Kostenlose Vorlagen für Excel, Word & PDF – mit DACH-Vergleich, Schweizer Regeln & digitalen Apps
- â Was ist ein Waschplan? – Ein Zeitplan für die faire Nutzung der Gemeinschaftswaschküche
- â Wer braucht einen? – Mehrfamilienhäuser, WGs, Studentenwohnheime mit geteilter Waschmaschine
- â Zwei Systeme: – Fester Turnus (Zuweisung) oder Einschreib-System (first come, first serve)
- â Typische Waschzeiten: – Schweiz Mo–Sa 07:00–21:00, Österreich Mo–Sa 06:00–20:00
- â Sonntagsverbot: – In der Schweiz und Österreich üblich, in Deutschland seltener
- â Gratis Vorlagen: – Excel (mit Auto-Datum), Word und PDF zum Ausdrucken
- â Digitale Alternative: – Apps wie WeWash ermöglichen Buchung per Smartphone
Ein Waschplan ist ein Zeitplan, der regelt, wann welche Mietpartei die Gemeinschaftswaschküche nutzen darf. In Schweizer Mehrfamilienhäusern, österreichischen Gemeindebauten und deutschen Studentenwohnheimen verhindert ein gut organisierter Waschplan Konflikte zwischen Nachbarn.
Hier finden Sie kostenlose Waschplan-Vorlagen zum Download in Excel, Word und PDF – mit automatischer Datumsberechnung und praktischen Zeitslots. Dazu: Alles Wissenswerte zu Waschzeiten, Regeln und digitalen Alternativen im DACH-Raum.
ð Inhalt
- ð Was ist ein Waschplan?
- ð€ Warum braucht man einen Waschplan?
- âïž Die zwei Waschplan-Systeme im Vergleich
- ð¥ Gratis Waschplan-Vorlagen zum Download
- ð Mustervorlagen zum Kopieren & Drucken
- ð ïž Waschplan selbst erstellen: Anleitung
- ð Waschzeiten und Regeln im DACH-Vergleich
- ðšð Das Schweizer Waschküchen-System erklärt
- âïž Rechtliche Grundlagen in der Schweiz
- ðŠð¹ Waschküche im Wiener Gemeindebau
- ð± Digitale Waschpläne: Apps und Online-Buchung
- ð Waschplan für WG und Studentenwohnheim
- ð€ Konflikte in der Waschküche vermeiden
- â Reinigungscheckliste für die Waschküche
- ð Eigene Waschmaschine als Alternative
- â Häufige Fragen zum Waschplan (FAQ)
- ð Quellen und weiterführende Links
ð Was ist ein Waschplan?
Ein Waschplan – auch Waschküchenplan, Wäscheplan oder Waschküchenkalender genannt – ist ein organisatorisches Dokument, das die Nutzung einer Gemeinschaftswaschküche regelt. Der Plan legt fest, welche Mietpartei zu welchem Zeitpunkt die Waschmaschine, den Tumbler und den Trockenraum nutzen darf.
In der Praxis wird der Waschplan meist in der Waschküche selbst aufgehängt. Die Bewohner können sich dort entweder für bestimmte Zeitfenster eintragen oder finden bereits zugewiesene Waschtage vor. Ein typischer Waschplan enthält folgende Elemente:
- Zeitraum: Kalenderwoche, Monat oder Jahr
- Wochentage: Montag bis Samstag (Sonntag oft ausgenommen)
- Zeitslots: Meist drei Fenster pro Tag (z.B. 07:00–12:00, 12:00–17:00, 17:00–21:00)
- Eintragungsfelder: Platz für Name oder Wohnungsnummer
- Hinweise: Regeln zur Nutzung und Reinigung
Der Begriff "Waschplan" bezieht sich in der Schweiz und Österreich fast immer auf die Gemeinschaftswaschküche im Mehrfamilienhaus. In Deutschland, wo eigene Waschmaschinen die Norm sind, findet man Waschpläne hauptsächlich in Studentenwohnheimen oder älteren Genossenschaftsbauten.
ð€ Warum braucht man einen Waschplan?
Die Gemeinschaftswaschküche ist in vielen Mehrfamilienhäusern ein potenzieller Konfliktherd. Laut einer Umfrage von Homegate ist die Waschküche der Streitpunkt Nummer 1 unter Nachbarn in der Schweiz. Ein gut durchdachter Waschplan kann diese Konflikte erheblich reduzieren.
â Faire Verteilung der Waschzeiten
Ohne klare Regelung kann es passieren, dass einzelne Mietparteien die Waschküche überproportional nutzen, während andere kaum zum Waschen kommen. Ein Waschplan stellt sicher, dass jeder Haushalt gleichberechtigt Zugang zur Waschmaschine hat.
ð Planungssicherheit für alle Bewohner
Mit einem festen Waschtag oder einem Reservierungssystem wissen alle Bewohner, wann sie die Waschküche nutzen können. Das ermöglicht eine bessere Planung des Alltags – niemand muss mehr mehrmals in den Keller laufen, um zu prüfen, ob die Maschine frei ist.
ð€ Konfliktvermeidung
Klassische Streitthemen in der Waschküche sind: Wer hat die Maschine nicht geputzt? Wessen Wäsche hängt zu lange? Wer wäscht ausserhalb seiner Zeit? Ein verbindlicher Waschplan mit klaren Regeln reduziert diese Konflikte, weil die Zuständigkeiten eindeutig sind.
âïž Rechtliche Absicherung
In der Schweiz ist die Hausordnung – zu der auch die Waschküchenordnung gehört – oft Bestandteil des Mietvertrags. Ein dokumentierter Waschplan schafft klare Verhältnisse und kann bei Streitigkeiten als Referenz dienen. Bei schwerwiegenden und wiederholten Verstössen gegen die Waschordnung kann dies sogar ein Kündigungsgrund sein.
75 Prozent der Befragten einer Homegate-Umfrage sind zufrieden mit ihrem Waschplan. Ein funktionierendes System trägt also wesentlich zum harmonischen Zusammenleben bei.
âïž Die zwei Waschplan-Systeme im Vergleich
In der Praxis haben sich zwei grundlegende Systeme für die Organisation der Waschküche etabliert. Beide haben ihre Vor- und Nachteile – welches besser passt, hängt von der Grösse des Hauses, der Anzahl der Maschinen und den Bedürfnissen der Bewohner ab.
ð System 1: Fester Turnus (Zuweisung durch Vermieter)
Beim Turnus-System weist der Vermieter, die Hausverwaltung oder der Hauswart jeder Mietpartei einen festen Waschtag zu. Die Zuweisung erfolgt meist nach einem rollierenden Prinzip, sodass jeder im Laufe der Zeit verschiedene Wochentage erhält.
So funktioniert es:
- Jede Partei erhält einen oder mehrere feste Waschtage pro Woche oder Monat
- Die Zuweisung rotiert regelmässig (z.B. wöchentlich oder monatlich)
- An diesem Tag hat die zugewiesene Partei exklusiven Zugang zur Waschküche
â Vorteile: Maximale Planungssicherheit, keine Diskussionen um Termine, klare Verantwortlichkeiten, bewährt in grossen Liegenschaften
â Nachteile: Weniger Flexibilität bei Terminkollisionen, problematisch bei unregelmässigem Wäscheanfall (z.B. nach Ferien), kann zu ungenutzten Slots führen
ð System 2: Einschreib-System (First Come, First Serve)
Beim Einschreib-System tragen sich die Bewohner selbstständig in einen ausliegenden Waschplan ein. Wer zuerst kommt, wäscht zuerst – nach dem Prinzip "first come, first serve".
So funktioniert es:
- Ein leerer Waschplan hängt in der Waschküche
- Bewohner tragen sich für gewünschte Zeitslots ein
- Reservierungen sind meist auf eine bestimmte Anzahl pro Woche begrenzt
â Vorteile: Hohe Flexibilität, Anpassung an individuellen Bedarf möglich, weniger ungenutzte Slots, gut geeignet für kleinere Häuser oder WGs
â Nachteile: Erfordert mehr Eigeninitiative, Potenzial für "Blockierer", kann bei hoher Nachfrage zu Engpässen führen
ð Das Waschküchenschlüssel-System
Eine clevere Ergänzung zu beiden Systemen ist der Waschküchenschlüssel. Dabei gibt es nur einen einzigen Schlüssel zur Waschküche, der vom Vorgänger in den Briefkasten des Nachfolgers geworfen wird. So kann niemand "zwischendurch" waschen und der Plan wird automatisch eingehalten.
Der Schweizer Schriftsteller Hugo Loetscher schrieb in seinem Buch "Der Waschküchenschlüssel" (1983): "Der Waschküchenschlüssel ist in diesem Lande nicht einfach ein Gebrauchsgegenstand. Er ist ein Schlüssel für demokratisches Verhalten und ordnungsgerechte Gesinnung."
ð Welches System passt zu Ihrem Haus?
| Kriterium | Fester Turnus | Einschreib-System |
|---|---|---|
| Anzahl Parteien | Ab 6 Parteien empfohlen | Bis 6 Parteien ideal |
| Anzahl Maschinen | Bei 1 Maschine sinnvoll | Bei 2+ Maschinen flexibler |
| Bewohnerstruktur | Familien mit regelmässigem Bedarf | Singles, Paare, WGs |
| Verwaltungsaufwand | Gering (einmal einrichten) | Mittel (regelmässige Kontrolle) |
| Konfliktpotenzial | Niedrig | Mittel |
Viele Liegenschaften kombinieren beide Systeme: Ein Grundkontingent an festen Waschtagen wird ergänzt durch zusätzliche Maschinen für die "Wäsche zwischendurch", die ohne Reservierung nach dem First-Come-Prinzip genutzt werden können.
ð¥ Gratis Waschplan-Vorlagen zum Download
Wir stellen Ihnen verschiedene Waschplan-Vorlagen kostenlos zur Verfügung. Alle Vorlagen sind für den DACH-Raum konzipiert und können an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden.
ð Excel-Vorlagen – Sofort herunterladen:
â 100% kostenlos · â Keine Registrierung · â Sofort bearbeitbar in Excel, LibreOffice, Google Sheets
ð Vorlage 1: Wochen-Waschplan (Feste Rotation)
Der klassische Wochenplan für feste Waschzeiten. Jede Partei hat zugewiesene Slots – ideal zum Aufhängen in der Waschküche.
- Wochenübersicht Montag bis Samstag
- Zwei Zeitslots pro Tag (Vormittag & Nachmittag)
- Platz für 8 Parteien mit Unterschriftsfeld
- Regeln-Checkliste integriert
- Hauswart-Kontaktfeld
Download: ð¥ waschplan-vorlage-woche.xlsx
Ideal für: Mehrfamilienhäuser mit 4-8 Parteien, feste Rotation
ð Vorlage 2: Monats-Waschplan (Einschreib-System)
Der flexible Monatsplan zum Eintragen. Bewohner reservieren sich selbst freie Slots – wer zuerst kommt, wäscht zuerst.
- Komplette Monatsübersicht mit allen 31 Tagen
- Drei Zeitslots pro Tag (Morgen, Nachmittag, Abend)
- Sonntage als Ruhetag markiert
- Querformat für bessere Übersicht
- Platz für Name + Wohnungsnummer
Download: ð¥ waschplan-vorlage-monat.xlsx
Ideal für: Grössere Mehrfamilienhäuser, flexibles Einschreib-System
ð Vorlage 3: WG-Waschplan
Speziell für Wohngemeinschaften – kombiniert Waschplan mit Bewohner-Liste und Waschmittel-Kasse.
- Bewohner-Liste für bis zu 6 Personen
- 8-Wochen Rotationsplan
- Erledigungs-Checkbox pro Woche
- Integrierte Waschmittel-Kasse
- Flexibel anpassbar
Download: ð¥ waschplan-vorlage-wg.xlsx
Ideal für: WGs, Studenten-WGs, kleine Wohngemeinschaften
Weitere Mustervorlagen zum Kopieren, Drucken und als Word-Download finden Sie weiter unten im Abschnitt ð Mustervorlagen zum Kopieren & Drucken.
ð Welches Format wählen?
| Format | Vorteile | Nachteile | Empfohlen für |
|---|---|---|---|
| Excel (.xlsx) | Automatische Berechnungen, wiederverwendbar | Benötigt Excel oder kompatibles Programm | Hausverwaltungen, regelmässige Nutzung |
| Word (.docx) | Leicht anpassbar, überall öffenbar | Keine automatischen Berechnungen | Einmalige Anpassungen, individuelle Texte |
| Sofort druckbar, sieht immer gleich aus | Nicht bearbeitbar | Schnelles Ausdrucken, handschriftlich |
Für die regelmässige Nutzung empfehlen wir die Excel-Vorlage. Einmal eingerichtet, müssen Sie nur noch die Kalenderwoche ändern – das Datum passt sich automatisch an.
Weiter geht's mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung...
ð Waschplan Mustervorlagen zum Kopieren & Drucken
Hier finden Sie 5 sofort einsatzbereite Waschplan-Vorlagen. Klicken Sie auf «Vorlage kopieren» zum Kopieren in die Zwischenablage, oder nutzen Sie die Buttons für Druck und Word-Download.
ð Vorlage 1: Wochen-Waschplan (Festes System)
Für Mehrfamilienhäuser mit 4–8 Parteien. Jede Partei hat feste Waschtage.
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WASCHPLAN – WOCHE VOM ___.___.____
[Adresse des Hauses eintragen]
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WASCHZEITEN: Mo–Fr 07:00–21:00 Uhr | Sa 09:00–18:00 Uhr
Sonntag & Feiertage: Waschen verboten!
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TAG PARTEI ZEIT UNTERSCHRIFT
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MONTAG Wohnung 1: _____ 07:00–12:00 ____________
Wohnung 2: _____ 13:00–18:00 ____________
DIENSTAG Wohnung 3: _____ 07:00–12:00 ____________
Wohnung 4: _____ 13:00–18:00 ____________
MITTWOCH Wohnung 5: _____ 07:00–12:00 ____________
Wohnung 6: _____ 13:00–18:00 ____________
DONNERSTAG Wohnung 7: _____ 07:00–12:00 ____________
Wohnung 8: _____ 13:00–18:00 ____________
FREITAG Wohnung 1: _____ 07:00–12:00 ____________
Wohnung 2: _____ 13:00–18:00 ____________
SAMSTAG Wohnung 3: _____ 09:00–13:00 ____________
Wohnung 4: _____ 13:00–18:00 ____________
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REGELN:
â Maschine nach Gebrauch reinigen
â Flusensieb im Tumbler leeren
â Tür offen lassen (Geruchsbildung)
â Wäsche innert 24h aus Trockenraum holen
â Defekte sofort dem Hauswart melden
Hauswart: _________________ Tel: _________________
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ð Vorlage 2: Monats-Waschplan (Einschreibe-System)
Flexibles System – Bewohner tragen sich selbst ein. Ideal für grössere Häuser.
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WASCHPLAN – MONAT: _____________ 20____
[Adresse des Hauses eintragen]
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Bitte tragen Sie sich mit Wohnungsnummer ein.
Pro Slot nur EINE Partei. First come, first served!
WASCHZEITEN: Mo–Fr 07:00–21:00 | Sa 09:00–18:00 | So: GESPERRT
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DATUM VORMITTAG NACHMITTAG ABEND
07:00–12:00 12:00–17:00 17:00–21:00
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20. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
21. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
22. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
23. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
24. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
25. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
26. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
27. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
28. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
29. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
30. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
31. ___ Whg: ________ Whg: ________ Whg: ________
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Bei Fragen: Hauswart _________________ Tel: _____________
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ð Vorlage 3: WG-Waschplan
Für Wohngemeinschaften mit 2–6 Personen. Kombiniert Wasch- und Putztag.
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WG-WASCHPLAN
Gültig ab: ___.___.____
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WG-MITGLIEDER:
1. ___________________ 4. ___________________
2. ___________________ 5. ___________________
3. ___________________ 6. ___________________
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TAG WASCHEN PUTZEN WASCHKÜCHE
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Montag _______________ _______________
Dienstag _______________ _______________
Mittwoch _______________ _______________
Donnerstag _______________ _______________
Freitag _______________ _______________
Samstag _______________ _______________
Sonntag (Ruhetag) —
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UNSERE WG-REGELN:
â Wäsche max. 24h in Maschine/Trockner lassen
â Flusensieb nach jedem Trocknergang leeren
â Waschmittel: â Gemeinsam kaufen / â Jeder eigenes
â Wer an seinem Waschtag ist, wischt auch durch
â Notfall-Waschen: Kurz in WG-Chat fragen!
WASCHMITTEL-KASSE:
Wer kauft, trägt hier ein. Wird monatlich aufgeteilt.
Datum: _______ Betrag: CHF _____ Gekauft von: _________
Datum: _______ Betrag: CHF _____ Gekauft von: _________
Datum: _______ Betrag: CHF _____ Gekauft von: _________
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â Vorlage 4: Reinigungscheckliste (zum Aushängen)
Zum Laminieren und Aufhängen in der Waschküche. Jeder hakt nach Benutzung ab.
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â
WASCHKÜCHE – REINIGUNGSCHECKLISTE
Bitte nach JEDEM Waschgang erledigen!
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WASCHMASCHINE:
â Waschmittelschublade ausspülen
â Trommel mit Tuch auswischen
â Dichtungsgummi prüfen (Haare/Flusen entfernen)
â Tür OFFEN lassen! (verhindert Gerüche & Schimmel)
TUMBLER / TROCKNER:
â Flusensieb IMMER leeren!
â Kondenswasser-Behälter leeren (falls vorhanden)
TROCKENRAUM:
â Wäsche innert 24–48h abholen
â Wäscheklammern in Behälter zurück
â Keine Wäsche auf dem Boden!
ALLGEMEIN:
â Boden fegen (Flusen, Waschmittelreste)
â Waschtrog ausspülen (falls vorhanden)
â Wasserhahn zudrehen (falls vorgeschrieben)
â Licht aus, Fenster zu
â Eigene Waschmittel mitnehmen
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â ïž DEFEKTE SOFORT MELDEN!
Hauswart: _________________ Tel: _________________
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ð¡ TIPP: Einmal im Monat Maschine leer bei 90°C laufen
lassen – entfernt Bakterien und Gerüche!
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ð Vorlage 5: Waschküchenordnung
Offizielle Hausordnungs-Ergänzung für Vermieter und Hausverwaltungen.
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WASCHKÜCHENORDNUNG
[Name der Liegenschaft]
[Adresse]
Gültig ab: ___.___.____
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Diese Waschküchenordnung ist Bestandteil der Hausordnung
und somit Teil des Mietvertrags.
§1 BENUTZUNGSZEITEN
Die Waschküche darf zu folgenden Zeiten benutzt werden:
• Montag bis Freitag: 07:00 – 21:00 Uhr
• Samstag: 09:00 – 18:00 Uhr
• Sonntag & Feiertage: Benutzung NICHT gestattet
§2 RESERVIERUNG
• Die Benutzung erfolgt gemäss ausgehängtem Waschplan
• Jede Partei hat Anspruch auf [___] Waschgänge pro Woche
• Nicht genutzte Termine verfallen ersatzlos
• Tauschen unter Mietern ist nach Absprache gestattet
§3 BENUTZUNGSREGELN
Die Mieter verpflichten sich:
• Maschinen nur gemäss Bedienungsanleitung zu benutzen
• Keine übermässigen Waschmittelmengen zu verwenden
• Keine stark verschmutzte Arbeitskleidung zu waschen
• Keine Tierbetten oder -decken zu waschen
• Keine Schuhe oder Teppiche zu waschen
§4 REINIGUNG
Nach jedem Waschgang ist die Waschküche zu reinigen:
• Waschmittelschublade ausspülen
• Trommel auswischen
• Flusensieb im Tumbler leeren
• Boden fegen
• Tür der Waschmaschine offen lassen
§5 TROCKENRAUM
• Wäsche ist innert 48 Stunden abzuholen
• Wäscheklammern sind zurückzulegen
• Der Trockenraum ist sauber zu hinterlassen
§6 DEFEKTE UND SCHÄDEN
• Defekte sind umgehend dem Hauswart zu melden
• Selbstverschuldete Schäden gehen zu Lasten des Mieters
• Manipulationen an den Geräten sind untersagt
§7 VERSTÖSSE
Bei Verstössen gegen diese Ordnung:
1. Mündliche Verwarnung durch Hauswart
2. Schriftliche Abmahnung durch Verwaltung
3. Bei wiederholten Verstössen: Kündigung möglich
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Hauswart: _________________ Tel: _________________
Verwaltung: _________________ Tel: _________________
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[Ort], den ___.___._____
_______________________ _______________________
Verwaltung Mieter (zur Kenntnisnahme)
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Alle Vorlagen sind 100% gratis und dürfen frei verwendet, angepasst und weitergegeben werden. Für Excel-Versionen mit automatischer Datumsberechnung empfehlen wir Microsoft 365 oder Google Sheets.
Weiter mit dem Schritt-für-Schritt Guide...
ð ïž Waschplan selbst erstellen: Anleitung
Sie möchten einen Waschplan erstellen, der perfekt auf Ihr Haus zugeschnitten ist? Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es auch ohne Vorlage.
ð Schritt 1: Bestandsaufnahme machen
Bevor Sie den Plan erstellen, sammeln Sie folgende Informationen:
- Anzahl Mietparteien: Wie viele Haushalte nutzen die Waschküche?
- Anzahl Maschinen: Wie viele Waschmaschinen und Tumbler stehen zur Verfügung?
- Nutzungszeiten: Wann darf laut Hausordnung gewaschen werden?
- Bedürfnisse: Gibt es Familien mit Kindern? Berufstätige, die nur abends können?
âïž Schritt 2: System wählen
Entscheiden Sie sich für eines der beiden Grundsysteme:
Fester Turnus eignet sich bei:
- Mehr als 6 Parteien
- Nur einer Waschmaschine
- Häufigen Konflikten in der Vergangenheit
- Wunsch nach klaren, festen Regeln
Einschreib-System eignet sich bei:
- Bis zu 6 Parteien
- Zwei oder mehr Waschmaschinen
- Flexiblen Bewohnern (Singles, Paare)
- Funktionierender Nachbarschaftskommunikation
â° Schritt 3: Zeitslots definieren
Die bewährte Einteilung in drei Slots pro Tag hat sich in der Praxis durchgesetzt:
| Slot | Zeitfenster | Zielgruppe |
|---|---|---|
| Morgen | 07:00–12:00 | Frühaufsteher, Hausfrauen/-männer, Rentner |
| Mittag | 12:00–17:00 | Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeitende |
| Abend | 17:00–21:00 | Berufstätige, Pendler |
Alternative Einteilung für grössere Häuser: Halbtags-Slots (07:00–14:00 und 14:00–21:00) oder Ganztags-Zuweisung.
ð Schritt 4: Regeln festlegen
Ein Waschplan funktioniert nur mit klaren Begleitregeln. Definieren Sie:
- Maximale Reservierungen: Wie viele Slots pro Woche darf eine Partei reservieren?
- Vorlaufzeit: Wie weit im Voraus darf reserviert werden?
- Stornierung: Was passiert bei nicht genutzten Reservierungen?
- Reinigung: Wer putzt nach dem Waschen?
- Trockenzeit: Wie lange darf Wäsche maximal hängen?
âïž Schritt 5: Plan gestalten
Erstellen Sie den Plan mit folgenden Elementen:
ð¢ Schritt 6: Kommunizieren und einführen
Der beste Plan nützt nichts, wenn niemand davon weiss:
- Aushang: Plan gut sichtbar in der Waschküche aufhängen
- Information: Alle Mietparteien schriftlich informieren
- Regeln: Waschküchenordnung beilegen oder daneben aufhängen
- Testphase: Erste Wochen als Probephase deklarieren, dann optimieren
Nutzen Sie unsere kostenlosen Excel-Vorlagen als Basis. Die automatische Datumsberechnung spart Ihnen viel Zeit beim regelmässigen Aktualisieren.
ð Waschzeiten und Regeln im DACH-Vergleich
Die Gemeinschaftswaschküche ist vor allem ein Phänomen des deutschsprachigen Raums – doch die Regelungen unterscheiden sich erheblich zwischen der Schweiz, Österreich und Deutschland.
ð Die grosse DACH-Vergleichstabelle
| Aspekt | ðšð Schweiz | ðŠð¹ Österreich | ð©ðª Deutschland |
|---|---|---|---|
| Verbreitung | Sehr hoch – Standard in Mietwohnungen | Hoch – besonders Wiener Gemeindebauten | Gering – 97% eigene Maschine |
| Typische Waschzeiten | Mo–Sa 07:00–21:00 | Mo–Sa 06:00–20:00 | Variiert stark |
| Sonntagsverbot | Üblich (Hausordnung) | Ja, auch Feiertage | Selten, nur Ruhezeiten |
| Rechtliche Basis | Teil des Mietvertrags | Betriebsordnung | § 2 Nr. 16 BetrKV |
| Waschzeit pro Partei | 1 Tag/Woche oder Plan | Wien: 7 Std./Monat | Nach Hausordnung |
| Digitale Buchung | WeWash, washly | "naTÜRlich sicher" | WeWash, Miele appWash |
| Verstoss = Kündigung? | Bei schweren Verstössen möglich | Möglich | Selten |
| Kulturelle Bedeutung | Sehr hoch – "Schweizer Eigenart" | Hoch – Gemeindebau-Tradition | Gering |
ðšð Gut zu wissen für die Schweiz
Die Gemeinschaftswaschküche ist eine typisch schweizerische Institution. Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben in Mietwohnungen, und die allermeisten davon teilen sich eine Waschküche mit den Nachbarn.
- Das Sonntagswaschverbot ist nicht gesetzlich, aber in den meisten Hausordnungen verankert
- Die Waschküchenordnung ist häufig Bestandteil des Mietvertrags
- Der "Waschküchenschlüssel" als Übergabesystem ist weit verbreitet
- In neueren Wohnungen werden zunehmend eigene Anschlüsse angeboten
ðŠð¹ Gut zu wissen für Österreich
In Österreich ist die Gemeinschaftswaschküche besonders in Wien verbreitet, wo Wiener Wohnen rund 220.000 Gemeindewohnungen verwaltet.
- Das "naTÜRlich sicher"-System ist in über 90% der Wiener Gemeindewaschküchen
- Jede Mietpartei hat Anspruch auf 7 Stunden Waschzeit pro Monat
- Familien mit Kindern erhalten bevorzugt Waschtermine
- Zeitslots: Vormittag (06:00–13:00) und Nachmittag (13:00–20:00)
ð©ðª Gut zu wissen für Deutschland
In Deutschland sind Gemeinschaftswaschküchen die Ausnahme. Laut Statistik haben 97% der deutschen Haushalte eine eigene Waschmaschine.
Wo es noch Gemeinschaftswaschküchen gibt:
- Studentenwohnheime
- Ältere Genossenschaftsbauten
- Micro-Living-Konzepte und Co-Living-Spaces
- Vereinzelt in Mietshäusern (besonders in Ostdeutschland)
Die hohe Mieterquote in der Schweiz (über 60%) und die Tradition der Wiener Gemeindebauten seit den 1920er-Jahren führten zur Etablierung gemeinschaftlicher Lösungen. In Deutschland wurde die eigene Waschmaschine zum Standard.
ðšð Das Schweizer Waschküchen-System erklärt
Für Neuzugezogene und Expats ist die Schweizer Gemeinschaftswaschküche oft ein Kulturschock. In den meisten anderen Ländern hat jeder Haushalt seine eigene Waschmaschine – in der Schweiz teilt man sie sich mit den Nachbarn.
ð Warum teilen Schweizer die Waschmaschine?
Die Gemeinschaftswaschküche ist eine typisch schweizerische Institution mit langer Tradition:
- Platzmangel: Schweizer Wohnungen – besonders in den Städten – sind oft kleiner als in anderen Ländern
- Hohe Mieterquote: Über 60% der Bevölkerung lebt zur Miete
- Tradition: Das System ist tief in der Schweizer Wohnkultur verankert
- Kosten: Professionelle Maschinen sind langlebiger und effizienter
Der Schriftsteller Hugo Loetscher bezeichnete den Waschküchenschlüssel als "Schlüssel zur Schweizer Seele" – er symbolisiert Ordnung, Fairness und das Zusammenleben in der Gemeinschaft.
ðŠ So funktioniert das System
Wenn Sie in eine Schweizer Mietwohnung einziehen, erhalten Sie in der Regel:
- Einen Schlüssel zur Waschküche (oder Zugang via Chip/Code)
- Informationen zum Waschplan (wo er hängt, wie er funktioniert)
- Die Hausordnung mit den Regeln zur Waschküchen-Nutzung
Die Waschküche befindet sich meist im Keller des Gebäudes und enthält: Waschmaschinen, Tumbler, Trockenraum mit Wäscheleinen und den Waschplan zum Eintragen.
â ïž Die wichtigsten Regeln für Neuzugezogene
| Regel | Erklärung |
|---|---|
| Waschplan einhalten | Nur zu reservierter oder zugewiesener Zeit waschen |
| Kein Waschen am Sonntag | Teil der Schweizer Ruhekultur – in Hausordnung verankert |
| Waschküche reinigen | Flusensieb leeren, Trommel offen lassen, Boden fegen |
| Wäsche pünktlich abholen | Innerhalb von 24–48 Stunden aus dem Trockenraum |
| Nachbarn respektieren | Keine Musik, keine langen Telefonate |
â Typische Fehler von Neuzugezogenen
- â Am Sonntag waschen – Auch wenn die Maschine technisch funktioniert
- â Den Waschplan ignorieren – "Die Maschine war ja frei" gilt nicht
- â Wäsche tagelang hängen lassen – Blockiert den Trockenraum
- â Die Waschküche nicht putzen – Führt zu bösen Blicken und Zetteln
- â Zu viele Slots belegen – Fairness ist wichtig
â Tipps für ein harmonisches Waschen
- â Stellen Sie sich den Nachbarn vor – Ein freundliches "Grüezi" öffnet Türen
- â Fragen Sie nach – Bei Unsicherheit den Hauswart fragen
- â Seien Sie flexibel – Tauschen Sie bei Bedarf Waschzeiten
- â Kommunizieren Sie – Ein kurzer Zettel verhindert Missverständnisse
- â Übertreiben Sie mit der Sauberkeit – Lieber einmal mehr putzen
âïž Rechtliche Grundlagen in der Schweiz
Die Nutzung der Gemeinschaftswaschküche ist im Schweizer Mietrecht nicht explizit geregelt. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine verbindlichen Regeln gibt – im Gegenteil.
ð Hausordnung als rechtliche Grundlage
Der Vermieter oder die Hausverwaltung hat das Recht, eine Hausordnung zu erlassen. Diese regelt das nachbarschaftliche Zusammenleben und enthält typischerweise auch Bestimmungen zur Waschküche.
Die Hausordnung ist in der Schweiz häufig ein integrierter Bestandteil des Mietvertrags. Mit der Unterschrift unter den Mietvertrag akzeptieren Sie auch die Hausordnung!
â Was darf der Vermieter regeln?
Laut Schweizerischem Mieterinnen- und Mieterverband darf der Vermieter festlegen:
- Nutzungszeiten: Wann darf gewaschen werden?
- Waschplan-System: Fester Turnus oder Einschreiben?
- Reinigungspflichten: Wer putzt was nach der Nutzung?
- Trockenzeiten: Wie lange darf Wäsche hängen?
- Verbote: Sonntags- und Feiertagsverbot, Nachtruhe
â Was darf der Vermieter NICHT regeln?
Auch die Hausordnung hat Grenzen. Regeln, die keinen sachlichen Sinn ergeben oder unverhältnismässig sind:
- Vorschriften zu bestimmten Waschmitteln (ausser technisch nötig)
- Unverhältnismässige Kürzung der Waschtage ohne triftigen Grund
- Diskriminierende Regelungen (z.B. bestimmte Mieter ausschliessen)
â¡ Konsequenzen bei Verstössen
Die Konsequenzen bei Verstössen gegen die Waschordnung sind abgestuft:
| Stufe | Massnahme | Details |
|---|---|---|
| Stufe 1 | Mündliche Ermahnung | Bei erstmaligen oder leichten Verstössen |
| Stufe 2 | Schriftliche Abmahnung | Bei wiederholten Verstössen, wird in Akte vermerkt |
| Stufe 3 | Kündigung | Bei schwerwiegenden, wiederholten Verstössen möglich |
â Häufige Rechtsfragen
Darf ich fremde Wäsche aus der Maschine nehmen?
Ja, wenn jemand seinen reservierten Slot überzieht oder in Liegenschaften ohne Waschplan. Wäsche vorsichtig herausnehmen und in einen Korb legen – nie auf den Boden werfen!
Wer zahlt bei Defekten an der Waschmaschine?
Grundsätzlich ist der Vermieter für Reparaturen und Wartung zuständig. Der Mieter zahlt nur bei unsachgemässer Nutzung.
Muss ich die Waschküche putzen?
Die Reinigung nach der Nutzung kann den Mietern übertragen werden. Die Grundreinigung ist Sache der Verwaltung.
ðŠð¹ Waschküche im Wiener Gemeindebau
Wien ist die Hauptstadt des sozialen Wohnbaus in Europa. Mit rund 220.000 Gemeindewohnungen, verwaltet von Wiener Wohnen, lebt etwa ein Viertel der Wiener Bevölkerung in einem Gemeindebau.
ð Das "naTÜRlich sicher"-System
Über 90% der Waschküchen in den Wiener Gemeindebauten sind mit dem elektronischen Zutrittssystem ausgestattet:
- Sicher: Die Tür öffnet sich nur für Personen mit reserviertem Waschtermin
- Gerecht: Tür öffnet nur zur gebuchten Zeit – klare Verhältnisse
- Fair: Jede Partei zahlt nur die tatsächlich verbrauchte Energie
ð± So buchen Sie Ihren Waschtermin in Wien
| Option | Beschreibung |
|---|---|
| Online | Über das Mieter*innenportal auf wienerwohnen.at |
| App | "Wiener Wohnen Waschküche"-App für Smartphones |
| Telefon | Service-Nummer 05 75 75 800 |
â° Waschzeiten und Kontingent
- Grundkontingent: Jede Mietpartei hat Anspruch auf einen halben Tag (7 Stunden) pro Monat
- Zusätzliche Termine: Bei Verfügbarkeit buchbar – Familien mit Kindern haben Priorität
- Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 06:00–20:00 Uhr
- Slots: Vormittag (06:00–13:00) und Nachmittag (13:00–20:00)
ð Besondere Regelungen
- Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen
- Keine Tiere in der Waschküche
- Service-Karte kann als Waschküchen-Chip freigeschaltet werden
- Bei Schäden oder Defekten: automatischer Info-Service per E-Mail oder SMS
Eine Befragung unter 400 Nutzern ergab: 97% sind mit dem elektronischen Zutrittssystem sehr zufrieden, ebenso mit dem telefonischen Service.
ð± Digitale Waschpläne: Apps und Online-Buchung
Der klassische Papier-Waschplan an der Wand hat Konkurrenz bekommen. Digitale Lösungen ermöglichen die Buchung per App, automatische Benachrichtigungen und bargeldloses Bezahlen.
ð² WeWash – Die Lösung für alle Maschinen
WeWash ist ein Unternehmen der Bosch-Gruppe und bietet digitale Waschküchen-Lösungen für den gesamten DACH-Raum an.
So funktioniert WeWash:
- App herunterladen oder Web-App nutzen (app.we-wash.com)
- Kostenlos registrieren
- Verfügbare Maschinen im eigenen Waschraum sehen
- Maschine reservieren und buchen
- Digital bezahlen (Kreditkarte, PayPal, Apple Pay)
- Benachrichtigung erhalten, wenn die Wäsche fertig ist
â Vorteile für Mieter
- Kein Kleingeld oder Waschmarken mehr nötig
- Reservierung von überall (Sofa, Büro, unterwegs)
- Push-Benachrichtigung bei Ende des Waschgangs
- Virtuelle Warteschlange bei ausgelasteten Maschinen
- Transparente Kostenübersicht
ð¢ Vorteile für Vermieter/Verwaltungen
- Kein Leeren von Münzautomaten
- Keine manuellen Abrechnungen
- Reduzierter Verwaltungsaufwand
- Monitoring der Geräte (Defekte werden automatisch erkannt)
WeWash funktioniert mit Waschmaschinen aller Hersteller – egal wie alt die Geräte sind. Dafür wird eine kleine "WeWash Box" an die Maschine angeschlossen. Über 350.000 Nutzer und 7.500+ Installationen!
ð§ Weitere digitale Lösungen
| Anbieter | Beschreibung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Miele appWash | Buchung und Bezahlung per App | Nur Miele-Geräte |
| Schulthess washMaster | Von Münz bis digital – alle Systeme | Schweiz |
| Wiener Wohnen App | Für das "naTÜRlich sicher"-System | Wien (Gemeindebau) |
âïž Vor- und Nachteile digitaler Waschpläne
| Aspekt | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Buchung | Von überall, 24/7 | Smartphone/Internet nötig |
| Bezahlung | Bargeldlos, keine Münzen | Kreditkarte/PayPal erforderlich |
| Übersicht | Echtzeit-Verfügbarkeit | Ältere Bewohner evtl. überfordert |
| Konflikte | Weniger Streit um Termine | Technische Probleme möglich |
Wenn Sie sich ein digitales Waschküchen-System wünschen, sprechen Sie Ihre Hausverwaltung an. Viele Anbieter bieten kostenlose Beratung und unverbindliche Angebote.
Weiter geht's mit WG-Waschplänen, Konfliktlösung und der Reinigungscheckliste...
ð Waschplan für WG und Studentenwohnheim
Nicht nur in Mehrfamilienhäusern braucht es einen Waschplan – auch in Wohngemeinschaften und Studentenwohnheimen ist eine klare Regelung Gold wert. Die Ausgangslage ist allerdings anders: Hier kennt man sich meist persönlich, die Kommunikation ist direkter, und die Strukturen sind flexibler.
ð¥ Waschplan in der WG
In einer WG teilen sich typischerweise 2–6 Personen eine Waschmaschine, die entweder in der Wohnung selbst steht oder in einer Gemeinschaftswaschküche im Keller.
Variante 1: Feste Waschtage
Jedes WG-Mitglied erhält einen oder mehrere feste Tage pro Woche.
Beispiel für eine 4er-WG:
| Tag | Person |
|---|---|
| Montag | Anna ð© |
| Mittwoch | Ben ðš |
| Freitag | Clara ð© |
| Sonntag | David ðš |
â
Vorteil: Klare Zuständigkeiten, keine Absprachen nötig
â Nachteil: Weniger Flexibilität
Variante 2: Flexibles Einschreiben
Ein Wochenplan hängt in der Küche oder im Bad. Wer waschen will, trägt sich ein.
â
Vorteil: Maximale Flexibilität
â Nachteil: Erfordert Kommunikation und Fairness
Variante 3: Spontan nach Absprache
Kein formeller Plan – wer waschen will, fragt kurz in die Runde.
â
Vorteil: Unkompliziert in kleinen WGs mit guter Kommunikation
â Nachteil: Kann bei grösseren WGs oder Konflikten scheitern
ð¡ Tipps für den WG-Waschplan
- Kombinieren Sie Wasch- und Putzplan – Wer an seinem Waschtag ist, putzt auch die Maschine und wischt den Boden
- Definieren Sie "Notfall-Regeln" – Was passiert, wenn jemand dringend waschen muss, aber nicht dran ist?
- Sprechen Sie über Waschmittel – Kauft jeder sein eigenes oder gibt es einen gemeinsamen Vorrat?
- Klären Sie die Kosten – Wie werden Strom und Wasser für die Waschmaschine aufgeteilt?
- Seien Sie tolerant – In einer WG geht es auch mal chaotisch zu. Nicht jeder vergessene Waschgang ist böse Absicht ð
ð Waschplan im Studentenwohnheim
Studentenwohnheime haben oft eine andere Struktur: Viele Bewohner (manchmal 20–100+) teilen sich wenige Maschinen. Hier ist ein durchdachtes System besonders wichtig.
Typische Ausstattung:
- 3–10 Waschmaschinen je nach Grösse
- 2–5 Trockner
- Oft mit Münzautomat oder digitaler Bezahlung
Bewährte Systeme im Wohnheim:
| System | Funktionsweise | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Münzsystem | First come, first serve mit Münzen | Maximale Flexibilität | Stosszeiten oft ausgebucht |
| Digitale Buchung | Reservierung per App (z.B. WeWash) | Planbare Waschzeiten | Smartphone nötig |
| Zeitfenster | Eintragung in Blöcke | Faire Verteilung | Administrativer Aufwand |
ð¯ Überlebenstipps für die Wohnheim-Waschküche
- â Waschen Sie antizyklisch – Dienstagvormittag ist meist leerer als Samstagabend
- â Stellen Sie einen Timer – Holen Sie Ihre Wäsche pünktlich ab, sonst landet sie auf der Maschine
- â Prüfen Sie die Trommel vor dem Waschen – Leider vergessen manche Vorgänger ihre Socken ð§Š
- â Haben Sie immer Kleingeld oder eine aufgeladene Karte – Nichts ist ärgerlicher als eine freie Maschine ohne Zahlungsmittel
- â Melden Sie Defekte sofort – Je schneller die Verwaltung informiert wird, desto schneller die Reparatur
In der WG funktionieren informelle Absprachen oft gut, weil man sich kennt. Im Wohnheim mit vielen Fremden braucht es klare, formelle Systeme – hier sind digitale Lösungen besonders hilfreich.
ð€ Konflikte in der Waschküche vermeiden
Die Waschküche ist der Streitpunkt Nummer 1 in Schweizer Mehrfamilienhäusern. Doch mit etwas Achtsamkeit und guter Kommunikation lassen sich die meisten Konflikte vermeiden – oder zumindest entschärfen.
â¡ Die häufigsten Konfliktursachen
| Konflikt | Beschreibung | Lösung |
|---|---|---|
| ð Nicht-Einhalten des Plans | Jemand wäscht ausserhalb seiner Zeit | Klare Kommunikation, ggf. Hauswart informieren |
| ð Wäsche hängt zu lange | Trockenraum seit Tagen blockiert | Max. Trockenzeit definieren (48h), höflich erinnern |
| ð§¹ Mangelhafte Reinigung | Flusensieb voll, Trommel verschmiert | Reinigungscheckliste aushängen |
| ð Fremde Wäsche in Maschine | Reservierter Slot, aber Maschine noch voll | Kurz warten, dann vorsichtig in Korb legen |
| ð Lärmbelästigung | Waschen um 23 Uhr oder Sonntagmorgen | Ruhezeiten einhalten (07:00–21:00) |
ð¬ Kommunikationstipps bei Konflikten
Schritt 1: Direkt ansprechen
Bevor Sie zur Verwaltung gehen, sprechen Sie die betreffende Person direkt an. Oft steckt keine böse Absicht dahinter, sondern Unwissenheit oder Vergesslichkeit.
ð¬ "Hallo Herr Müller, ich habe gesehen, dass Ihre Wäsche noch im Trockenraum hängt. Ich müsste morgen trocknen – könnten Sie sie bis heute Abend abholen?"
Schritt 2: Freundlich, aber bestimmt
Vermeiden Sie Vorwürfe und Anschuldigungen. Beschreiben Sie das Problem sachlich und schlagen Sie eine Lösung vor.
| â Statt... | â Besser... |
|---|---|
| "Sie halten sich nie an den Waschplan!" | "Mir ist aufgefallen, dass es manchmal Überschneidungen gibt. Können wir das kurz besprechen?" |
Schritt 3: Schriftlich dokumentieren
Bei wiederholten Problemen kann ein kurzer, freundlicher Zettel helfen.
Schritt 4: Hauswart oder Verwaltung einschalten
Wenn direkte Gespräche nichts nützen, informieren Sie den Hauswart oder die Verwaltung. Diese können vermitteln oder Massnahmen ergreifen.
ð¡ïž Präventive Massnahmen
- â Klare Regeln von Anfang an – Eine gute Waschküchenordnung verhindert viele Konflikte
- â Sichtbare Hinweisschilder – Kurze Erinnerungen an die wichtigsten Regeln
- â Regelmässige Kommunikation – Bei Haustreffen das Thema ansprechen
- â Positives Feedback – Auch mal loben, wenn alles klappt ð
- â Flexibilität zeigen – Manchmal hilft ein freundliches Entgegenkommen mehr als auf seinem Recht zu bestehen
Die Schweiz ist bekannt für ihre Kompromisskultur. In der Waschküche zeigt sich das besonders: Ein freundliches "Grüezi" und etwas Flexibilität öffnen mehr Türen als stures Beharren auf dem Waschplan.
â Reinigungscheckliste für die Waschküche
Eine saubere Waschküche ist die Grundlage für ein funktionierendes System. Diese Checkliste können Sie ausdrucken und in der Waschküche aufhängen.
𧺠Nach jedem Waschgang
- â Waschmittelschublade ausspülen und trocknen lassen
- â Trommel mit einem Tuch auswischen
- â Dichtungsgummi kontrollieren (Haare, Flusen entfernen)
- â Tür offen lassen – verhindert Gerüche und Schimmel
- â Flusensieb im Tumbler leeren
- â Kondenswasserbehälter (falls vorhanden) leeren
- â Boden fegen – Flusen und Waschmittelreste entfernen
- â Waschtrog (falls vorhanden) ausspülen
- â Wasser abstellen (falls Hausordnung das vorsieht)
- â Licht ausschalten, Fenster schliessen/lüften
- â Eigene Waschmittel mitnehmen – nichts lagern
ð§µ Im Trockenraum
- â Wäsche pünktlich abholen (innerhalb 24–48 Stunden)
- â Wäscheklammern in den dafür vorgesehenen Behälter
- â Keine Wäsche auf dem Boden liegen lassen
- â Fenster nach dem Trocknen schliessen
ð« Was NICHT in die Gemeinschaftsmaschine gehört
- â Stark verschmutzte Arbeitskleidung (Öl, Fett)
- â Tierbetten oder -decken mit vielen Haaren ð
- â Schuhe (ausser ausdrücklich erlaubt) ð
- â Teppiche
- â Stoffwindeln (hygienische Bedenken)
- â Gegenstände mit Metallteilen, die die Trommel beschädigen könnten
𧌠Tipps für eine saubere Waschküche
| Wann | Was tun |
|---|---|
| Monatlich | Waschmaschine leer bei 90°C laufen lassen – entfernt Bakterien und Gerüche |
| Bei Bedarf | Waschmittelschublade herausnehmen und gründlich reinigen |
| Regelmässig | Dichtungsgummi auf Schimmel kontrollieren |
| Jährlich | Gemeinsame "Putzaktion" für die ganze Waschküche organisieren ð§¹ |
Drucken Sie die Checkliste aus und laminieren Sie sie. So kann sie in der Waschküche aufgehängt werden und hält Feuchtigkeit und Waschmittelspritzern stand.
ð Eigene Waschmaschine als Alternative
Nicht jeder kommt mit dem Gemeinschaftswaschküchen-System zurecht. Eine eigene Waschmaschine in der Wohnung bietet Unabhängigkeit – ist aber in der Schweiz nicht selbstverständlich.
â Darf ich eine eigene Waschmaschine aufstellen?
Nur mit Zustimmung des Vermieters! In der Schweiz ist es nicht automatisch erlaubt, eine eigene Waschmaschine zu installieren. Wasserschäden durch defekte Schläuche können erhebliche Kosten verursachen.
Was Sie tun sollten:
- Prüfen Sie den Mietvertrag – manchmal ist das Thema dort geregelt
- Fragen Sie schriftlich beim Vermieter nach
- Warten Sie auf eine schriftliche Genehmigung
âïž Was darf der Vermieter?
| Vermieter DARF ablehnen wenn... | Vermieter SOLLTE zustimmen wenn... |
|---|---|
| Keine geeigneten Anschlüsse vorhanden | Anschlüsse bereits vorhanden (Neubauten) |
| Bauliche Gegebenheiten dagegen sprechen | Fachgerechter Anschluss nachgewiesen |
| Hausordnung es explizit verbietet | Keine sachlichen Gründe dagegen |
ð Eigene Maschine vs. Gemeinschaftswaschküche
| Aspekt | Eigene Maschine | Gemeinschaftswaschküche |
|---|---|---|
| Flexibilität | â Waschen jederzeit möglich | â An Waschplan gebunden |
| Anschaffung | â CHF 500–2'000 | â Keine Kosten |
| Laufende Kosten | â Strom, Wasser, Wartung | â In Nebenkosten enthalten |
| Platz | â Braucht Platz in Wohnung | â Kein Platzbedarf |
| Wartung | â Selbst verantwortlich | â Verwaltung zuständig |
| Nachbarn | â Kein Kontakt nötig | â Erzwungene Interaktion |
| Trocknen | â Trockner nötig | â Trockenraum vorhanden |
ðª Alternative: Waschsalon
Wer weder die Gemeinschaftswaschküche noch eine eigene Maschine möchte, kann auf öffentliche Waschsalons ausweichen. In grösseren Schweizer Städten gibt es verschiedene Anbieter.
| Vorteile Waschsalon | Nachteile Waschsalon |
|---|---|
| â Grosse, leistungsstarke Maschinen | â Kosten pro Waschgang (CHF 5–10) |
| â Flexible Öffnungszeiten (oft 24/7) | â Anfahrt notwendig |
| â Keine Abhängigkeit von Nachbarn | â Wartezeit vor Ort |
Einige Waschsalons bieten "Wash & Fold"-Services an – Sie geben die Wäsche ab und holen sie gewaschen und gefaltet wieder ab. Ideal für Vielbeschäftigte!
ð¯ Wann lohnt sich welche Option?
| Option | Ideal für... |
|---|---|
| Gemeinschaftswaschküche | Singles/Paare, 1–2 Waschgänge/Woche, wenig Platz, Kosten tief halten |
| Eigene Waschmaschine | Familien mit Kindern ð¶, unregelmässige Zeiten, Konfliktvermeidung, langfristig bleiben |
| Waschsalon | Selten waschen, grosse Wäschestücke (Decken), dysfunktionale Gemeinschaftswaschküche |
Jetzt folgen 22 häufige Fragen und alle Quellen...
â Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Waschplan?
Ein Waschplan ist ein System zur Regelung, wann welche Partei die gemeinschaftliche Waschküche nutzen darf. Er kann als Papieraushang, Excel-Tabelle oder digitale Buchung funktionieren und sorgt für eine faire Verteilung der Waschzeiten.
Ist ein Waschplan in der Schweiz Pflicht?
Nein, es gibt keine gesetzliche Pflicht für einen Waschplan. Allerdings ist er in der Schweiz stark verbreitet und oft in der Hausordnung verankert, die Bestandteil des Mietvertrags ist. Die Nichteinhaltung kann daher mietrechtliche Konsequenzen haben.
Was passiert, wenn ich meinen Waschtermin nicht einhalte?
Bei einmaligem Vergessen passiert meist nichts. Bei wiederholten Verstössen kann der Vermieter Sie abmahnen. In extremen Fällen kann dies sogar ein Kündigungsgrund sein, da die Hausordnung Teil des Mietvertrags ist.
Darf ich die Wäsche anderer Mieter aus der Maschine nehmen?
Grundsätzlich nein – das Anfassen fremder Wäsche ist ein heikles Thema. Warten Sie zunächst kurz. Ist der Besitzer nicht auffindbar und Sie haben einen reservierten Slot, können Sie die Wäsche vorsichtig in einen Korb legen (nicht auf den Boden!).
Wie lange darf Wäsche im Trockenraum hängen?
Das regelt die Hausordnung – üblich sind 24 bis 48 Stunden. Manche Häuser haben auch ein rotierendes System. Prüfen Sie Ihre Hausordnung oder fragen Sie den Hauswart.
Wann darf ich waschen?
Die typischen Waschzeiten in der Schweiz sind 07:00–21:00 Uhr an Werktagen und 09:00–18:00 Uhr an Samstagen. Sonntags und an Feiertagen ist das Waschen meist verboten – prüfen Sie Ihre Hausordnung.
Was ist der Unterschied zwischen festem und offenem Waschplan?
Beim festen System ist jeder Partei ein bestimmter Tag/Zeitraum zugewiesen (z.B. "Familie Müller: jeden Mittwoch"). Beim offenen System trägt man sich für verfügbare Slots ein. Beide haben Vor- und Nachteile je nach Hausstruktur.
Kann ich meinen Waschtermin mit Nachbarn tauschen?
In den meisten Häusern ist das möglich und erwünscht. Wichtig: Informieren Sie gegebenenfalls den Hauswart und machen Sie den Tausch auf dem Waschplan sichtbar, um Missverständnisse zu vermeiden.
Was kostet das Waschen in der Gemeinschaftswaschküche?
In der Schweiz sind die Waschkosten meist in den Nebenkosten enthalten – Sie zahlen also pro Waschgang nichts extra. In manchen Häusern gibt es Münzautomaten oder digitale Bezahlsysteme mit CHF 2–5 pro Waschgang.
Was tun bei defekter Waschmaschine?
Melden Sie den Defekt sofort dem Hauswart oder der Verwaltung. Für die Reparatur ist der Vermieter zuständig. Dokumentieren Sie den Schaden ggf. mit Fotos, falls später Fragen aufkommen.
Darf ich eine eigene Waschmaschine in der Wohnung aufstellen?
Nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Vermieters! In der Schweiz ist dies nicht automatisch erlaubt. Fragen Sie schriftlich an und warten Sie auf eine schriftliche Zusage, bevor Sie eine Maschine kaufen.
Was ist WeWash?
WeWash ist ein digitales Buchungssystem für Gemeinschaftswaschküchen. Per App oder Website können Sie Waschtermine reservieren und bargeldlos bezahlen. Das System wird von der Bosch-Gruppe betrieben und ist in über 7'500 Wohnanlagen in Europa im Einsatz.
Wie funktioniert das Wiener Gemeindebau-Waschsystem?
Das "naTÜRlich sicher"-System ermöglicht elektronische Buchungen per App, Website oder Telefon. Jede Partei erhält ein Zeitguthaben (ca. 7 Stunden/Monat), das flexibel eingesetzt werden kann.
Muss ich die Waschmaschine nach dem Waschen reinigen?
Ja, das ist üblich und oft in der Hausordnung vorgeschrieben. Dazu gehört: Waschmittelschublade ausspülen, Trommel auswischen, Flusensieb leeren (Tumbler), Boden fegen. Tür offen lassen verhindert Gerüche.
Gibt es einen Unterschied zwischen Schweiz, Deutschland und Österreich?
Ja, erheblich. In der Schweiz nutzen ca. 60% der Haushalte Gemeinschaftswaschküchen, in Österreich (besonders Wien) ähnlich. In Deutschland haben 97% der Haushalte eine eigene Waschmaschine – dort ist das Konzept kaum bekannt.
Was mache ich bei Konflikten mit Nachbarn wegen der Waschküche?
Sprechen Sie die Person zuerst direkt und freundlich an. Oft steckt keine böse Absicht dahinter. Bei wiederholten Problemen informieren Sie den Hauswart oder die Verwaltung. Dokumentieren Sie Vorfälle schriftlich.
Darf ich sonntags waschen?
In der Schweiz ist das Waschen an Sonntagen in den meisten Häusern verboten – sowohl aus Lärmschutzgründen als auch aus kultureller Tradition. Prüfen Sie Ihre Hausordnung, einige moderne Gebäude erlauben es.
Wie erstelle ich einen Waschplan für unser Haus?
1. Bestandsaufnahme machen (Parteien, Maschinen, Zeiten). 2. System wählen (fest oder offen). 3. Zeitslots definieren. 4. Regeln festlegen. 5. Plan gestalten (Excel, Word oder Digital). 6. Allen kommunizieren und aushängen.
Wo finde ich kostenlose Waschplan-Vorlagen?
Auf dieser Seite! Wir bieten kostenlose Vorlagen für Excel (.xlsx), Word (.docx) und PDF zum Download an. Die Vorlagen sind für Mehrfamilienhäuser, WGs und Studentenwohnheime geeignet.
Was gehört in eine Waschküchenordnung?
Waschzeiten (Werktag, Samstag, Sonntag), Benutzungsregeln, Reinigungspflichten, Trockenraum-Regelungen, Verhalten bei Defekten, Konsequenzen bei Verstössen. Eine gute Ordnung ist klar, fair und praktikabel.
Wie funktioniert ein Waschplan in der WG?
In WGs gibt es drei gängige Systeme: Feste Waschtage (jeder hat seinen Tag), flexibles Einschreiben (Wochenplan in der Küche), oder spontane Absprache. Wichtig: Kombinieren Sie ggf. Wasch- und Putzplan.
Was ist, wenn ich im Urlaub bin?
Bei festen Waschplänen verfällt Ihr Slot in der Regel, wenn Sie ihn nicht nutzen. Tauschen Sie rechtzeitig mit Nachbarn oder informieren Sie den Hauswart. Bei offenen Systemen besteht das Problem nicht – Sie tragen sich einfach nicht ein.
ð Quellen & Verweise
ðïž Offizielle Stellen (Tier 1):
- Mieterverband Schweiz – Mietrecht und Hausordnung: mieterverband.ch
- Hauseigentümerverband (HEV) Schweiz – Musterhausordnungen: hev-schweiz.ch
- Stadt Wien – Wiener Wohnen Gemeindebau: wienerwohnen.at
- Schweizerisches Obligationenrecht (OR) Art. 257f: fedlex.admin.ch
ð± Digitale Waschküchen-Dienste:
- WeWash (Bosch-Gruppe) – Digitale Waschküchenverwaltung: wewash.com
- Miele appWash – Professionelle Wäschereisysteme: miele.ch
- Schulthess washMaster – Schweizer Wäschereitechnik: schulthess.ch
ð Weitere Quellen:
- Hugo Loetscher: "Die Waschküche – Schlüssel zur Schweizer Seele" (1997)
- Bundesamt für Statistik (BFS) – Wohnsituation Schweiz: bfs.admin.ch
- Beobachter – Ratgeber Mietrecht: beobachter.ch
- Swissinfo – Schweizer Waschküchenkultur: swissinfo.ch
Stand: Januar 2026 – Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Fragen konsultieren Sie den Mieterverband oder einen Anwalt.


