Schärfere Corona-Massnahmen ab nächste Woche?

Man habe die Hoffnung noch nicht verloren, dass die verschärften Massnahmen doch ausreichen. Aber man sei vorbereitet, auch schärfere Massnahmen zu beschliessen. «Es ist leider wahrscheinlich, dass die Intensivstationen diese Woche an ihre Grenzen kommen werden

«Die Disziplin der Bevölkerung muss besser werden. Sonst genügen sie nicht», mahnt KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm, der die Ökonomengruppe in der Covid-19-Wissenschafts-Task-Force des Bundes leitet, in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» zu den Corona-Massnahmen.

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«Es dauert etwa drei Wochen, bis sich neue Regime in der Statistik niederschlagen.» Die aussagekräftigsten Daten seien die Zahl der Hospitalisierungen und die Positivitätsraten. Die Mobilitätsdaten seien indes schwieriger zu interpretieren. Die Mobilität sei zwar in den vergangenen Wochen zurückgegangen. «Doch der Rückgang findet bei weitem nicht im selben Tempo statt, wie das im Frühling der Fall war. Die Leute sind immer noch deutlich mobiler als während des Lockdowns

Der Bundesrat und die Task-Force Wissenschaft wollen demnach zuerst die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie in der nächsten Woche abwarten und sich entsprechend vorbereiten, sofern schärfere Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus nötig würden.

«Das Problem ist: Der 28. Oktober liegt noch nicht drei Wochen zurück. Erst die nächste Woche wird hoffentlich vermehrt zeigen können, ob die Massnahmen genügen.» Im Moment tendierten sowohl der Bundesrat als auch die Science-Task-Force dazu, abzuwarten und vorzubereiten. «Wir haben die Hoffnung, dass die Massnahmen genügen, noch nicht verloren. Aber die Disziplin der Bevölkerung muss besser werden. Sonst genügen sie nicht.»

Die beste Schutzmassnahme vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sei nach wie vor, eine Maske zu tragen, Abstand zu anderen Menschen zu halten und die Kontakte zu reduzieren, sprich sich stets zu überlegen, ob ein persönliches Treffen wirklich nötig sei. «Das sind im Prinzip die billigsten Massnahmen

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Zudem brauche es ein funktionierendes Testing und Contact-Tracing. «Jede infizierte Person, die rechtzeitig in Quarantäne geht, zählt. Das ist nicht so kostengünstig wie die Maske, aber deutlich günstiger als ein zweiter Lockdown.»

Jan-Egbert Sturm geht davon aus, dass die Intensivstationen in den Schweizer Spitälern noch diese Woche an ihre Grenzen kommen werden. Das ergebe sich aus der Tatsache, dass die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus drei Wochen benötigten, um ihre Wirkung zu entfalten.

«Es ist zwar leider wahrscheinlich, dass die Intensivstationen diese Woche an ihre Grenzen kommen werden, wegen der drei Wochen, die es etwa braucht, bis sich Eindämmungsmassnahmen auswirken.»

Wie lange die Überbeanspruchung anhalten werde, sei jedoch schwierig zu sagen. «In manchen Szenarien geht sie bald zurück, in anderen dauert es länger. Sie wird auf alle Fälle zurückgehen, die Frage ist nur, wann und mit wie viel Schäden an Menschenleben und wirtschaftlichen Kosten.»

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(Last updated: 11.11.2020, 11:54)