Spekulationsstopp Initiative Nahrung - Abstimmung CH

SPEKULATION VERBOT FÜR NAHRUNG? Alles zur Spekulationsstopp Initiative und Abstimmung in der Schweiz.

Die Landwirtschaft dieser Welt wäre in der Lage, über 12 Milliarden Menschen zu ernähren. Trotzdem leiden Millionen von Menschen an Hunger.

Dabei ist das Recht auf Nahrung für jeden Menschen in den internationalen Menschenrechten verankert.

Angesichts dieses Missstandes hat die Juso offiziell die Spekulation Initiative eingereicht. Insgesamt kamen bei der Unterschriftensammlung mehr als 117’000 beglaubigte Unterschriften für die Volksinitiative zusammen.

Hier gibt es alle Infos zur Spekulationsstopp-Abstimmung.

Spekulationsstopp Initiative - Abstimmung SchweizInhalt:



Die Spekulationsstopp Initiative in der Schweiz


Die Initianten der Spekulations-Initiative haben die notwendigen Unterschriften beisammen. Die Juso deponierte über 117’000 Unterschriften.

Das Ziel der Spekulationsstopp-Initiative ist es, Spekulationen mit Nahrungsmitteln zu verbieten.

Laut Juso sind die Nahrungsmittelspekulationen mitschuldig für den weltweiten Hunger auf dieser Erde.

Konkret soll die Spekulationsstopp-Initiative Finanz-Investitionen in Nahrungsmittel und Agrarrohstoffe für Finanzinstitute wie Banken und für Vermögensverwalter verbieten.

Der Verkauf von strukturierten Produkten soll ebenso verboten werden.

Mit Essen spielt und handelt man nicht

Passend hierzu zeigten die Juso-Mitglieder Flagge und hielten ein Transparent mit dem Leitspruch „Mit Essen spielt man nicht“ in die Höhe. Dies werde jedem Kind in der Schweiz von klein auf eingetrichtert, so Fabian Molina (neuer Präsident der Juso). Dieser Leitsatz müsse auch für die Banken in der Schweiz gelten.

Zu den Initianten der Spekulations-Initiative zählen nebst der Juso auch die Parteien SP, Grüne Partei und diverse Schweizer Hilfswerke. Sie alle fordern vom Bundesrat ausserdem, dass sich die Schweiz auf internationaler Ebene für ein Verbot von Nahrungsmittelspekulationen stark macht.


Die Folgen von Nahrungsmittelspekulationen


Die Juso übt Kritik an den weltweiten Nahrungsmittelspekulationen: an den Börsen werden weitaus mehr Agrarrohstoffe gehandelt als Agrarrohstoffe vorhanden sind.

Dies wirke sich unmittelbar auf Preisausschläge bei den Lebensmittelpreisen aus.

Als direkte Folge der verteuerten Lebensmittelpreise bergen die steigenden Preise Gefahr für unzählige Kleinbauern auf dieser Welt. Deren Existenzen drohen durch die Preisausschläge bei Agrarrohstoffen unwiderruflich vernichtet zu werden - verursacht durch den internationalen Handel mit Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen.


Abstimmung der Spekulationsstopp Initiative Schweiz


Die Spekulations-Initiative der Juso wird nun den beiden parlamentarischen Kammern vorgelegt. Diese haben darüber zu befinden und gegebenenfalls einen Gegenvorschlag auszuarbeiten.

Man kann stark davon ausgehen, dass sowohl der Bundesrat, der Nationalrat (grosse Kammer) wie auch Ständerat (kleine Kammer) NEIN zur Spekulationsstopp-Initiative sagen.

Das letzte Wort werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz haben - anlässlich einer Eidgenössischen Abstimmung zum Spekulationsstopp für Nahrungsmittel und Agrarrohstoffe.

Laut den Initianten der Volksinitiative ist die Schweiz prädestiniert für diese Spekulationsstopp-Abstimmung. Denn ein gewichtiger Anteil an den weltweiten Nahrungsmittelspekulationen läuft unbestritten über die Banken in der Schweiz. Deshalb trage die Schweiz unweigerlich eine Mitverantwortung an den Preisausschlägen für Lebensmittelpreise - sofern sie den Spekulationen mit Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nicht Einhalt gebietet.

Fakt ist nunmal, dass die Schweiz die grössten Rohstoff-Konzerne der Welt mit Hauptsitz beherbergt. Mehr zum Thema: Rohstoffhandel Player Schweiz - Nr. 1.

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