Migranten & Flüchtlinge als Pflegehelfer in der Schweiz: Es funktioniert!
Das Projekt SESAM bildet Migranten und Flüchtlinge als Pflegehelfer in der Grundpflege aus, öffnet ihnen die Türen in den hiesigen Arbeitsmarkt und entlastet die Sozialhilfe in der Schweiz. Es ist ein

Das Projekt SESAM bildet Migranten und Flüchtlinge als Pflegehelfer in der Grundpflege aus. SESAM öffnet ihnen die Türen in den hiesigen Arbeitsmarkt und entlastet die Sozialhilfe. Es ist ein voller Erfolg.
Bis Ende Herbst 2018 konnten schon 616 Teillnehmer registriert werden, davon 444 mit Abschluss (Zertifikat Pflegehelfer/-in SRK). Über 50% sind anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig in der Schweiz aufgenommene Personen. Der Frauenanteil beträgt 73%. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Afghanistan, Bosnien, Eritrea, Sri Lanka, Tibet und Äthiopien.
Von diesen 444 Absolventen und Absolventinnen fanden 90% bereits eine Stelle im Gesundheitsbereich.
Von den übrigen Teilnehmenden des SESAM-Pflegehelfer-Lehrgangs befinden sich die meisten noch in der Ausbildung.
Erfreulicherweise ist die Ausstiegsquote dank der sorgfältigen Auswahl sehr tief:
Von über 900 Personen wurde «rund ein Drittel der Interessierten gar nicht erst zum Lehrgang zugelassen, zumeist wegen fehlender Sprachkenntnisse. Die hohe Anstellungsquote widerspiegelt auch die hohe Motivation der Teilnehmenden.»
«Die Pflegehelfenden des SRK sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Angesichts des steigenden Bedarfs an Betreuung im Alter sind die Migrantinnen und Migranten ein willkommene Ergänzung zu den Schweizer Arbeitskräften», so SRK-Direktorin Christine Kopp.
«Die Ergebnisse von SESAM zeigen, dass sich die berufliche Qualifizierung von Zugewanderten auszahlt», sagt SEM-Vizedirektorin Cornelia Lüthy. «Ich freue mich, dass auch Personen ohne Berufsabschluss mit SESAM einen ersten Zugang zum Arbeitsmarkt finden, den sie später mit einer Lehre ergänzen können.» Personen ohne Berufsabschluss hätten es nämlich besonders schwer, im hiesigen Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Das Projekt trage auch dazu bei, das inländische Potenzial an Arbeitskräften besser auszuschöpfen.
SESAM ist ein gemeinsames Projekt vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) und dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und wurde 2016 ins Leben gerufen. Das SEM hat sich mit einer Million Franken am SESAM-Pilotprojekt beteiligt, was der Hälfte der Gesamtkosten entspricht.
Weiterführende Informationen:
• SESAM öffnet Türen in den Arbeitsmarkt (Schweizerisches Rotes Kreuz)
• Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz)
• SESAM öffnet Zugewanderten und Flüchtlingen die Türe zum Arbeitsmarkt (Bundesrat)
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