EU = Die Union der Steuerdumping-Grosskonzerne - Vom Steuerdumping in der EU profitiert ausgerechnet auch Blochers (SVP) Ems-Chemie-Konzern

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Die EU ist eine Union der Steuerdumping-Grosskonzerne. Dies beweist eine neue Studie über alle 28 EU-Länder, die gewaltige Missstände aufdeckt.

Der EU gehen dadurch «Milliarden für Bildung, Forschung und saubere Energien» verloren. Die Studie deckt den Unterschied zwischen dem gesetzlich festgelegten und dem tatsächlich von den Konzernen gezahlten Steuersatz auf.

Vom Steuerdumping in der EU profitiert ausgerechnet auch Blochers (SVP) milliardenschwerer Ems-Chemie-Konzern.

 




Fast nirgends in der EU zahlen grosse, multinationale Konzerne den gesetzlich festgeschriebenen Steuersatz, den sie eigentlich bezahlen sollten. Diese Erkenntnis basiert auf einer neuen Studie der Grünen Fraktion im EU-Parlament. Die Unterschiede sind je nach EU-Staat enorm und frappant. Die allergrösste Diskrepanz zwischen dem nominellen (eigentlich geschuldeten) Steuersatz und dem durchschnittlich tatsächlich gezahlten Steuersatz findet man in Luxemburg - also just in jenem EU-Land, in dem auch die Ems-Chemie aus dem Hause Blocher (SVP) ihre Einnahmen versteuert, sehr zum finanziellen Nachteil der „geliebten Heimat Schweiz“ und des Kanton Graubünden. Die Blochers haben in der Europäischen Union dem «Blick» zufolge ein Netz von Konzerngesellschaften zur Steueroptimierung aufgebaut. Zuerst lautstark gegen die EU wettern, dann aber Gewinne aus der Schweiz abzügeln und dank EU viel Geld sparen.


 

 

Die 28 EU-Länder im Grosskonzern-Steuersatz-Vergleich

Gemäss der Studie herrschen in der Europäischen Union massive Unterschiede zwischen der offiziell geltenden und der tatsächlich gezahlten Abgabenlast für multinationale Unternehmen wie z.B. Apple, Starbucks, Volkswagen oder Nike etc.


Die stärkste Abweichung wurde in Luxemburg aufgedeckt. «Während der nominale Steuersatz dort in den Jahren 2011 bis 2015 bei 29 Prozent gelegen habe, hätten die Konzerne tatsächlich durchschnittlich aber nur zwei Prozent gezahlt», zitiert etwa die deutsche «Tagesschau» aus der Steuerdumping-Studie. Möglich machen diese massive Steuerdiskrepanz oft geheime Deals zwischen multinationalen Konzernen und EU-Mitgliedstaaten, aber auch Lücken im unvollkommenen Doppelbesteuerungs-Abkommen (Nichtbesteuerung von Gewinnen) oder Steuerschlupflöcher wie Patentboxen.

Besteuerung von Grosskonzernen in der EU nach Länder (2011-2015)

Land Gezahlter Steuersatz der Konzerne im Durchschnitt Nomineller Steuersatz
Luxemburg 2% 29%
Ungarn 8% 19%
Bulgarien 10% 10%
Zypern 10% 12%
Niederlande 10% 25%
Lettland 11% 15%
Finnland 12% 23%
Litauen 12% 15%
Österreich 13% 25%
Schweden 13% 24%
Estland 14% 21%
Slowenien 14% 18%
Belgien 14% 34%
Kroatien 15% 20%
Tschechische Republik 15% 19%
Grossbritannien 15% 23%
Irland 16% 13%
Malta 16% 35%
Frankreich 17% 33%
Polen 17% 19%
Rumänien 17% 16%
Portugal 18% 24%
Dänemark 19% 24%
Deutschland 20% 30%
Slowakei 20% 21%
Spanien 22% 30%
Griechenland 28% 24%
Italien 30% 31%

Der gesetzliche Unternehmenssteuersatz beträgt in der Europäischen Union durchschnittlich 23 Prozent, die Firmen aber zahlen im Durchschnitt nur 15 Prozent. Einzig in Bulgarien sei keine Abweichung festgestellt worden, so die Studie. «Die ausgewerteten Daten belegen, dass kleinere, lokal tätige Firmen in den meisten Ländern spürbar benachteiligt werden gegenüber grenzüberschreitend tätigen Konzernen: Je grösser das Unternehmen, desto geringer der effektive Steuersatz.»


Blocher nutzt EU als
Steuerparadies für Ems-Chemie

Steuern Steueroptimierung


Blochers Ems-Einnahmen fliessen über das Steuerparadies Luxemburg der eigentlich so „verhassten EU“. Spielen die superreichen Blochers womöglich ein doppeltes Spiel? Gegen die EU wettern und die Begrenzungsinitiative (MEI 2.0) zur totalen Kündigung der Personenfreizügigkeit lancieren, aber dann Gewinne aus der Schweiz abzügeln und dank EU viel Geld sparen ...



«Es ist nicht hinnehmbar, dass die grössten grenzüberschreitend tätigen Unternehmen am stärksten vom Steuerdumping profitieren. Unsere Studie zeigt, dass beim Kampf gegen unfaire Steuerpraktiken in der Europäischen Union noch viele Hürden zu nehmen sind. Steuerschlupflöcher kosten die europäischen Steuerzahler jedes Jahr Milliarden. Mit mehr Steuertransparenz hätten die europäischen Mitgliedsländer zusätzliche Milliarden für Bildung, Forschung und saubere Energien.» - Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion.
 

Quelle:
Effective Tax Rates of Multinational Enterprises in the EU (Studie)

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(Last updated: 20.04.2019, 10:02)