Gratis: Für alle U25-Jährige sollen Kondome & Pille sowie Arztkonsultationen kostenlos sein

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Jugendliche in der Schweiz sollen die Kosten für Kondome, die Pille und andere Verhütungsmittel zurückerstattet bekommen. Auch gynäkologische Arztkonsultationen und Untersuchungen sollen für unter 25-Jährige gratis sein.


Dies fordern zwei SP-Nationalräte mit ihren Vorstössen «Förderung des Zugangs zu Verhütungsmitteln für junge Menschen» (Motion) und «Zugang zu Verhütung für alle garantieren» (Postulat). Sie wollen damit das Risiko für ungewollte Schwangerschaften wie auch sexuell übertragbarer Krankheiten senken.

«Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Gesetzesänderungen auszuarbeiten, um jungen Menschen bis 25 die vollumfängliche Rückerstattung aller Verhütungsmittel sowie der gynäkologischen Beratungen und Untersuchungen zu ermöglichen», fordert SP-Nationalrat Mathias Reynard per Motion. Denn die Schweiz hinke dem Europäischen Verhütungsatlas 2019 zufolge beim Zugang zu Verhütungsmitteln hinterher und liege deutlich hinter den Ländernachbarn Deutschland, Österreich und Frankreich zurück. «In der Schweiz ist der Verkauf von Verhütungsmitteln zurzeit rückläufig (-20 % für die Pille und -5 % für andere Methoden seit 2010), was insbesondere ein Problem für die Gesundheit der Bevölkerung darstellt. Dies ist vor allem auf die Kosten für Verhütungsmittel und die gynäkologische Beratung zurückzuführen. Auch der Mangel an Informationen über die verschiedenen Arten von Verhütungsmitteln hilft, dieses Phänomen zu erklären», so SP-Nationalrat Reynard.

Einen Schritt weiter geht SP-Nationalrätin Yvonne Feri mit ihrem Postulat. Sie fordert für alle die Sicherstellung des Zugangs zu Verhütung. «Besonders zu berücksichtigen sind von Armut betroffene und von der Sozialhilfe abhängige Personen, Jugendliche, Gruppen von Migrantinnen und Migranten wie Flüchtlinge und Menschen mit Behinderungen.» Denn Kondome seien zwar günstig, andere Verhütungsmittel jedoch wie Spiralen oder Pillen seien für Frauen hingegen sehr kostspielig. Vor allem Jugendliche würden bei der Verhütung sparen. Der Bundesrat lehnte diesen SP-Vorstoss zur SIcherstellung des Zugangs zu Verhütung für alle im Übrigen ab.

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Lokal. Regional. National. CH - www.ConvivaPlus.ch Autor: Schweiz - Redaktion

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(Last updated: 12.04.2019, 14:08)