Freibeträge für die Erbschaftssteuer in der Schweiz

Die nationale Erbschaftssteuer ist in der Schweiz wieder ein hoch aktuelles Thema. Mehrere Schweizer Parteien starteten eine neue Initiative für eine entsprechende Besteuerung der Erben.

Die Grünen möchten die vermögenden Reichen, deren Vermögen und Erbschaften auf nationaler Ebene ins Visier nehmen. Vorläufig beschränkt sich die Standesinitiative zur nationalen Erbschaftssteuer auf sechs Schweizer Kantone. Geteilter Meinung sind sich die Parteien SP, Grüne Partei und EVP bezüglich des Freibetrages, ab der die Steuer gilt und Anwendung findet. Die Freibeträge reichen von weniger als 500 000 über 1 Million bis zu 2 Millionen Schweizer Franken.

Inhalt:

Erbschaftssteuer Schweiz in Zürich, Bern, Basel und weitere Kantone


In sechs Kantonen der Schweiz lanciert die Grüne Partei Standesinitiativen zur Lancierung einer Erbschaftssteuer. Damit möchten die Grünen den Weg ebnen für eine nationale Erbschaftssteuer in der Schweiz.

Erbschaftssteuer Schweiz FreibeträgeGemäss den Grünen soll die Steuer des zu erbenden Vermögen pro Jahr zusätzliche 5 Milliarden Schweizer Franken ins Haushaltbudget des Bundes spülen. Des weiteren sehen die Initianten der nationalen Erbschaftssteuer eine Verwendung der Steuer Beiträge für die AHV vor.

25 % Erbschaftssteuer

Die Grüne Partei beabsichtigt eine nationale Erbschaftssteuer in der Schweiz in der Höhe von 25 Prozent zu erheben. Voraussetzung um von der nationalen Erbschaftssteuer belangt zu werden, ist allerdings eine Erbschaft von mindestens 1 Million Schweizer Franken.

Das heisst konkret, dass alle Erbschaften unter einer Million Franken auf nationaler Ebene nicht Erbschaftssteuerpflichtig sind. Auf solche Erb-Beträge unter einer Million, sogenannte Freibeträge, müssen also keine Erbschaftsteuer Abgaben entrichtet werden. Die Grünen planen auch die jeweiligen Ehepartner von der nationalen Erbschaftsteuer zu befreien.

Erbschaftssteuer Kanton Zürich

Die grüne Fraktion hat auf ihr Ansinnen hin in Zürich ihre erste Standesinitiative zur kantonalen Erbschaftssteuer für den Kanton Zürich eingereicht. Weitere Kantone in der Schweiz in welchen die Grünen die Standesinitiative zur Steuer lanciert haben sind der Kanton Bern, der Kanton Basel-Lamd, der Kanton Luzern, der Kanton Solothurn und der Kanton St. Gallen. Durch diese Standesinitiativen der Grünen soll der Weg für eine nationale Erbschaftssteuer Schweiz möglich gemacht werden. Auch die EVP und die SP warten mit einer Initiative für eine nationale Steuer auf.

Freibetrag für Steuer auf Erbschaften

Nach Ansicht der SP, soll der Erbschaftssteuer Freibetrag bei 2 Millionen liegen. Die EVP hingegen gibt sich bei der nationalen Erbschaftsbesteuerung kämpferischer und möchte den Freibetrag auf unter 500'000 Schweizer Franken ansetzen. Dies würde bedeuten, dass alle Erbschaften unter einer halben Million von der Erbschaftsbesteuerung befreit sind. Jene Erbschaften über einer halben Million Schweizer Franken sollen nach Plan der EVP künftig per nationaler Erbschaftssteuer besteuert werden.

Da ist der Vorschlag der SP wahrscheinlich mehrheitsfähiger. Denn die Chancen für eine nationale Besteuerung von Erbschaften wie sie die EVP vorsieht dürfte in der Schweiz vor dem Volk keine Chance haben. Da stehen die Karten für die nationale Erbschaftssteuer Initiative mit einem Freibetrag in der Höhe von 2 Millionen Franken wesentlich besser.

Nationale Erbschaftssteuer Schweiz