Deine Rentenkürzung beginnt jetzt!


«Wer in der zweiten Säule nicht über ein Alterskapital von mindestens 500'000 Franken ansparen kann, wird [...] eine PK-Rente erhalten, die zusammen mit der AHV-Rente die Fortsetzung des gewohnten Lebens in angemessener Weise nicht mehr ermöglicht.»
 


Künftige Schweizer Rentner (wie Du + Ich) müssen mit bis zu -20% tieferen Pensionskassen-Renten rechnen. Rentensenkungen in bisher "unvorstellbaren Ausmass" sei Dank. Unser Rentenabbau ist in vollem Gange.

 


Inhalte:

Diebstahl Raub Abzocker

 

 

Der Zukunfts-Rentner droht in die Altersarmut zu rutschen

Verarmte Rentner in der Schweiz?

Ja. Eine Menge. Die Altersarmut führt ein Schattendasein, fernab der grossen Medienwelt. Sie ist Tabu-Thema in der reichen Schweiz.

Dabei leben hierzulande immer mehr ältere Menschen an und unter der Armutsgrenze. Wer mit Ü50 im Namen der Renditemaximierung seine Stelle verliert, der hat denkbar schlechte Chancen wieder zurück in den Arbeitsmarkt zu finden. Im Jahr 2016 waren in der Schweiz insgesamt 30'110 Personen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren auf Sozialhilfe angewiesen: +50% mehr als noch im Jahr 2011. Immer mehr Ü50-jährige Arbeitslose wandern aus, um der Altersarmut zu entfliehen.

Und das betrifft leider auch Dich! Denn Deine künftige Altersrente ist massiv gefährdet wie folgende Entwicklung aufzeigt.

 

Wen trifft es?


Nicht nur untere Einkommen sind betroffen, sondern auch mittlere Einkommen. «Betroffen sind nicht nur Menschen mit tiefen Erwerbseinkommen. Betroffen sind auch viele mit Löhnen um die 7000 Franken», kritisiert der SGB.
 

 

2. Säule abgezockt:

Für Versicherungen stellt die 2. Säule ein sehr lukratives Geschäft dar. Vor allem dank der völlig übersetzten Risikoprämien. Der Markt spült massenhaft Geld in die Kassen. Nicht so für die Versicherten. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die Gewerkschaft VPOD haben die Daten von 60 Schweizer Penionskassen analysiert. Sie sprechen von "massiver Abzocke" in der Schweiz.

Armut Obdachlos Hunger
Bild: 615'000 Menschen leben in der Schweiz in Armut. Ohne Unterstützung durch den Staat oder private Institutionen zählte die Schweiz gar weitere 700'000 Menschen unter der Armutsgrenze. Also insgesamt 1,3 Millionen Personen oder 15,9% der Bevölkerung.

 

Dein Rentenabbau ist in vollem Gang 

Pensionskassen zocken ab:

Die SGB hat die Schweizer Pensionskassen unter die Lupe genommen. Und kommt zum folgenden Ergebnis: «Die Umwandlungssätze sind bei Pensionskassen mit überobligatorischen auf breiter Front unter 6 Prozent gesunken.» Und das ist nur die Marschrichtung. Denn einige der grossen Pensionskassen drücken die Sätze bereits unter 5 Prozent. Dem SGB zufolge ist durch die Kürzungen der Verfassungsauftrag gefährdet.

 

Dramatische Folgen:


«Dies bedeutet für die Versicherten ein Rentenabbau von bis zu 20 Prozent auf der PK-Rente
 

 

Bist Du betroffen?


«Wer in der zweiten Säule nicht über ein Alterskapital von mindestens 500'000 Franken ansparen kann, wird mit den neuen Umwandlungssätzen eine PK-Rente erhalten, die zusammen mit der AHV-Rente die Fortsetzung des gewohnten Lebens in angemessener Weise nicht mehr ermöglicht

Das heisst, nicht nur untere Einkommen sind betroffen, sondern auch alle mittleren Einkommen. «Diese Summe erreichen nicht mal Gutverdienende ohne Weiteres, geschweige denn jene, die 4000 oder 5000 Franken verdienen», warnt Doris Bianchi, beim SGB verantwortlich für den Sozialversicherungsbereich.


Die zukünftigen Renten der Pensionskassen fallen «in einem vor kurzem unvorstellbaren Ausmass».

 

Die grössten Verlierer:

Die stärksten Rentenkürzungen müssen die Versicherten der SBB-Pensionskasse hinnehmen. Die sanierungsbedürftige Pensionskasse (PK SBB) senkt den Umwandlungssatz. Die «NZZ» schreibt dazu: «Die ultraniedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten sorgen weiterhin für Rentenkürzungen bei Schweizer Pensionskassen. So kündigt die Pensionskasse SBB an, per 1. März 2019 den Umwandlungssatz zu senken. Versicherte, die 2019 das Alter von 65 Jahren erreichen, erhalten dann noch einen Umwandlungssatz von 5,08% (bisher: 5,18%).» Anschliessend geht die Rentenkürzung weiter, ab 2020 4,9%, ab 2021 4,8%, ab 2022 4,7%.

«Das heisst für die ab dann Pensionierten, dass sie pro 100'000 Franken angespartem Altersguthaben ab 2022 nur noch 4730 Franken Rente erhalten», rechnet «Blick» vor (klicken für detailliertere Infos).

«Von den Kürzungen sind nicht alle Angestellten der Bahn gleichermassen betroffen. Für Versicherte mit Geburtsdatum vor dem 31. Januar 1961 gilt eine Besitzstandsgarantie. Wer ab dem 1. März 2019 in Pension geht, erhält mindestens die gleiche Rente, die ihm bei einer Pensionierung per 1. Februar 2019 zugestanden hätte.»

Der Umwandlungssatz für den obligatorischen Teil der Pensionskasse ist hingegen gesetzlich festgeschrieben. «Er liegt derzeit bei 6,8 Prozent. Bei der laufenden Reform der Altersvorsorge wird im Parlament eine Senkung auf 6,0 Prozent diskutiert.» Merke: Gesetzlich festgeschrieben schützt vor Rentenkürzung nicht.

Alte Menschen am spazieren

 

Verfassung verletzt:

Die neuerlichen Rentenkürzungen verstossen gegen den Verfassungsauftrag der Schweiz. AHV- und Pensionskassen-Renten müssen «die Fortsetzung des gewohnten Lebens in angemessener Weise» garantieren. So steht es in der Bundesverfassung. So viel ist klar. Wer diese Rentenabbau-Abzocke einfach so hinnimmt, wird sein Leben lang dafür bezahlen.

Es gibt aber eine valable Antwort auf die tieferen Pensionskassen-Renten:


Im Herbst 2019 sind Wahlen. Wer die jetzt Regierenden nicht abwählt, schaufelt sein eigenes Grab im Alter. Es betrifft Dich, mich, alle.
 

Weiterführende Informationen:
Rentenabbau stoppen: AHV-Renten endlich wieder verbessern (SGB)
Rentenabbau stoppen: AHV-Renten endlich wieder verbessern (AHVplus)


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(Last updated: 26.10.2018, 10:13)