Swisscom Todesfall melden 2026: was nach der Kündigung kommt

Das Wichtigste in Kürze
Einen Todesfall meldest du Swisscom schriftlich (Online-Formular oder Brief) oder telefonisch. Swisscom kündigt dann laut Hilfeseite per sofort, ohne Kündigungsfrist und ohne Zusatzkosten, auf Wunsch auch auf ein späteres Datum. Den «Todesschein» verlangt Swisscom schon bei der Meldung. Wer die Handynummer übernehmen will, geht mit Ausweis in einen Shop.
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Von sieben Vertragsdokumenten, die Swisscom für Privatkunden veröffentlicht, regelt ein einziges den Todesfall. Was gilt, steht vor allem auf der Hilfeseite, und dort zeigt sich: Die Kündigung ist der einfache Teil. Danach geht die Schlussrechnung an die Adresse der verstorbenen Person, das Prepaid-Handy verliert nach 12 Monaten ohne Nutzung seine Nummer, und die Zugangsdaten zur E-Mail gehen an alle Erben gemeinsam. Hier steht, was Swisscom verlangt, was in den Verträgen steht und was danach kommt, mit Vorlage und Checkliste.

· 7 Swisscom-Verträge + Hilfeseite geprüft·
WhatsApp
1 von 7
Swisscom-Verträge, die den Todesfall regeln
nur Mobilfunk, Ziff. 6.1
12 Monate
bis ein Prepaid-Handy seine Nummer verliert
Einschalten zählt nicht als Nutzung
5 von 7
Internet-Anbietern nennen den Todesfall nicht in den AGB
nur Sunrise und Galaxus Internet
0 Franken
Zusatzkosten laut Swisscom-Hilfeseite
die Schlussrechnung kommt trotzdem, an die Vertragsadresse

Todesfall melden: Fürs Handy steht es im Vertrag, fürs Internet nicht

Swisscom hat den Todesfall nur für das Handy in den Vertrag geschrieben. So steht es laut ConvivaPlus-Auswertung: Wir haben am 3. November 2026 alle 7 Vertragsdokumente durchsucht, die Swisscom für Privatkunden-Abos publiziert. Nur eines regelt den Todesfall: die Besonderen Bedingungen Mobilfunk in Ziff. 6.1. In den übrigen sechs steht kein Wort dazu, auch nicht in den AGB, die für alle Abos gelten.

Für Internet, Festnetz und TV gilt darum, was Swisscom auf ihrer Hilfeseite schreibt: «Im Todesfall nehmen wir Kündigungen und Übernahmen per sofort vor, ohne Kündigungsfrist oder Zusatzkosten.» Auf diesen Satz kommt es für Angehörige an, denn er gilt für alle Abos, auch dort, wo der Vertrag schweigt. Melden kannst du schriftlich, mit dem Online-Formular oder einem Brief, oder am Telefon.

Im Mobilfunk-Vertrag klingt es etwas anders. Er spricht von einer Auflösung «mit Wirkung auf den Todestag» und nennt eine Bedingung: Niemand benutzt den Anschluss weiter. Wer das Handy noch braucht, wählt darum die Übernahme. Welcher Satz für welchen Vertrag gilt, zeigt die Checkliste unten.

So steht es im Mobilfunk-Vertrag (deutsche Fassung)

«Wird ein Anschluss bei Todesfall des Kunden nicht durch einen Erben oder eine Drittperson weiter benutzt, kann der Vertrag mit Wirkung auf den Todestag ohne finanzielle Folgen aufgelöst werden.»

Besondere Bedingungen Mobilfunk von Swisscom (Schweiz) AG, Ziff. 6.1 Dauer und Kündigung des Vertrages, Fassung August 2025 · geprüft am 3. November 2026

🕯️ ConvivaPlus Todesfall-Checkliste Telekom

Anbieter und Vertrag wählen: Was steht im Vertrag, was verlangt der Anbieter, und was kommt danach?

Was willst du tun?

📜 Was im Vertrag steht

Dieser Vertrag regelt den Todesfall selbst:
«Wird ein Anschluss bei Todesfall des Kunden nicht durch einen Erben oder eine Drittperson weiter benutzt, kann der Vertrag mit Wirkung auf den Todestag ohne finanzielle Folgen aufgelöst werden.»

Besondere Bedingungen Mobilfunk von Swisscom (Schweiz) AG · Ziff. 6.1 Dauer und Kündigung des Vertrages, Fassung August 2025 · geprüft am 03.11.2026

Was der Anbieter auf der Hilfeseite schreibt
«Im Todesfall nehmen wir Kündigungen und Übernahmen per sofort vor, ohne Kündigungsfrist oder Zusatzkosten.»

Swisscom Hilfe: Todesfall melden: Abo kündigen oder übernehmen · geprüft am 03.11.2026

🧭 So gehst du vor

  • Schriftlich (Formular oder Brief) oder telefonisch per Rückruf, beides laut Hilfeseite.

📎 Das brauchst du

  • Name und Geburtsdatum
  • Adresse aller relevanten Anschlüsse und Verträge
  • Wenn bekannt: Vertragsnummer oder Rechnungen
  • Todesschein

⚠️ Daran denken

  • Bestätigung und Schlussrechnung gehen an die Vertragsadresse. Eine andere Adresse im Brief oder Formular nennen, sonst Postumleitung.
  • «Per sofort» ist kein Muss: Wer den Anschluss für die Wohnungsräumung braucht, nennt ein Wunschdatum.
  • Der Vertrag spricht von «Wirkung auf den Todestag», die Hilfeseite von «per sofort». Die Bedingung im Vertrag: Niemand benutzt den Anschluss weiter.

Jede Zeile an Vertrag oder Hilfeseite des Anbieters geprüft, Stand 03.11.2026. Kein Rechtsrat.

geprüft · ConvivaPlus
Die 7 Swisscom-Vertragsdokumente für Privatkunden, durchsucht nach dem Todesfall
DokumentTodesfall geregelt?Fassung · Beleg
Besondere Bedingungen Mobilfunk✅ Ja, Ziff. 6.1August 2025 · geprüft am 3. Nov. 2026
AGB Dienstleistungen– Kein Wort dazuAugust 2025 · geprüft am 3. Nov. 2026
Besondere Bedingungen Internet– Kein Wort dazuMärz 2023 · geprüft am 3. Nov. 2026
Besondere Bedingungen Festnetz– Kein Wort dazuMärz 2023 · geprüft am 3. Nov. 2026
Besondere Bedingungen TV– Kein Wort dazuOktober 2025 · geprüft am 3. Nov. 2026
AGB blue-Pakete– Kein Wort dazuNovember 2024 · geprüft am 3. Nov. 2026
AGB Prepaid– Kein Wort dazuSeptember 2024 · geprüft am 3. Nov. 2026

Volltextsuche nach «tod», «verstorb», «ableben», «erben» in den auf swisscom.ch/de/privatkunden/rechtliches verlinkten Dokumenten.

Todesschein: Erst das Papier, dann der Anruf

Die Reihenfolge ist umgekehrt, als viele denken: erst das Papier vom Amt, dann der Anruf bei Swisscom. Wer am Tag nach dem Tod anruft, um es «schon mal» zu melden, kommt nicht weiter. Die Hilfeseite sagt es in einem Satz: «Nein, bei einer Kündigung oder Vertragsübernahme im Todesfall muss der Todesschein bereits bei der Meldung vorhanden sein.»

Swisscom nennt das Papier auf der Hilfeseite «Todesschein», im Formular verlangt sie die Todesurkunde. Amtlich sind das zwei Stationen auf demselben Weg. Zuerst stellt die Ärztin oder der Arzt die ärztliche Todesbescheinigung aus, früher «Totenschein» genannt, damit das Zivilstandsamt den Tod eintragen kann. Erst danach gibt es beim Zivilstandsamt die Todesurkunde, auf Bestellung und in vier Landessprachen. Stirbt jemand im Spital oder Heim, übernimmt die Meldung laut Kanton Aargau die Leitung: «Die Spital- oder Heimleitung meldet den Todesfall umgehend (spätestens innert zwei Tagen).»

Für das Swisscom-Formular brauchst du also die Urkunde vom Zivilstandsamt des Sterbeorts, nicht das Blatt der Ärztin. Die Zeitachse zeigt, was in welcher Reihenfolge kommt.

Zwei amtliche Dokumente, ein Wort von Swisscom
DokumentWer stellt es ausWortlaut der Amtsstelle
Ärztliche TodesbescheinigungÄrztin oder Arzt«Die ärztliche Todesbescheinigung (ehemals «Totenschein») ist notwendig, damit auf dem Zivilstandsamt der Eintrag ins Todesregister vorgenommen werden kann.»Kanton Basel-Stadt, Kantonsarzt: Ärztliche Todesbescheinigung · geprüft am 3. Nov. 2026
TodesurkundeZivilstandsamt«Die amtliche Todesurkunde bescheinigt den Zeitpunkt des Todes einer Person»Stadt Zürich, Zivilstandsamt: Todesurkunde bestellen · geprüft am 3. Nov. 2026

Swisscom schreibt auf der Hilfeseite «Todesschein», im Formular «Todesurkunde». Kanton Basel-Stadt (Kantonsarzt) und Stadt Zürich (Zivilstandsamt).

Vom Todestag bis zur Prepaid-Frist
TodestagÄrztliche Todesbescheinigung

stellt die Ärztin oder der Arzt aus (Kanton Basel-Stadt)

≤ 2 TageMeldung ans Zivilstandsamt

im Spital oder Heim durch die Leitung (Kanton Aargau)

danachTodesurkunde bestellen

beim Zivilstandsamt des Sterbeorts, viersprachig (Stadt Zürich)

mit UrkundeSwisscom melden: per sofort oder Wunschdatum

Formular, Brief oder Rückruf (Swisscom-Hilfeseite)

danachBestätigung und Schlussrechnung

an die Vertragsadresse, ausser du nennst eine andere

12 MonatePrepaid-Nummer ohne Nutzung weg

Guthaben verfällt (AGB Prepaid)

Kündigungsdatum: «per sofort» ist ein Angebot, kein Muss

Die Wohnung muss noch geräumt werden, die Verwaltung ruft auf dem Festnetz an, am Internet hängt vielleicht noch die Alarmanlage. Wer in der ersten Woche «per sofort» kündigt, schaltet das alles am selben Tag ab, und viele merken es erst, wenn die Leitung schon tot ist.

Dabei ist «per sofort» bei Swisscom ein Angebot, kein Muss. Die Hilfeseite: «Brauchst du den Anschluss noch ein paar Tage, kannst du uns auch ein Wunschdatum für die Kündigung angeben.»

Im Swisscom-Formular heisst das Feld schlicht «Kündigungsdatum», in unserer Vorlage steht es unter «Kündigung per». Wie lange die normale Frist ohne Todesfall wäre, zeigt der Fristen-Vergleich der Internet-Anbieter.

Faustregel
Handy sofort, Festnetz und Internet erst nach der Wohnungsräumung. So bleibt erreichbar, wer die Schlüssel übergibt.

Schlussrechnung: Sie geht an eine Adresse, an der niemand mehr wohnt

Die Wohnung ist geräumt, der Briefkasten noch angeschrieben, und darin liegt ein Couvert von Swisscom: die Kündigungsbestätigung, adressiert an die Mutter. Das ist kein Versehen, sondern das Verfahren. Im Kündigungsformular schreibt Swisscom: «Die Kündigungsbestätigung und Schlussrechnung werden an die Vertragsadresse geschickt. Beantrage wenn nötig eine Postumleitung.»

Es gibt einen Ausweg, und er steht eine Seite weiter, auf der Hilfeseite: Du bestimmst selbst, wohin die Schlussrechnung geht, und bekommst eine Übersicht über offene Rechnungen und Raten. Wer diese Adresse gleich bei der Meldung nennt, braucht keine Postumleitung, und die Rate für das Handy, das noch abbezahlt wird, landet bei der Person, die sich darum kümmert, statt im Briefkasten einer leeren Wohnung.

Darum steht die Zustelladresse in unserer Vorlage als eigenes Feld, direkt unter der Kündigung.

📝 Vorlage: Kündigung im Todesfall

Ein schlichter Brief, der bei jedem Anbieter funktioniert, mit den Angaben, die Swisscom im Formular verlangt: Name und Geburtsdatum der verstorbenen Person, Todestag, Kunden- und Telefonnummern, Anschlussadresse, deine Beziehung zur Person, Kündigungsdatum und die Adresse für Bestätigung und Schlussrechnung. Kopie der Todesurkunde beilegen. Word zum Ausfüllen, PDF zum Ausdrucken, in vier Sprachen.

ConvivaPlus Vorlage: Kündigung im Todesfall

Für Handy, Internet, TV und Festnetz bei jedem Anbieter. Word zum Ausfüllen, PDF zum Ausdrucken.

Für Handy, Internet, TV und Festnetz bei jedem Anbieter: meldet den Todesfall, kündigt alle Verträge per sofort oder auf ein Wunschdatum und nennt die Adresse für Bestätigung und Schlussrechnung. Kopie der Todesurkunde beilegen.

Ausfüllen
Vorschau
Kündigung im TodesfallConvivaPlus.ch
[Vorname Nachname]
[Strasse, PLZ Ort]

[Anbieter, Adresse laut Rechnung]

[Ort, Datum]

Kündigung im Todesfall: [Name der verstorbenen Person], geboren am [Geburtsdatum]
Kunden- und Telefonnummern: [Kundennummer, Telefonnummern]

Sehr geehrte Damen und Herren

[Name der verstorbenen Person], geboren am [Geburtsdatum], ist am [Todestag] gestorben. Als [z. B. Tochter, Ehemann, Erbe] melde ich Ihnen den Todesfall.

Ich kündige alle Verträge unter den oben genannten Nummern für die Anschlüsse an der Adresse [Strasse, PLZ Ort] per [sofort / Wunschdatum]. Möchte ich einen Anschluss übernehmen statt kündigen, nenne ich ihn hier: [Nummer / keiner].

Eine Kopie der Todesurkunde liegt bei.

Bitte senden Sie die Kündigungsbestätigung, die Schlussrechnung und die Übersicht über offene Beträge oder Raten an:
[Name, Adresse]

Bitte teilen Sie mir mit, ob Geräte (Router, TV-Box) zurückgegeben werden müssen und wohin.

Den Zugriff auf E-Mail- oder Cloud-Konten der verstorbenen Person beantrage ich, falls nötig, separat.

Freundliche Grüsse

[Vorname Nachname]

Unterschrift: ____________________

Beilage: Kopie der Todesurkunde
Vorlage von ConvivaPlus.ch, Stand 03.11.2026. Die Angaben entsprechen dem, was Anbieter für eine Kündigung im Todesfall verlangen (am Beispiel des Swisscom-Formulars geprüft). Angaben in [eckigen Klammern] ersetzen. Kein Rechtsrat.

zum Ausfüllen am Computer · zum Ausdrucken und Unterschreiben

⚖️ Eigene Vorlage von ConvivaPlus mit den Angaben, die Anbieter im Todesfall verlangen. Kein Formular eines Anbieters, kein Ersatz für eine Rechtsberatung. Kopie der Todesurkunde beilegen.

Nummer übernehmen: Kündigen geht vom Küchentisch, übernehmen nur im Shop

Kündigen geht vom Küchentisch aus, übernehmen nicht: Für die Handynummer musst du persönlich in einen Shop. Swisscom begründet das so: «Um einen Mobile-Vertrag zu übernehmen, benötigen wir aus rechtlichen Gründen eine Identifikation vor Ort.»

Warum der Weg in den Shop sich lohnt: Die Nummer der Eltern kennen die Hausärztin, der Nachbar mit dem Ersatzschlüssel und die Freundin aus dem Turnverein, die seit Jahren nur noch anruft, nie schreibt. Mancher dieser Anrufe kommt erst Monate später. Wer die Nummer behält, ist es, der dann abnimmt und es sagen kann.

Mit in den Shop gehören dein eigener Ausweis und der «Todesschein», wie Swisscom ihn nennt; die Liste steht unten. Festnetz, Internet und TV gehen auch per Telefon.

Was du für die Übernahme brauchst (Swisscom)
VertragWoEigener Ausweis
Handy-AboShop (Termin)✅ ja
Prepaid-NummerShop✅ ja
FestnetzTelefon oder Shop✅ ja
Internet / TVTelefon oder Shop✅ ja

🏢 Geschäftsanschluss: andere Nummer, anderer Weg

Lief der Anschluss über eine Firma, gilt ein anderer Weg. Swisscom: «Kontaktiere uns über die Nummer 0800 055 055 oder komm in einen Swisscom Shop vorbei. Lautet der Vertrag auf eine Grossfirma, melde dich für die Nummernübernahme beim jeweiligen Unternehmen.» Die Nummer 0800 055 055 ist für Geschäftskunden. Bei Privatkunden läuft die Meldung über das Formular, einen Rückruf oder den Shop.

Die Kündigung ist der einfache Teil. Schwierig wird es bei der Post, die an eine leere Wohnung geht.

Internet übernehmen: Ein Anruf genügt, dafür wird es einen Morgen still

Beim Internet ist es genau umgekehrt wie beim Handy. Die Handynummer gibt Swisscom nur gegen Ausweis im Shop weiter, den Anschluss im Flur übernimmt man auch am Telefon: «Für die Übernahme eines TV- oder Internetanschlusses melde dich telefonisch oder in einem Swisscom Shop.» Wer in der Wohnung bleibt, der Witwer oder die Tochter, die zur Mutter gezogen war, erledigt das, ohne das Haus zu verlassen.

Bezahlt wird diese Bequemlichkeit an einem einzigen Morgen. Beim Handy merkt niemand den Wechsel, beim Router schon: «Bei Mobile-Verträgen gibt es keinen Unterbruch. Bei der Übernahme von Festnetz, Internet oder TV kann es leider am Morgen der Übernahme zu kurzen Unterbrüchen kommen.» Den Morgen der Übernahme also nicht für eine Videokonferenz einplanen und nicht für den Anruf bei der Bank übers Festnetz.

Sonst bleibt alles, wie es war: «Nein, du kannst bestehende Geräte (zum Beispiel Router und TV-Box) weiterbenutzen.» Es wechselt die Person im Vertrag, nicht das Kästchen im Flur, an dem vielleicht noch der Zettel mit dem WLAN-Passwort klebt, in ihrer Handschrift.

Prepaid-Handy: Nichts tun hat eine Frist

Das Handy der Mutter liegt in der Küchenschublade. Jemand hängt es alle paar Wochen ans Ladekabel, schaltet es ein, ab und zu kommt eine SMS. Für Swisscom ist es trotzdem unbenutzt. Einschalten zählt nicht, eingehende SMS zählen nicht, so hat Swisscom «Nutzung» eigens definiert. Es zählt nur, was das Guthaben verändert, etwa Aufladen oder ein Paket kaufen.

Nach zwölf Monaten ist die Frist um. Die Nummer, unter der sie jahrelang erreichbar war, gehört dann wieder Swisscom, das Guthaben ist verfallen. So steht es in den Prepaid-Bedingungen: «Nach 12-monatiger Nichtbenutzung oder bei Missbrauch des Prepaid-Dienstes wird die Prepaid-SIM ungültig, das Prepaid-Guthaben verfällt und die Rufnummer fällt entschädigungslos an Swisscom zurück.»

Kündigen muss man dafür nichts, Prepaid hat keine Vertragsbindung. Wer die Nummer behalten will, für Anrufe, die noch Monate später kommen, übernimmt sie im Shop. Das restliche Guthaben wandert dabei automatisch mit.

Zählt nicht als Nutzung (laut Swisscom)
Einschalten des mobilen Endgerätes · Eingehende SMS-Mitteilungen

E-Mail Verstorbener: Der Zugang geht an die Erbengemeinschaft

Das Postfach der Mutter bekommt nicht die Tochter, die den Antrag stellt, sondern die ganze Erbengemeinschaft. Im Swisscom-Antrag für E-Mail und myCloud steht, dass «die Zugangsdaten nur zuhanden der Erbengemeinschaft und nicht einzelnen Erben zugesandt werden».

Das passt zum Erbrecht: Mehrere Erben bilden bis zur Teilung eine Gemeinschaft, und nach Art. 602 ZGB gilt: «Sie werden Gesamteigentümer der Erbschaftsgegenstände und verfügen … über die Rechte der Erbschaft gemeinsam.» Auch ein Postfach mit vierzig Jahren Briefwechsel gehört dann allen Geschwistern zugleich, nicht der Tochter, die sich um alles kümmert.

Wer das Postfach danach verwaltet, klären die Erben unter sich. Wer überhaupt zur Erbengemeinschaft gehört, regelt das Erbrecht, und was ein Testament daran ändert, rechnet unser Pflichtteil-Rechner im Testament-Ratgeber.

Kündigen und Postfach öffnen sind zwei getrennte Anträge, im Kündigungsformular ein eigenes Kästchen. Wer das Passwort kennt, braucht keinen Antrag und kann die Adresse laut Swisscom an das eigene Konto abtreten. Weil eine Swisscom-Adresse oft das Login für Bank und Krankenkasse ist: zuerst den Zugang klären, dann kündigen.

Sunrise, Galaxus & Co.: wo der Todesfall im Vertrag steht

Swisscom ist beim Internet-Vertrag nicht die Ausnahme, sondern die Mehrheit: Bei fünf von 7 Anbietern, deren Internet-AGB wir gelesen haben, steht der Todesfall nicht im Vertrag. Nur Sunrise und Galaxus Internet nennen ihn, als Grund für eine fristlose Kündigung.

Bei den anderen fragst du nach dem Verfahren und legst die Todesurkunde bei; unsere Vorlage passt für jeden Anbieter. Selten läuft nur das Telefon weiter: Wohnung, Versicherung und weitere Verträge stehen unter Kündigungsschreiben Schweiz, das Zeitungsabo unter Zeitungsabo kündigen.

Welcher Weg bei welchem Anbieter zählt und wie lange die normale Frist läuft, steht im Vergleich unter Internet-Abo kündigen im Todesfall: Sunrise, Galaxus und weitere Anbieter.

Wo der Todesfall im Internet-Vertrag steht
AnbieterWortlaut im VertragFundstelle
Sunrise (inkl. UPC)«… im Todesfall des Kunden»Sunrise AGB, Fassung Juli 2023, Ziff. 17 «Kündigung aus wichtigem Grund» (fristlos) · geprüft am 3. Nov. 2026
Galaxus Internet«… im Todesfall des Kunden»AGB Galaxus Internet, Fassung März 2025, Ziff. 2.4.3 «Kündigung aus wichtigem Grund» (fristlos) · geprüft am 4. Nov. 2026
SwisscomVertrag nennt den Todesfall nichtAllgemeine Geschäftsbedingungen für Dienstleistungen von Swisscom (August 2025) · geprüft am 3. Nov. 2026
WingoVertrag nennt den Todesfall nichtBesondere Bedingungen Wingo Internet, Festnetztelefonie und TV (5.11.2025) · geprüft am 3. Nov. 2026
M-Budget InternetVertrag nennt den Todesfall nichtBesondere Bedingungen M-Budget Internet, TV und Festnetztelefonie (Mai 2023) · geprüft am 3. Nov. 2026
Salt (Home/Fiber)Vertrag nennt den Todesfall nichtAllgemeine Geschäftsbedingungen Salt Home (2022.10) · geprüft am 3. Nov. 2026
GreenVertrag nennt den Todesfall nichtAbonnementsbestimmungen Internet xDSL und Glasfaser der green.ch AG (Mai 2025) · geprüft am 3. Nov. 2026

Wortlaut deutsch, wie publiziert

Kein Rechtsrat
Wir geben wieder, was Swisscom und die anderen Anbieter in ihren Verträgen und auf ihren Hilfeseiten schreiben, mit Prüfdatum. Im Einzelfall entscheidet der Anbieter. Bei Fragen zum Erbe hilft das Erbschaftsamt oder eine Notarin.
💎 Alle Verträge durchsucht

Alle 7 Swisscom-Vertragsdokumente für Privatkunden, am 3. November 2026 nach dem Todesfall durchsucht, mit Fassung je Dokument. Dazu Swisscoms eigenes Verfahren im Wortlaut und der Vergleich mit Sunrise und Galaxus Internet.

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Häufige Fragen zu Swisscom im Todesfall

Die Antworten stützen sich auf die Swisscom-Hilfeseite und die Vertragsdokumente, Stand 03.11.2026.

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Swisscom Hilfe: Todesfall melden →geprüft am 3. November 2026
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Besondere Bedingungen Mobilfunk von Swisscom (Schweiz) AG (August 2025) →Ziff. 6.1 Dauer und Kündigung des Vertrages: regelt den Todesfall · geprüft am 3. November 2026
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Besondere Bedingungen Internet von Swisscom (März 2023) →Todesfall nicht erwähnt · geprüft am 3. November 2026
07
Besondere Bedingungen Festnetz von Swisscom (März 2023) →Todesfall nicht erwähnt · geprüft am 3. November 2026
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Besondere Bedingungen TV von Swisscom (Oktober 2025) →Todesfall nicht erwähnt · geprüft am 3. November 2026
09
Allgemeine Geschäftsbedingungen für blue-Pakete von Swisscom (November 2024) →Todesfall nicht erwähnt · geprüft am 3. November 2026
10
Allgemeine Bedingungen für mobile Prepaid-Dienste von Swisscom (September 2024) →Todesfall nicht erwähnt · geprüft am 3. November 2026
16
Sunrise AGB, Fassung Juli 2023 →geprüft am 3. November 2026
17

Alle Angaben ohne Gewähr. Fehler gefunden? → support@conviva-plus.ch

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Ein Prepaid-Handy einzuschalten zählt bei Swisscom nicht als Nutzung. Nach 12 Monaten ohne Aufladen oder abgehende Anrufe ist die Nummer weg, und das Guthaben auch.

Quelle: Swisscom, AGB Prepaid und Definition Nichtbenutzung
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Geschrieben von
Miriam Frei
Miriam Frei

Redaktorin ConvivaPlus · Recht & Wohnen

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