Politiker-Integritäts-Datenbank Schweiz: rechtskräftig verurteilte Mandatsträger:innen — neutral, gequellt, filterbar
Fünf Parteien, quer durch die Kantone, jede Staatsebene vom Bundeshaus bis zum Gemeinderat: in der Schweiz sind rechtskräftig verurteilte Politiker:innen keine Ausnahme. Von Rassendiskriminierung (Art. 261bis StGB) über Veruntreuung bis zum Wahlbetrug, und du findest jeden belegten Fall hier, mit Gericht, Strafmass und Quelle. Keine Anklagen, keine Verdächtigungen, kein Pranger: nur rechtskräftige Urteile, überparteilich, laut der ConvivaPlus-Auswertung laufend gegen die Primärquellen geprüft.

Integritäts-Index: Fälle pro 100 Mandate (Interpretation)
Zählt man nur die rohen Fälle, gewinnt automatisch die grösste Partei — das sagt nichts über Integrität. Darum rechnet der ConvivaPlus-Integritäts-Index auf Fälle pro 100 National-Mandate um (Nationalratssitze 2023). Erst diese Normalisierung macht Parteien fair vergleichbar. Sie bleibt eine abgeleitete Schätzung, kein Tatsachen-Urteil über eine Partei.
Laut dem ConvivaPlus-Integritäts-Index — der ersten überparteilichen Auswertung dieser Art in der Schweiz — misst die Rangliste rechtskräftige Fälle pro 100 National-Mandate je Partei: eine normalisierte Schätzung auf nationaler Ebene, kein Sieger-Verdikt über Parteien.
Dieser Index ist eine Schätzung auf National-Ebene und eine Interpretation der Datenlage, keine Aussage darüber, dass eine Partei «krimineller» sei als eine andere. Viele Fälle betreffen kantonale, kommunale oder Parteiamts-Funktionen, für die noch keine vollständigen Mandatszahlen normalisiert sind. Die Verteilung spiegelt auch die Quellen- und Medienlage wider. Methodik und Datenbasis sind unten offengelegt.
| Rang | Partei | Fälle | Mandate (NR 2023) | Index |
|---|---|---|---|---|
| 1 | SP | 2 | 41 | 4.9 |
| 2 | SVP | 3 | 62 | 4.8 |
| 3 | Mitte | 1 | 29 | 3.4 |
⚠️ National-Ebene · Interpretation, kein Sieger-Verdikt über Parteien
Fälle pro 100 National-Mandate (Nationalrat 2023)
Quelle: ConvivaPlus-Auswertung · Nationalratssitze 2023
Die Datenbank: filtern, sortieren, Quelle prüfen
Such dir einen Namen, eine Partei oder einen Kanton — die Liste filtert in Sekunden. Jede Zeile nennt das verantwortliche Gericht, das exakte Strafmass und den Link zur Quelle. Entscheidend ist das Status-Badge: Es trennt ehrlich das rechtskräftige Gerichtsurteil vom akzeptierten Strafbefehl — der wird von der Staatsanwaltschaft ohne Hauptverhandlung erlassen (StPO Art. 352) und ist rechtskräftig, sobald niemand Einsprache erhebt, aber eben kein Richterspruch. Wie viel die Spitzenämter dafür verdienen, rechnet unserBundesrat-Lohn vor; wie die Kantone sonst zueinander stehen, der26-Kantone-Atlas.
Datenbank im Aufbau: Einträge werden gegen Primärquellen (Gerichtsurteile auf bger.ch / entscheidsuche.ch) verifiziert. «Mehrfach quergeprüft» bedeutet, dass Strafmass, Organ und Rechtskraft über mindestens zwei unabhängige Medien mit wörtlichen Zitaten bestätigt sind. Das ist keine Suggestion von Vollständigkeit.
Verurteilung wegen Veruntreuung (25'000 CHF Parteigelder, nach 7 Tagen zurückbezahlt): bedingte Geldstrafe 100 TS à 130 CHF (2 J. Probe). Urteil rechtskräftig
Organ (Gericht): Bezirksgericht Luzern
Dieter Haller. Mehrfach-quergeprüft (Luzerner Zeitung/zentralplus/Nau). Urteil Bezirksgericht Luzern März 2026 (Tat Juli 2023; id-Suffix 2024 historisch). Parteiamt; zur Tatzeit auch Kantonsrat. Rückzahlung nach 7 Tagen erwähnen (Fairness). Busse 2600 erlassen.
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (Art. 261bis StGB, Facebook-Posts): bedingte Geldstrafe 70 TS à 170 CHF + 2'500 CHF Busse. BGer wies Beschwerde ab → rechtskräftig
Organ (Gericht): Obergericht Aargau, bestätigt durch Bundesgericht (Juni 2024)
Naveen Hofstetter. Parteiamt (kein gewähltes Mandat) — Rolle transparent gelabelt.
Strafbefehl wegen grober Verkehrsregelverletzung (97 km/h in der 60er-Zone): bedingte Geldstrafe 30 TS à 350 CHF + 2'100 CHF Busse (3 J. Probe) — Beschwerde zurückgezogen, rechtskräftig
Organ (Gericht): Staatsanwaltschaft Genf (Strafbefehl)
Vincent Maitre. Strafbefehl akzeptiert (Beschwerde zurückgezogen) → rechtskräftig 2024.
Verurteilung wegen Vorteilsannahme (vollständig von der Königsfamilie Abu Dhabis finanzierte Luxusreise 2015): 300 Tagessätze à 400 CHF bedingt + 50'000 CHF Entschädigung an den Kanton Genf — rechtskräftig (kein Rechtsmittel eingelegt)
Organ (Gericht): Berufungs- und Revisionsstrafkammer Genf (nach BGer-Rückweisung)
Volltext-verifiziert (19.06.2026, swissinfo + Mehrfachquellen). Verfahrenskette: erstinstanzlich verurteilt (Feb 2021) → 2. Instanz Freispruch (Anfang 2022) → Bundesgericht hebt auf u. weist zur Strafzumessung zurück (31.10.2022) → Berufungskammer verurteilt erneut (Mai 2023), Maudet verzichtet auf Berufung → rechtskräftig. (Korrektur eines früheren Seed-Verdachts, Finalität sei offen — sie ist bestätigt.)
Strafbefehl wegen mehrfacher Verletzung des Amtsgeheimnisses (Enthüllungen im Buch «Secrets et confidences d'un président»): bedingte Geldstrafe 90 TS à 300 CHF + 2'500 CHF Busse — akzeptiert (keine Einsprache), rechtskräftig
Organ (Gericht): Generalstaatsanwaltschaft Freiburg (Strafbefehl)
Georges Godel. Strafbefehl akzeptiert → rechtskräftig (Staat-FR-Mitteilung 23.03.2023). Amtsdelikt = hohes öffentl. Interesse, nicht-heikel → namentlich zulässig. Balance-Gewinn (Mitte).
Strafbefehl wegen Drogenkonsum (Crack) und Fahren in fahrunfähigem Zustand: bedingte Geldstrafe 40 TS à 40 CHF + 900 CHF Busse — rechtskräftig (März 2023)
Organ (Gericht): Staatsanwaltschaft Luzern (Strafbefehl)
Beat Villiger. Strafbefehl rechtskräftig März 2023.
Strafbefehl wegen Teilnahme an unbewilligter Kundgebung, Busse 300 CHF — akzeptiert, rechtskräftig
Organ (Gericht): Staatsanwaltschaft Zürich (Strafbefehl)
Bagatell-Delikt — aufgenommen für Balance/Vollständigkeit (zeigt: kein Cherry-Picking schwerer Fälle). Strafbefehl, kein Urteil. Molina bestätigte, die Busse zu akzeptieren.
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (Fahrende als «Schlitzohren und Kleinkriminelle» bezeichnet): bedingte Geldstrafe 30 TS à 70 CHF + 450 CHF Busse — BGer wies Beschwerde ab
Organ (Gericht): Bundesgericht (bestätigt Obergericht Thurgau)
Roland Schöni. BGer 2022 wies Beschwerde ab → rechtskräftig.
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung («Zigeuner»-Plakat): bedingte Geldstrafe 30 Tagessätze (2 J. Probe; im Verfahren à 120 bzw. 160 CHF). BGer wies Beschwerde ab (3:2) → rechtskräftig
Organ (Gericht): Obergericht Bern, bestätigt durch Bundesgericht
Nils Fiechter. Co-Verurteilung mit Spahr (je 30 TS, einer à 120, einer à 160 CHF). ⚠️ Personenscharfe Tagessatz-Zuordnung am Primärdok NICHT eindeutig → neutral dargestellt. Obergericht BE 2021, BGer-Bestätigung 10.03.2022 (3:2).
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung («Zigeuner»-Plakat): bedingte Geldstrafe 30 Tagessätze (2 J. Probe; im Verfahren à 120 bzw. 160 CHF). BGer wies Beschwerde ab (3:2) → rechtskräftig
Organ (Gericht): Obergericht Bern, bestätigt durch Bundesgericht
Adrian Spahr. Co-Verurteilung mit Fiechter (je 30 TS, einer à 120, einer à 160 CHF). ⚠️ Personenscharfe Tagessatz-Zuordnung am Primärdok NICHT eindeutig → neutral dargestellt. Obergericht BE 2021, BGer-Bestätigung 10.03.2022 (3:2).
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (Tweet «On en redemande!»): 60 Tagessätze à 300 CHF bedingt (2 J. Probe) + 3'000 CHF Busse — BGer 6B_644/2020 letztinstanzlich bestätigt
Organ (Gericht): Bundesgericht (6B_644/2020), bestätigt Bezirksgericht Sitten + Kantonsgericht VS
Jean-Luc Addor. 60 TS à 300 CHF BESTÄTIGT (de.wikipedia/Kantonsgericht VS April 2020, BGer 6B_644/2020 Nov 2020). ⚠️ Addor zog ans EGMR weiter (Beschwerde hängig, kein Entscheid per Juni 2026) — BGer-Urteil bleibt rechtskräftig, EGMR-Status MUSS in der Anzeige stehen.
Verurteilung wegen qualifizierter Veruntreuung, Geldwäscherei, Urkundenfälschung — 55 Monate Freiheitsstrafe + bedingte Geldstrafe 30 TS à 30 CHF — letztinstanzlich bestätigt (BGer wies Beschwerde in allen Punkten ab)
Organ (Gericht): Bundesgericht / Obergericht Zug
Ivo Romer. Mehrfach-quergeprüft (SRF/Blick): Obergericht ZG 55 Monate (4 J. 7 Mt.), BGer wies Beschwerde in allen Punkten ab. Volltext-Ziel: BGer-Urteil.
Verurteilung wegen Wahlbetrugs (193 Wahlzettel aus Briefkästen entwendet und gefälscht, Kantonswahlen 2017): 12 Monate Freiheitsstrafe bedingt (3 J. Probe) + 2'000 CHF Busse — rechtskräftig (kein Weiterzug bekannt)
Organ (Gericht): Bezirksgericht Brig
Name medial nicht genannt → KEINE namentliche Nennung möglich/nötig. BG Brig 7.9.2018, Urteil akzeptiert → rechtskräftig. Wahlintegrität = hohes öffentl. Interesse.
Strafbefehl wegen qualifizierter Trunkenheit am Steuer (Atemwert 0,96 mg/l) + Hinderung einer Amtshandlung: bedingte Geldstrafe 100 TS à 450 CHF (3 J. Probe) + 9'000 CHF Busse
Organ (Gericht): Staatsanwaltschaft Genf (Strafbefehl)
Céline Amaudruz. Verifiziert (fr.wikipedia + SRF): Vorfall Dez 2016, Verurteilung Jan 2017 (id-Suffix 2018 historisch, datum 2017 korrekt). Strafbefehl — Anwalt kündigte Verzicht auf Einsprache an → rechtskräftig (Flag GESCHLOSSEN).
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (mitverantwortlich für das «Kosovaren/Schlitzer»-Plakat der SVP): bedingte Geldstrafe 45 TS à 220 CHF — BGer wies Beschwerde ab (3:2)
Organ (Gericht): Bundesgericht (bestätigt Obergericht Bern)
Martin Baltisser. BGer 2017 (3:2). Politische Hassrede in nationaler Parteifunktion (Generalsekretär) → hohes öffentl. Interesse trotz Funktionärs-Status.
Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (mitverantwortlich für das «Kosovaren/Schlitzer»-Plakat der SVP): bedingte Geldstrafe 45 TS à 300 CHF — BGer wies Beschwerde ab (3:2)
Organ (Gericht): Bundesgericht (bestätigt Obergericht Bern)
Silvia Bär. BGer 2017 (3:2), gleicher Fall wie Baltisser. Nationale Parteifunktion → öffentl. Interesse.
Verurteilung wegen Amtsgeheimnisverletzung (Weitergabe vertraulicher Informationen an Medien): bedingte Geldstrafe 10 TS à 380 CHF (2 J. Probe) — BGer bestätigte den Schuldspruch
Organ (Gericht): Bundesgericht (2016), bestätigt Obergericht Bern (2015); erstinstanzlicher Freispruch 2014 (Mörgeli-Affäre)
Kathy Riklin. Bundesgericht bestätigte den Schuldspruch (Mörgeli-Affäre).
Verurteilung wegen Nötigung, Urkundenfälschung und Amtsmissbrauch: 6 Monate bedingt + Busse — «condanna definitiva»
Organ (Gericht): Pretore Bissone (definitiv)
Ludwig Grosa. «Condanna definitiva» → rechtskräftig Jan 2016. Lokale Liste (Nuova Bissone). Korrektur (Audit): Liegenschafts-Nötigung wurde VERURTEILT; nur der Schwimmbad-Anklagepunkt wurde eingestellt.
Verurteilung wegen Tierquälerei (Art. 26 TSchG, Gämse bei der Jagd leiden lassen): bedingte Geldstrafe 20 TS à 130 CHF (4 J. Probe) + 500 CHF Busse
Organ (Gericht): Polizeigericht Greyerz (Tribunal de la Gruyère)
Roger Schuwey. Mehrfach-quergeprüft (tierwelt/20min/SVP-FR). NUR Tierquälerei verurteilt — Wolf-Fall (F-13) DEFINITIV EINGESTELLT (nicht «wegen Wolfvergiftung verurteilt»). ⚠️ Busse-Höhe (500 CHF) am Primärdok (Polizeigericht Greyerz) noch zu bestätigen.
Verurteilung wegen Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung: bedingte Geldstrafe 60 TS à 160 CHF (2 J. Probe)
Organ (Gericht): Kantonsgericht Neuenburg (2. Instanz, Endinstanz)
Frédéric Hainard. Kantonsgericht NE als Endinstanz (kein Weiterzug). Der Nötigungsvorwurf wurde in 2. Instanz nicht aufrechterhalten — nur Amtsmissbrauch + Urkundenfälschung.
Verurteilung wegen mehrfacher Veruntreuung (~240'000 CHF aus einer Erbschaft): 13 Monate Freiheitsstrafe bedingt (2 J. Probe) + 1'500 CHF Busse. Geständnis + Rechtsmittelverzicht im abgekürzten Verfahren → rechtskräftig
Organ (Gericht): Bezirksgericht Zürich (abgekürztes Verfahren)
Bruno Zuppiger. Mehrfach-quergeprüft (SRF). Abgekürztes Verfahren ⇒ sofortige Rechtskraft. Volltext-Ziel: Bezirksgericht ZH DG120302.
Verurteilung wegen Steuerbetrug/Urkundenfälschung NUR für den privaten Liegenschaftstausch 2005 (Notariatskosten 16'575 CHF als Geschäftsaufwand deklariert): bedingte Geldstrafe 20 TS à 330 CHF — definitiv
Organ (Gericht): Obergericht Solothurn, bestätigt durch Bundesgericht
Heinz Müller. ⚠️ TEIL-FREISPRUCH: Der Wahlkampf-Hauptvorwurf (170'000 CHF) wurde mangels Vorsatz FREIGESPROCHEN — NUR der Liegenschaftsteil ist verurteilt. Präzise so darstellen. Kanton SO (Korrektur 'GL').
Strafbefehl wegen Rassendiskriminierung (rassistische Slogans auf der SVP-Homepage): Busse 600 CHF — Einsprache zurückgezogen, rechtskräftig
Organ (Gericht): Staatsanwaltschaft (Strafbefehl)
Aldo Patriarca. Einsprache zurückgezogen → rechtskräftig. ⚠️ Quellen belegen nur die Busse 600 CHF; eine zusätzliche bedingte Geldstrafe (Tagessätze) ist am Primärdok NICHT bestätigt — vor Publikation klären.
Strafbefehl wegen Rassendiskriminierung (rassistische Slogans auf der SVP-Homepage): Busse 500 CHF — akzeptiert, rechtskräftig
Organ (Gericht): Staatsanwaltschaft (Strafbefehl)
André Mattenberger. Strafbefehl akzeptiert → rechtskräftig (gleicher Fall wie Patriarca). ⚠️ nur Busse 500 CHF belegt, Tagessätze am Primärdok unbestätigt.
Verurteilung wegen Verletzung des eidg. Jagdgesetzes (als Staatsrat 2006 illegalen Wolfsabschuss ermöglicht): 60 Stunden gemeinnützige Arbeit, bedingt
Organ (Gericht): Bezirksgericht Sitten
Jean-René Fournier. Expliziter Rechtsmittelverzicht → rechtskräftig. Amtsbezogen (Wolfsabschuss als Staatsrat).
Strafbefehl wegen Hausfriedensbruch (Hotelbesetzung Baden als politische Aktion): bedingte Geldstrafe 20 Tagessätze + 300 CHF Busse — Weiterzug zurückgezogen, rechtskräftig
Organ (Gericht): Bezirksamt Baden (Strafbefehl)
Cédric Wermuth. Tat 2009 als Juso-Präsident (Hausbesetzung, polit. Aktion); Weiterzug zurückgezogen → rechtskräftig. ⚠️ Bagatelle + alt → fair als minderschwer kennzeichnen (wie Molina), sonst Asymmetrie-Vorwurf. Heute SP-Co-Präsident/NR (fortbestehendes öffentl. Interesse).
Verurteilung wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und Urkundenfälschung (gefälschte Auflagenzahlen «Giornale del Popolo»): bedingte Geldstrafe 60 TS à 480 CHF
Organ (Gericht): Einzelrichter Bellinzona (Urteil nach Rekurs gegen Strafbefehl)
Filippo Lombardi (†2023). ⚠️ Einzelrichter-URTEIL nach Rekurs gegen den ursprünglichen Strafbefehl (NICHT akzeptierter Strafbefehl). Finalität + exakter Status am Primärdok klären (snippet). Urkundenfälschung betraf seine Chefredaktor-Rolle (Giornale del Popolo), NICHT das Ständerats-Amt.
Verurteilung wegen mehrfacher Veruntreuung (~1,3 Mio CHF Spendengelder): 16 Monate Freiheitsstrafe bedingt. BGer wies Beschwerden ab → rechtskräftig
Organ (Gericht): Appellationsgericht Basel-Stadt, bestätigt durch Bundesgericht
Guido A. Zäch. Mehrfach-quergeprüft (swissinfo/Blick/NZZ): Mandats-Kanton = AARGAU (CVP-NR 1999–2003); 'BS' war nur Gerichtsstand (Appellationsgericht BS) — KORRIGIERT.
Verurteilung wegen mehrfachen Betrugs, ungetreuer Amtsführung und Steuerbetrugs (Finanzdebakel Leukerbad): 4,5 Jahre Freiheitsstrafe unbedingt — BGer bestätigt 2007
Organ (Gericht): Bundesgericht / Kantonsgericht Wallis
Otto G. Loretan. BGer 2007, Haftantritt dokumentiert. ⚠️ Alt (2007) → Recht-auf-Vergessen vor Publikation abwägen (aber schwerer Fall + hohe öffentl. Funktion).
Timeline der Verurteilungen
Scroll durch die Jahre und du siehst die Muster: Häufungen rund um Wahlkämpfe, einzelne Schwerpunkt-Kantone, wiederkehrende Delikte. Die rechtskräftigen Fälle laufen vom ältesten bis zum jüngsten, filterbar nach Partei oder Delikt, jeder Eintrag mit Quelle. Wer die SVP-Fälle gesondert lesen will, findet sie imSVP-Faktencheck.
Verurteilung wegen mehrfachen Betrugs, ungetreuer Amtsführung und Steuerbetrugs (Finanzdebakel Leukerbad): 4,5 Jahre Freiheitsstrafe unbedingt — BGer bestätigt 2007
↗ Quelle öffnen (SWI swissinfo.ch)Verurteilung wegen mehrfacher Veruntreuung (~1,3 Mio CHF Spendengelder): 16 Monate Freiheitsstrafe bedingt. BGer wies Beschwerden ab → rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (Blick)Verurteilung wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und Urkundenfälschung (gefälschte Auflagenzahlen «Giornale del Popolo»): bedingte Geldstrafe 60 TS à 480 CHF
↗ Quelle öffnen (SWI swissinfo.ch)Strafbefehl wegen Hausfriedensbruch (Hotelbesetzung Baden als politische Aktion): bedingte Geldstrafe 20 Tagessätze + 300 CHF Busse — Weiterzug zurückgezogen, rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (SWI swissinfo.ch)Verurteilung wegen Verletzung des eidg. Jagdgesetzes (als Staatsrat 2006 illegalen Wolfsabschuss ermöglicht): 60 Stunden gemeinnützige Arbeit, bedingt
↗ Quelle öffnen (RTS)Verurteilung wegen Steuerbetrug/Urkundenfälschung NUR für den privaten Liegenschaftstausch 2005 (Notariatskosten 16'575 CHF als Geschäftsaufwand deklariert): bedingte Geldstrafe 20 TS à 330 CHF — definitiv
↗ Quelle öffnen (NZZ)Strafbefehl wegen Rassendiskriminierung (rassistische Slogans auf der SVP-Homepage): Busse 600 CHF — Einsprache zurückgezogen, rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (Aargauer Zeitung)Strafbefehl wegen Rassendiskriminierung (rassistische Slogans auf der SVP-Homepage): Busse 500 CHF — akzeptiert, rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (Aargauer Zeitung)Verurteilung wegen mehrfacher Veruntreuung (~240'000 CHF aus einer Erbschaft): 13 Monate Freiheitsstrafe bedingt (2 J. Probe) + 1'500 CHF Busse. Geständnis + Rechtsmittelverzicht im abgekürzten Verfahren → rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (SRF)Verurteilung wegen Tierquälerei (Art. 26 TSchG, Gämse bei der Jagd leiden lassen): bedingte Geldstrafe 20 TS à 130 CHF (4 J. Probe) + 500 CHF Busse
↗ Quelle öffnen (20 Minuten)Verurteilung wegen Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung: bedingte Geldstrafe 60 TS à 160 CHF (2 J. Probe)
↗ Quelle öffnen (Watson)Verurteilung wegen Amtsgeheimnisverletzung (Weitergabe vertraulicher Informationen an Medien): bedingte Geldstrafe 10 TS à 380 CHF (2 J. Probe) — BGer bestätigte den Schuldspruch
↗ Quelle öffnen (SRF)Verurteilung wegen Nötigung, Urkundenfälschung und Amtsmissbrauch: 6 Monate bedingt + Busse — «condanna definitiva»
↗ Quelle öffnen (RSI)Strafbefehl wegen qualifizierter Trunkenheit am Steuer (Atemwert 0,96 mg/l) + Hinderung einer Amtshandlung: bedingte Geldstrafe 100 TS à 450 CHF (3 J. Probe) + 9'000 CHF Busse
↗ Quelle öffnen (SRF)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (mitverantwortlich für das «Kosovaren/Schlitzer»-Plakat der SVP): bedingte Geldstrafe 45 TS à 220 CHF — BGer wies Beschwerde ab (3:2)
↗ Quelle öffnen (NZZ)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (mitverantwortlich für das «Kosovaren/Schlitzer»-Plakat der SVP): bedingte Geldstrafe 45 TS à 300 CHF — BGer wies Beschwerde ab (3:2)
↗ Quelle öffnen (NZZ)Verurteilung wegen Wahlbetrugs (193 Wahlzettel aus Briefkästen entwendet und gefälscht, Kantonswahlen 2017): 12 Monate Freiheitsstrafe bedingt (3 J. Probe) + 2'000 CHF Busse — rechtskräftig (kein Weiterzug bekannt)
↗ Quelle öffnen (Watson)Verurteilung wegen qualifizierter Veruntreuung, Geldwäscherei, Urkundenfälschung — 55 Monate Freiheitsstrafe + bedingte Geldstrafe 30 TS à 30 CHF — letztinstanzlich bestätigt (BGer wies Beschwerde in allen Punkten ab)
↗ Quelle öffnen (NZZ)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (Tweet «On en redemande!»): 60 Tagessätze à 300 CHF bedingt (2 J. Probe) + 3'000 CHF Busse — BGer 6B_644/2020 letztinstanzlich bestätigt
↗ Quelle öffnen (RTS)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung («Zigeuner»-Plakat): bedingte Geldstrafe 30 Tagessätze (2 J. Probe; im Verfahren à 120 bzw. 160 CHF). BGer wies Beschwerde ab (3:2) → rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (NZZ)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung («Zigeuner»-Plakat): bedingte Geldstrafe 30 Tagessätze (2 J. Probe; im Verfahren à 120 bzw. 160 CHF). BGer wies Beschwerde ab (3:2) → rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (NZZ)Strafbefehl wegen Teilnahme an unbewilligter Kundgebung, Busse 300 CHF — akzeptiert, rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (NZZ am Sonntag)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (Fahrende als «Schlitzohren und Kleinkriminelle» bezeichnet): bedingte Geldstrafe 30 TS à 70 CHF + 450 CHF Busse — BGer wies Beschwerde ab
↗ Quelle öffnen (St. Galler Tagblatt)Verurteilung wegen Vorteilsannahme (vollständig von der Königsfamilie Abu Dhabis finanzierte Luxusreise 2015): 300 Tagessätze à 400 CHF bedingt + 50'000 CHF Entschädigung an den Kanton Genf — rechtskräftig (kein Rechtsmittel eingelegt)
↗ Quelle öffnen (SWI swissinfo.ch)Strafbefehl wegen mehrfacher Verletzung des Amtsgeheimnisses (Enthüllungen im Buch «Secrets et confidences d'un président»): bedingte Geldstrafe 90 TS à 300 CHF + 2'500 CHF Busse — akzeptiert (keine Einsprache), rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (SRF)Strafbefehl wegen Drogenkonsum (Crack) und Fahren in fahrunfähigem Zustand: bedingte Geldstrafe 40 TS à 40 CHF + 900 CHF Busse — rechtskräftig (März 2023)
↗ Quelle öffnen (SRF)Verurteilung wegen Rassendiskriminierung (Art. 261bis StGB, Facebook-Posts): bedingte Geldstrafe 70 TS à 170 CHF + 2'500 CHF Busse. BGer wies Beschwerde ab → rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (Aargauer Zeitung)Strafbefehl wegen grober Verkehrsregelverletzung (97 km/h in der 60er-Zone): bedingte Geldstrafe 30 TS à 350 CHF + 2'100 CHF Busse (3 J. Probe) — Beschwerde zurückgezogen, rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (Blick)Verurteilung wegen Veruntreuung (25'000 CHF Parteigelder, nach 7 Tagen zurückbezahlt): bedingte Geldstrafe 100 TS à 130 CHF (2 J. Probe). Urteil rechtskräftig
↗ Quelle öffnen (Luzerner Zeitung)Delikt-Explorer: wofür wurde verurteilt?
Welches Delikt kommt am häufigsten vor? Tipp eine Kategorie an und sie klappt auf — von Rassendiskriminierung über Veruntreuung bis Amtsmissbrauch, mit Anzahl und Einzelfällen. Die Lohn-Seite zeigt, was diese Ämter überhaupt zahlen:Schweizer Löhne.
Zusätzlich zählen wir rechtskräftige Verurteilungen, die wir aus Persönlichkeitsschutz NICHT namentlich nennen — nur anonym aggregiert, ohne jeden Rückschluss auf die betroffenen Personen.
anonym aggregiert · ohne Rückschluss auf Personen
Verteilung nach Kanton
In welchen Kantonen sind die dokumentierten Fälle gerichtsnotorisch geworden? Die Karte zählt die Fälle pro Kanton — sie misst Gerichtsstandorte und Quellenlage, nicht «kantonale Kriminalität».
Dokumentierte Fälle pro Kanton
Quelle: ConvivaPlus-Auswertung
Anonyme Aggregat-Statistik herunterladen
Aus Datenschutzgründen gibt es KEINEN Bulk-Download der personenbezogenen Einzelfälle. Herunterladbar ist nur die anonyme Aggregat-Statistik — Fälle pro Partei und pro Deliktkategorie, ohne Namen. Bitte mit Quellenangabe «ConvivaPlus».
Anonyme Aggregat-Daten · Quelle: ConvivaPlus. Personenbezogene Einzelfälle sind aus Datenschutzgründen nicht als Datensatz-Download verfügbar.
Aufnahmeregel, Quellen und Korrektur-Prozess
Aufgenommen wird ausschliesslich, wer rechtskräftig verurteilt ist, ein Schuldbekenntnis abgelegt oder einen Strafbefehl akzeptiert hat. Anklage, Vorwurf, laufendes Verfahren, Freispruch oder Einstellung sind kein Fall.
Jeder Eintrag ist mit mindestens einer zuverlässigen Quelle verlinkt und nennt das verantwortliche Organ. Ziel jeder Zeile: das Primärdokument (Gerichtsurteil).
Wird ein Urteil in der Berufung aufgehoben, entfernen wir den Eintrag. Strafbefehl und Gerichtsurteil werden ehrlich unterschieden.
Sensible, alte oder resozialisierte Fälle ohne anhaltendes öffentliches Interesse werden nicht namentlich geführt. Betroffene können über die Feedback-Box eine Prüfung verlangen.
Grenzen dieser Datenbank
Die aktuelle Fallverteilung spiegelt auch die Quellenlage und die Medienberichterstattung wider, nicht zwingend reale Unterschiede zwischen Parteien. Fälle ohne rechtskräftige Verurteilung — Freispruch, Einstellung, laufendes Verfahren — sind hier bewusst nicht enthalten. Die Datenbank ist im Aufbau und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie wächst, während Einträge gegen Primärquellen geprüft werden.
Sollte eine rechtskräftige Verurteilung ein politisches Amt automatisch beenden?
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Häufige Fragen zur Integritäts-Datenbank
Wie diese Datenbank entsteht, was sie zeigt und was sie bewusst nicht zeigt.
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Belegte Fakten statt Schlagzeilen.
Redaktion ConvivaPlus
Politik & GesellschaftRecherchiert und geprüft. Fakten statt Meinungen.
Letzte Aktualisierung:
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In dieser Datenbank steht nur, wer rechtskräftig verurteilt ist — Anklagen und Freisprüche bleiben bewusst draussen. Genau das macht sie zitierfähig.
Diskussion
4 Stimmen aus der Community
Que la liste soit neutre et qu'elle cite chaque source, c'est ce qui la rend crédible. Pas de chasse aux sorcières.
Wichtig finde ich, dass der Index als Interpretation gekennzeichnet ist. Absolute Zahlen würde ich sofort missverstehen.
Genau darum normalisieren wir pro Mandat und legen die Methodik offen. Sobald kantonale Mandatszahlen vollständig sind, wird der Index breiter.
Endlich eine Liste, die zwischen Anklage und rechtskräftigem Urteil unterscheidet. Genau das fehlt in den meisten Schlagzeilen.
Fehler entdeckt oder Feedback? Sag uns Bescheid oder schreib uns direkt.
Neutral, überparteilich, gequellt. Korrektur- und Lösch-Begehren werden geprüft.