«Keine IV-Rente für U30-jährige psychisch Kranke mehr!»

Die bürgerlich-rechtsnationale Mehrheit in der Sozialkommission des Nationalrat (SGK) will psychisch Kranken in der Schweiz im Alter unter 30 Jahren keine IV-Renten mehr ausrichten.

Verzweiflung Depression Burnout Erkrankung
Symbolbild für Verzweiflung.


Der Sozialabbau der regierenden Rechts-Allianz von FDP und SVP geht weiter. Nachdem sie 700 Millionen Franken Ergänzungsleistungen bei Behinderten und Betagten streichen - während der Bund seine Jahresrechnung mit 9,4 Milliarden Franken Überschuss schliesst - knöpfen sich FDP und SVP die IV-Renten vor.

In der laufenden IV-Revision soll unter 30-Jährigen in der Schweiz nur noch dann eine IV-Rente gewährt werden, «wenn ein Geburtsgebrechen oder ein schweres körperliches Leiden vorliegt», berichtet der «Tagesanzeiger».


Keinen Rentenanspruch mehr haben junge Erwachsene mit psychischen Diagnosen.
 

«Sie müssen künftig eben von der Sozialhilfe leben, was nicht so lustig ist, weil die ­Sozialhilfe tendenziell tiefer ist als die IV-Rente», zitiert die Zeitung den SVP-Nationalrat Sebastian Frehner.

Behindertenverbände sind alarmiert: «Eine generelle Alterslimite wäre für die meisten jungen Menschen mit Behinderungen existenzbedrohend», so Marc Moser von Inclusion Handicap.

Die Schweiz zählt 615‘000 in Armut lebende Personen, mehr als 1,2 Millionen Menschen sind armutsgefährdet. Nach Sozialleistungen liegt das Armutsrisiko in der Schweiz gar höher als in der Slowakei. Zeitgleich rechnet SVP-Bundesrat Ueli Maurer die Schweiz extra arm, um einen rigorosen Sparkurs politisch zu rechtfertigen.


Weiterführende Informationen:
Arbeitsmarkt statt IV-Rente für Junge (Tagesanzeiger)

 


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(Last updated: 05.05.2018, 10:15)