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1:12-Umfrageresultate: 49,5% JA - 40,5% NEIN - 1zu12

Die 1:12 Initiative kommt am 24. November 2013 zur Abstimmung und hat allen Unkenrufen zum Trotz reelle gute Chancen, beim Stimmvolk angenommen zu werden.

Dies zeigen aktuelle Umfragen der «SonntagsZeitung» - fast 50% sagen JA.


Die jüngsten Umfragewerte zur 1zu12-Lohnbegrenzung bestätigen den JA-Trend. Verblüffen vermag die Tatsache, dass auch in den Reihen der Schweizerischen Volkspartei (SVP) gibt es zahlreiche Befürworter der 1:12-Initiative.

In Auftrag gegeben wurde die repräsentative Umfrage von der wöchentlich erscheinenden "SonntagsZeitung". Die Mehrheit der Befragten votiert der Umfrage zufolge deutlich für die Volksinitiative der Juso.

Diese sogenannte 1:12-Regel sieht eine entsprechend maximales Lohnverhältnis in allen Schweizer Unternehmen vor. Wird die Initiative von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern angenommen, darf der höchste Monatslohn eines Managers den Jahreslohn seiner Angestellten nicht mehr überschreiten.

Dieses 1zu12-Anliegen findet in der Schweiz breite Zustimmung wie aktuelle repräsentative 1:12-Umfragen belegen. Beinahe 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer unterstützen laut Umfrageergebnisse das Begehren der Juso.

Die Schweiz entscheidet sich am Tag der Eidgenössischen Abstimmung (24. November 2013) für oder gegen 1zu12-Löhne in der Schweiz.

Inhalt:



Umfrage: fast 50% JA - und 40% der SVP-Wähler für 1:12-Initiative


Erste Erfolge für die Befürworter der 1zu12-Begrenzung von Managerlöhnen. Die aktuelle Umfrage der "SonntagsZeitung" zeigt, dass die 1:12-Initiative in der Schweizer Bevölkerung durchaus grosse Sympathien geniesst. Der neuen Umfrage zufolge ewrden 49,5 Prozent der Stimmberechtigten bei der Abstimmung ein JA in die Urne legen. Das gegnerische Lager vermag derweil wohl wesentlich schlechter zu überzeugen. Gemäss der Umfrage stimmen nämlich lediglich 40,5 Prozent gegen die 1:12 Initiative (Stand 10.3.).

Die Begrenzung der Managerlöhne auf einen maximal 12 Mal höheren Lohn als jener der schlechtesten bezahlten Angestellten im Unternehmen entspricht augenscheinlich dem Anliegen vieler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der Schweiz.

Dies hatte wenige Monate zuvor bereits die überwältigende Zustimmung von knapp 75% JA-Stimmen für die Abzocker-Initiative gezeigt. Die 1-zu-12-Volksinitiative besitzt laut Umfrage ebenfalls gute Aussichten auf Erfolg - so sie den Vorsprung halten kann.

Der Bundesrat hatte die 1:12-Abstimmung aus taktischer Überlegung auf den 24. November 2013 verschoben und so dem gegnerischen Lager der 1zu12-Initiative mehr Zeit zugeschanzt, damit diese den Rückstand aufzuholen vermag. Ob diese Verzögerungstaktik des Bundesrates am Ende auch wirklich aufgeht oder doch eher zum Eigentor mutiert, wird sich an der Eidgenössischen 1:12-Abstimmung zeigen. Das Pro-Lager kann laut Umfragen unterdessen mit einer komfortablen Führung im Rennen um die Gunst der Stimmenden buhlen.

 

40% der SVP und CVP Wähler sagen JA zu 1:12

Entscheidend dürften auch die Umfragewerte bei Wählerinnen und Wähler der Bürgerlichen und Rechten Parteien sein. Aktuell geniesst die Lohninitiative bei der Basis der Schweizerischen Volkspartei (SVP) rund 40% Zustimmung, obschon die Parteioberen gegen die 1:12 Initiative wettern. Auch bei der bürgerlichen Partei CVP trifft das Volksanliegen auf eine erstaunlich hohe Zahl an Befürwortern.

Thomas Minder, Vater der erfolgreichen Abzocker-Initiative und SVP-Fraktionsmitglied, räumt der 1:12 Volksinitiative angesichts der Umfragewerte ebenfalls sehr gute Chancen ein.

Die FDP auf verlorenem Posten

Einzig die FDP kämpft entschlossen gegen das Volksanliegen, wie sie das bereits bei der Minder-Initiative tat und desaströs verlor. Die FDP verlor just nach der verlorenen Abzocker-Abstimmung und dem Bekanntwerden ihrer ablehnenden Haltung zur 1:12 Lohnbegrenzung sogleich 2 Prozentpunkte auf dem Eidgenössischen Umfrage-Politbarometer.

Trotzdem wird die FDP an vorderster Front gegen eine Annahme der 1 zu 12 Regel kämpfen, wie Parteichef Philipp Müller ankündigt. Gemäss Müller übernimmt die Partei dabei die Koordinierung der Gegenkampagne.

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