Post-Skandal: Kader-Tagung auf Mallorca im Ferien-Paradies

Publiziert: 2016-07-03, 18:14 Uhr | → Kommentieren
Autor: NEWS - Redaktion


Das Kader der Post tagte auf Mallorca. Dem Ferien-Paradies schlechthin. Ein Skandal.

20 Manager des Staatsbetriebes Schweizerische Post führten auf der Ferieninsel Mallorca eine dreitägige Tagung durch. Dies sorgt in der Schweiz für Unverständnis und Kritik. Schliesslich ist die Schweizerische Post kein privates Unternehmen. Die Post entgegnet, die Führungskräfte hätten auf Mallorca über die Zukunft des Staatsunternehmens nachgedacht.

Der Skandal

Die jüngsten Schlagzeilen rufen Kritiker von links bis rechts aus den Plan. Der «Schweiz am Sonntag» zufolge findet es die Nationalrätin und Präsidentin der Grünen Regula Rytz «ärgerlich, wenn sich öffentliche Unternehmen wie ein Elefant im Porzellanladen aufführen».

Auch SVP-Nationalrätin Natalie Rickli zeigt sich erstaunt: «Die Post ist kein privates Unternehmen. Solange sie im Staatsbesitz ist und in einem geschützten Markt operiert, ist in solchen Angelegenheiten volle Transparenz zu schaffen». Rickli ist Präsidentin der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats.

Kritik prallt ab

Die Post wiegelt derweil ab: «Die Kosten wären nicht niedriger gewesen, hätte der Workshop in einem Hotel in der Schweiz stattgefunden», versucht die Post-Sprecherin Jacqueline Bühlmann zu relativieren. Denn, so die Post weiter, das Führungsseminar «Strategieworkshop» wurde in einem privaten Anwesen eines Post-Mitarbeiters abgehalten. Auch erklärt sie, dass die Schweizerische Post keine finanziellen Mittel aus der Bundeskasse bekomme. Offen bleibt weiterhin, wer die Reisekosten der Post-Manager bezahlt hat. Denn weitere Fragen möchte die Post nicht beantworten und rechtfertigt dies mit dem Hinweis auf «unternehmensinterne Angelegenheiten».

So oder so stellt sich die Frage, was Führungskräfte eines Schweizerischen Staatsbetriebes während ihrer Arbeitszeit auf Mallorca verloren haben. Und weshalb ein Staatsbetrieb die privaten Räume eines Kader-Managers benutzt. Wo bleibt da die Transparenz?

Lokal. Regional. CH.

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