Sozialhilfe: 8m2 für 1000 Fr. Miete für Sozialhilfebezüger in schimmligen Zimmern
«Der Horror in der Sozial-Abzocker-Pension»: Acht Quadratmeter für 950 Franken Miete. Ein Liegenschaftsbesitzer vermietet in Basel 42 teilweise verschimmelte Zimmer an Sozialhilfebezüger. Die Rechnung

«Der Horror in der Sozial-Abzocker-Pension»: Acht Quadratmeter für 950 Franken Miete.
Ein Liegenschaftsbesitzer vermietet in einem ehemaligen Hotel in Basel bzw. in zwei Häusern über 42 teilweise verschimmelte und massiv verdreckte Zimmer an Sozialhilfebezüger à 950 Franken Monatsmiete. Die Rechnung bezahlt die Basler Sozialhilfe.
Bild: Symbolbild.
Profit auf Kosten der Sozialhilfebezüger:
Schimmel, Dreck und Unordnung. In diesem Zustand werden an der Rheingasse in Basel Zimmer an Sozialhilfebezüger vermietet, wie die «Tageswoche» aufdeckte.
«Das ehemalige Hotel ist heute eine Pension für sozial Schwache und Menschen, die auf dem normalen Wohnungsmarkt kein Zuhause finden.» Diese wohnen inmitten von Dreck, Schimmel und Kakerlaken. Vergangene Woche fand die Polizei gar ein Leiche - nicht zum ersten Mal. Für die Mieter eine belastende Situation.
«Sie erzählen, dass sie viele Ungeziefer haben. Die Wände feucht sind und, dass sie im Winter kalt haben», erzählt Cécile Grieder, „Betreiberin Grenzwert“, gegenüber «srf». Auch aussen sind die Mängel sichtbar. Die Fenster sind zum Teil kaputt.
Der Mietpreis für die acht Quadratmeter beträgt 950 Schweizer Franken. Soviel wie das Amt für Sozialhilfe maximal für ein möbliertes Zimmer finanziert.
"Möbliertes Zimmer" ist allerdings stark übertrieben. In dem kleinen Kämmerchen finden gerade mal ein Bett, ein Nachttischchen, ein Schrank und ein Lavabo Platz.
Michael Steiner vom Verein «Schwarzer Peter» für Gassenarbeit sagt gegenüber «srf», dass solche Zustände nur möglich seien, weil sich die betroffenen Personen nicht wehren könnten. «Diese Leute haben auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Chance.»
Leider bei weitem kein Einzelfall. Ähnliche Fälle gibt es laut Regionaljournal Basel Baselland «auch an der Gasstrasse, dem Steinengraben, der Efringerstrasse, der Feldbergstrasse und am Riehenring».
→
SVP: «Krieg gegen die Armen!»
Die "Volks"partei ist konsequent. Man muss
«zuerst auf die eigenen Leute schauen»:
Arbeitnehmerschutz aufweichen
Bildungswesen kaputtsparen
Prämienverbilligung kürzen
Privatsphäre abschaffen
Mieterschutz aushöhlen
Sozialleistungen kürzen
Renten-Massaker
uvm.
...
Weiterführende Informationen:
• Acht Quadratmeter für 950 Franken – der Horror in der Sozial-Abzocker-Pension (Tageswoche)
• Sozialhilfe-Bezüger werden abgezockt (SRF)
• Abzocke an der Basler Rheingasse kein Einzelfall (SRF)
• Basler Sozialhilfe-Bezüger zahlen Wuchermiete in Gammel-Haus (Blick)
Vielleicht interessiert Dich auch:
Autor: Schweiz - Redaktion
Fehler entdeckt oder Feedback? Sag uns Bescheid – wir korrigieren das.
Quellen: Öffentlich zugängliche Schweizer Primärquellen (admin.ch, BFS, kantonale Ämter). Keine Gewähr für Aktualität oder Vollständigkeit.