+8.33 Prozent mehr Renten für alle AHV- und EL-Bezüger

Rentner Hand Altersvorsorge AHV

13. AHV-Rente: Die Volksinitiative «13 statt 12 AHV-Renten!» will +8.33% mehr Monatsrente für alle AHV- und EL-Bezüger in der Schweiz. Denn sinkende Renten treiben Rentner in die Ergänzungsleistungen (EL).

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat die Lancierung der Volksinitiative «13. AHV-Rente» beschlossen - analog zum 13. Monatslohn für Arbeitnehmer. Auf die monatliche Auszahlung gerechnet entspricht das einer Erhöhung der Renten um +8.33%. Profitieren sollen von der Rentenerhöhung (13. Monatsrente) alle RentnerInnen und auch die EL-Bezügerinnen der Schweiz. «Für eine Familie, sagen wir einen Tramführer und eine Teilzeit arbeitende Coop-Verkäuferin mit einem Kind, würde die Initiative rund 300 Fr. mehr Rente pro Monat bedeuten.»

 


Inhalte:

 

 

Sinkende Renten treiben Rentner in die Ergänzungsleistungen

  • Obwohl Berufstätige immer höhere Pensionskassen-Beiträge einzahlen, sinken die PK-Renten seit Jahren.

  • Vor allem Frauen trifft es schwer: «Sofern sie überhaupt eine PK-Rente erhalten, ist diese durchschnittlich nur halb so hoch wie jene der Männer.»

  • Die Renten sind rekordtief: «Die Hälfte aller, die 2017 in Rente gingen, müssen mit weniger als 3600 Fr. pro Monat über die Runden kommen (AHV+PK-Rente zusammen).»

Angesichts sinkender Pensionskassenrenten bei steigenden Lebenshaltungskosten entfernt sich die Schweiz immer mehr vom Verfassungsziel, ...

... wonach Pensionskassen und AHV zusammen „die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise“ ermöglichen sollen.
(Auszug aus der Bundesverfassung)



«Die Altersvorsorge hat ein Problem: Die Pensionskassenrenten sinken, während die Beiträge steigen. Wer heute und morgen pensioniert wird, erhält weniger von seiner Pensionskasse als die Jahrgänge davor», erklärt der SGB in einer Medienmitteilung. «Für das gleiche Kapital bekommen die Neurentner nun 25 Prozent weniger Rente als diejenigen, die vor 10 Jahren in Rente gegangen sind», so Gewerkschaftsbund-Präsident Pierre-Yves Maillard.

Immer mehr AHV-Rentner in der Schweiz sind auf Ergänzungsleistungen (EL) angewiesen, weil die Krankenkassenprämien einen immer grösseren Teil der Rente auffrisst. Besonders die Frauen sind bei der Rente schlechter gestellt.

Wohingegen der Rentenanspruch in der zweiten Säule jedes Jahr aufs Neue sinkt, «obwohl die Schweiz immer reicher wird und obwohl die Berufstätigen immer höhere Beiträge in ihre Pensionskasse einzahlen. Grund sind die tiefen Zinsen und die Profite der Banken und Versicherungen aus der zweiten Säule.» In der BVG ist der Mindestzinssatz seit 2002 von 4% auf 1% um -75% gesunken.


Vorsorge Geld AHV Münzen

4000 Fr. statt nur 1175 Fr.
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13. AHV-Rente stärkt Altersvorsorge

«Die Initiative versteht sich als erster Schritt hin zu existenzsichernden Renten. Denn wer ein Leben lang gearbeitet hat, soll von der Rente leben können. So wie es die Verfassung seit bald 50 Jahren vorsieht. Gerade Frauen sind besonders auf eine leistungsfähige AHV angewiesen. Die AHV ist die einzige Sozialversicherung, welche die vorwiegend von Frauen erbrachte nicht entlöhnte Pflege- und Sorgearbeit in die Rentenberechnung einbezieht», schreibt der SGB in einer Medienmitteilung.

Die Rentenhöhe sei ungenügend wegen der tiefen Zinsen in der zweiten Säule: «Stabile und sogar steigende Renten für ein Leben im Alter in Würde garantiert nur die AHV», betont der SGB. Ein anständiges Rentenniveau könne daher «nur über eine Stärkung der AHV» gesichert werden. Deshalb brauche es die Einführung einer 13. AHV-Rente «so wie es für die meisten LohnbezügerInnen einen 13. Monatslohn gibt». Das koste zwar etwas, aber die AHV bleibe für tiefe und mittlere Einkommen dennoch die Altersvorsorge mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Auch weil sie sehr sozial sei. Bei ihr bekämen 92 Prozent der Arbeitnehmenden mehr Rente als sie einbezahlt habe, so der SGB. Auch deshalb sollen Gewinne der Schweizerischen Nationalbank (SGB) zur Finanzierung der AHV herangezogen werden: «Sie wird mit der Tiefzinspolitik reicher. Diese Politik bringt aber für die Altersvorsorge Probleme, besonders bei der zweiten Säule.»


Von einem Ausbau der AHV profitierten vor allem die Frauen, weil sie häufig nur eine kleine oder gar keine Pensionskassenrente hätten. Und auch weil Erziehungs- und Betreuungsarbeit - anders als bei der Pensionskasse - zu mehr Rente führen. Der SGB will die 13.-AHV-Rente-Volksinitiative in Kürze lancieren. Wir halten Euch hier auf dem Laufenden.


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«Wer in der zweiten Säule nicht über ein Alterskapital von mindestens 500'000 Franken ansparen kann, wird [...] eine PK-Rente erhalten, die zusammen mit der AHV-Rente die Fortsetzung des gewohnten Lebens in angemessener Weise nicht mehr ermöglicht», warnt der SGB ...


Weiterführende Informationen:
Weichenstellung in der Altersvorsorge: Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente (SGB)
SGB-Initiativprojekt: Es braucht eine 13. AHV-Rente (SGB)
Es braucht eine solide, starke erste Säule! (SGB)


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(Last updated: 17.11.2019, 15:37)