Corona-Fallzahlen halbieren sich

Erfreuliche Nachrichten im Kampf gegen die 2. Corona-Welle: Das erste Etappenziel sei erreicht, so die Swiss National COVID-19 Science Task Force des Bundes. Die bestätigten Fallzahlen halbieren sich in der Schweiz etwa alle zwei Wochen. Die Task Force warnt aber auch ausdrücklich vor der höheren Ansteckungsgefahr in den bevorstehenden Monaten.

Die sinkenden Corona-Fallzahlen machen den Experten des Bundes Hoffnung. Mit Blick auf die bald anstehenden Festtage an Weihnachten warnen sie jedoch davor, nun bei den Eindämmungsmassnahmen nachlässig zu werden und die erreichten Fortschritte zu gefährden. Denn die Ansteckungsgefahr sei in den folgenden Monaten generell höher.

Coronavirus Corona Fallzahlen

 

Martin Ackermann, der Leiter der wissenschaftlichen Taskforce, zeigte sich an der Medienkonferenz des Bundes erfreut darüber, dass der Schweizer R-Wert bei 0,78 stehe. Es sei grossartig, wie viele Menschen dazu beitrügen. Zwei von sieben Schweizer Grossregionen (Region lémanique und Espace Mittelland) weisen eine Reproduktionszahl von weniger als 0,8 auf. Er schätzt deshalb, dass sich die Fallzahlen in der Schweiz circa alle zwei Wochen halbieren. Der schnellste Rückgang bei den Neuansteckungen wird zurzeit in der Westschweiz beobachtet. «Wir bekommen mehr Luft, die Kapazitäten beim Contact Tracing, in den Spitälern, aber auch für die Unternehmen werden grösser.»

 

Nun müsse das nächste Etappenziel resp. die nächste Halbierung der Fallzahlen anvisiert werden. Die Winterzeit mit ihrem schlechten Wetter erhöhe die Ansteckungsgefahr, weil sich mehr Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten. Ackermann betont, dass die Massnahmen im Dezember und Januar deshalb unbedingt strikte eingehalten werden müssen: «In den Monaten Dezember und Januar wird es mehr Anstrengungen brauchen, um die Etappenziele zu erreichen», so Ackermann. So sollen die täglichen Neuansteckungen bis Ende Jahr möglichst auf 500 neue Corona-Fälle pro Tag gesenkt werden.

 

 

Virginie Masseray, die Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) mahnt aber, dass die Inzidenz um den Genfersee und im Mittelland zwar zurückgehe, dass sie in den übrigen Kantonen jedoch hoch bleibe. Die Last für die Spitäler bleibe hoch, aber die Lage sei stabil und es gäbe noch Kapazitäten. Besorgniserregend sei hingegen die Lage in den Altersheimen. Es seien entsprechende Massnahmen getroffen worden, das Personal in den Altersheimen müsse den eigenen Gesundheitszustand und den der Bewohner immer im Auge halten und bei Symptomen umgehend testen lassen.

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Autor: Schweiz - Redaktion

 

(Last updated: 24.11.2020, 22:10)