BAG: Neuer Mini-Lockdown in der Schweiz bald möglich

Um die steigenden Corona-Fallzahlen möglichst schnell einzudämmen, prüft das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun einen ein- bis zweiwöchigen Mini-Lockdown.

Exponentielle Fallzahlen in der Schweiz, eine Verdopplung der Corona-Fälle innert einer Woche, Prognosen von 12‘000 Neuinfektionen pro Tag, ein hoher R-Wert in der Schweiz, die Schweizer Notfallmediziner schlagen Alarm ... aus diesen Gründen zieht das Bund derzeit einen kurzen, geplanten und zeitlich befristeten Mini-Lockdown von ein bis zwei Wochen in Betracht.

So ein sogenannter «Circuit-Breaker» werde aktuell vom BAG geprüft, erklärte Stefan Kuster, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheit beim Bundesamt für Gesundheit, an der Medienkonferenz des Bundes, wie alle anderen Massnahmen auch, die in Frage kommen, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Denn «ja, es ist eine 2. Welle. Und ja, es wird länger dauern - mehrere Monate. Das zeigt auch die Historie. Aber irgendwann wird es wieder Frühling, und die Situation wird wieder besser.»

Mit einem neuen Lockdown stünde die Schweiz in Europa nicht alleine da. «Das passiert nun in einigen Ländern. Sogenannte Circuit-Breaker - die sollen den Anstieg brechen. Es bleibt abzuwarten, was das effektiv bringt. Zu dem Zeitpunkt, wo man wieder aufhört, weiss man gar nicht, was es effektiv gebracht hat, weil sich die Zahlen noch nicht stabilisieren konnten», so Kuster. Wales und Irland haben die Lockdown-Massnahme bereits beschlossen, um so die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

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(Last updated: 20.10.2020, 16:38)