WHO warnt: Impfgegner sind eines der grössten Gesundheitsrisiken der Welt


Die WHO schlägt Alarm: Die Zahl der Masern-Fälle hat weltweit um 30 Prozent zugenommen. Verantwortlich dafür sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge auch die wachsende Zahl an Impfgegnern in den Industriestaaten und in den arabischen Ländern.


«Die Impfung ist eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, Krankheiten zu vermeiden - sie verhindert derzeit 2-3 Millionen Todesfälle pro Jahr, und weitere 1,5 Millionen könnten vermieden werden, wenn sich die globale Abdeckung der Impfungen verbessert», so die WHO.
 

Die WHO hat die Impfgegner daher offiziell zu einem der zehn grössten Gesundheitsrisiken der Welt im Jahr 2019 erklärt.

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Impfverweigerer, also Menschen, die sich und ihre Kinder trotz Möglichkeit nicht impfen lassen, stehen damit auf derselben Risiko-Liste wie Ebola, Luftverschmutzung, Klimawandel, HIV oder Antibiotikaresistenz. Um Masernausbrüche zu verhindern, müssten mindestens 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft sein. Bei den Masern handelt es sich eben nicht wie oftmals angenommen lediglich um eine harmlose Kinderkrankheit, sondern sie sind extrem ansteckend. Auch Erwachsene können an Masern erkranken. Besonders gefährlich sind die Masern für ältere und für kranke Menschen mit geschwächtem Immunsystem, weitere Infektionen sind daher häufig. Die Viren werden entweder beim Sprechen, Husten oder Niesen über kleine Tröpfchen in der Luft übertragen.

Die Impfgegner befürchten Impfschäden und viele fühlen sich durch eine heftig umstrittene, fehlerhafte Studie bestätigt, dass Impfung und Autismus einen Zusammenhang aufweisen. Dem britischen Arzt Andrew Wakefield, der diese Behauptung 1998 in die Welt setzte, wurde mittlerweile die Zulassung bzw. Arbeitserlaubnis entzogen. «Gelder für seine Studie wurden von einer Anwaltskanzlei organisiert, die eine Schadensersatzklage potenziell betroffener Eltern gegen die Impfstoffhersteller plante», berichtet der «Stern». Seine These, die auf der Untersuchung von lediglich zwölf Kindern beruhte, gilt inzwischen durch zahlreiche spätere Studien als längst widerlegt.


Autismus-Risiko?
«Es ist mit letzter Sicherheit belegt, dass zwischen Impfstoffen und Autismus kein Zusammenhang besteht», sagt der Zürcher Forscher Professor Adriano Aguzzi in der «NZZ am Sonntag». «Obwohl ein günstiger Impfstoff vorhanden ist, sterben jedes Jahr mehr als 70'000 Kinder an Masern», so Aguzzi.
 


Die Bilanz der Schweizer Masern-Epidemie in den Jahren 2006 bis 2009 lautet wie folgt:

  • 4400 gemeldete Fälle
  • Über 200 Lungenentzündungen
  • Über 200 Mittelohrentzündungen
  • 9 Patienten mit einer Hirnentzündung (Enzephalitis)

Quelle: Comparis


«Impfungen verhindern nicht nur das Leiden und den Tod im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten wie Durchfall, Masern, Lungenentzündung, Polio und Keuchhusten, sondern tragen auch dazu bei, dass nationale Prioritäten wie Bildung und wirtschaftliche Entwicklung greifen können», erklärt die WHO.

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(Last updated: 20.01.2019, 21:00)