Geld bekommt, wer mit dem Velo zur Arbeit fährt

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In die Pedale treten statt aufs Gaspedal! Die neue Kilometerpauschale für Radfahrer: Arbeitnehmer, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, sollen Geld vom Staat bekommen.

Die Niederlande macht es vor - und ist einmal mehr Pionier. Die niederländische Regierung will die Velofahrer fördern und den Pendlern Geld bezahlen, wenn sie mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Die Entschädigung soll 19 Cent (umgerechnet 22 Rappen) pro gefahrenen Kilometer betragen - steuerfrei. Dieses Modell stellte die niederländische Infrastrukturministerin Stientje van Veldhofen vor.

Der Vorteil: Man tut etwas für die Gesundheit, für die Umwelt, reduziert den Stau während der Spitzenzeiten und verdient gleichzeitig noch Geld.

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Wer Fahrrad fährt, erhält Geld

Die Niederlande gilt als das Fahrradparadies schlechthin. Das Land räumt den Fahrradfahrern im alltäglichen Verkehr höchste Priorität ein, mit breiten, permanent zusammenhängenden Velostrassen. Das Land zählt heute mit 22 Millionen Rädern mehr Fahrräder als Einwohner (17 Millionen). Wer einmal in der Niederlande Fahrrad gefahren ist, der kann über die mickrigen und gefährlichen, weil eben nicht durchgängigen, Schweizer Velowege nur den Kopf schütteln. Die Schweiz hat diesbezüglich grossen Nachholbedarf. Die niederländische Regierung will derweil weitere 345 Millionen Euro in den Ausbau der Veloinfrastruktur investieren. Das Ziel in den nächsten Jahren: «Ich will das Radfahren vorantreiben, um 200'000 Autofahrer aus ihren Fahrzeugen zu kriegen. So könnten wir gemeinsam drei Milliarden Kilometer zusätzlich auf dem Rad pro Jahr zurücklegen.» 200‘000 Menschen sollen also zusätzlich dazu bewegt werden, mit dem Velo zur Arbeit zu fahren. Zudem ist geplant, den Kauf von Fahrrädern künftig zu subventionieren.



Die Zahlen sprechen für sich: Bereits 27 Prozent aller Fahrten in der Niederlande werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die Schweiz zählt derweil lediglich 7% Pendler, die mit dem Velo zur Arbeit fahren.
 

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Dem zuständigen Ministerium zufolge weist die Hälfte aller Autofahrten eine Strecke von weniger als 7,5 Kilometer auf. Dies sei eine Strecke, die die meisten Menschen für akzeptabel halten, um zu radeln. Ausserdem seien mit dem schnellen Aufkommen der E-Bikes mittlerweile auch längere Strecken durchaus fahrbar. Für jeden Kilometer Arbeitsweg mit dem Rad will der Staat dem Arbeitnehmer nun als Belohnung 22 Rappen bezahlen bzw. sollen Unternehmen ihren Mitarbeitern dafür einen finanziellen Anreiz schaffen. Die Entschädigung ist von der Steuer befreit. Konkret funktioniert das Modell so: «Firmen könnten Radfahrenden eine steuerfreie Kilometerpauschale gewähren, wie dies bei Autopendlern der Fall sei. Als Gegenleistung stellt die Ministerin den Unternehmen Steuererleichterungen in Aussicht», schreibt das «Velojournal».


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Arbeitgeber profitieren doppelt

Doch nicht nur die Arbeitnehmer und die Umwelt profitieren von dieser Massnahme der Fahrradförderung. Auch die Arbeitgeber dürfen sich über die positiven Auswirkungen freuen. Denn velofahrende Angestellte seien generell besser in Form und auch weniger krankheitsanfällig im Vergleich zu ihren Auto fahrenden Mitarbeitern, erklärt das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wassermanagement. «Darüber hinaus ermöglicht die Fahrradnutzung den Unternehmen oft, Parkkosten zu sparen

Weiterführende Informationen:
Opportunities for expanding the use of bicycles (Erklärung des niederländischen Ministeriums)


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(Last updated: 26.04.2019, 14:42)