Waffenexporte: Wie viele Arbeitspätze liefert Rüstungsindustrie der Schweiz?
Schweizer Waffenexporte too big to fail? ✅ So viele Jobs + Arbeitsplätze bietet die Rüstungsindustrie: Die Waffenexport-Industrie trägt < als 0,1% der Wertschöpfung in unserem Land bei. «Aus wir

«Die Rüstungslobby übertreibt die ökonomische Bedeutung der Schweizer Rüstungsexport-Industrie oft masslos», stellt die Gsoa fest - und hat damit Recht.
Inhalte:
Wie viele Arbeitsplätze?
• Die Schweizer Rüstungsexport-Industrie beschäftigt 3’335 Personen direkt.
• Daneben schafft die Branche noch 1’797 indirekte Arbeitsplätze bei Zulieferfirmen, wie «kriegsmaterial.ch» 2009 aus einer Studie des Bundes zitiert.
• Summa summarum arbeiten 5’132 Personen in der hiesigen Rüstungsexportindustrie.
«Aus wirtschaftspolitischer Sicht sind die Kriegsmaterialausfuhren [...] bedeutungslos.»
Zu dieser Schlussfolgerung kommt selbst die «Schweizerische Gesellschaft Technik und Armee» - der Gsoa zufolge eines der wichtigsten Foren der Schweizer Rüstungsindustrie – im Herbst 2008 in einem Mediencommuniqué.
Zum Vergleich:
Laut Webseite «kriegsmaterial.ch» sind das «halb so viele Beschäftigte wie im Schweizer Bergbau. Oder die Hälfte der Anzahl Beschäftigten im Berner Inselspital».
Wertschöpfung:
Die Waffenexportindustrie trägt «weniger als 0,1% der Wertschöpfung in unserem Land» bei.
Zum Vergleich:
So viel tragen auch die Holzfenster-Betriebe zur gesamten Schweizer Wirtschaftsleistung bei.
→
Die Schweiz beliefert
64 Länder mit Kriegsmaterial
Das sind 33% aller weltweiten Länder,
darunter mind. 4 kriegführende Länder
und auch radikale Scharia-Staaten ...

Auf zivile Jobs umstellen!
„Too big too fail“ ist die Rüstungsexport-Industrie mit Sicherheit nicht. Ob der geringe Anteil an der Wertschöpfung des Landes rechtfertigt, dass die Schweiz 64 von 193 Ländern (33%) weltweit mit Kriegsmaterial beliefert? Darunter auch mindestens vier kriegführende Regimes und radikale Scharia-Staaten.
Rund drei Viertel der Arbeitsplätze entfallen auf vier Betriebe:
• Mowag in Kreuzlingen
• Ruag in Bern und Emmen
• Rheinmetall Air Defence in Zürich
• Pilatus-Flugzeugwerke in Stans
Für die Schweizer Volkswirtschaft ist ihre Bedeutung zwar marginal, doch «hinter jedem gefährdeten Arbeitsplatz verbirgt sich ein menschliches Schicksal». Die Arbeitsplätze müssen zweifellos erhalten bleiben, daher muss der Bund bei den betroffenen Personen auf sinnvollere, zivile Produkte umstellen, um so die Arbeitsplätze zu sichern.
Und auch um der
viel zitierten Schweizer Neutralität
einmal gerecht zu werden.

Weiterführende Informationen:
• Auch ohne Waffenexporte lebt sich’s gut (GSoA)
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