Medien Schweiz - Die Schweizer Medienlandschaft
Schweizer Medien - Die Medienlandschaft der Schweiz gestaltet sich, gemessen an der Grösse des Landes überraschend vielfältig, was sich aus den insgesamt vier offiziellen Amtssprachen ergibt.
Schweizer Medien - Die Medienlandschaft der Schweiz gestaltet sich, gemessen an der Grösse des Landes überraschend vielfältig, was sich aus den insgesamt vier offiziellen Amtssprachen ergibt.
Die Schweiz hat, auf jede Million Einwohner gerechnet, 44 verschiedene Zeitungen und nimmt damit in Europa, was die Printmedienlandschaft betrifft, die absolute Spitzenposition ein.
Im Vergleich dazu werden in Österreich insgesamt 26, in Grossbritannien immerhin 20 und in Italien und Frankreich lediglich zwei Zeitungen pro eine Million Einwohner verlegt. Auch im Bereich der Zeitschriften liegt die Schweiz im europäischen Vergleich ganz vorne und wird nur von Österreich übertroffen.
Inhalt:
- Printmedien
- Blick
- 20 Minuten
- NZZ
- Weltwoche
- Le Matin
- Le Courrier
- L'Express
- Corriere del Ticino
- Fernsehen
- Radio
- Google+ Medien
- und vieles mehr
Die bedeutendsten Printmedien der Schweiz
Blick - die Skandalzeitung
Die Boulevard-Tageszeitung „Blick“ erschien erstmals im Oktober 1959 und avancierte trotz der Kontroversen innerhalb kürzester Zeit zu einem der auflagenstärksten Blätter der deutschsprachigen Schweiz. Sie befindet sich heute im Besitz der Ringier Holding AG, dem grössten privaten Medienunternehmen des Landes. Die Kritik am „Blick“ vonseiten der etablierten Konkurrenzmedien sowie einiger Politiker und Intellektueller bezog sich schon in der ersten Phase nach der Gründung der Zeitung vor allem auf den inhaltlichen Fokus auf Beiträge über Sex, gesellschaftliche und politische Skandale und Verbrechen sowie sportliche Ereignisse. In den Achtzigerjahren führte der Chefredakteur Peter Uebersax den „Blick“ in eine rechtspopulistische Position und gleichzeitig in die erfolgreichste Ära in der Geschichte der Boulevardzeitung. Ein Linkskurs in den Neunzigerjahren und einige journalistische Affären führten allmählich zu einem deutlichen Rückgang der Leser und zu einem erheblichen Auflagenschwund, der laut Pressespezialisten hauptsächlich auf die widersprüchliche politische Position des „Blick“ und die stets scharf kritisierten, oft erfundenen, erlogenen oder stark manipulierten Inhalte zurückzuführen ist.
Dennoch bleibt der „Blick“ nach der Gratiszeitung „20 Minuten“, die als der stärkste Konkurrent der Boulevardzeitung gilt, die mit etwa 230 000 monatlichen Exemplaren auflagenstärkste Kaufzeitung der Schweiz.
Webseite: Blick.ch
20 Minuten - Gratis Boulevard
Auch die kostenlose Tageszeitung „20 Minuten“, die hauptsächlich von Pendlern auf dem Weg zum Arbeitsplatz gelesen wird, präsentiert in erster Linie boulevardesk aufgearbeitete Inhalte sowie die wesentlichen Nachrichten in kurzer Form. Die von dem Medienkonzern Tamedia AG veröffentlichte Zeitung erscheint auch in italienischer und französischer Sprache unter den Titeln „20 minuti“ und „20 minutes“.
Webseite: 20min.ch
Die NZZ - eine der ältesten Printmedien in Europa
Über die Grenzen der Schweiz hinaus geniesst die „Neue Zürcher Zeitung“, kurz NZZ im gesamten deutschsprachigen Raum und auf internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf. Die traditionsreiche Zeitung, deren Geschichte bis ins Jahr 1780 zurückreicht und die damit zu den ältesten Printmedien in Europa gehört, erscheint zweimal pro Tag. Ihre Leserschaft besteht zu einem Grossteil aus liberal-demokratisch denkenden Menschen mit hohem Bildungsniveau. Die NZZ ist darüber hinaus Korrespondenten aus nahezu allen Ländern der Welt bekannt. Unter dem Namen NZZ werden neben der Tageszeitung auch eine Sonntagsausgabe, ein Monatsmagazin und akademische Publikationen veröffentlicht, ein Buchverlag und Internet-Plattformen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten betrieben und die Wissenssendung „NZZ Format“ für das Zentralschweizer Fernsehen produziert.
Zur Mediengruppe der NZZ zählen unter anderem auch die „Neue Luzerner Zeitung“, das „St. Galler Tagblatt“ und das „Tagblatt der Stadt Zürich“.
Webseite: NZZ.ch
Die Weltwoche - das SVP-Blatt?
Auch die deutschsprachige Wochenzeitung „Die Weltwoche“ gilt nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland als Qualitätszeitung und sorgte seit ihrer Gründung im Jahr 1933 durch die investigative Berichterstattung wiederholt für heftige Kontroversen und wichtige Enthüllungen. Die politisch unabhängige „Weltwoche“ vertritt wirtschaftsliberale und staatkritische Meinungen und veröffentlicht regelmässige Kolumnen bedeutender Schweizer SVP-Politiker.
Webseite: Weltwoche.ch
Le Matin - die französischsprachige Zeitung
Ebenfalls im Besitz der Tamedia AG befindet sich die französischsprachige, täglich erscheinende Boulevardzeitung „Le Matin“, die mit knapp 300 000 Lesern in der westlichen Schweiz das meistgelesene Printmedium darstellt.
Webseite: Lematin.ch
Le Courrier - die linke Tageszeitung
Als einzige linke Tageszeitung der Schweiz behandelt der Genfer „Le Courrier“ vorwiegend soziale und christliche Themen.
Webseite: Lecourrier.ch
L'Express - die älteste Zeitung der Welt
Als weltweit älteste, in französischer Sprache abgefasste Zeitung gilt „L’Express“, die in Neuenburg publiziert wird und zum Medienunternehmen Groupe ESH Médias gehört.
Webseite: Arcinfo.ch
Corriere del Ticino - Tessiner Tageszeitung
In der italienischsprachigen Schweiz ist neben „20 minuti“ lediglich der „Corriere del Ticino“, eine im Tessin verlegte Tageszeitung mit einer Auflage von knapp 35 000 Exemplaren erwähnenswert.
Webseite: Cdt.ch
Fernsehen in der Schweiz
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, kurz SRG SSR verzeichnet aus den Gebühren jährliche Einnahmen von etwa 1,1 Milliarden Schweizer Franken. Die Einnahmen dienen in erster Linie der Finanzierung der TV- und Rundfunkprogramme des Unternehmens, unterstützen jedoch teilweise auch die regionalen und kleineren Fernseh- und Radiostationen privater Medienunternehmen.
Die SRG SSR betreibt je zwei TV-Kanäle mit Vollprogramm für die Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch.
Die wichtigste Fernsehstation der SRG SSR stellt in der Deutschschweiz das SRF mit einem Marktanteil von fast 35 Prozent dar, dicht gefolgt von den deutschen privaten und staatlichen Fernsehsendern.
Webseiten: SRF.ch
Radio und Rundfunk in der Schweiz
Im Bereich des Rundfunks werden neben unzähligen lokalen Radiostationen sechs Sender in deutscher, vier in französischer und drei in italienischer Sprache betrieben.
Wie in allen anderen Ländern Europas haben das öffentlich-rechtliche Fernsehen und Radio auch in der Schweiz mit der wachsenden Konkurrenz des Internets zu kämpfen.
Webseiten:
Radio SRF 1
Radio SRF 2 Kultur
Radio SRF 3
(Last updated: 14.11.2014, 16:34 Uhr)
Autor: Swiss Info - Redaktion auf ConvivaPlus.ch
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