Der Mensch hat als günstige Arbeitskraft ausgedient


4,50 Fr. pro Stunde vs. 20,00 Fr. pro Stunde: Der Mensch zieht im Kampf um Arbeitsplätze mittelfristig den Kürzeren.

Die Arbeitsstunde eines durchschnittlichen Industrieroboters kostet laut einer CS-Studie 4,50 Dollar pro Stunde (4,44 Franken). Zum Vergleich: In der Schweiz gilt zwar kein gesetzlicher Mindestlohn, doch liegt dieser in der Regel bei 20 Franken pro Stunde. Der Mensch hat als günstige Arbeitskraft längst ausgedient. Das ist keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern real. Erst kürzlich kündigte der UBS-Chef Ermotti einen Stellenabbau von 30'000 Arbeitsplätzen an. Roboter übernehmen immer komplexere Arbeiten. Von der grösseren Ausdauer einer Maschine gegenüber einer menschlichen Arbeitskraft ganz zu schweigen. Roboter brauchen keine Ferien und werden nicht krank.


Zwei Schweizer Studien kommen zum Schluss, dass in der Schweiz durch die Digitalisierung und Softwareroboter zwischen 30'000 bis 100'000 KV-Jobs gefährdet sind.
 

«Irgendwann werden Roboter viele Dinge erledigen, die heute Menschen tun. Sie werden Smartphones zusammenbauen und Brombeeren pflücken», erklärt einer der weltweit führenden Forscher für künstliche Intelligenz (KI) und Lernalgorithmen. Daher sei ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle nötig: «Roboterbesitzer werden Steuern zahlen müssen, um die Mitglieder unserer Gesellschaft zu ernähren, die keine existenziell notwendigen Jobs mehr ausüben.» Im Kampf um die Arbeitsplätze zieht der Mensch mittelfristig den Kürzeren. Der Umbruch hat bereits begonnen. Erste Vorläufer-Auswirkungen spürt der menschliche Arbeitnehmer schon in den kommenden Jahren am eigenen existenziellen Leib.

Inhalte:

Armut und Konkurs

 




Roboter übernehmen unsere Arbeitsplätze:

Jürgen Schmidhuber ist wissenschaftlicher Direktor des Schweizerischen Labors für Künstliche Intelligenz (IDSIA) in Lugano im Kanton Tessin (TI). Der Roboterforscher programmiert Roboter mithilfe von Lernalgorithmen auf bestimmte Arbeiten und Tätigkeiten.

«Irgendwann werden Roboter viele Dinge erledigen, die heute Menschen tun. Sie werden Smartphones zusammenbauen und Brombeeren pflücken», erklärt Schmidhuber gegenüber dem «SonntagsBlick».

 

Für die Menschen nur noch Luxusberufe:

Deshalb befürwortet Roboterforscher Schmidhuber ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle.

Die Menschen würden bereits heute vor allem "Luxusberufe" ausüben, die nicht überlebensnotwendig seien. Wie zum Beispiel Reporter und Wissenschaftler. In absehbarer Zeit steht der Mensch im Kampf um die begehrten Arbeitsplätze unweigerlich auf der Verliererseite.


11‘900 statt 4000 Franken Mindestlohn

Ein Arbeitnehmer mit «3500 Franken Lohn im Jahr 1989 müsste heute 11‘900 Franken verdienen» ...


 

Roboterbesitzer müssen Steuern zahlen:

Dies führe zu einer grundlegenden Veränderung der Arbeitswelt, wie wir sie heute kennen. Und dies wiederum zu einem völlig neuen Besteuerungsmodell. «Roboterbesitzer werden Steuern zahlen müssen, um die Mitglieder unserer Gesellschaft zu ernähren, die keine existenziell notwendigen Jobs mehr ausüben.»

Xavier Oberson, Rechtsanwalt und Professor für Steuerrecht an der Universität Genf, schrieb in der «NZZ», eine Besteuerung der durch Roboter erbrachten Leistungen wäre eine angemessene Antwort auf den wachsenden Anteil von Robotern an der Wirtschaftsleistung. «Ausgehend von der Prämisse, dass ein Roboter einen Arbeitnehmer ersetzt, könnte man zum Beispiel ein fiktives Gehalt annehmen, auf das dann eine Art Einkommenssteuer erhoben würde.»

Allerdings habe ein Roboter kein Eigenkapital, im Gegensatz zu herkömmlichen juristischen Personen. Aus diesem Grund sollten nicht Roboter als solche besteuert werden, sondern ihre Benutzung.

Roboter verdrängen den Menschen im Kampf um die Arbeitsplätze

 

Grundeinkommen unabwendbar:

Wer diese Entwicklung nicht bis zu einem gewissen Grad unterstütze, beschwöre geradezu die Revolution Mensch gegen Maschine herauf, prognostiziert Schmidhuber.

Der Roboter-Forscher hält es daher für äusserst wahrscheinlich, dass die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens in der Bevölkerung - gezwungenermassen - immer mehr Anklang und Anhänger finden werde. Bei manchen wohl erst, wenn sie selber im Namen der Renditemaximierung „wegrationalisiert“ werden. Doch spätestens dann.


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4000 CHF Mindestrente
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Das schreiben andere:
- Roboter-Forscher befürwortet bedingungsloses Grundeinkommen (Cash)
- Für eine Steuer auf Robotern (NZZ)


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(Last updated: 11.10.2018, 08:20)