinden:

  • Basel-Stadt: 3 Gemeinden (Basel, Riehen, Bettingen)
  • Glarus: 3 Gemeinden (nach Fusion 2011)
  • Appenzell IR: 6 Bezirke (entsprechen Gemeinden)

Graubünden – Der Kanton der Superlative

Graubünden ist nicht nur der grösste Kanton (7'105 km²), sondern hat auch die meisten Besonderheiten:

  • Einziger dreisprachiger Kanton (Deutsch, Romanisch, Italienisch)
  • Meiste Gemeinden (101 Gemeinden)
  • Tiefster Punkt: 260 m (Moësa-Tal)
  • Höchste Siedlung: Juf auf 2'126 m
  • 150 Täler und über 900 Gipfel
🎯
Mythos vs. Fakten

Mythos: "Es gibt 23 Kantone und 3 Halbkantone."
Fakt: Seit 1999 spricht die Bundesverfassung von 26 Kantonen. Der Begriff "Halbkanton" ist offiziell abgeschafft – auch wenn die halbe Standesstimme bestehen bleibt.

Weitere kuriose Fakten

  • Genf ist fast komplett von Frankreich umgeben – nur 4 km Grenze zur Schweiz (Waadt)
  • Schaffhausen liegt grösstenteils nördlich des Rheins – eigentlich auf "deutscher Seite"
  • Uri hat mit 36'700 Einwohnern weniger als manche Zürcher Quartiere
  • Zürich (Kanton) ist kleiner als Graubünden, hat aber 8× mehr Einwohner
  • Basel-Stadt mit 37 km² ist kleiner als der Zürcher Flughafen-Perimeter
  • Wallis hat mehr 4000er-Gipfel (41) als alle anderen Alpenländer zusammen
 

🔀 Alle 26 Kantone alphabetisch sortiert

Hier findest du alle 26 Schweizer Kantone in alphabetischer Reihenfolge – ideal zum Lernen und Nachschlagen. Die Tabelle enthält Kürzel, Hauptort und Einwohnerzahl auf einen Blick.

Nr. Kanton Kürzel Hauptort Einwohner 2024 Sprache
1 Aargau AG Aarau 721'296 Deutsch
2 Appenzell Ausserrhoden AR Herisau* 55'585 Deutsch
3 Appenzell Innerrhoden AI Appenzell 16'293 Deutsch
4 Basel-Landschaft BL Liestal 294'424 Deutsch
5 Basel-Stadt BS Basel 196'735 Deutsch
6 Bern BE Bern 1'047'473 Deutsch/Französisch
7 Freiburg FR Freiburg 334'465 Französisch/Deutsch
8 Genf GE Genf 514'114 Französisch
9 Glarus GL Glarus 41'095 Deutsch
10 Graubünden GR Chur 202'538 Deutsch/Romanisch/Italienisch
11 Jura JU Delsberg 73'709 Französisch
12 Luzern LU Luzern 429'596 Deutsch
13 Neuenburg NE Neuenburg 176'496 Französisch
14 Nidwalden NW Stans 43'520 Deutsch
15 Obwalden OW Sarnen 38'708 Deutsch
16 Schaffhausen SH Schaffhausen 84'357 Deutsch
17 Schwyz SZ Schwyz 166'649 Deutsch
18 Solothurn SO Solothurn 280'245 Deutsch
19 St. Gallen SG St. Gallen 523'333 Deutsch
20 Tessin TI Bellinzona 350'986 Italienisch
21 Thurgau TG Frauenfeld 291'ea024 Deutsch
22 Uri UR Altdorf 36'703 Deutsch
23 Waadt VD Lausanne 830'599 Französisch
24 Wallis VS Sitten 353'209 Französisch/Deutsch
25 Zug ZG Zug 132'124 Deutsch
26 Zürich ZH Zürich 1'579'967 Deutsch

* Appenzell AR hat keinen offiziell definierten Hauptort; Herisau ist Sitz der Regierung.

💡
Merkhilfe A-Z

Die alphabetische Liste beginnt mit Aargau (AG) und endet mit Zürich (ZH). Merke: "Von A wie Aargau bis Z wie Zürich – 26 Kantone, ein Land!"

 

🚗 Kantonskürzel & Autokennzeichen

Die zweistelligen Kantonskürzel begegnen dir überall in der Schweiz – auf Autokennzeichen, in Adressen, auf Formularen und im Internet. Hier die komplette Übersicht mit Erklärungen.

Alle 26 Kantonskürzel im Überblick

ZH BE LU UR SZ OW NW GL ZG FR SO BS BL SH AR AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JU

Kürzel-Herleitung & Besonderheiten

Kürzel Kanton Herleitung Besonderheit
AG Aargau A + G von Aargau Nicht "AA" um Verwechslung zu vermeiden
AI Appenzell Innerrhoden A + I (Innerrhoden) I = "Innerrhoden" (katholisch)
AR Appenzell Ausserrhoden A + R (Rhoden) R = "Rhoden" (reformiert)
GR Graubünden G + R von Graubünden Nicht "GB" (wie Grossbritannien)
SG St. Gallen S + G (Sankt Gallen) "St." wird zu "S"
SZ Schwyz S + Z von Schwyz Namensgebend für die Schweiz!
TI Tessin T + I (Ticino) Italienischer Name "Ticino"
VD Waadt V + D (Vaud) Französischer Name "Vaud"
VS Wallis V + S (Valais) Französischer Name "Valais"
NE Neuenburg N + E (Neuchâtel) Französischer Name "Neuchâtel"
GE Genf G + E (Genève) Französischer Name "Genève"
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Warum französische Kürzel?

Die Kürzel wurden nach dem Sprachprinzip vergeben: Jeder Kanton verwendet sein eigenes Kürzel basierend auf dem lokalen Namen. Daher VD für Vaud (nicht WA für Waadt), VS für Valais (nicht WS für Wallis), und TI für Ticino (nicht TS für Tessin).

 

🔄 Aktuelle Grenzänderungen & Zukunft

Die Schweizer Kantonsgrenzen sind nicht in Stein gemeisselt. Auch im 21. Jahrhundert gibt es Gemeindewechsel und Grenzverschiebungen – ein Prozess, der demokratisch und oft über Jahrzehnte abläuft.

🏙 Fall Moutier: Der Wechsel 2026

Die Gemeinde Moutier im Berner Jura wird voraussichtlich am 1. Januar 2026 vom Kanton Bern zum Kanton Jura wechseln. Dies ist der bedeutendste Gemeindewechsel seit der Gründung des Kantons Jura 1979.

Aspekt Details
Gemeinde Moutier (ca. 7'500 Einwohner)
Aktuelle Zugehörigkeit Kanton Bern (Bezirk Moutier)
Künftige Zugehörigkeit Kanton Jura
Abstimmung 28. März 2021 (51.7% für Wechsel)
Geplanter Wechsel 1. Januar 2026
Sprache Französisch
⚠
Historischer Konflikt

Der "Jurakonflikt" schwelt seit über 50 Jahren. Moutier stimmte bereits 2017 für den Wechsel, aber die Abstimmung wurde wegen Unregelmässigkeiten annulliert. Die Abstimmung 2021 war die dritte zu diesem Thema. Der Wechsel erforderte Zustimmung beider Kantone und des Bundes.

📋 Wie funktioniert ein Gemeindewechsel?

  1. Initiative: Sammlung von Unterschriften in der Gemeinde
  2. Kantonale Genehmigung: Beide betroffenen Kantone müssen zustimmen
  3. Volksabstimmung: Die Gemeindebevölkerung entscheidet
  4. Bundesgenehmigung: Der Bund segnet die Grenzänderung ab
  5. Übergangsphase: Regelung von Steuern, Schulen, Verwaltung
  6. Vollzug: Offizieller Wechsel per Stichtag

🔮 Weitere potenzielle Veränderungen

  • Basel-Fusion: Immer wieder diskutiert, aber politisch unrealistisch (siehe Sektion oben)
  • Berner Jura: Weitere Gemeinden könnten dem Beispiel Moutiers folgen
  • Kleinkantons-Fusionen: Theoretisch denkbar (z.B. OW+NW), aber kulturell undenkbar
  • Neuer Kanton: Extrem unwahrscheinlich – der letzte war Jura 1979
ℹ
Stabilität als Prinzip

Die Schweizer Kantonsstruktur ist bemerkenswert stabil. Seit 1848 gab es nur einen neuen Kanton (Jura 1979) und wenige Gemeindewechsel. Der Föderalismus schützt selbst kleinste Kantone – Uri mit 36'000 Einwohnern hat dieselben Rechte wie Zürich mit 1.6 Millionen.

 

🧩 Kantone-Quiz: Teste dein Wissen!

Wie gut kennst du die Schweizer Kantone? Beantworte 10 Fragen und finde es heraus!

Frage 1 von 10
 
0 richtig
Welcher Kanton ist flächenmässig der grösste der Schweiz?
 

🔍 Kantone-Vergleichstool

Vergleiche zwei Kantone direkt miteinander! Wähle zwei Kantone aus und sieh alle wichtigen Daten im Side-by-Side-Vergleich.

VS
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Wähle zwei Kantone aus den Dropdown-Menüs oben, um sie zu vergleichen.

 

✅ Kantone-Lerncheckliste

Hake jeden Kanton ab, den du gelernt hast! Dein Fortschritt wird gespeichert. Ziel: Alle 26 Kantone!

Dein Fortschritt 0 von 26 (0%)
 

❓ Häufig gestellte Fragen zu den Schweizer Kantonen

Hier findest du Antworten auf die 55 häufigsten Fragen rund um die 26 Kantone der Schweiz – von Grundlagen bis zu Spezialfällen.

Wie viele Kantone hat die Schweiz?

Die Schweiz hat 26 Kantone. Diese Zahl ist seit 1979 unverändert, als der Kanton Jura als jüngster Kanton gegründet wurde. Die Kantone sind in Artikel 1 der Bundesverfassung aufgelistet.

Welcher ist der grösste Kanton der Schweiz?

Nach Fläche ist Graubünden mit 7'105 km² der grösste Kanton. Nach Einwohnerzahl ist Zürich mit 1'579'967 Einwohnern (Stand 2024) der grösste Kanton.

Welcher ist der kleinste Kanton der Schweiz?

Nach Fläche ist Basel-Stadt mit nur 37 km² der kleinste Kanton. Nach Einwohnerzahl ist Appenzell Innerrhoden mit 16'293 Einwohnern (2024) der kleinste Kanton.

Was ist ein Halbkanton?

Der Begriff "Halbkanton" ist seit 1999 offiziell nicht mehr korrekt. Die Bundesverfassung spricht von 26 gleichberechtigten Kantonen. Allerdings haben sechs Kantone (OW, NW, BS, BL, AR, AI) nur eine halbe Standesstimme bei Abstimmungen, die das Ständemehr erfordern.

Welche Kantone haben nur eine halbe Standesstimme?

Sechs Kantone haben eine halbe Standesstimme: Obwalden, Nidwalden, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Zusammen ergeben sie 3 Standesstimmen (6 × 0.5).

Warum gibt es Halbkantone?

Die Halbkantone entstanden durch historische Teilungen: Unterwalden war schon immer in Ob- und Nidwalden geteilt (seit 1291). Appenzell spaltete sich 1597 aus konfessionellen Gründen. Basel trennte sich 1833 nach einem Bürgerkrieg zwischen Stadt und Land.

Was ist das Ständemehr?

Das Ständemehr ist eine Mehrheit der Kantone bei eidgenössischen Abstimmungen. Für Verfassungsänderungen braucht es sowohl das Volksmehr (Mehrheit der Stimmenden) als auch das Ständemehr (Mehrheit der Kantone). Mit 20 Vollkantonen und 6 Halbkantonen braucht es mindestens 12 Standesstimmen (von 23).

Welcher Kanton hat die tiefsten Steuern?

Zug gilt als steuergünstigster Kanton der Schweiz. Für ein verheiratetes Paar mit CHF 150'000 Einkommen beträgt die Steuerbelastung im Hauptort nur etwa 7.5%. Auch Schwyz, Nidwalden und Obwalden sind sehr steuergünstig.

Welcher Kanton hat die höchsten Steuern?

Genf hat im Kantonsvergleich die höchste Steuerbelastung, gefolgt von Neuenburg, Waadt und Basel-Stadt. Die Unterschiede zwischen günstigsten und teuersten Kantonen betragen bis zu 150%.

Welche Sprachen werden in der Schweiz gesprochen?

Die Schweiz hat vier Landessprachen: Deutsch (62.3%), Französisch (22.8%), Italienisch (8.0%) und Rätoromanisch (0.5%). Die meisten Kantone sind einsprachig, aber Bern, Freiburg, Wallis und Graubünden sind mehrsprachig.

Welcher Kanton spricht Rätoromanisch?

Graubünden ist der einzige Kanton mit Rätoromanisch als Amtssprache. Etwa 60'000 Menschen sprechen eine der fünf romanischen Varietäten (Sursilvan, Sutsilvan, Surmiran, Puter, Vallader). Seit 1982 gibt es auch "Rumantsch Grischun" als einheitliche Schriftsprache.

Welcher Kanton ist dreisprachig?

Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz. Amtssprachen sind Deutsch (74%), Rätoromanisch (13%) und Italienisch (10%). Die italienischsprachigen Täler (Misox, Bergell, Puschlav) grenzen an Italien.

Was ist der Röstigraben?

Der "Röstigraben" bezeichnet die kulturelle und sprachliche Grenze zwischen der Deutschschweiz und der Romandie (französischsprachige Schweiz). Er verläuft durch die Kantone Bern, Freiburg und Wallis. Der Name spielt auf die Rösti an, die traditionell eher in der Deutschschweiz gegessen wird.

Welcher Kanton ist der jüngste?

Der Kanton Jura ist der jüngste Kanton. Er wurde am 1. Januar 1979 gegründet, nachdem sich der französischsprachige, katholische Nordjura vom Kanton Bern abgespalten hatte. Die Abspaltung wurde 1978 in einer Volksabstimmung beschlossen.

Welches sind die Urkantone?

Die drei Urkantone (auch "Waldstätte" genannt) sind Uri, Schwyz und Unterwalden (heute Obwalden und Nidwalden). Sie schlossen 1291 den Bundesbrief und gelten als Gründer der Eidgenossenschaft. Schwyz gab der Schweiz ihren Namen.

Was ist eine Landsgemeinde?

Die Landsgemeinde ist eine Volksversammlung unter freiem Himmel, bei der Stimmberechtigte per Handerheben über Gesetze und Wahlen abstimmen. Sie ist die älteste Form direkter Demokratie. Heute praktizieren nur noch Appenzell Innerrhoden und Glarus diese Tradition.

Wann findet die Landsgemeinde 2026 statt?

Die Landsgemeinde in Appenzell Innerrhoden findet am 26. April 2026 statt (letzter Sonntag im April). Die Landsgemeinde in Glarus findet am 3. Mai 2026 statt (erster Sonntag im Mai).

Hat die Schweiz eine Hauptstadt?

Nein, die Schweiz hat keine offizielle Hauptstadt. Bern trägt den Titel "Bundesstadt", da hier Bundesrat, Parlament und Bundesverwaltung ihren Sitz haben. Die Bezeichnung "Hauptstadt" für Bern ist verfassungsrechtlich nicht korrekt.

Was ist ein Hauptort?

In der Schweiz spricht man nicht von "Kantonshauptstadt", sondern von Hauptort. Dies ist der Sitz der Kantonsregierung und des Kantonsparlamentes. Einzige Ausnahme: Appenzell Ausserrhoden hat keinen offiziell definierten Hauptort.

Warum hat Appenzell Ausserrhoden keinen Hauptort?

Appenzell AR ist der einzige Kanton ohne verfassungsmässig definierten Hauptort. Die Kantonsregierung und das Parlament tagen in Herisau, aber dieser Ort ist nicht offiziell als Hauptort festgelegt. Historisch wechselte der Tagungsort zwischen verschiedenen Gemeinden.

Welcher Kanton hat das höchste BIP pro Kopf?

Basel-Stadt hat mit rund CHF 218'000 das höchste BIP pro Kopf aller Kantone – mehr als doppelt so viel wie der Schweizer Durchschnitt. Der Grund sind die Pharmakonzerne Novartis und Roche mit Hauptsitz in Basel.

Welcher Kanton hat den höchsten Ausländeranteil?

Genf hat mit 39.8% den höchsten Ausländeranteil aller Kantone, gefolgt von Basel-Stadt (37.2%) und Waadt (34.5%). Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 26%. Am tiefsten ist der Anteil in Appenzell Innerrhoden (11.1%).

Welcher Kanton wächst am schnellsten?

Zwischen 2023 und 2024 wuchs Zug mit +1.5% am stärksten, gefolgt von Freiburg (+1.4%) und Aargau (+1.3%). Die Prognosen bis 2050 sehen Freiburg (+25%), Aargau (+22%) und Zug (+20%) als Wachstumsgewinner.

Wo leben die ältesten Menschen?

Das Tessin hat mit einem Medianalter von 47.3 Jahren die älteste Bevölkerung, gefolgt von Basel-Stadt (44.2) und Schaffhausen (44.0). Die jüngste Bevölkerung hat Freiburg (40.2 Jahre).

Was bedeuten die Autokennzeichen-Kürzel?

Die zweistelligen Kürzel auf Schweizer Autokennzeichen bezeichnen den Kanton der Zulassung. Sie sind meist Abkürzungen des Kantonsnamens: ZH = Zürich, BE = Bern, GR = Graubünden. Ausnahmen: AG = Aargau (nicht AA), TI = Tessin (italienisch Ticino), VD = Waadt (französisch Vaud).

Welcher Kanton hat die meisten Gemeinden?

Graubünden hat mit 101 Gemeinden die meisten, gefolgt von Bern (337 nach Fusionen) und Waadt (300). Die wenigsten Gemeinden haben Basel-Stadt und Glarus (je 3 Gemeinden) sowie Appenzell Innerrhoden (6 Bezirke).

Gibt es Exklaven in der Schweiz?

Ja! Büsingen am Hochrhein ist eine deutsche Exklave, vollständig vom Kanton Schaffhausen umgeben. Campione d'Italia ist eine italienische Exklave im Kanton Tessin. Diese Gebiete gehören zu anderen Staaten, sind aber geografisch Teil der Schweiz.

Was ist das Crypto Valley?

Das Crypto Valley bezeichnet die Region um Zug, die sich zu einem globalen Zentrum für Blockchain- und Kryptowährungs-Unternehmen entwickelt hat. Begünstigt durch tiefe Steuern und wirtschaftsfreundliche Regulierung haben sich hier Hunderte von Blockchain-Firmen angesiedelt.

Welcher Kanton ist am teuersten zum Leben?

Genf und Zürich sind die teuersten Kantone. Der Lebenshaltungskosten-Index liegt bei 118 (Genf) bzw. 115 (Zürich), wobei 100 dem Schweizer Durchschnitt entspricht. Haupttreiber sind hohe Mieten. Am günstigsten ist Appenzell Innerrhoden (Index 86).

Was ist der Finanzausgleich (NFA)?

Der Nationale Finanzausgleich (NFA) ist ein System, das Mittel von finanzstarken zu finanzschwachen Kantonen umverteilt. Geberkantone sind v.a. Zug, Schwyz, Genf und Zürich. Empfängerkantone sind u.a. Bern, Wallis und Jura. Ziel ist es, allen Kantonen vergleichbare Ressourcen zu ermöglichen.

Könnten Basel-Stadt und Basel-Landschaft fusionieren?

Theoretisch ja, aber praktisch ist eine Fusion nicht in Sicht. Es bräuchte Volksabstimmungen in beiden Kantonen UND eine Änderung der Bundesverfassung (mit Volksmehr und Ständemehr). Die Bevölkerung zeigt wenig Enthusiasmus; wahrscheinlicher sind verstärkte Kooperationen in einzelnen Bereichen.

Was ist das Territorialprinzip?

Das Territorialprinzip bedeutet, dass die Amtssprache vom Gebiet abhängt, nicht von der Person. Wer von Zürich nach Lausanne zieht, muss sich auf Französisch verständigen – auch bei Behörden und in der Schule. Die Sprachgrenzen sind historisch gewachsen und relativ stabil.

Welche Kantone sind zweisprachig?

Vier Kantone sind offiziell zweisprachig: Bern (Deutsch/Französisch), Freiburg (Französisch/Deutsch), Wallis (Französisch/Deutsch) und Graubünden (Deutsch/Romanisch/Italienisch – sogar dreisprachig).

Wer bestimmt die Steuern in der Schweiz?

In der Schweiz haben Bund, Kantone und Gemeinden eigene Steuerhoheit. Der Bund erhebt die direkte Bundessteuer, die Kantone setzen ihre eigenen Steuertarife fest, und die Gemeinden können zusätzlich einen Steuerfuss (typisch 60-130%) erheben. Deshalb variiert die Steuerbelastung enorm.

Welcher Kanton hat die meisten Berge?

Wallis hat mit 41 Viertausendern mehr hohe Berge als alle anderen Alpenregionen. Darunter befinden sich das Matterhorn (4'478 m), die Dufourspitze (4'634 m – höchster Berg der Schweiz) und weitere berühmte Gipfel. Graubünden hat über 900 Berggipfel.

Welcher Kanton liegt am tiefsten?

Der tiefste Punkt der Schweiz liegt im Kanton Tessin: Der Lago Maggiore bei Ascona liegt nur 193 m ü.M. Auch der tiefste Punkt von Graubünden (Moësa-Tal, 260 m) liegt erstaunlich tief.

Wo liegt die höchste Siedlung der Schweiz?

Juf im Kanton Graubünden (Gemeinde Avers) ist mit 2'126 m die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung der Schweiz und Europas. Im Winter leben dort etwa 30 Personen.

Wie kam der Kanton Jura zustande?

Der Kanton Jura entstand 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Der französischsprachige, katholische Nordjura fühlte sich vom deutschsprachigen, reformierten Bern benachteiligt. Nach jahrzehntelangen Konflikten und mehreren Volksabstimmungen wurde die Trennung vollzogen.

Gibt es in der Schweiz zollfreie Gebiete?

Ja! Samnaun in Graubünden hat einen Sonderstatus als zollfreie Zone. Da das Tal lange nur über Österreich erreichbar war, erhielt es Zollfreiheit. Heute ist es als Einkaufsparadies bekannt (günstigere Parfüms, Alkohol, Zigaretten).

Was passiert, wenn ein Kanton abstirbt?

Theoretisch könnte ein Kanton aufgelöst oder mit einem anderen fusioniert werden, aber das ist extrem unwahrscheinlich. Es bräuchte Volksabstimmungen in den betroffenen Kantonen und eine Änderung der Bundesverfassung mit Volks- und Ständemehr. Selbst der kleinste Kanton (AI, 16'000 Einwohner) ist stabil.

Welcher Kanton hat die beste Lebensqualität?

Das hängt von den Kriterien ab. Zug gilt als sehr lebenswert (tiefe Steuern, hohe Einkommen, Natur). Zürich bietet urbanes Leben und Kulturangebot. Graubünden punktet bei Naturliebhabern. In Rankings schneiden oft Zug, Nidwalden und Schwyz gut ab.

Warum heisst die Schweiz nach dem Kanton Schwyz?

Der Name "Schweiz" leitet sich vom Kanton Schwyz ab, der im 13./14. Jahrhundert eine führende Rolle in der Eidgenossenschaft spielte. Auswärtige Beobachter nannten alle Eidgenossen "Schwyzer", und der Name setzte sich durch. Schwyz selbst bedeutet wahrscheinlich "Sengeplatz" (Brandrodung).

Welche Rolle spielen die Kantone im Bundesrat?

Laut Verfassung müssen die "verschiedenen Landesgegenden und Sprachregionen angemessen" im Bundesrat vertreten sein. In der Praxis bedeutet das: Nicht mehr als ein Bundesrat pro Kanton. Die "Zauberformel" (2 FDP, 2 SP, 2 SVP, 1 Mitte) berücksichtigt auch die Sprachregionen.

Was ist ein Kanton genau?

Ein Kanton ist ein Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Kantone haben eigene Verfassungen, Parlamente, Regierungen und Gerichte. Sie sind souverän in allen Bereichen, die nicht ausdrücklich dem Bund übertragen sind (Subsidiaritätsprinzip). Der Begriff kommt vom französischen "canton" (Ecke, Bezirk).

Wie autonom sind die Kantone?

Sehr autonom! Kantone haben eigene Polizei, Bildungssysteme, Steuern, Gerichte und Gesundheitswesen. Der Bund ist nur für ausdrücklich übertragene Aufgaben zuständig (Armee, Aussenpolitik, Währung, Zoll, AHV). Diese Autonomie ist ein Grundpfeiler des Schweizer Föderalismus.

Welche Kantonswappen sind am bekanntesten?

Der Berner Bär ist wohl das bekannteste Kantonswappen. Ebenfalls sehr bekannt: Der Stier von Uri, das Schwyzer Kreuz (Ursprung der Schweizer Fahne), und der Appenzeller Bär.

Was unterscheidet Appenzell Innerrhoden von Ausserrhoden?

Die Trennung 1597 erfolgte aus konfessionellen Gründen: Innerrhoden blieb katholisch, Ausserrhoden wurde reformiert. Heute ist Innerrhoden ländlicher, konservativer und hat noch die Landsgemeinde. Ausserrhoden ist etwas grösser und wirtschaftlich stärker. Die Wappen sind fast identisch.

Welcher Kanton hat die beste Bildung?

In PISA-Rankings schneiden Kantone mit Schulsystem à la "Deutschschweizer Lehrplan 21" gut ab. Die ETH Zürich und EPFL Lausanne sind Weltklasse-Universitäten. Für Berufsbildung gilt die Schweiz insgesamt als vorbildlich. Kantonale Unterschiede sind eher gering.

Warum gibt es so viele kleine Kantone?

Die kleinen Kantone sind historisch gewachsen. Die Urkantone (Uri, Schwyz, Unterwalden) waren Talschaften mit eigener Identität. Später kamen Stadtstaaten (Basel, Schaffhausen) und Gebiete mit besonderen Rechten hinzu. Der Föderalismus schützt diese historischen Strukturen bis heute.

Welcher Kanton hat das beste Gesundheitssystem?

Das Gesundheitssystem ist kantonal organisiert. Universitätskantone (ZH, BE, BS, GE, VD) haben top Spitäler. Basel-Stadt hat mit dem Universitätsspital und den Pharmakonzernen exzellente Infrastruktur. Allgemein ist das Schweizer Gesundheitssystem auf sehr hohem Niveau.

Können Kantone neue Gemeinden gründen?

Ja, Kantone können Gemeinden fusionieren, teilen oder neu gründen. Das liegt in der kantonalen Kompetenz. Beispiel: Glarus fusionierte 2011 von 25 auf nur 3 Gemeinden. Umgekehrt können sich Gemeinden auch abspalten, wenn der Kanton zustimmt.

Was ist der Ständerat?

Der Ständerat ist die "kleine Kammer" des Schweizer Parlaments. Er vertritt die Kantone: Jeder Kanton (ausser die 6 mit halber Stimme) hat 2 Sitze, total 46 Ständeräte. Zusammen mit dem Nationalrat (200 Sitze, proportional zur Bevölkerung) bildet er die Bundesversammlung.

Welcher Kanton ist am internationalsten?

Genf gilt als die internationalste Stadt der Schweiz. Hier haben UNO, IKRK, WHO, UNHCR und über 200 internationale Organisationen ihren Sitz. Rund 40% der Bevölkerung sind Ausländer. Auch Basel (Pharma) und Zürich (Banken) sind sehr international.

Gibt es Kantonsgrenzen, die sich ändern könnten?

Ja, theoretisch. Die Gemeinde Moutier (BE) hat 2021 für einen Wechsel zum Kanton Jura gestimmt. Der Wechsel ist für 2026 geplant. Solche Grenzänderungen sind aber extrem selten und erfordern Volksabstimmungen und Bundesbeschlüsse.

Wie lernt man am besten alle 26 Kantone?

Am besten mit einer Landkarte: Von Osten nach Westen oder im Uhrzeigersinn lernen. Merkverse helfen ebenfalls (siehe Abschnitt "Merksprüche"). Auch die Autokennzeichen-Kürzel prägen sich gut ein. Für Kinder gibt es Puzzle und Lernspiele.

Wie heissen die 26 Kantone der Schweiz?

Die 26 Kantone heissen: Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Welcher Kanton ist am reichsten?

Nach BIP pro Kopf ist Basel-Stadt (CHF 218'000) der reichste Kanton. Nach Steuereinnahmen pro Kopf führt Zug. Nach Vermögen der Einwohner liegt ebenfalls Zug vorne. Es kommt also auf die Definition von "reich" an.

Welcher Kanton ist am ärmsten?

Nach BIP pro Kopf ist Jura einer der wirtschaftlich schwächsten Kantone, zusammen mit Wallis und Freiburg. Diese Kantone erhalten im Finanzausgleich (NFA) am meisten Geld von den reicheren Kantonen.

Kann ein neuer Kanton gegründet werden?

Theoretisch ja, aber praktisch extrem schwierig. Es bräuchte eine Verfassungsänderung mit Volks- und Ständemehr. Der letzte neue Kanton (Jura, 1979) entstand nach jahrzehntelangen Konflikten. Ein 27. Kanton ist derzeit nicht absehbar.

Warum sind manche Kantone so klein?

Die kleinen Kantone sind historisch gewachsen. Die Urkantone (Uri, Schwyz, Unterwalden) waren autonome Talschaften. Später kamen Stadtstaaten wie Basel und Schaffhausen hinzu. Der Föderalismus schützt diese Strukturen bis heute – Grösse spielt für die Rechte keine Rolle.

Welcher Kanton hat die schönste Natur?

Das ist subjektiv! Graubünden hat die meisten Berge und Täler. Wallis die meisten 4000er. Tessin mediterranes Flair. Bern das Berner Oberland. Luzern den Vierwaldstättersee. Jeder Kanton hat landschaftliche Highlights.

In welchem Kanton sollte man wohnen?

Das hängt von deinen Prioritäten ab: Tiefe Steuern → Zug, Schwyz, Nidwalden. Urbanes Leben → Zürich, Genf, Basel. Natur → Graubünden, Wallis, Tessin. Familienfreundlich → Aargau, Thurgau. Preis-Leistung → Solothurn, Jura.

Wie viele Gemeinden hat die Schweiz?

Die Schweiz hat aktuell (Stand 2024) rund 2'131 Gemeinden. Diese Zahl sinkt stetig durch Fusionen. Die meisten Gemeinden hat Graubünden (101), die wenigsten haben Basel-Stadt und Glarus (je 3).

Was ist der Unterschied zwischen Kanton und Gemeinde?

Ein Kanton ist ein Gliedstaat der Schweiz mit eigener Verfassung, Regierung und Parlament. Eine Gemeinde ist die unterste Verwaltungseinheit innerhalb eines Kantons. Die Schweiz hat 26 Kantone und ca. 2'131 Gemeinden.

Gibt es eine Schweizer Kantone Karte zum Ausdrucken?

Ja! Das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) bietet kostenlose Karten. Auch auf der BFS-Website findest du druckbare Kantonsübersichten. Such nach "Schweiz Kantone Karte PDF" für verschiedene Varianten.

Welcher Kanton hat die meisten Seen?

Graubünden hat die meisten Seen (über 600 Bergseen). Tessin hat mit Lago Maggiore und Luganersee grosse Seen. Bern liegt an Thuner- und Brienzersee. Der grösste See komplett in der Schweiz ist der Neuenburgersee.

Welcher Kanton grenzt an die meisten anderen Kantone?

Bern grenzt an 10 andere Kantone: FR, VD, VS, NE, JU, SO, AG, LU, OW, NW. Damit ist Bern der Kanton mit den meisten Nachbarn. Das liegt an seiner zentralen Lage und Grösse.

Welcher Kanton grenzt an kein anderes Land?

Mehrere Kantone haben keine Auslandsgrenze: Obwalden, Nidwalden, Zug, Solothurn, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Luzern, Freiburg und Schwyz sind komplett von anderen Kantonen umgeben.

Welcher Kanton hat die längste Grenze zu einem Nachbarland?

Graubünden hat die längste Auslandsgrenze – es grenzt an Österreich, Italien und Liechtenstein. Genf hat zwar eine kurze Schweizer Grenze (4 km zu Waadt), ist aber fast komplett von Frankreich umgeben.

Wie lernt man alle Kantone am schnellsten?

Die effektivsten Methoden: 1) Landkarte studieren (geografische Zusammenhänge). 2) Merkverse auswendig lernen. 3) Quiz-Apps nutzen. 4) Autokennzeichen auf der Strasse raten. 5) Wappen mit Kantonen verbinden. Regelmässiges Wiederholen ist der Schlüssel!

📚 Quellen & Verweise

🏛 Offizielle Stellen (Tier 1):

  • Bundesamt für Statistik (BFS): Bevölkerung, Flächen, Demografie – bfs.admin.ch
  • Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV): Steuerrechner – estv.admin.ch
  • Bundesverfassung der Schweiz (Art. 1, Art. 142) – fedlex.admin.ch
  • Bundeskanzlei: Kantone – bk.admin.ch
  • Kanton Appenzell Innerrhoden: Landsgemeinde – ai.ch
  • Kanton Glarus: Landsgemeinde – gl.ch

📰 Medien & Statistik (Tier 2):

🔗 Weitere Quellen:

Stand: Januar 2026 – Alle Angaben ohne Gewähr. Bevölkerungszahlen: BFS, Stand 31.12.2024 (definitiv).

📋 Hinweis: Die Angaben zu Einwohnerzahlen, Flächen und wirtschaftlichen Kennzahlen basieren auf den aktuellsten verfügbaren Daten des Bundesamts für Statistik (BFS). Da Kantone eigenständige Staatsgebilde mit eigenen Gesetzen sind, können Regelungen (z.B. Steuersätze, Einbürgerungsverfahren) von Kanton zu Kanton stark variieren. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an die jeweilige Kantonsverwaltung. Die interaktiven Tools (Quiz, Vergleichstool) dienen der Wissensvermittlung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.