Weltbevölkerung schrumpft bald wieder

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Forscher erwarten: So viele Jahre wird es noch dauern - dann wird die Weltbevölkerung wieder schrumpfen. Für manche Länder wird sogar ein Bevölkerungsrückgang von mehr als -50% prognostiziert. Und die USA werden als grösste Volkswirtschaft abgelöst.

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Die Weltbevölkerung schrumpft

Der Höhepunkt der Weltbevölkerung wird mit insgesamt 9,7 Milliarden Menschen auf dem Globus für das Jahr 2064 errechnet - also in 44 Jahren. Bis ins Jahr 2100 soll die Welt-Bevölkerungszahl dann aber laut Studie wieder auf 8 Milliarden Menschen sinken.

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Die Forscher prognostizieren im Referenzszenario, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2064 mit 9,73 Milliarden (8,84-10,9 Mrd.) Menschen ihren Höchststand erreicht und im Jahr 2100 auf 8,79 Milliarden (6,83-11,8 Mrd.) zurückgeht.


 

 

Die grössten Länder der Welt

Die Referenzprojektionen für die fünf grössten Länder im Jahr 2100 waren:

Land Bevölkerung 2100 (Referenzszenario) [Tiefes / Hohes Szenario]
Indien 1,09 Milliarden [0,72-1,71 Mrd.]
Nigeria 791 Millionen [594-1056 Mio.]
China 732 Millionen [456-1499 Mio.]
USA 336 Millionen [248-456 Mio.]
Pakistan 248 Millionen [151-427 Mio.]

 

 

Bevölkerung wird immer älter

Die Ergebnisse deuten auch auf eine Verschiebung der Altersstruktur in vielen Teilen der Welt hin. Wobei für das Jahr 2100 weltweit 2,37 Milliarden (1,91-2,87 Mrd.) Personen älter als 65 Jahre und 1,70 Milliarden (1,11-2,81 Mrd.) Personen jünger als 20 Jahre prognostiziert werden.

 

 

Bis zu -50% Bevölkerungsrückgang


Für 23 Länder des Referenzszenarios, darunter Japan, Thailand und Spanien, wurde ein Bevölkerungsrückgang von mehr als 50% von 2017 bis 2100 prognostiziert; für China wurde ein Bevölkerungsrückgang von 48,0% (-6,1 bis 68,4) prognostiziert.


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Grösste Volkswirtschaft der Welt

Es wurde prognostiziert, dass China bis 2035 die grösste Volkswirtschaft wird, aber im Referenzszenario wurde ebenfalls prognostiziert, dass die USA 2098 wieder die grösste Volkswirtschaft sein werden.

 

 

Grund für sinkende Weltbevölkerung

Die alternativen Szenarien legen nahe, dass eine nachhaltige Entwicklung in Bezug auf Bildung und bedarfsgerechte Verhütungsmittel «zu einer Weltbevölkerung von 6,29 Milliarden (4,82-8,73 Mrd.) im Jahr 2100 und zu einer Bevölkerung von 6,88 Milliarden (5,27-9,51) führen würde, wenn man von einer 99-prozentigen Veränderungsrate dieser Triebkräfte ausgeht.»

Der Grund für das Schrumpfen der Weltbevölkerung wird also sein, dass in wohlhabenderen Ländern weniger Kinder geboren werden als Alte sterben. Und das besonders dort, wo Frauen Zugang zu Bildung und Verhütungsmittel haben.

Auch im bevölkerungsreichen China zeichnet sich dieser Trend ab. Im Nahen Osten und in den afrikanischen Ländern wird die Zahl der Menschen hingegen weiter steigen.

Link zur Studie: Fertility, mortality, migration, and population scenarios for 195 countries and territories from 2017 to 2100: a forecasting analysis for the Global Burden of Disease Study (The Lancet)

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(Last updated: 21.07.2020, 11:28)