Alles zur Erbschaftssteuer-Initiative Schweiz - Abstimmung

Die Erbschaftssteuer Initiative ist offiziell zustande gekommen und kommt zur Abstimmung.

Die Bundeskanzlei der Schweiz hat für die Volksinitiative "Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)" total 110'205 gültige Unterschriften bestätigt. Damit obliegt die definitive Entscheidung über eine gerechte und moderate Erbschaftssteuer bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern in der Schweiz.

Hier gibt es die jeweils aktuellsten News rund um die Eidgenössische Volksinitiative Erbschaftssteuerreform.

Die Abstimmung zur neuen Erbschaftssteuer-Initiative, gemeinsam lanciert von den drei Schweizer Parteien EVP, SP, Grüne Partei und den Gewerkschaften, rennt bei den Stimmberechtigten augenscheinlich offene Türen ein und geniesst grosse Unterstützung beim Schweizer Stimmvolk. Denn
die Nachlasssteuer tangiert nicht etwa die Erben, sondern den Erblasser der Erbschaft (2 Mio. und mehr). Die Volksinitiative hat 2013 die für eine Abstimmung notwendigen Unterschriften ohne Probleme sammeln können. Das letzte Wort hat nun das Schweizer Volk an der Abstimmungsurne.

 

Inhalt:

 

Die Erbschaftssteuer Volksinitiative

Die Evangelische Volkspartei (EVP) startete im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratischen Partei (SP), der Grünen Partei und den Gewerkschaften eine Volksinitiative zur Besteuerung grosser Erbschaften in der Schweiz, um mehr Gerechtigkeit bei der Vermögensverteilung zu erreichen.

Im Jahr 2011 wurde mit der Veröffentlichung im Bundesblatt die Sammlung von Unterschriften gestartet und mit über 110 000 Unterschriften im Februar 2013 erfolgreich abgeschlossen.

Die Erbschaftssteuer Initiative kommt damit vors Volk zur Abstimmung.

 

Die Erbschaftssteuer soll nur wirklich Reiche treffen

Den Initianten zur Erbschaftssteuer Reform war es wichtig festzustellen, dass sie keineswegs den Normalbürger mit seinem Häuschen treffen, sondern nur wirklich grosse Vermögen zur Steuer heranziehen wollen. So ist die Nachlasssteuer erst ab einem Vermögen von zwei Millionen Schweizer Franken fällig und soll nicht von den Erben, sondern vom Erblasser erhoben werden. Für alle Vermögen unterhalb des Limits bleibt alles beim Alten.

Bei vererbten Betrieben wird der Steuersatz ermässigt, wenn der Betrieb von den Erben mindestens zehn Jahre nach dem Antritt des Erbes weitergeführt wird, um den Bestand nicht zu gefährden.

Dasselbe gilt auch für landwirtschaftlichen Besitz.

Die Erbschaftssteuer soll der AHV und den Kantonen zugutekommen

Die Initiative zur Erbschaftssteuer will den Erlös aus dieser Steuer der Konsolidierung der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), der obligatorischen Schweizer Rentenversicherung, zukommen lassen. Aber auch die auch in der Schweiz immer weiter klaffende Schere zwischen dem reichsten Prozent der Bevölkerung und dem Rest soll mit dieser Steuer etwas korrigiert werden.

So weisen die Initianten darauf hin, dass auch liberale Wirtschaftswissenschaftler eine solche Steuer befürworten, da mit ihr nicht Leistung oder Arbeit, sondern nur das Glück der Erbschaft besteuert wird.

Der Teil der Steuer, der den Kantonen bei der Finanzierung ihrer Aufgaben hilft, soll deren ruinösen Steuerwettbewerb entgegenwirken, der immer mehr Steuervermeider aus anderen Ländern anlockt und letztlich keinem nutzt.


PRO und CONTRA - Erbschaftssteuer Schweiz


Pro und Contra - Das Wichtigste zur Erbschaftssteuerreform in Kürze:

  • Die Eidgenössische Volksinitiative zur Einführung einer Erbschaftssteuer in der Schweiz sieht vor, dass alle Erbschaften über einem Freibetrag von 2 Millionen Schweizer Franken besteuert werden.

  • Für Erbschaften und Beträge in der Höhe von weniger als 2 Millionen Schweizer Franken gilt laut Initiative der Status Quo. Der Nachlass wird bis zu 2 Millionen nicht besteuert und bleibt damit steuerfrei.

  • Die Steuer gilt nicht für den oder die Erben, sondern es wird immer der Erblasser besteuert.

  • Der Steuersatz der Erbschaftssteuer soll gemäss Initiative 20 Prozent der Erbschaft betragen.

  • Mit Hilfe der Schweizer Erbschaftssteuer Initiative sollen die Sozialwerke und die AHV saniert werden.

  • Die Mehrbeträge und zusätzlichen Einnahmen durch die Steuer für Erbschaften werden auf einen Betrag in der Höhe von rund 3 Milliarden Schweizer Franken beziffert.

  • Von den Erbschaftssteuer Einnahmen fliessen zwei Drittel des Geldes in die Sanierung der AHV und ein Drittel an die Schweizer Kantone.

Gründe, welche deutlich für eine Erbschaftssteuerreform sprechen


Die Initianten der Volksinitiative "Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)" fordern die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer in der Schweiz.

Steuer Erbe InitiativeMit dem treffenden Kampagnen-Namen «Hohe Erbschaften besteuern für unsere AHV» sollen in der Schweiz die Sozialwerke gesichert werden. Denn mittelfristig kann die AHV die Renten nicht mehr garantieren, ohne konkrete Eingriffe oder Gegenmassnahmen vorzunehmen. Wie zum Beispiel eine Anhebung des Rentenalters Schweiz oder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer oder Lohnsteuer.

Um diesem Szenario Einhalt zu gebieten, möchten die Gewerkschaften zusammen mit der EVP, SP und den Grünen auf anderem Wege, nämlich über die Erbschaftssteuer für Reiche, die Rentenbeträge sicherstellen und dabei die AHV sanieren.

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Wojtek Bernet   Autor: Wojtek Bernet auf ConvivaPlus.ch
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