400 Franken Katzen-Steuer gefordert!

Publiziert: 2016-06-17, 18:07 Uhr | → Kommentieren
Autor: NEWS - Redaktion


Katzen sollen neu 400 Franken Steuern pro Jahr kosten.

1,5 Millionen Hauskatzen in der Schweiz seien einfach zu viel. Die Katzen würden ein "Massaker" in der Tierwelt anrichten, so die Naturschutz-Organisation Pro Natura Aargau.

Neue Katzensteuer

Droht für Schweizer Haustiere bald eine neue Steuer? Naturschützer aus dem Kanton Aargau fordern die Einführung einer sogenannten Katzensteuer. Derzufolge soll künftig jede nicht kastrierte Katze bis zu 400 Franken Steuern pro Jahr kosten. Zahlbar vom Katzenbesitzer.

Das Katzen-Massaker

Die Schweiz zählt Schätzungen zufolge über 1,5 Millionen Hauskatzen.

Für die Pro Natura Aargau definitiv zu viel. Denn die Katzen würden in der Tierwelt ein regelrechtes "Massaker" anrichten und dabei äusserst seltene Tierarten gefährden. Pro Jahr erbeuten die Hauskatzen hundertausende kleine Wildtiere.

Darunter allen voran junge Vögel: «Viele junge Vögel werden gefressen oder zu Tode gequält. Es ist ein eigentliches Massaker», so die Aussage von FDP-Grossrat Johannes Jenny (Geschäftsführer von Pro Natura Aargau) gegenüber der «Rundschau». Prekär sei die Lage vor allem bei den Reptilien. Bundesrechtlich geschützte seltene Arten stehen vor der Ausrottung.

Katzenbestand senken

Um diese hohe Katzendichte einzudämmen, fordert Jenny deshalb die Einführung einer schweizweiten Katzensteuer: «Damit sie eine Lenkungswirkung hat, müsste eine nicht kastrierte Katze 300 bis 400 Franken pro Jahr kosten.» Auf diese Weise soll der Bestand langfristig gesenkt werden.

Der Kanton Aargau soll dabei den Vorreiter spielen. Das erklärte langfristige Ziel von Pro Natura Aargau ist aber eine landesweite Katzensteuer.

Widerstand der Katzenfreunde

Gegen die Katzensteuer regt sich aber auch Widerstand. Der Katzenforscher Dennis Turner kritisiert, dass wissenschaftliche Belege fehlten. Es gebe keine Daten, die belegen, dass Katzen für Wildtiere ein Problem darstellten.

Manuela Gutermann, Präsidentin des Vereins Katzenfreunde Schweiz kritisiert ausserdem: «Eine solche Steuer würde vor allem ältere und wenig Vermögende treffen, die das Büsi besonders nötig haben». Zwar seien auch die Katzenfreunde bei Katzen mit Auslauf für die Kastration. Gutermann betont aber: «Wir haben uns ein Raubtier ins Haus geholt. Und wir müssen damit leben, dass das Tier seine natürlichen Instinkte auslebt.»

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