Rohstoffhandel Schweiz - Rohstoffhandelsplatz Nr. 1 weltweit

Die Schweiz ist eine Scheibe. Genauer gesagt eine Drehscheibe. Ein internationaler Dreh- und Angelpunkt für den weltweiten Rohstoffhandel. Einer der führenden, wenn nicht gar der führende Rohstoffhandelsplatz auf dieser Erde. Über den Rohstoffhandelsplatz Schweiz werden Rohstoffe in die ganze Welt verkauft.

Rohstoffe: Die Schweiz ist Ausgangspunkt eines ziemlich lukrativen Handels mit Rohstoff. Darunter fallen unter anderem Rohstoffe wie Aluminium, Eisen, Erdöl, Erz, Gold, Kupfer, Nickel, Palladium, Rohöl, Stahl, Zink, Basismetalle, Agrarrohstoffe und viele weitere.

Der Schweizer Rohstoffhandelsplatz boomt: Der Rohstoffhandel-Umsatz 2013 ist über 20 Mal so hoch wie noch der Umsatz im Jahr 2000. Im Jahr 2011 zeigte sich die Rohstoffhandelsbranche für insgesamt 3,4% des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz verantwortlich. Demzufolge hat der Schweizer Rohstoffhandel mit ihrem Transithandel-Umsatz auch die grenzüberschreitenden Bankgeschäfte vom Thron gestossen.

Inhalt:

 

Der Rohstoffhandel-Boom in der Schweiz - und die Folgen


Die Schweiz ist einer der wichtigsten Schauplätze im globalen Rohstoffhandel. Der Rohstoffhandelsplatz belegt weltweit den Spitzenplatz. Die Schweizer Rohstoffhandelsbranche boomt im wahrsten Sinne des Wortes - mit weitreichenden Folgen. Die Branchenleader gewinnen immer weiter an Einfluss - sowohl auf die Volkswirtschaft wie auch auf die Politik - sowohl im In- und Ausland.

Mehr zum Thema:
- Glencore Steuern Schweiz = Null.
- Glencore-Lohn - Der Millionen-Trick für steuerfreie Chef-Löhne.
- Rohstofffirmen in Zug zahlen nur 36 Millionen Franken Steuern.

Einflussreicher Wirtschaftsmotor: Der Schweizer Rohstoffhandel hat sich international zum Global Player hochgehandelt. Im Inland zählt die Branche unterdessen zum einflussreichen Wirtschaftsfaktor und entwickelte sich zum Big Player der Schweizer Volkswirtschaft. Allein in den letzten zwölf Jahren sind die Einnahmen der Rohstoffhandelsbranche um das 20-fache gestiegen. Der Machteinfluss dieser Rohstoffhandelsriesen auf die Lobbykratie ist entsprechend enorm.

Siehe auch:
Die mächtigste Lobby im Schweizer Parlament (50% aller Parlamentarier)

 

Die Schweiz ist Global Player im Rohstoffhandel


Die Schweiz mischt ganz vorne mit im internationalen Rohstoffhandel. Sie gilt als einer der bedeutendsten und wichtigsten Marktplätze für den Verkauf von Rohstoffen.

Auf Jahre hinaus wird die Schweiz im weltweiten Rohstoffhandel einen Spitzenplatz belegen.

Im Top 20 Ranking der umsatzstärksten Rohstoffhändler (2011) beanspruchte die Schweiz das ganze Podest für sich allein. Mit den drei Rohstoffhandelskonzernen Vitol, Glencore International und dem Trafigura Konzern ist die Schweiz die Top 1, die Top 2 und die Top 3 zugleich. Vitol, Glencore und Trafigura generieren die weltweit höchsten Umsätze in diesem Rohstoff-Bereich.

Rohstoffhandel Schweiz - globaler Rohstoffhandelsplatz Nr. 1Vormachtstellung Rohstoff-Wertschöpfung: Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die Schweiz wird für lange Zeit eine Vormachtstellung als Rohstoffhandelsplatz einnehmen. Die Prognosen sprechen für sich. Die Konzerne beherrschen und kontrollieren die gesamte Kette der Rohstoff-Wertschöpfung, vom Abbau in den Minen über bis hin zum einträglichen Rohstoffhandel.

Grösster Rohstoffkonzern der Welt: Unterdessen entstand in der Schweiz gar das weltweit grösste Rohstoff-Unternehmen. Die beiden Global Players Glencore und Xstrata fusionierten zum umsatzstärksten Rohstoffkonzern der Welt. Beide Konzerne sind die Top 2 im Handel mit den Rohstoffen Kohle, Kupfer und Zink.

Siehe auch:
Geheimes TiSA-Abkommen zum Ausverkauf der Schweiz

 

Mehr als 500 Rohstoffhandelsfirmen in der Schweiz

Glencore Xstrata, Vitol und Trafigura sind beileibe nicht die einzigen Rohstoffhändler, welche über den Rohstoffhandelsplatz Schweiz handeln und hier ihre Geschäfte abwickeln. Allein in der Schweiz sind über 500 Rohstoffhandelsbetriebe ansässig (Stand 2010). Der Grossteil der Unternehmen aus der Schweizer Rohstoffhandelsbranche hat sich in den Kantonen Zug, Lugano und im Kanton Genf niedergelassen.

Siehe auch:
Gold-Player Schweiz Nr. 1 - Goldraffinerien und Goldhandel

 

Genf - der Rohstoffhändler Nr. 1

Genf bzw. die Region um den Genfersee ist Platzhirsch Nr. 1 im Rohstoff-Ölhandel und dient als wichtiger globaler Handelsplatz.

Mehr als 33 % des gesamten Welthandels mit Rohöl und Ölprodukten läuft über den Rohstoffhandelsplatz Genf. Auch beim Handel mit Erdöl aus Russland laufen praktisch alle Fäden über den Rohstoffhandel-Standort Genf. Die Region Genf tätigt 75 % des russischen Erdölhandels (Stand vor den EU-Sanktionen).

Doch dem nicht genug. Die Genfer wickeln ebenso knapp 50 % des internationalen Zuckerhandels sowie 50 % des weltweiten Handels mit Kaffee.

Genf ist daher der Rohstoffhandelsplatz Nummer Eins in der Schweiz.

 

Zug - Globaler Rohstoffhandel

Der Kanton Zug ist ein Steuerparadies in der Schweiz und deshalb logischerweise auch Hauptsitz-Heimat der beiden grössten Rohstoffunternehmen hierzulande, Glencore und Xstrata (mittlerweile Glencore Xstrata).

In Zug wird das weltweit höchste Handelsvolumen für die Rohstoffe Kohle, Kupfer und Zink gehandelt. Die beiden Konzerne Glencore und Xstrata sind in diesen Rohstoff-Märkten global marktbeherrschend.

Die Zugersee-Region wirkt wie ein Magnet auf Rohstoffhandelsfirmen. Nebst Glencore und Xstrata tätigen noch weitere Rohstoffhandelsunternehmen ihre Geschäfte und Rohstoffverkäufe rund um den Zugersee. Hier stehen auch der Handel mit den Rohstoffen Aluminium, Nickel und Palladium hoch im Kurs.

 

Lugano - die Rohstoff Handelsdrehscheibe

Die Region Lugano mischt ebenfalls kräftig im Wettbewerb um den einflussreichsten Schweizer Rohstoffhandelsplatz mit.

Lugano gilt als globale Drehscheibe für den Handel mit den Rohstoffen Stahl, Kohle, Basismetalle sowie Agrarrohstoffe.

Siehe auch:
Wasserprivatisierung in der Schweiz läuft bereits

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Wojtek Bernet   Autor: Wojtek Bernet
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(Last updated: 10.08.2015, 02:22 Uhr)

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