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Sonntagsverkauf Schweiz 2026: 12 Kantonsregeln im Klartext, 18 belegte Termine — und die zweite Grenze, die auf keiner Sammelseite steht

Der Bund führt keine Liste. Das SECO verweist auf 26 kantonale Gesetze, und in jedem steht etwas anderes: 4 verschiedene Zähleinheiten, zwischen 2 und 4 erlaubten Sonntagen, 5 Kantone mit einer im Gesetz vorgeschriebenen Öffnungszeit. Wir haben 12 dieser Gesetze selbst gelesen — Artikel für Artikel, mit Datum — und daneben 23 konkrete Verkaufstage in 9 Städten geprüft.

Das Wichtigste in Kürze
Einen gesamtschweizerischen Sonntagsverkauf gibt es nicht. Art. 19 Abs. 6 des Arbeitsgesetzes erlaubt jedem Kanton bis zu vier Sonntage im Jahr — was daraus wird, entscheidet kantonales Recht, und es geht weit auseinander: In 4 der 12 von uns gelesenen Kantone bezeichnet der Kanton die Tage, in 4 die Gemeinde, in 3 zählt sogar das einzelne Geschäft — dort gibt es rechtlich gar kein gemeinsames Datum. 5 Kantone schöpfen die Bundesobergrenze von vier nicht aus. Unsere 18 belegten Termine 2026 liegen zwischen dem 22. März 2026 und dem 20. Dezember 2026; am 20. Dezember 2026 haben 5 der erfassten Städte gleichzeitig offen.
·Jeder Termin einzeln an der Quelle geprüft
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12
Kantonsgesetze gelesen
14 noch offen, nicht null
2–4
erlaubte Sonntage
5 Kantone unter dem Bundesmaximum
4
Zähleinheiten
Kanton · Gemeinde · Laden · beides
18
belegte Termine 2026
in 9 Städten, 7 Kantonen

🛍️ Sonntagsverkauf 2026: was in welchem Kanton wirklich gilt

Ein landesweites Datum existiert nicht. In 4 der 12 geprüften Kantone bezeichnet der Kanton die Sonntage, in 4 die Gemeinde, in 3 zählt das einzelne Geschäft — und in 1 liegen beide Ebenen übereinander.

Der häufigste Irrtum dieses Themas ist die Annahme, es gebe «den» Sonntagsverkauf. Es gibt ihn nicht, und zwar aus einem strukturellen Grund: Der Bund regelt nur die Obergrenze. Art. 19 Abs. 6 des Arbeitsgesetzes erlaubt jedem Kanton, höchstens vier Sonntage pro Jahr zu bezeichnen, an denen Verkaufsgeschäfte bewilligungsfrei Personal beschäftigen dürfen; Art. 20 Abs. 1 verbietet zusätzlich mehr als zwei aufeinanderfolgende Sonntage. Alles Weitere steht in 26 kantonalen Ruhetagsgesetzen — und dort geht es auseinander, bis hin zur Frage, wer überhaupt zählt. Der zweite Irrtum ist die Jahreszeit: Der erste belegte Verkaufssonntag dieser Erhebung liegt am 22. März 2026, gut acht Monate vor dem Advent. Mehrere Kantone teilen ihre vier Sonntage ausdrücklich in zwei Saison- und zwei Adventsverkäufe auf — Basel-Landschaft in § 7 Abs. 2 seines Ruhetagsgesetzes, Solothurn in § 13 Abs. 2 EG ArG. Zwischen dem ersten und dem letzten belegten Termin liegen 274 Kalendertage.

Die Zahl, die auf keiner Sammelseite steht

Wir haben für jeden der 12 gelesenen Kantone nicht nur gezählt, wie viele Sonntage erlaubt sind, sondern auch, wer sie bezeichnet und welche zweite Grenze darunter liegt. Das Ergebnis ist der ConvivaPlus-Ruhetags-Index: 4 verschiedene Zähleinheiten, eine Spannweite von 2 bis 4 Sonntagen, 5 Kantone unter dem Bundesmaximum, 2 Kantone, deren Adventstermine als Regel im Gesetz stehen und sich darum ausrechnen lassen, 5 mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Öffnungszeit und 2 mit einer rechtlichen Bedingung an einen der Tage. Diese Auswertung lässt sich nur bilden, wenn man die Gesetze nebeneinander legt — eine Terminliste kann sie nicht ersetzen, und das SECO stellt sie nicht auf.

📅 Alle Termine 2026 im geprüften Kalender

18 belegte Verkaufssonntage in 9 Städten, filterbar nach Kanton, Wochentag und Belegstatus — mit der amtlichen Quelle je Termin.

Jeder Eintrag nennt die bewilligende Stelle und die Publikation, in der wir das Datum gelesen haben. Wo für 2026 nichts publiziert ist, steht das als offen und nicht als Schätzung — ein erfundener Verkaufssonntag kostet eine Autofahrt und das Vertrauen gleich mit.

Belegstatus
23 von 23 Anlässen
geprüft · ConvivaPlus

🕐 Hat heute offen? Der Sonntags-Radar von Conviva Plus

Kanton und Datum wählen — der Sonntags-Radar von Conviva Plus antwortet mit offen, wahrscheinlich, nicht bezeichnet oder «Gesetz noch nicht gelesen», dazu mit der publizierten Öffnungszeit und der kantonalen Regel im Wortlaut.

Er unterscheidet vier Zustände, und keiner davon ist geraten: ein belegter Termin aus einer amtlichen Publikation, ein aus der Gesetzesregel gerechnetes Datum, ein Sonntag ohne Bezeichnung — und ein Kanton, dessen Recht wir noch nicht an der Quelle gelesen haben. Der letzte Zustand ist kein Fehler, sondern die ehrlichste Antwort, die es gibt.

Sonntags-Radar von Conviva Plus

Kanton und Datum wählen — und sehen, was an diesem Tag wirklich gilt.

Die Regel in 12 Kantonen — an der Rechtsquelle gelesen

14 Kantone haben wir noch nicht gelesen

Sie stehen bewusst nicht in der Tabelle. Ein ungelesener Kanton ist eine offene Frage, keine Null — und solange auch nur einer fehlt, behauptet keine unserer Seiten «alle Kantone».

Appenzell Innerrhoden · Appenzell Ausserrhoden · Freiburg · Genf · Glarus · Graubünden · Jura · Neuenburg · Nidwalden · Obwalden · Tessin · Uri · Waadt · Zug

geprüft · ConvivaPlus
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🗺️ Nach Kanton: wo wie viele Sonntage erlaubt sind

Termine führen wir bisher aus 7 Kantonen; die Rechtslage haben wir für 12 gelesen. Die Karte zeigt die Termine, die Tabelle darunter die Kantone mit eigener Seite.

Ein heller Kanton heisst hier nicht «kein Sonntagsverkauf». Er heisst: Wir führen von dort noch keinen einzelnen Verkaufstag. Die Rechtslage kann trotzdem geprüft sein — beides sind zwei verschiedene Fragen, und wir vermischen sie nicht.

Wo im Land die Räben brennen

18

Quelle: ConvivaPlus Sonntagsverkaufs-Register Schweiz 2026

KantonAnlässedavon bestätigtErster Termin
BernBE88Mo 6.4.
ZürichZH88So 22.3.
Basel-StadtBS22So 13.12.
SolothurnSO20
LuzernLU10
SchaffhausenSH10
St. GallenSG10

⚖️ Erlaubte Sonntage — und die fünf Fallen darunter

Nicht das Datum ist das Problem, sondern die Bedingungen daneben. Fünf Muster tauchen in den geprüften Gesetzen immer wieder auf, und keines davon steht in einer Terminliste.

  1. 1
    Der Kanton gibt vier frei — dein Laden darf an zweien öffnenDer Kanton Bern bezeichnet vier Sonntage. Art. 11 Abs. 2 HGG erlaubt dem einzelnen Detailgeschäft aber nur 2 davon, und zwar von 10 bis 18 Uhr. Das Amt für Wirtschaft schreibt diesen Satz in der Begründung seiner eigenen Allgemeinverfügung mit hin. Eine Liste der vier Daten ist damit eine Halbwahrheit: An keinem der vier hat garantiert alles offen.
  2. 2
    Basel öffnet erst am NachmittagIn Basel-Stadt sind die Verkaufslokale an den beiden Adventssonntagen von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet — nicht ab neun, nicht ab zehn. Wer um elf vor dem Laden steht, steht vor einer geschlossenen Tür. Die Zeit steht in § 4a des Ruhetagsgesetzes und wird vom Arbeitsinspektorat jedes Jahr wörtlich mitpubliziert.
  3. 3
    In drei Kantonen gibt es gar kein gemeinsames DatumSt. Gallen, Thurgau und Schwyz zählen je GESCHÄFT, nicht je Ort: «höchstens vier je Laden und Jahr» (Art. 12 Abs. 1 lit. b RLG SG), «jedem Verkaufsgeschäft das Offenhalten an höchstens vier Sonntagen» (§ 6 Abs. 3 LöG TG). Jede Seite, die für St. Gallen ein Stadtdatum rendert, erfindet eine Tatsache. Schwyz ist der Sonderfall im Sonderfall: bewilligt wird kantonal, gezählt je Laden — und das Gesetz spricht von öffentlichen RUHETAGEN, nicht von Sonntagen, die vier Tage dürfen also auch Feiertage sein.
  4. 4
    Zwei Kantone stellen ihre Adventsdaten als Regel ins GesetzSolothurn nennt in § 16 EG ArG «die zwei dem 24. Dezember vorangehenden Sonntage», Basel-Landschaft in § 9 RTG «den 2. und den 4. Adventssonntag». Diese Daten schreibt niemand jedes Jahr neu aus — sie lassen sich ausrechnen, und genau das tun wir. Ab 2028 laufen die beiden Regeln übrigens auseinander. Achtung bei Basel-Landschaft: § 9 Abs. 2 erlaubt den Gemeinden ausdrücklich ein oder zwei ANDERE Adventssonntage, das gerechnete Datum ist dort eine Vermutung und keine Gewissheit.
  5. 5
    Wallis und Aargau knüpfen Bedingungen an den TagIm Wallis muss eine der beiden Öffnungen «im Zusammenhang mit einem besonderen Ereignis wie Volksfest, Weihnachtsmarkt, kulturelle oder sportliche Veranstaltung stehen» (Art. 6 Abs. 3 Ladenöffnungsgesetz) — das erklärt, warum bei euch ausgerechnet dann offen ist. Der Aargau geht den umgekehrten Weg: Der dritte, von der Gemeinde festgelegte Tag darf ausdrücklich NICHT in die Adventszeit fallen (§ 7 Abs. 2 EG ArR).

🚫 Sonntagsruhe Schweiz: warum der Laden überhaupt zu ist

Der Sonntagsverkauf ist keine Tradition, sondern eine Ausnahme von einem Verbot. Der Grundsatz steht im Arbeitsgesetz des Bundes: Am Sonntag darf niemand beschäftigt werden. Alles, was am Sonntag offen hat, steht auf einer Ausnahme — und die Kantone verwalten diese Ausnahme unterschiedlich streng.

Das ist der Punkt, an dem die meisten Erklärungen zu kurz greifen: Der Sonntagsverkauf ist kein Recht des Ladens, sondern ein Arbeitnehmerschutz-Thema. Geregelt wird nicht, ob ein Geschäft aufsperren darf, sondern ob es Personal beschäftigen darf. Darum heissen die Gesetze «Ruhetagsgesetz» und nicht «Ladenöffnungsgesetz», darum liegt die Zuständigkeit bei Arbeitsinspektoraten und Ämtern für Wirtschaft und Arbeit — und darum ist die Zahl vier eine Obergrenze und kein Anspruch. 5 der 12 gelesenen Kantone schöpfen sie nicht aus. Basel-Stadt bleibt bei 2, Luzern ebenfalls — und Luzern schreibt zusätzlich vor, dass einer der beiden im Dezember liegen muss (§ 9 Abs. 4 RLG). Schaffhausen bewilligt zwei «voraussetzungslos»; mehr gibt es dort nur gegen den Nachweis eines dringenden Bedürfnisses. Wer wissen will, wie dieselbe Logik ausserhalb des Sonntags aussieht, findet sie bei den Öffnungszeiten der Sihlpost Zürich und den Zeiten der Post am Albisriederplatz — dieselbe Frage, anderer Wochentag.

🔍 Amtliche Quellen — und die 14 Kantone, die noch fehlen

Wir haben 12 der 26 kantonalen Gesetze selbst gelesen. Die übrigen 14 sind nicht null, sondern ungelesen — und stehen deshalb als offene Frage da, nicht als leere Zeile.

Es wäre einfach, die Tabelle zu füllen. Für jeden Kanton liesse sich innert Minuten irgendeine Sammelseite finden, die Zahlen nennt. Genau das tun wir nicht: Eine Sammelseite ist keine Rechtsquelle, und wer von einer Sammelseite abschreibt, übernimmt deren Fehler mitsamt dem Selbstvertrauen. Jede Zeile unserer Rechtstabelle trägt den Artikel, die Fundstelle und das Datum, an dem wir sie gelesen haben. Solange auch nur ein Kanton fehlt, behauptet keine unserer Seiten «alle Kantone» — der Sonntags-Radar von Conviva Plus druckt die 14 offenen namentlich aus, statt sie schweigen zu lassen. Dasselbe gilt für die Termine: 5 unserer 23 Einträge haben für 2026 noch kein bestätigtes Datum. Sie stehen trotzdem drin — als offen oder als Regel, nie als Termin. Und eine Zahl, die wir bewusst nicht in eine Behauptung über die Schweiz verwandeln: Das Zürcher Arbeitsinspektorat führt für 2026 ein öffentliches Register mit 202 gemeldeten Sonntagsverkaufs-Terminen in 63 Gemeinden — allein in einem einzigen Kanton. Wir haben davon bisher zwei Städte aufbereitet. Wenn du einen Termin kennst: schick uns den Link auf die Publikation, nicht das Datum.

Fehlt der Umzug in deiner Gemeinde?
Wir erfinden keine Termine – wir nehmen nur auf, was belegt ist. Schick uns den Link zur Veranstalter-Seite, dann prüfen wir ihn und tragen den Anlass nach. Termin melden

❓ Häufige Fragen zum Sonntagsverkauf in der Schweiz 2026

Kurz und belegt — jede Antwort stützt sich auf den Gesetzestext oder auf eine amtliche Publikation.

🔍

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Die Orte im Detail

Für 9 Orte führen wir eine eigene Seite: mit dem vollständigen Zeitraum, den Preisen, den Lücken im Kalender und dem, was der Veranstalter wirklich publiziert hat.

Sonntagsverkauf nach Kanton

Eine eigene Kantonsseite entsteht, wenn der Kanton die Frage vollständig beantworten kann: entweder weil genug geprüfte Termine zusammenkommen, oder weil das Gesetz die Sonntage kantonal bezeichnet und das Datum damit für jede Gemeinde gilt.

Kantone ohne eigene Seite bezeichnen entweder je Gemeinde oder je Geschäft — dort wäre eine Kantonsseite ein Verzeichnis ohne Einträge. Sobald die Gemeindeschicht steht, entsteht die Seite automatisch.

🏆 Das ConvivaPlus-Verdikt

Das ConvivaPlus-Verdikt zum Sonntagsverkauf 2026

12 Gesetze gelesen4 ZähleinheitenSpanne 2–418 Termine belegt

Der Sonntagsverkauf sieht aus wie eine Terminfrage und ist in Wahrheit eine Rechtsfrage. Drei Grössen entscheiden darüber, ob du vor einer offenen Tür stehst, und der Ortsname ist keine davon: wer bezeichnet — Kanton, Gemeinde oder das einzelne Geschäft; welche zweite Grenze darunter liegt — im Kanton Bern darf ein Laden nur 2 der vier freigegebenen Sonntage nutzen; und ab welcher Uhrzeit überhaupt geöffnet wird — in Basel-Stadt erst ab 13:00 Uhr. Wer nur nach dem Datum plant, hat die Frage zu einem Drittel beantwortet. Genau diese drei Grössen findet man auf keiner Sammelseite, weil sie nicht in Terminlisten stehen, sondern in 26 kantonalen Gesetzen.

Frische-Hinweis: Diese Auswertung beruht auf den 12 kantonalen Gesetzen, die wir bis zum 13. September 2026 selbst an der Rechtssammlung gelesen haben, und auf 23 Termin-Einträgen aus 9 Städten. Sie ist ausdrücklich keine Vollerhebung der Schweiz: 14 Kantone sind ungelesen, und allein das Zürcher Register führt 63 Gemeinden, von denen wir zwei aufbereitet haben. Wo eine Gemeinde vom kantonalen Datum abweichen darf, ist unsere Angabe eine Vermutung und als solche gekennzeichnet.

Tagesaktuell prüfen: ConvivaPlus Sonntagsverkaufs-Register Schweiz 2026

💎 Goldnuggets
Das Nicht-Offensichtliche — recherchiert, nicht abgeschrieben
  • Der Kanton Bern gibt vier Sonntage frei — dein Laden darf an zweien öffnen. Art. 11 Abs. 2 HGG begrenzt das einzelne Detailgeschäft auf 2 der vier bezeichneten Daten. Das Amt für Wirtschaft schreibt den Satz in der Begründung seiner eigenen Verfügung mit hin — und trotzdem führt jede Sammelseite die vier Daten so, als hätte überall alles offen.
  • Basel-Stadt öffnet erst um 13:00 Uhr. Nicht ab neun, nicht ab zehn: § 4a des Ruhetagsgesetzes legt 13:00 bis 18:00 Uhr fest, und das Arbeitsinspektorat publiziert die Zeit jedes Jahr wörtlich mit. Wer um elf vor dem Laden steht, hat den halben Tag verloren.
  • In 3 Kantonen gibt es gar kein gemeinsames Datum. St. Gallen, Thurgau und Schwyz zählen je GESCHÄFT, nicht je Ort — «höchstens vier je Laden und Jahr». Jede Seite, die dort ein Stadtdatum rendert, erfindet eine Tatsache. Schwyz legt noch eins drauf: Dort bewilligt der Kanton, gezählt wird je Laden, und das Gesetz spricht von RUHETAGEN, nicht von Sonntagen — die vier Tage dürfen also auch Feiertage sein.
  • Zwei Kantone haben ihre Adventsdaten ins Gesetz geschrieben. Solothurn «an den zwei dem 24. Dezember vorangehenden Sonntagen», Basel-Landschaft «am 2. und 4. Adventssonntag». Diese Daten muss niemand jedes Jahr neu publizieren — man rechnet sie aus. Ab 2028 laufen die beiden Regeln auseinander.
  • Im Wallis muss ein Sonntagsverkauf einen Anlass haben. Art. 6 Abs. 3 des Ladenöffnungsgesetzes verlangt, dass eine der beiden Öffnungen «im Zusammenhang mit einem besonderen Ereignis wie Volksfest, Weihnachtsmarkt, kulturelle oder sportliche Veranstaltung» steht. Der Aargau macht das Gegenteil: Sein dritter Tag darf ausdrücklich NICHT in den Advent fallen.
  • Der Bund führt keine Liste. Das SECO nennt die Obergrenze von vier Sonntagen und verweist für alles Weitere auf 26 kantonale Gesetze. Es gibt in der Schweiz keine amtliche Stelle, die diese Termine zusammenträgt — genau deshalb steht hier eine.
  • Ein Berner Sonntagsverkauf ist manchmal ein Montag. Thun führt 2026 den Ostermontag, weil Berner Recht öffentliche Feiertage den Sonntagen gleichstellt (Art. 11 Abs. 2 HGG spricht von «öffentlichen Feiertagen»). Ein Wächter, der «jedes Datum muss ein Sonntag sein» prüft, würde hier anschlagen und hätte trotzdem unrecht.
Geschrieben von
Miriam Frei
Miriam Frei

Redaktorin ConvivaPlus · Recht & Wohnen

Schreibt über Miet-, Vertrags- und Alltagsrecht – Gesetzestexte in geprüfte Vorlagen übersetzt.

  • Mietrecht
  • Vertragsrecht
  • Vorlagen & Muster
  • Wohnen
Recherchiert & mit Quelle geprüft · für die Schweiz
Profil & alle ArtikelÜber unsere RedaktionAktualisiert
Quellen & Methodik27
Recherchiert & mit Quelle geprüft · für die Schweiz
Stand: Stand 13. September 2026 — 12 kantonale Gesetze und jede Termin-Publikation einzeln an der amtlichen Quelle gelesen.
Bern (8)
Zürich (8)
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Basel-Stadt (2)
Solothurn (2)
Luzern (1)
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St. Gallen (1)
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Sonntagsverkauf St. Gallen — Stadt St. GallenSt. Gallen · geprüft am 13. September 2026
Einordnung & Brauchtum
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Arbeitsgesetz (ArG, SR 822.11), Art. 19 Abs. 6 und Art. 20 Abs. 1Die Bundesnorm über dem Ganzen: höchstens vier Sonntage je Kanton, höchstens zwei aufeinanderfolgend.
25
Amt für Wirtschaft des Kantons BernAllgemeinverfügung 2026 mit den vier Daten und der zweiten Grenze aus Art. 11 Abs. 2 HGG.
26
Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-StadtPublikation der beiden Adventssonntage 2026 samt Öffnungszeit von 13.00 bis 18.00 Uhr.
27
Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich, ArbeitsinspektoratDas öffentliche Gemeinde-Register des Kantons Zürich — die gemeldeten Sonntagsverkaufs-Termine je Gemeinde.

Alle Angaben ohne Gewähr. Fehler gefunden? → support@conviva-plus.ch

💡Wusstest du?

Der Kanton Bern gibt vier Sonntage frei — nutzen darf ein einzelnes Detailgeschäft nur 2 davon (Art. 11 Abs. 2 HGG). An keinem der vier Daten hat garantiert alles offen.

Quelle: ConvivaPlus Sonntagsverkaufs-Register Schweiz 2026

Diskussion

9 Stimmen aus der Community

B
Beataus Riehen

Mir sind letschts Johr am Adväntssunntig um halbi elfi in d Stadt gfahre und häns nöd begriffe – alles zue. Dass Basel erscht ab ein Uhr ufmacht, staht wirklich nirgends, ussert im Gsetz. Merci, dass ihr das grad zoberscht hinschribed.

CP
ConvivaPlus Redaktion

Genau dafür gibt es die Rechtsschicht, Beat. § 4a des Basler Ruhetagsgesetzes legt die Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr fest – das Amt für Wirtschaft und Arbeit publiziert sie jedes Jahr wörtlich mit. Eine reine Datumsliste zeigt dir den Sonntag und verschweigt dir den Vormittag.

M
Marianneaus Burgdorf

Als Ladenbesitzerin muss ich das immer wieder erklären: Der Kanton Bern gibt vier Sonntage frei, aber mein Geschäft darf nur an zweien davon öffnen. Die Kundschaft steht dann vor der Tür und ärgert sich über mich, nicht über das Gesetz.

CP
ConvivaPlus Redaktion

Das ist Art. 11 Abs. 2 HGG, und es ist der wichtigste Satz dieser ganzen Ader, Marianne. Das Amt für Wirtschaft schreibt ihn in der Begründung seiner eigenen Allgemeinverfügung mit hin – und trotzdem führt jede Sammelseite die vier Daten so, als hätte überall alles offen.

J
Jean-Marcaus Sion

Chez nous, l'un des deux dimanches doit être lié à un événement – fête, marché de Noël, manifestation sportive. Beaucoup de gens croient que la commune choisit librement. Ce n'est pas le cas, c'est écrit dans la loi cantonale.

R
Resaus Wil SG

In St. Gallen hani mal versuecht useztfinde, wänn de Sunntigsverchauf isch. Gits nöd. Jede Lade cha vier Tag im Johr sälber wähle. D Gmeind bewilligt, aber es gmeinsams Datum existiert eifach nöd – das hät mir sogar d Stadtverwaltig so gseit.

CP
ConvivaPlus Redaktion

Und darum steht bei uns für St. Gallen kein Datum, sondern die Regel, Res. Art. 12 Abs. 1 lit. b RLG zählt «höchstens vier je Laden und Jahr». Ein Stadtdatum zu rendern hiesse, eine Tatsache zu erfinden – und die kostet dich am Ende eine Autofahrt.

C
Chiaraaus Lugano

Sarebbe utile sapere anche per il Ticino. Ho cercato la legge cantonale e non l'ho trovata in dieci minuti — e non sono l'unica.

CP
ConvivaPlus Redaktion

Das Tessin gehört zu den Kantonen, die wir noch nicht an der Quelle gelesen haben, Chiara – es steht deshalb ausdrücklich in der Liste der offenen Kantone und nicht als Null. Sobald wir das Gesetz selbst gelesen haben, steht es hier mit Artikel und Datum.

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🛍️ Ratgeber · 13. September 2026