Genossenschaftswohnungen Schweiz - Genossenschaft Wohnung Baugenossenschaft
Genossenschaftswohnungen Schweiz günstiger Wohnen - Genossenschafter bei Bau- und Wohnbaugenossenschaften. Genossenschaftswohnung 47,3% günstiger Miete als bei Mietwohnung.
60% der Schweizerinnen und Schweizer sind Mieter. Sie wohnen in rund 2 Millionen gewöhnlichen Mietwohnungen. An der Miete, die sie zahlen, verdient ein Investor eine Rendite. Vermieten ist in diesem Fall also ein Geschäft.
In den 100’000 Genossenschaftswohnungen der Schweiz hingegen funktioniert das Mietverhältnis jedoch anders. Die Genossenschafter kaufen Anteilsscheine an der Genossenschaft und verwalten sich selbst. Die Mieter einer Genossenschaftswohnung zahlen lediglich eine Kostenmiete - und diese Miete ist wesentlich günstiger als jene der normalen Mietwohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt. Bei den Genossenschaftswohnungen verdient also, anders als bei privaten Vermietern, keiner mit.
So gesehen existiert in der Schweiz bezüglich Wohnen eine 2-Klassen-Gesellschaft. Denn nur einer von 20 Mietern in der Schweiz ist Genossenschafter, lebt und wohnt in einer günstigen Genossenschaftswohnung.
Inhalt:
- Genossenschaftswohnung 47,3% günstiger
- So funktionieren Genossenschaftswohnungen
- Wie werde ich Genossenschafter?
Genossenschaftswohnung bis zu 47,3% günstiger
Eine 4-Zimmer Wohnung in der Stadt Zürich kostet im Schnitt 1800 Franken. In der Regel landen aber derart günstige Wohnungen selten als Ausschreibung auf dem Markt. Rechnen muss man derzeit mit einem durchschnittlichen Mietpreis von ungefähr 2750 Franken Miete für eine 4-Zimmer Wohnung in Zürich, so die Immobilienfirma Wüst und Partner.
In einer Genossenschaft kosten die Genossenschaftswohnungen mit 4 Zimmern im Schnitt lediglich 1300 Franken pro Monat. Die Genossenschaftswohnung in der Stadt Zürich ist also rund 47,3% günstiger zum Wohnen als eine normale Mietwohnung auf dem freien Wohnmarkt.
So funktionieren Genossenschaftswohnungen
Eine Genossenschaft funktioniert basisdemokratisch. Wer Genossenschafter wird bzw. ist und Anteilsscheine kauft, der kann oder muss je nachdem einmal jährlich an der Generalversammlung (GV) der Wohnbaugenossenschaft teilnehmen. Hier stehen verschiedene Punkte auf dem Tagesprogramm. Allen voran werden neue Vorstandsmitglieder der Genossenschaft gewählt und Geschäftsberichte angenommen. Auch wird vor versammelter Genossenschaft den verstorbenen Genossenschaftsmitgliedern gedenkt.
Wie werde ich Genossenschafter?
Teil einer Genossenschaft zu sein, ist in der Schweiz zur Zeit ein Privileg. Vor allem in den urbanen Ballungszentren und Städten.
Zur Zeit ist es schwierig, in eine Genossenschaft reinzukommen. Ein Teil der freigewordenen Genossenschaftswohnungen werden zwar ausgeschrieben und gehen weg wie warme Semmeln. Der grösste Teil der freien Genossenschaftswohnungen werden per interner Warteliste vergeben.
Der Genossenschaftswohnungsmarkt gibt viel zu wenige Wohnungen her, die Nachfrage bei der Wohnugnssuche übersteigt das Angebot deutlich.
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Quellen: Öffentlich zugängliche Schweizer Primärquellen (admin.ch, BFS, kantonale Ämter). Keine Gewähr für Aktualität oder Vollständigkeit.