Fachfrau Betreuung Lohn Schweiz: was du als FaBe wirklich verdienst, und wo du im Vergleich stehst
Zwei Fachfrauen Betreuung, dasselbe EFZ, dieselbe Arbeit am Menschen, und am Jahresende trennen sie über 21'000 Franken, nur weil die eine in Bern und die andere im Kanton Zug arbeitet. Noch bemerkenswerter: Die Schweiz sucht Betreuerinnen und Betreuer händeringend, FaBe ist eine der meistgewählten Lehren, und trotzdem liegt der Lohn gut ein Drittel unter dem nationalen Median. Hier ist der ganze Fachfrau-Betreuung-Lohn der Schweiz auf einen Blick: vom kantonalen Mindestlohn über den echten Median bis zur Leitung, aufgeschlüsselt nach Erfahrung, Kanton und Fachrichtung, plus ein Rechner, der dir in 10 Sekunden zeigt, ob du genug verdienst.

💰 Was verdient eine Fachfrau Betreuung in der Schweiz?
Eine Fachfrau oder ein Fachmann Betreuung EFZ verdient in der Schweiz im Median rund 59'000 Franken brutto pro Jahr, also etwa 4'540 Franken pro Monat inklusive 13. Monatslohn. Median heisst: Genau die Hälfte aller FaBe verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Diese Zahl ist ehrlicher als ein Durchschnitt, weil einzelne Spitzenlöhne den Mittelwert nach oben ziehen würden.
Doch der eigentliche Aha-Moment liegt woanders. Anders als in vielen Berufen entsteht der Lohn hier kaum aus der Erfahrung: Eine Einsteigerin startet mit rund 56'900 Franken bereits fast auf Median-Höhe, und nach zehn Jahren sind es nur rund 65'000 Franken. Die grossen Unterschiede kommen aus zwei anderen Richtungen, aus der Fachrichtung (Kinderbetreuung zahlt tiefer als Betagten- oder Behindertenbetreuung) und aus dem Kanton (im Kanton Bern liegt der Schnitt über 21'000 Franken höher als im reichen Zug). Genau diese versteckten Hebel machen wir im ConvivaPlus Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index sichtbar.
📊 Der ConvivaPlus Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index
Statt einer nackten Zahl zeigt dir der ConvivaPlus Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index den ganzen Verlauf: vom kantonalen Mindestlohn über den Einstieg und den Median bis zur Leitungsfunktion. Und er macht die Besonderheit dieses Berufs auf einen Blick sichtbar, wie eng Einstieg und Median beieinanderliegen und wie flach die Kurve dazwischen verläuft.
Der ConvivaPlus-Index (Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index) kombiniert die kantonalen Mindestlöhne (unia.ch, 2026) mit einem Aggregat aus öffentlichen Lohnportalen (lohnanalyse.ch, jobs.ch). Der Mindestlohn-Wert ist hart, die Erfahrungsstufen sind Marktwerte und als Grössenordnung zu verstehen, keine amtliche Statistik.
Mindestlohn: höchster kantonaler Mindestlohn (Genf, unia.ch 2026), Vollzeit. Übrige Stufen: ConvivaPlus-Aggregat aus lohnanalyse.ch & jobs.ch, gerundet, keine amtliche Statistik. Bruttolohn inkl. 13. Monatslohn.
🧮 Lohn-Rechner: Verdienst du genug als FaBe?
Gib deinen Bruttolohn ein und sieh sofort, wo du im Vergleich zu allen Fachfrauen und Fachmännern Betreuung der Schweiz stehst. Der Rechner zeigt dir dein Perzentil, den Abstand zum Median und ob dein Lohn über oder unter dem Marktwert liegt.
Laut dem ConvivaPlus-Index (Aggregat aus lohnanalyse.ch & jobs.ch, Median 59'000 Franken) verteilen sich die Löhne von rund 48'000 Franken im untersten Zehntel bis über 80'000 Franken in Leitungsrollen.
Dein Lohn liegt praktisch auf dem Median. Du verdienst etwa gleich viel wie die Hälfte des Berufs, mit einer Weiterbildung oder Leitungsrolle ist deutlich mehr drin.
Modellrechnung auf Basis des ConvivaPlus Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index (Aggregat öffentlicher Lohnportale, Median 59'000 Franken/Jahr). Perzentile interpoliert zwischen Stützpunkten. Bruttolohn inkl. 13. Monatslohn. Individuelle Löhne hängen von Fachrichtung, Trägerschaft, Kanton und Pensum ab. Alle Angaben ohne Gewähr.
Lohn-Check: Wie gut kennst du den FaBe-Markt?
2 Fragen – teste dein Wissen
1.Wie viel mehr verdient eine Fachfrau Betreuung nach 10 Jahren Erfahrung gegenüber dem Einstieg?
2.Welche FaBe-Fachrichtung zahlt tendenziell am wenigsten?
📈 Fachfrau-Betreuung-Lohn nach Erfahrung
Erfahrung ist in der Betreuung ein überraschend schwacher Lohnhebel. Wer die Jahre sammelt, steigt nur langsam, weil der Einstieg schon nahe am Median liegt. Diese Stufen zeigen die typische Entwicklung, als Grössenordnung aus den Lohnportalen, und machen die flache Kurve sichtbar.
| Erfahrungsstufe | pro Monat (×13) | pro Jahr |
|---|---|---|
| Kant. Mindestlohn (Genf, Vollzeit)Höchster gesetzlicher Boden, Genf 24.59/h × 42h | 4'131 | 53'704 |
| Einstieg (1.–2. Jahr)Direkt nach dem EFZ, schon fast auf Median-Höhe | 4'377 | 56'899 |
| Median (alle Stufen)Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger | 4'538 | 59'000 |
| Erfahren (10+ Jahre)Nach zehn Jahren, nur rund 8'000 mehr als beim Einstieg | 5'000 | 65'000 |
| Spitze (Team- / Gruppenleitung)Leitungsfunktion, oberes Portalende bis 88'000 | 6'000 | 78'000 |
🗺️ Fachfrau-Betreuung-Lohn nach Kanton
Wo du arbeitest, macht einen grösseren Unterschied als bei vielen anderen Berufen, und die Rangfolge überrascht. Ausgerechnet der reiche Kanton Zug zahlt am wenigsten, während Bern und Zürich vorne liegen. Hier die Kantons-Schnitte im Vergleich zum Median von 59'000 Franken.
| Kanton | Ø Jahreslohn | vs. Median |
|---|---|---|
| Bern | 67'467 | +8'467 |
| Zürich | 65'737 | +6'737 |
| Luzern | 57'000 | −2'000 |
| St. Gallen | 53'982 | −5'018 |
| Zug | 46'154 | −12'846 |
Zwischen dem höchsten Kanton (Bern, rund 67'500 Franken) und dem tiefsten (Zug, rund 46'200 Franken) liegen über 21'000 Franken pro Jahr, für dieselbe EFZ-Ausbildung. Dass gerade der wohlhabende Kanton Zug hinten liegt, ist ein echter Ausreisser. Eine mögliche Erklärung ist die stark private, Kita-lastige Trägerschaft in Zug gegenüber institutionelleren, öffentlichen Strukturen in Bern, das bleibt aber eine Hypothese, denn die Kantons-Schnitte der Lohnportale stützen sich auf unterschiedlich grosse Stichproben.
Zehn Jahre Erfahrung bringen einer Fachfrau Betreuung keine 700 Franken mehr im Monat. Wer mehr will, muss die Fachrichtung, die Weiterbildung oder die Leitung wählen, nicht bloss die Jahre.
ConvivaPlus, Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index
🛡️ Gibt es einen Mindestlohn für Fachfrauen Betreuung?
Anders als in der Industrie gibt es für Fachfrauen und Fachmänner Betreuung keinen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit verbindlichen Mindestlöhnen. Der Lohn wird zwischen Arbeitgeber und Angestellter vereinbart, oft angelehnt an kantonale Lohnempfehlungen oder Anstellungsbedingungen der Trägerschaft. Einen landesweiten gesetzlichen Mindestlohn kennt die Schweiz ebenfalls nicht, aber fünf Kantone haben einen eigenen eingeführt.
In Genf, Basel-Stadt, Neuenburg, Jura und dem Tessin gilt ein kantonaler Mindestlohn pro Stunde, der auch für FaBe greift. Der höchste ist Genf mit 24.59 Franken pro Stunde (Stand 2026), das entspricht bei Vollzeit rund 53'700 Franken pro Jahr. In den übrigen Kantonen gibt es keine gesetzliche Untergrenze, dort zählt einzig, was ausgehandelt wird, und der Median von 59'000 Franken ist dein bester Kompass.
| Kanton | CHF/Stunde | Vollzeit/Jahr (≈42h) | Gültig |
|---|---|---|---|
| Genf | 24.59 | 53'704 | seit 1.1.2026 |
| Basel-Stadt | 22.2 | 48'485 | seit 1.1.2026 |
| Jura | 21.4 | 46'738 | seit 1.1.2026 |
| Neuenburg | 21.35 | 46'629 | seit 1.1.2026 |
| Tessin | 20.25 | 44'226 | seit 2024, je Branche 20.00–20.50 |
Gilt in deinem Kanton ein Mindestlohn?
Nur fünf Kantone kennen einen gesetzlichen Mindestlohn: Genf, Basel-Stadt, Neuenburg, Jura und das Tessin. Arbeitest du anderswo, gibt es keinen rechtlichen Boden für deinen Lohn, umso wichtiger ist der Vergleich mit dem Median und der Blick auf die kantonalen Lohnempfehlungen für den Sozialbereich. Ob und in welcher Höhe ein Mindestlohn für dich gilt, erfährst du beim kantonalen Arbeitsamt oder bei der Gewerkschaft (Unia, Syna, VPOD).
🚀 So verdienst du als Fachfrau Betreuung mehr
Weil die Erfahrung allein kaum mehr Lohn bringt, ist der Weg nach oben in der Betreuung ein anderer als in den meisten Berufen. Wer die richtigen Hebel kennt, kann den Verdienst deutlich steigern, aber es braucht bewusste Entscheidungen statt blossen Abwartens. Hier die wirksamsten, geordnet nach Wirkung:
Eine HF Sozialpädagogik, HF Kindererziehung oder ein Fachausweis in Teamführung ist der stärkste Lohnhebel, gerade weil Erfahrung allein flach bezahlt wird. Sie öffnet die Tür zu Rollen mit 75'000 bis 88'000 Franken.
Betagten- und Behindertenbetreuung zahlen im Schnitt rund 5'000 Franken mehr als die Kinderbetreuung. Ein Wechsel oder eine Zusatzqualifikation in einer besser bezahlten Fachrichtung ist ein realer Hebel.
Team-, Gruppen- oder Wohnungsleitung ist der klarste Lohnsprung im Beruf. Wer Verantwortung für ein Team, einen Dienstplan oder die Ausbildung von Lernenden übernimmt, kann das im Lohn geltend machen.
Zwischen den Kantonen liegen über 21'000 Franken, und öffentliche oder institutionelle Trägerschaften zahlen oft mehr als kleine private Kitas. Wo du arbeitest, ist in diesem Beruf ein grösserer Hebel als anderswo.
Vergleiche deinen Lohn jährlich mit dem Median und deiner Fachrichtung. Wer weiss, dass er unter Marktwert liegt, und die kantonalen Lohnempfehlungen kennt, hat das stärkste Argument fürs Lohngespräch.
Wusstest du, wo dein Lohn als FaBe im Vergleich steht?
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Häufige Fragen zum Fachfrau-Betreuung-Lohn
Die wichtigsten Antworten rund um Verdienst, Mindestlohn, Fachrichtung und Lohnentwicklung, gestützt auf die kantonalen Mindestlöhne und öffentliche Lohnportale.
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Erfahrung zahlt hier kaum – Fachrichtung und Kanton umso mehr
Wir haben im ConvivaPlus Fachfrau-Betreuung-Lohn-Index den flachen Erfahrungsverlauf (Einstieg 56'900, nach zehn Jahren nur rund +8'000 Franken) gegen die Hebel gehalten, die wirklich zählen. Das Verdikt: Erfahrung allein zahlt in diesem Beruf kaum: dafür die Fachrichtung (rund 5'000 Franken zwischen Kita und Behindertenbetreuung), der Kanton (über 21'000 Franken zwischen Bern und Zug) und die Leitungsfunktion mit bis zu 88'000 Franken. Wer nur die eine Median-Zahl kennt, übersieht genau diese drei versteckten Hebel. Laut ConvivaPlus zählt nicht das Dienstalter, sondern die richtige Weichenstellung, zum Einordnen neben den Schweizer Löhnen und der Arztsekretärin.
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Laut dem ConvivaPlus-Index liegt der Einstiegslohn einer Fachfrau Betreuung (rund 56'900 Franken) fast schon auf Median-Höhe (59'000 Franken). Zehn Jahre Erfahrung bringen im Schnitt nur rund 8'000 Franken mehr, keine 700 Franken im Monat. Die grossen Lohnsprünge kommen aus Fachrichtung, Weiterbildung und Leitung, nicht aus den Jahren.
Diskussion
5 Stimmen aus der Community
Ich arbeite in einer Kita in Zug und dachte immer, in so einem reichen Kanton müsste ich gut verdienen. Der Kantons-Vergleich hat mich echt schockiert, dass ausgerechnet Zug hinten liegt. Beim nächsten Gespräch nehme ich diese Zahlen mit.
Das ist tatsächlich der überraschendste Punkt im Index, Aline. Wichtig: Der Kantons-Schnitt ist ein Portal-Aggregat und je nach Trägerschaft dünn abgestützt, aber als Verhandlungs-Ausgangspunkt taugt er allemal. Viel Erfolg.
Dass die Kinderbetreuung schlechter zahlt als die Behindertenbetreuung, war mir zwar bekannt, aber die 5'000 Franken Unterschied im Jahr sind schon happig. Für dieselbe Ausbildung.
Genau das erlebe ich. Ich bin seit neun Jahren in der Betagtenbetreuung, und mein Lohn hat sich seit dem dritten Jahr kaum bewegt. Der Index zeigt schwarz auf weiss, warum: Die Kurve ist einfach flach. Ohne die HF-Weiterbildung geht fast nichts.
Danke, Sandra, das deckt sich genau mit den Portal-Daten. Zwischen Einstieg und zehn Jahren liegen im Schnitt nur rund 8'000 Franken. Der grösste Hebel ist nicht die Zeit, sondern die Fachrichtung oder die Weiterbildung.
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Dieser Artikel ist eine Lohn-Orientierung, keine individuelle Beratung. Mindestlohn-Werte nach den kantonalen Bestimmungen (Unia), Median, Fachrichtungen und Erfahrungswerte als Aggregat öffentlicher Lohnportale, Stand Juli 2026.