Neu: Die Zertifikats-Pflicht gilt ab Montag bis 24. Januar 2022! - für Restaurants, Zoo, Hallenbad und weitere Orte (siehe LISTE) ...


Der Bundesrat führt ab Montag die Zertifikats-Pflicht in der Schweiz ein. Heisst konkret: ohne ein Zertifikat kommen Ungeimpfte dann an den folgenden Orten nicht mehr rein.

Wer sich der Zertifikat-Regel widersetzt, dem droht eine Ordnungsbusse (100 Fr. für fehlbare Gäste und Besucher) oder die Schliessung des Betriebes und bis zu 10'000 Fr. Geldstrafe (z.B. für Wirte und Fitnessbetreiber).

Anbei eine detaillierte Liste inklusive aller Ausnahmen von der Zertifikatspflicht ...

Inhalte:

 

 


Jetzt kommt in der Schweiz
  DIE ZERTIFIKATSPFLICHT

 

Schweiz Karte Geschlossen Lockdown

Schlechte Neuigkeiten: Das Coronavirus ist in der Schweiz erneut auf dem Vormarsch. Immer mehr Corona-Hospitalisierte füllen die hiesigen Intensivstationen, hauptsächlich Ungeimpfte. In den Spitälern des Landes wird es zunehmend eng - auch der Trend lässt für die nächsten Wochen Schlimmes erahnen. Mancherort wird bereits wieder über die womöglich bald drohende Triage beraten. Nun hat der Bundesrat beschlossen, die Zertifikatspflicht einzuführen. Sie tritt ab Montag, 13. September 2021 in Kraft und gilt bis zum 24. Januar 2022.


Angespannte Lage:

Die Spital-Statistik spricht eine klare Sprache: 9 von 10 Corona-Intensivpatienten sind aktuell ungeimpft. Seit 2. Juli haben sich die Spitaleinweisungen laut Bund „verdreissigfacht“.


Die neuen Corona-Massnahmen betreffen nur die Ungeimpften: Einlass in Schweizer Restaurants, Kinos, Theater, Fitnesscenter etc. soll nur noch erhalten, wer geimpft, genesen oder getestet ist (3G-Regelung). Dies verkündete der Bundesrat an einer Medienkonferenz vom 08.09.2021.

 

 


Wo gilt Zertifikatspflicht?
  KURZ ZUSAMMENGEFASST

 


  • Innenräume von Restaurants und Bars

  • Veranstaltungen im Innern wie Konzerte, Kino, Theater und Sportveranstaltungen

  • wie auch private Anlässe wie Hochzeiten

  • Kultur-, Freizeit-, Sport- und Unterhaltungseinrichtungen wie z.B. Fitnesscenter, Museen, Casinos und Zoos

  • Sportliche und kulturelle Aktivitäten in Innenräumen wie Sporttrainings, Musik- und Theaterproben. Mit Ausnahmen* (siehe weiter unten)

 

 


Detaillierte LISTE zur
  ZERTIFIKATSPFLICHT

 


Hier gilt ab Montag die Zertifikats-Pflicht:


  • Aquaparks

  • Arbeitsplatz unter Umständen (* siehe unten)

  • Bars

  • Bibliotheken

  • Clubs

  • Discos

  • Fitnesscenter

  • Gastronomie drinnen

  • Grossveranstaltungen draussen mit mehr als 1000 Personen

  • Hallenbäder

  • Hochschulen: über eine Zertifikatspflicht entscheiden die Kantone und Hochschulen

  • Hochzeiten ausserhalb privater Innenräume

  • Hotelrestaurants

  • Kino

  • Konzerte

  • Museen

  • Musikproben (* Ausnahmen siehe unten)

  • Private Anlässe auswärts (z.B. Hochzeitsfeste)

  • Reisen ins Ausland

  • Schwimmbäder

  • Sportveranstaltungen im Innern

  • Sportbetriebe drinnen

  • Tanzlokale

  • Theater

  • Theaterproben (* Ausnahmen siehe unten)

  • Tranings drinnen (* siehe unten)

  • Restaurants

  • usw.

 

 


Ausnahmen für die
  ZERTIFIKATSPFLICHT

 


Eine Ausnahme von der Zertifikats-Pflicht gilt für:

  • Anlässe zur politisch. Meinungsbildung mit unter 50 Teilnehmern

  • Aussenräume (Ausnahme: wenn Besucher von Freizeit-, Sport- und Unterhaltungsangeboten zwischen Innenräumen und Aussenräumen hin und her wechseln)

  • Bei sportlichen und kulturellen Aktivitäten in Innenräumen würde die Zertifikatspflicht laut Bund nicht für Gruppen von maximal 30 Personen gelten, bei denen sich die teilnehmenden Personen alle kennen und die «in abgetrennten Räumen regelmässig zusammen trainieren oder proben».

  • Beiz-Terrasse

  • Bestattungen

  • Detailhandel

  • Gassenküche und weitere Gastronomieangebote von sozialen Anlaufstellen

  • Gottesdienste

  • Private Veranstaltungen in privaten Räumlichkeiten mit maximal 30 Personen

  • Öffentlicher Verkehr

  • Religiöse Veranstaltungen

  • Transitbereich von Flughäfen

  • Treffen etablierter Selbsthilfegruppen

  • Veranstaltungen im Rahmen der üblichen Tätigkeit und der Dienstleistungen von behörden (wie z.B. Coiffeursalons, therapeutische Angebote und Beratungsangebote usw.)

Kein Zertifikat benötigen ausserdem Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

 

 


Gitl die Zertifikatspflicht
  AM ARBEITSPLATZ?

 

Gilt die Zertifikatspflicht auch am Arbeitsplatz und wenn ja wie konkret?

Das Corona-Zertifikat wird am Arbeitsplatz nicht Pflicht - auch nicht in Restaurants oder Fitnesscentern. Laut Bundesrat kann das Zertifikat vom Arbeitgeber aber am Arbeitsplatz im Rahmen seiner Fürsorgepflicht eingesetzt werden, wenn es «der Festlegung angemessener Schutzmassnahmen oder der Umsetzung des Testkonzepts dient».

Sollte ein Arbeitgeber die Zertifikatspflicht einführen wollen, muss er seine Angestellten dazu anhören.

Auch darf es zwischen geimpften und genesenen sowie ungeimpften Arbeitnehmern zu keiner Diskriminierung kommen.

 

 


Ab wann
  ZERTIFIKATSPFLICHT?

 

«Diese Massnahme ist sicher weniger problematisch als die Schliessung von Betrieben», erklärt Bundesrat Berset an der Medienorientierung.


Bundesrat Berset:

«Dank dem Zertifikat ist das Risiko von Übertragungen sehr klein», so Alain Berset.


Der Bundesrat machte die neuen Massnahmen von der weiteren Entwicklung der Corona-Lage abhängig. Diese entwickelte sich leider negativ. Nun wird die Zertifikatspflicht ab Montag, dem 13. September eingeführt und gilt vorerst bis zum 24. Januar 2022.

 

 


Bussen für Trickser
  ZERTIFIKATSPFLICHT

 


PRIVATPERSONEN / GÄSTE:
Der Bundesrat hat neu eine Strafbestimmung eingefügt: Wer trickst und sich vorsätzlich der Zertifikatspflicht entzieht, der soll mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft werden.

Eine Ordnungsbusse bedeutet: Ein Polizist kann die Busse noch direkt vor Ort unbürokratisch verhängen.


BETRIEBE:
Bei Betreibern (wie z.B. Wirte oder Fitnessbetreiber), die sich weigern, von ihren Kundinnen und Kunden ein Zertifikat zu verlangen, kann der Kanton den Betrieb schliessen und dichtmachen. Ein Wirt kann bei Zuwiderhandlung mit bis zu 10'000 Franken bestraft werden.

Vielleicht interessiert Dich auch:



Autor: INFO Schweiz - Redaktion

Die Schweiz kompakt - ConvivaPlus.ch
Lokales, regionales und nationales Wissen.
 

(Last updated: 08.08.2021, 15:43)