Bundesrat 2018: Lohn + Rente

Bundesrat Schweiz - Die sieben obersten Schweizer


Die Löhne der sieben Bundesräte:
So viel verdient 2018 ein Bundesrat während und nach der Amtszeit: 475'163 Franken plus Zulagen + Rente + weitere Leistungen.
 

Hier gibt es eine detaillierte Auflistung aller Annehmlichkeiten inklusive Lohn, Zulagen, Autos, Chauffeure, SBB-GA, Wohnung, weitere Extrawürste und die Rente.

Inhalte:

 




Die Löhne der sieben Bundesräte

Bundeshaus in Bern: Parlament und Bundesrat


Eine Bundesratskarriere zahlt sich aus: Ein gewählter Bundesrat verdient genau 475'163 Schweizer Franken pro Jahr (brutto).
 

DOCH DA KOMMT NOCH MEHR:

Weitere Leistungen: Alle sieben Bundesräte profitieren von verschiedensten zusätzlichen Leistungen. Und ganz wichtig: Sie erhalten eine stattliche Rente (auch bei erfolgloser Wiederwahl). Hier erfahren Sie wie viel.

Auszahlung: Das Standard-Jahresgehalt von CHF 445'163.- wird den Schweizer Bundesräten jeweils vier Mal pro Jahr in vier Tranchen ausbezahlt.

Teuerung: Der Lohn wird selbstverständlich jährlich an die Teuerung angepasst.

Steuerbefreite Zulagen: Zum jährlichen Grundgehalt kommen nochmals 30'000 steuerbefreite Franken in Form von Repräsentationszulagen hinzu sowie eine Spesenvergütung.

Bundespräsident-Zulage: Der Bundespräsident erhält eine zusätzliche Entschädigung in der Höhe von 12'000 Franken während seines Präsidialjahres.

Rente für abgewählte Bundesräte: Abgewählte oder zurückgetretene Bundesräte erhalten weiterhin mehr als 222'000 Franken pro Jahr an Lohn bzw. Rente bezahlt, egal wie lange sie in ihrem Amt walteten (siehe Beispiel Metzler-Rente).

Bundesrat-Autos: Zusätzlich verfügen die sieben Regierungsmitglieder über eine eigene Fahrzeugflotte inklusive Chauffeur für Dienstreisen und für private Fahrten. Unter den Staatskarosserien finden sich Fahrzeuge der Typs Mercedes S-Klasse Diesel und Tesla S Elektroauto. Auch die Innenaustattung der Limousinen ist nicht ohne. Medienberichten zufolge hat sich einer der Amtsträger eine Soundanlage für schätzungsweise 15'000 Franken in seinen Dienstwagen einbauen lassen.



BUNDESRAT-GARAGE
Bundesrat Fahrzeuge
Limousinen + Staatskarossen

Automarken, Innenausstattung, Chauffeure ...
 

Bundesrat-Helikopter: Für Dienstreisen samt Delegation stehen dem Gesamtbundesrat Helikopter und Jets des Lufttransportdienstes (LTDB) zur Verfügung. Letztes Jahr war die Bundesratsflotte von 4 Jets und 3 Helikoptern des Service de transport aérien de la Conféderation 899 Stunden in der Luft (+35%). Mehr als ein Drittel aller Flugstunden gehen auf das Konto eines einzigen Bundesrates. 1 Flugstunde im Bundesrat-Helikopter kostet zwischen 5'300-10'900 Franken. Im Jahr 2014 flog einer der Bundesräte allein für über 500'000 Franken Helikopter. Ein neuer Kostenrekord.



DIE FLIEGER-FLOTTE
4 Bundesratsjets
3 Bundesrat-Helikopter

 

Kantone Wappen Flaggen Schweiz


GA auf Lebenszeit: Die Bundesräte erhalten auf Lebenszeit ein eigenes Generalabonnement der SBB GA in der 1. Klasse und kommen in den Genuss von weiteren Dienstleistungen.

 

Zusatzleistungen für Bundesräte:


Zu den zusätzlichen Leistungen zählen, wie es sich für einen Bundesrat gehört, nebst GA-Abo 1. Klasse eine kostenlose Medieninfrastruktur bestehend aus IT, Computer, Mobiltelefon, Festnetz, TV, Radio.
 

Eins vorweg: Die Billag-Gebühren für Radio und TV bezahlen die Mitglieder des Gesamtbundesrates nach wie vor selber - wie gewöhnliche Bürger auch.

Wohnung: Den Bundesräten werden trotz der weitläufigen Meinung auch keine Wohnungen und Unterkünfte bereitgestellt.

Miete: Die Wohnungsmiete müssen die obersten sieben Räte, wie bereits die Billag-Gebühren, selber berappen. Der Bund ist bei der Wohnungssuche innerhalb der Bundesstadt Bern aber gerne mit Rat und Tat behilflich.

Fahrer: Jeder Bundesrat hat Anspruch auf zwei Bundesratautos mit eigenem Fahrer.



Bis 160'000.- CHF pro Jahr
für 3 Monate(!) Session
So viel Lohn verdient
ein Parlamentarier im
Nationalrat + Ständerat

 

 

Die Bundesratsflotte mit Chauffeur

Die beiden Autos, bestehend aus einem Repräsentationswagen und einem Dienstfahrzeug, stehen den amtierenden Bundesräten selbstverständlich rund um die Uhr zur Verfügung.

Bundesplatz Bern beim Bundeshaus

Autowahl: Das Dienstfahrzeug kann der Bundesrat selber auswählen, sowohl was die Automarke angeht als auch die Ausführung und das Modell. Die Bundesräte entscheiden sich erfahrungsgemäss für einen Mercedes der S-Klasse Diesel oder für einen Tesla. Genauere Angaben erfahren Sie über den Link oben.

Dienstlich + Privat: Ein Bundesrat kann das Dienstauto sowohl im Dienst unterwegs für die Schweiz wie auch privat für sich nutzen, z.B. innerhalb der Schweiz oder für Privatreisen ins Ausland. Für solche Fahrten ins Ausland muss ein Bundesrat jedoch selber für die Kosten der Fahrerin bzw. des Fahrers aufkommen, was aber laut Bund praktisch nie vorkommt.

Ehefrau / Ehemann: Des weiteren ist die Nutzung der Dienstfahrzeuge (inklusive Chauffeur) auch der Ehefrau oder dem Ehemann der Bundesräte erlaubt.

Neue Fahrzeuge: Die Flotte der Regierungsfahrzeuge wird stets auf dem neusten Stand gehalten. Alle 4 Jahre dürfen die bundesrätlichen Dienstautos ab einem Kilometerstand von 100'000 Kilometer ausgewechselt und durch eine neue Karosserie ersetzt werden. Gemäss Bund und laut Angaben des VBS beläuft sich die durchschnittliche Einsatzdauer dieser Fahrzeuge auf 10-15 Jahre. Spätestens ab einem Kilometerstand von 350'000 km werden die Autos aus der Flotte ausrangiert. Obschon die Dienstfahrzeuge von den Bundesräten ausgewählt werden, bleibt der Bund Inhaber der Autos. Ein abtretendes Regierungsmitglied hat aber die Möglichkeit dem Bund den Wagen abzukaufen.


 

Die Bundesratrente bei Abwahl

Bundesrat Schweiz: Die 7 Bundesräte


Abgewählte Bundesräte erhalten nach ihren Dienstjahren weiterhin 50% ihres Einkommens als amtierende Departementsvorsteher. Anders als die gewöhnlichen Arbeitnehmer hat der Bundesrat nebst seinem vergleichsweise hohen Salär auch eine bis an Lebensende gesicherte hohe Rente.
 

Belohnung für Abwahl: Jeder Bundesrat hat ein Anrecht auf grosszügige Rentenzahlungen bis an sein Lebensende. Nicht etwa, weil er aufgrund seines hohen Alters in Pension ginge, sondern vielmehr direkt nach der Abwahl und auch bei unfreiwilligem Verlust des Bundesratsitzes. Das Rentenalter spielt für einen Bundesrat keine Rolle.

Rente nach nur 4 Jahren Arbeit: Nach der Abwahl haben Bundesräte Anspruch auf die Hälfte ihres bisherigen Bundesratslohnes. Wer vergleichsweise jung in den Bundesrat gewählt und nach vier Amtsjahren wieder abgewählt wird oder zurücktritt, kann also bereits mit Ende 30 bzw. Anfang 40 Jahre mit jährlich 222'359 Franken Rentenzahlungen pro Jahr auf ziemlich gutem Fuss leben. Finanziell haben ehemalige Bundesräte allemal ausgesorgt. Erbrachte Leistungen sind irrelevant. Entscheidend für den vollen Rentenanspruch sind die Mindestzahl der Amtsjahre.



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Das Leben nach dem Bundesrat:

Rentner Ehepaar mit Regenschirm auf Parkbank

Wie viel verdienen (un)freiwillig pensionierte Bundesräte?

Einen Haken hat die Bundesratsrente dennoch, wenn auch einen winzigen. Sollte sich ein Alt-Bundesrat nach seinem politischen Karriereende dazu entschliessen, (wieder) in die Wirtschaft zu wechseln, anstatt sich zur Ruhe zu setzen, für den gelten folgende Regeln:

Verfügt ein Alt-Bundesrat über ein zusätzliches Erwerbseinkommen, das zusammen mit seiner Rente (CHF 222'581.-) das Bundesratsgehalt (CHF 445'163.- Lohn) übersteigt, so kürzt der Bund die Rentenzahlungen um den entsprechenden Betrag.

Steuerzahler unterstützen abgewählte Bundesräte: Ein geschickter Alt-Bundesrat kommt im Leben nach der Politik also weiterhin auf mindestens 444'163 Franken, von denen total 222'581 Franken ihm, als einstiger Bundesrat, von seinem damaligen Arbeitgeber (Steuerzahler) nach wie vor als Lohn ausbezahlt werden.



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Bundesrat-Rente am Beispiel der Ex-Bundesrätin Ruth Metzler:

Die ehemalige und nach nur 4 Jahren wieder abgewählte CVP-Bundesrätin Ruth Metzler (Amtsdauer 1999-2003) war zum Zeitpunkt ihrer Abwahl gerade mal 39 Jahre alt.


Nach nur 4 Jahren Amtszeit hat sie mit 39 Jahren ein Anrecht auf eine lebenslange Rente vom Staat in der Höhe von 222'500 CHF pro Jahr.
 

Anmerkung: Bei diesem Rechenbeispiel nicht berücksichtigt ist ihre aktuelle Tätigkeit und allfällige Kürzungen der Rente aufgrund höheren Einkommens. Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung.

 

Rente bei Rücktritt eines Bundesrates

Sollte eine/r der BundesrätInnen freiwillig zurücktreten, so erhält jedes abtretende Regierungsmitglied des Gesamtbundesrates mit mindestens vier Jahren auf dem Buckel den Anspruch auf die volle Rente. Sollte der Rückzug aus gesundheitlichen Gründen erfolgen, so können die vollen Rentenzahlungen auch mit weniger Amtsjahren ausgesprochen werden. Das SBB Generalabonnement für die 1. Klasse gibt es übrigens auf Lebenszeit und hat auch nach den Amtsjahren im Pensionsalter noch Gültigkeit.


FAZIT: Einerseits scheint die vergleichsweise hohe Lohnentschädigung durchaus angebracht, in Anbetracht der grossen Verantwortung eines Bundesrates. Andererseits stösst insbesonders die Rentenregelung und auch das hohe Salär sauer auf, wenn der Bundesrat neue Einsparungen von 1 Milliarde Franken im Bereich Bildung und zig hundert Millionen Franken im Gesundheitswesen ankündigt. Daher ist das Unverständnis begründet und nachvollziehbar.
 

Die aktuellen Bundesrat Löhne in der Schweiz.
Quelle: Bund

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(Last updated: 12.04.2018, 00:56)

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