Wähleranteil Parteien 2019:
Die aktuellsten Zahlen zur Schweiz
Nationalratswahlen Prozente, Sitze, Gewinne & Verluste

Aktuelle Wähleranteile aller Schweizer Parteien bei den Nationalratswahlen 2019.

Inhalte:

Parlament Schweiz?

 

 

Wähleranteile Nationalratswahlen Schweiz 2019


Am 20. Oktober 2019 wählten die Schweizer ein neues Parlament.
 

Partei Wähleranteil 2019 (neu) Wahlresultat 2015 Gewinn / Verlust Sitze
SVP 25,6% 29,4 % -3,8% 53 (-12)
SP 16,8% 18,8% -2,0% 39 (-4)
FDP 15,1% 16,4% -1,3% 29 (-4)
Grüne 13,2% 7,1% +6,1% 28 (+17)
CVP 11,4% 11,6% -0,2% 25 (-3)
GLP 7,8% 4,6% +3,2% 16 (+9)
BDP 2,4% 4,1% -1,7% 3 (-4)
EVP 2,1% 1,9% +0,2% 3 (+1)
EDU 1,0% 1,2% -0,2% 1 (+1)
Lega 0,8% 1,0% -0,2% 1 (-1)
PdA 0,6% 0,4% +0,2% 1 (+-0)
Sol. 0,4% 0,5% -0,1% 1 (+1)
Übrige 2,6% 2,7% -0,1% 0 (-1)
MCG 0,2% 0,3% -0,1% 0 (-1)


Den Grünen gelang mit +17 Sitzen der höchste Zugewinn bei den Wählerinnen und Wählern. Die SVP hingegen schiffte mit einem rekordverdächtigen Verlust von -12 Sitzen (über ein Sechstel weniger) regelrecht ab. Die FDP verliert -4 Sitze, die SP bleibt wählerstärkste Partei hinter der SVP. Die Grüne Partei aber rückt dem ersten historischen grünen Bundesratssitz immer näher.

 

Schweiz Rütlischwur Matterhorn


Analyse:

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) verlor bei den Nationalratswahlen 2019 am meisten Stimmenanteile und musste eine schmerzvolle Niederlage einstecken. Nach dem Wahlsieg vor vier Jahren scheint der Politstern der SVP nun auf stetem Sinkflug und droht zu verglühen. Sie behält zwar das Prädikat "Wählerstärkste Partei der Schweiz", als Klimaleugnerpartei drohen ihr aber in Zeiten der ausdauernden Klimastreik-Bewegung auch künftig herbe Verluste. Kräftig zulegen konnten hingegen die Grüne Partei Schweiz (GPS) und die Grünliberale Partei (GLP). Die Grünen knackten gar erstmals in ihrer Geschichte die magische 10-%-Marke und kommen neu auf Bundesratsstärke. Auf der Verliererseite befindet sich hingegen die Sozialdemokratische Partei (SP). Eine Quittung für ihr JA zum AHV-Steuer-Päckli (siehe: Der «Milliardenbschiss» bei der STAF-Abstimmung (Steuerreform)). Die Grünen lehnten den unsäglichen Deal im Gegensatz zur SP konsequent ab. Mit deutlichen Verlusten muss auch die grünbemantelte Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) umzugehen lernen, ihr Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz wackelt massiv. Sie versucht zwar verzweifelt, ihre Niederlage mithilfe einer angeblich unantastbaren Zauberformel schönzureden, sie wird den klaren Wählerwillen aber nicht einfach ignorieren können. Knappe Wählerverluste in Kauf nehmen musste ausserdem die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP), die ihren Kopf aber wider Erwarten erstaunlich gut über Wasser hielt. Einen Schritt in die nationale Bedeutungslosigkeit muss dafür die von der SVP abgespaltete Bürgerliche demokratische Partei (BDP) befürchten. Nach dem Rücktritt von Bundesrätin Widmer-Schlumpf befindet sie sich unaufhaltsam auf dem absteigenden Ast. Trendwende nicht in Sicht. Sie verliert sogar ihre Fraktionsstärke und wird deshalb gezwungen sein, sich in Bern einer anderen Fraktion anzuschliessen.

Historische Nationalratswahlen Ergebnis

 

 

WÄHLERANTEILE IM DETAIL
NACH PARTEIEN

SCHWEIZERISCHE
VOLKSPARTEI
(SVP)

Partei Wähleranteil 2019 (neu) Wahlresultat 2015 Gewinn / Verlust Sitze
SVP 25,6% 29,4 % -3,8% 53 (-12)

Kurz zusammengefasst:
Bereits im Vorfeld in den kantonalen Wahlen war die SVP landauf und landab nur noch auf der Verliererseite vorzufinden. Ein Debakel zeichnete sich ab. So kam es denn auch.

Insgesamt hat die SVP -3,8 Prozentpunkte eingebüsst und über einen Sechstel ihrer Sitze verloren (-12 Sitze) - so viele wie seit dem Jahr 1919 keine Partei mehr.

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ist trotz herber Wähleranteil-Verluste aber sowohl alter sowie auch neuer Spitzenreiter und nach wie vor die stärkste Kraft im Land.


Aber Achtung:

Die SVP befindet sich auf dem absteigenden Ast. Sie muss deutliche Wählerverluste hinnehmen und hat zusammen mit der rechts-bürgerlichen Partnerin FDP die absolute Mehrheit im Nationalrat verloren. Es ist die logische Konsequenz einer asozialen Politik für Millionäre.


Diebstahl Diebe Ganoven Verbrecher

Krieg gegen die Armen
«Schweizer- & Ausländer-Millionäre zuerst!»


Die SVP ist konsequent. Man muss «zuerst auf die eigenen Leute schauen!» Die Antworten der SVP sind da sehr effizient ...



Klimahype?

Auffallend ist, dass einzig die Parteien mit Schwerpunkt Ökologie und Klimaschutz deutlich zulegen konnten. Dies als alleinigen Grund für die Wahlniederlage der SVP abzutun, wird der Sache aber nicht gerecht. Der Grund der Wahlverluste liegt tiefer. Abwandernde Wähler sind beileibe nicht das einzige Problem der rechts-nationalen SVP-Partei. Ihr fällt es zunehmend schwerer, ihre Wählerschaft für Abstimmungen und Wahlen mobilisieren zu können. Auch geht immer mehr Wählern ein Licht auf, dass die SVP die Sozialabbauer-Partei schlechthin ist, rigoros und ohne Not Leistungen kürzt (trotz Milliardenüberschuss) und einen regelrechten Krieg gegen die Armen im Land führt.


Abgewählte SVP-Schwergewichte:

 

 

Freisinnig-Demokratische Partei (FDP)

Kurz zusammengefasst:
Krasser Stimmenschwund bei der SVP, grosser Stimmenschwund bei der rechten Schwesterpartei FDP. Anders als die SVP hat die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) zwar kleinere Wählereinbussen zu verzeichnen, zählt mit -4 Sitzverlusten aber eindeutig zu den grossen Wahlverlierern. Was besonders schmerzt: Zusammen mit der SVP hat sie die absolute Mehrheit im Parlament verloren.

Der Stimmenanteil der FDP sank von 16,4% um -1,3 %-Punkte auf neu 15,1% (-4 Sitze).


DIE PARTEIEN SVP, FDP, CVP, GLP
KOSTEN DIE SCHWEIZ

21,4 Milliarden Fr. pro Jahr
an Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung Schweigen Parteien


Die Parteien SVP, FDP, CVP, GLP schützen praktisch geschlossen Steuerhinterziehungs-Praktiken bzw. torpedieren alle Anstrengungen, Licht ins Dunkle zu bringen.

Gleichzeitig sparen und kürzen diese Parteien dafür rigoros bei den Bedürftigen (von Altersarmut betroffenen Betagten, Sozialfällen, IV-Bezügern, Kindern von Behinderten etc.). Ein Bericht, wer die reichen Steuerhinterzieher aktiv schützt inklusive einer Liste der verantwortlichen Parlamentarier ...


 

 

Bürgerliche demokratische Partei (BDP)

Kurz zusammengefasst:
Eindeutige Verlierin der Eidgenössischen Wahlen 2019 ist die Bürgerliche demokratische Partei (BDP). Die BDP verbucht ein Wähleranteil-Absturz in der Höhe -1,7 Prozentpunkte und verabschiedet sich national in die Bedeutungslosigkeit.

Gegenüber 2015 liess die BDP 2019 Federn. Der BDP-Stimmenanteil sank von 4,1% auf 2,4% Wähleranteil (-4 Sitze).

 

 

Grünliberale Partei (GLP)

Kurz zusammengefasst:
Die Gunst der Stunde schlägt für die Grünliberale Partei (GLP), deren Stimmenzuwachs bei anderen Parteien wie u.a. der Klimaleugnerpartei SVP für betrübte Gesichter sorgt. Die GLP verzeichnet bei den Wahlen 2019 +3,2 Prozentpunkte mehr Wählerinnen und Wähler. Ein beachtliches Ergebnis für eine Partei, die in Sachen Sozialpolitik noch extremer rechts politisiert als die FDP.

Bei den Wahlen 2015 lag der Wahlbarometer noch bei 4,6% - diesen vermochte die GLP 2019 ausbauen und steigt auf einen Anteil von 7,8%.


GLP = DIE GRÜNASOZIALEN
Gegen oben kuschen, gegen unten treten!

Für viele WählerInnen sind die Grünliberalen eine «sozialliberale» Alternative. Dabei zeigt das Abstimmungsverhalten der Partei, wie weit rechts sie tatsächlich steht. Gegen oben kuschen, gegen unten treten - egal in welchem Bereich: Die GLP vertritt die Interessen ihrer reichen Klientel (Steuergeschenke für Konzerne, Rentenalter 67 für alle, gegen AHV-Zustupf von 70 Fr., KK-Mindestfranchise auf 500 Fr. erhöhen, Kinderrenten von IV-Rentnern kürzen, Angriff auf die Sozialhilfe etc.). Echte Rezepte fehlen der Partei auch in Umweltfragen. Die GLP ein für allemal verstehen wollen?
Unbedingt lesen ...



 

 

Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)

Schlechter als auch schon steht es derweil um die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP). In der SRG-Wählerumfrage verliert sie deutlich an Stimmen. Wenn der Trend weitergeht, machen ihr die Grünen bald den Anspruch auf einen Bundesratssitz streitig. Zu Recht.

Der Wähleranteil sinkt von 11,6 Prozent um -1,0%-Punkte auf neu 10,6 Prozent.


KINDERRENTEN AHV/IV:
Diese 106 Parlamentarier von
SVP+FDP+CVP KÜRZEN -25%

Kinderfüsse


Besonders für behinderte Eltern in der Schweiz hat dieser krasse Entscheid schwerwiegende finanzielle und existenzielle Folgen ...


 

 

Sozialdemokratische Partei (SP)

Weitaus besser läuft es hingegen der Sozialdemokratischen Partei (SP). Zwar konnte die SP den Stimmenanteil bei den Schweizer Wählern nicht grossartig steigern. Auf der anderen Seite verlor die SP aber auch keine Wählerstimmen an die linkeren Grünen.

Das SRG-Wahlbarometer zeigt der SP ein Wahlergebnis von 19,1 Prozent an (+0,3%-Punkte). Damit ist die SP klar und deutlich die zweitstärkste Partei der Schweiz.


LINKE STÄDTE HABEN
die höchste Lebensqualität weltweit

Stadt Zürich


Interessante, aufschlussreiche Übersicht: Die Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität haben allesamt eine linke Regierung ...


 

 

Grüne Partei

Die grosse und strahlende Gewinnerin ist gemäss Wählerbefragung die Grüne Partei Schweiz - und zwar mit Abstand. Noch weitaus mehr Gewinnerin als ihre "grüne", aber sozialabbauerische Konkurrentin Grünliberale Partei (GLP), die sozialpolitisch noch rechter als die FDP agiert. Besonders erfreulich für die linken Grünen: Laut Wahlbarometer knackt sie bei den Eidgenössischen Wahlen 2019 zum ersten Mal in ihrer Geschichte die magische 10-Prozent-Marke. Heisst die Schweiz bald ihren ersten Grünen Bundesrat willkommen?

Die Grüne Partei Schweiz legte von 7,1 Prozent +3,0%-Punkte auf neu 10,1 Prozent zu.


Palmöl: Diese 97 Nationalräte fördern
verbilligte Palmöl-Importe

Palmöl Plantage Klimaschutz Importe Schweiz


Der Nationalrat hat die Chance verpasst, Palmöl aus den Freihandelsabkommen auszuschliessen. Mit 97:75 Stimmen sprach er sich für verbilligtes Palmöl und einen vereinfachten Import in die Schweiz aus. Im Gegensatz zu den Grünen, die sich dezidiert gegen verbilligte Palmölimporte aussprach, enthielt sich die grünliberale GLP-Fraktion bis auf Chevalley ihrer Stimme. Das "Grün" in "Grünliberal" entpuppt sich bei näherem Betrachten offenbar als grünes Mäntelchen, das man vor den Kameras mal eben kurz überstreift ...


 

 

Nationalratswahlen 2023

Die nächsten Nationalratswahlen finden im Herbst 2023 statt.

Am 20. Oktober 2019 fanden die letzte Wahlen statt. Eine Übersicht.

Die neusten Zahlen bezüglich der Wähleranteile zeigen spannende Veränderungen in der Schweizer Politiklandschaft. Besonders deutlich sind die sinkenden Stimmanteile von SVP, FDP, SP und BDP. Grosse Gewinnerin sind die Grünen, welche zusammen mit der GLP bei den Wahlstimmen stark zugelegt hat. In der Ranglistenreihenfolge sitzt die SVP auf dem fragilen Thron und die Grünen setzen als Überflieger zum Höhenflug über 13,2 Prozent an und erreichen Bundesratsstärke, während die FDP mit ihrem unglaubwürdigen, opportunistischen Klimakurs nicht von der Stelle kommt und ihren zweiten Bundesratssitz in Gefahr sieht.

Wählerstärkste Parteien:

  • 1. SVP 25,6% (-3.8)
  • 2. SP 16,8% (-2.0)
  • 3. FDP 15,1% (-1.3)
  • 4. Grüne 13,2% (+6.1)
  • 5. CVP 11.4% (-0.2)
  • 6. GLP 7,8% (+3.2)
  • 7. BDP 2,4% (-1.7)

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(Last updated: 21.10.2019, 23:49)