Winter-Kälte bedroht 300.000 Kinder

 

300'000 Kindern drohen Hunger, Krankheiten, darunter COVID-19, und sogar der Tod durch die eisigen Temperaturen. Die Situation ist besorgniserregend.

Laut «Save the Children» sind mehr als 300'000 afghanische Kinder von den eisigen Winterbedingungen bedroht, die ohne angemessene Winterkleidung und Heizung zu Krankheiten und im schlimmsten Fall zum Tod durch Erfrieren führen können. In den kältesten Teilen Afghanistans, wo die Temperatur auf bis zu minus 27 Grad Celsius sinken kann, sind die Schulen bis März geschlossen. Wie Chris Nyamandi, der Landesdirektor von Save the Children in Afghanistan, erklärt, ist dies fatal, weil das Klassenzimmer im Winter oft die einzige Wärmequelle für Kinder ist.


«Hier und in Lagern in anderen Teilen des Landes sind Plastikplanen und die Kleidung, die sie tragen, oft alles, was sie von den eisigen Temperaturen trennt.»


«Der frühe Schnee in den nördlichen Teilen Afghanistans, wo wir arbeiten, hat die Kinder besonders hart getroffen. Die am meisten gefährdeten Kinder sind diejenigen, deren Schulen wegen der sich verschlechternden Winterbedingungen geschlossen wurden. Ihre Familien haben nicht das Geld, um Winterkleidung zu kaufen. Stattdessen sind die Kinder gezwungen, sich zu Hause einzukuscheln, um der bitteren Kälte zu entkommen.»

«Das bedeutet auch, dass es für uns schwieriger ist, diese Kinder zu erreichen, um sie mit Winterkleidung zu versorgen. Wir müssen von Haus zu Haus gehen, um dicke Mäntel und Decken zu verteilen.»

Der anhaltende Konflikt hat auch viele Häuser zerstört und Tausende von Kindern gezwungen, in Obdachlosenlagern unterzukommen. Dort riskieren sie Hunger, Krankheiten, darunter COVD-19, und sogar den Tod durch die eisigen Temperaturen.

Afghanistan: Winterkälte bedroht 300.000 Kinder

Ohne angemessene Winterkleidung und Heizung seien mehr als 300.000 Kinder in Afghanistan von Krankheit oder sogar Tod bedroht.

Gepostet von ZDF heute am Freitag, 1. Januar 2021


Die zwölfjährige Rohina* lebt in einem Lager für Menschen, die aus ihren Häusern in der Provinz Balkh fliehen mussten. Sie besucht den von Save the Children unterstützten gemeindebasierten Schulunterricht. Sie sagt: «Wir sind arm und leben unter freiem Himmel. Ich und meine Geschwister können wegen der Kälte nachts nicht schlafen. Wie kann man so lernen?»

«Die Situation ist düster für Kinder, die gezwungen sind, in Lagern in Orten wie der Provinz Balkh zu leben. Es ist bereits sehr kalt in dieser nördlichen Provinz mit Nachttemperaturen von bis zu minus zehn. Aber bis März wird es noch viel kälter werden», erklärt Herr Nyamandi. «Hier und in Lagern in anderen Teilen Afghanistans sind Plastikplanen und die Kleidung, die sie tragen, oft alles, was sie von den eisigen Temperaturen trennt.»

«Für Tausende von Kindern ist der afghanische Winter eine Zeit des bitteren Überlebens», fügte Herr Nyamandi hinzu.

Save the Children ist seit 1976 in Afghanistan tätig.

Kinder leiden während Konflikten, Katastrophen und Krisen – wie der aktuellen Explosion in Beirut – oft am meisten. Save the Children ist vor Ort und rettet Leben. Wer ihre Arbeit unterstützen und gemeinsam die Lebensbedingungen der notleidenden Kinder nachhaltig verbessern möchte, kann das hier tun: Jetzt Spenden.


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Autor: INFO Schweiz - Redaktion

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(Last updated: 02.01.2021, 00:52)