Das Cappuccino-Rentensystem: Volle Grundrente für alle, egal ob gearbeitet oder nicht in der Niederlande
Das Cappuccino-Rentensystem der Niederlande ✅ Volle Grundrente für alle! ✅ Im Schnitt bekommen Rentner 98% ihres durchschnittlichen Bruttogehalts ✅ Der Kaffee bildet die Grundrente

Die volle Grundrente steht jedem zu, der ab seinem 15. bis 65. Lebensjahr 50 Jahre im Land gelebt hat – unabhängig davon, ob er gearbeitet hat oder nicht. Wer in der Zwischenzeit auch mal im Ausland lebte, dem wird der Grundrentenanspruch um zwei Prozent pro fehlendem Jahr gekürzt. Das Cappuccino-Rentensystem, wo Rentner 98% ihres durchschnittlichen Bruttogehalts bekommen ...
Inhalte:
Das Cappuccino-Rentensystem
in der Niederlande
«Im Schnitt bekommen niederländische Rentner 98 Prozent ihres durchschnittlichen Bruttogehalts.» (Quelle)
Das Mittagsmagazin von ZDF vergleicht das dreiteilige Rentensystem der Niederlande sinnbildlich mit einem Cappuccino wie folgt:
-
Der Kaffee bildet die Grundrente
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der Milchschaum garniert die zusätzliche Betriebsrente (nahezu flächendeckend ausgebaut)
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und die Schokostreusel stehen für die private Vorsorge, für die jeder selber verantwortlich ist.
Milchschaum und Schokostreusel sind jeweils stark von den Entwicklungen der Finanzmärkte abhängig. Die Grundrente allerdings ist relativ stabil und gesichert. Das dreiteilige Rentenmodell finden viele Menschen in den Niederlanden gerecht, obwohl sie satte 18 Prozent ihres Lohnes einzahlen müssen, solange sie arbeiten. Trotzdem ärgere sich niemand darüber, dass auch Bürger Geld aus der Rentenkasse bekommen, die niemals eingezahlt haben, zitiert die «Zeit» den niederländischen Ökonomen der Uni Amsterdam, Theo Kocken.
«Warum sollte das ungerecht sein? Wir leben doch in einem Sozialstaat und wer nie oder nur sehr wenig eingezahlt hat, erhält auch nur den Mindestbetrag in Höhe von etwa 1’200 Euro brutto. Alle anderen bekommen eine höhere Rente», erklärt Kocken. Ausserdem gebe es noch die zweite Säule, die betriebliche Altersvorsorge, «aus der viele sehr hohe Bezüge erhalten». Im Videobeitrag von ZDF pflichtet die pensionierte Niederländerin Ans Wulms den Ausführungen bei: «Wenn du das Pech hattest, keine Arbeit zu haben oder wegen Krankheit nicht arbeiten zu können, hast du doch trotzdem ein Recht, Rente zu bekommen. Und da ist es logisch, dass jeder, der arbeitet, dafür mitbezahlt - das ist doch nur gerecht.» Auch für die Schweiz denkbar?
Die Fakten liegen hier:
Teuerung (Inflation) frisst Rentnern
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Wie hoch ist die Grundrente?
Volle Grundrente, egal ob gearbeitet oder nicht

Die Höhe der Grundrente soll das Existenzminimum abdecken und orientiert sich dabei am gesetzlichen Mindestlohn der Niederlande. Unabhängig davon, ob man jemals Beiträge gezahlt hat, bekommt man als Alleinstehender bis zu 70 Prozent des Nettomindestlohns als staatliche Rente. Das macht derzeit 1‘228,22 Euro Grundrente.
Wer den Haushalt mit jemandem teilt, der ebenfalls pensioniert ist, erhält als verheiratetes Paar je 50% - und zusammen 100%. Das macht derzeit 1‘687,55 Euro Grundrente.
«Für die Berechnung der Grundrente ist es völlig egal, ob man Vermögen hat, auch Kinder dürfen nicht zur Kasse gebeten werden», fasst das «ZDF-Mittagsmagazin» zusammen.
Die niederländische Pension wird mit jedem Berufsjahr um zwei Prozent aufgebaut. Aber: Wer im Alter zwischen 15 und 65 nicht durchgängig in der Niederlanden versichert gewesen ist, «dem werden für jedes fehlende Versicherungsjahr zwei Prozent der Pension abgezogen» (Quelle: Uni Münster). Doch auch im Fall der Fälle soll es eine Absicherung geben: «Personen, die aufgrund fehlender Zeiten nicht das Grundrentenniveau erreichen, erhalten gegebenenfalls bedürftigkeitsgeprüfte Unterstützungsleistungen, die geringer sind als das Grundrentenniveau» (Quelle: Wikipedia).
Darauf hat die Schweiz gewartet:
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Finanzierung der Rente?
Die Grundrente trägt die Allgemeinheit
Die gedeckelte Beitragshöhe der Arbeitnehmer beträgt rund 18 Prozent des Lohnes - bis zu einer maximalen Beitragsbemessungs-Grenze von 30’000 Euro im Jahr. «Hinzu kommt ein Zuschuss aus der Staatskasse», weiss das «MDR» zu berichten.
Anders als in anderen Ländern leistet der Arbeitgeber in der Niederlande keine Beiträge zur Grundrente, die Arbeitnehmer bezahlen die Rentenbeiträge alleine. Abgesehen von der betrieblichen Vorsorge.
«Und das dürfte auch erklären, warum es bei uns keine Neid- oder Gerechtigkeitsdebatten über die staatliche Basisrente gibt. Denn wer nicht gearbeitet hat, bekommt auch keine Betriebsrente und hat insofern im Alter deutlich weniger als Menschen, die vorgesorgt haben. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass unser System günstiger ist, zumindest für den Staat, in vielen Fällen aber auch für die Unternehmen», erläutert Theo Kocken gegenüber der «Zeit».
Auf die Grundrente müssen in der Niederlande auch Steuern und Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden.
Es wird kontrovers:
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Rentenalter in der Niederlande
Schrittweise Erhöhug an die Lebenserwartung
Das Rentenalter in den Niederlanden liegt aktuell bei 67 Jahren. Es wird schrittweise erhöht und an die durchschnittliche Lebenserwartung angepasst. Im Jahr 2028 soll das Rentenalter bereits 67 Jahre und 3 Monate betragen.
Ein vorzeitiger Grundrenten-Bezug ist nicht möglich.
Explosive Daten:
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