«Klimanotstand»-Vorstoss: Bundesrat muss sich jetzt um Klimastreik-Forderung der Schüler kümmern

Klimastreik-Forderungen: Der Bundesrat soll entscheiden, ob in der Schweiz offiziell der „Klimanotstand“ ausgerufen werden soll.

SP-Nationalrätin Samira Marti trägt mit einem Vorstoss (Motion) im Parlament die Klima-Forderungen der schweizweit streikenden Schülerschaft auf Bundesebene und fordert den Bundesrat zur Ausrufung des Klimanotstandes auf.

Damit geht der Klimastreik in die nächste Runde. Man möchte von reinen Absichtserklärungen wegkommen und endlich konkrete Ideen auf den Verhandlungstisch bringen.

Klimawandel Globale Erwärmung Planet Erde Feuer

 


Über 60’000 Menschen, Eltern, Grosseltern und Jugendliche, demonstrierten schweizweit für mehr Klimaschutz. Sie skandierten unter anderem: «Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.» Die streikenden Schülerinnen und Schüler heizen die Klimadebatte mit Erfolg an und bringen endlich Bewegung in das Anliegen: Sie fordern vom Bundesrat, dass dieser offiziell den „Klimanotstand“ ausruft. Nun reicht SP-Nationalrätin Samira Marti zusammen mit ihren Parteikollegen den Nationalräten Cedric Wermuth, Fabian Molina und Mattea Meyer eine entsprechende Motion ein. «Wir fordern vom Bundesrat, dass diese Extremsituation beim Namen genannt wird.» Analog zur Finanzkrise 2008 wollen sie so ein Bewusstsein schaffen, als man plötzlich «wahnsinnig viel Geld» bereitgestellt habe. «Wir fordern die gleiche Priorisierung jetzt für die Klimakrise.» Und «alle zukünftigen politischen Entscheidungen müssen an der CO2-Frage gemessen werden


Die Null-CO2-Emissionen-Schweiz kommt

Die Schweiz soll endgültig auf Klimakurs gebracht werden ...



 

 

Aufruf zur Ausrufung des Klimanotstand

Erde Planet Klimaschutz Fünf vor Zwölf

«Seit Wochen gehen in der ganzen Schweiz junge Menschen für einen wirksamen Klimaschutz auf die Strasse. Sie fordern die Politik dazu auf, den Klimanotstand auszurufen und der Klimakrise mit absoluter Priorität und umfassenden Ressourcen zu begegnen.

Wir hören die Stimme der Strasse. Darum werden wir einen Vorstoss einreichen, der den Bundesrat beauftragt:

a) den Klimanotstand auszurufen und

b) die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu erarbeiten, damit alle neuen Gesetzgebungen auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene nur dann eingeführt werden können, wenn sie entweder keine zusätzlichen Treibhausgasemissionen verursachen oder neue Emissionen nachweislich zu 100 Prozent kompensiert werden.

Diese Bestimmung gilt sinngemäss auch für völkerrechtliche Verträge.

Ausnahmen können aus humanitären Gründen gewährt werden.

Je mehr Menschen diesen Vorstoss unterstützen, desto grösser wird der Druck aufs Parlament, auch wirklich etwas zu unternehmen.
Unterstütze auch du diesen Vorstoss und verbreite ihn weiter.»

Auf den Vorwurf der Klimakritiker und Klimaleugner, es handle sich hierbei lediglich um eine Wahlkampf-Kampagne, mit der sie versuche, von den Sympathiebekundungen gegenüber den streikenden Schülern persönlich zu profitieren, entgegnet die Baselbieterin Marti entwaffnend: «Mich kann man eh nur in einem einzigen Halbkanton wählen», kontert die mit 25 Jahren jüngste Parlamentarierin auf Bundesebene. «Ich repräsentiere mit diesem Vorstoss halt meine Generation!»

Das schreiben andere:
Jetzt muss sich Bundesrat um Klimastreik Forderung kümmern (Nau)

Vielleicht interessiert Dich auch:


Lokal. Regional. National. CH - www.ConvivaPlus.ch Autor: Schweiz - Redaktion

Die Schweiz kompakt - ConvivaPlus.ch
Lokales, regionales und nationales Wissen.

 

(Last updated: 06.02.2019, 15:29)