Der Bundesrat Lohn in der Schweiz

Bundesrat Lohn Schweiz - soviel verdienen Bundesräte während und nach der Amtszeit: 475'163 Franken plus Zulagen + Rente + weitere Leistungen.

Hier gibt es eine detaillierte Auflistung aller Annehmlichkeiten der sieben Bundesräte inklusive Lohn, Zulagen, Extrawürste und lebenslange Rente.

Inhalte:

 



Die Löhne der sieben Bundesräte


Eine Bundesratskarriere zahlt sich finanziell aus: Ein gewählter Bundesrat verdient genau 475'163 Schweizer Franken pro Jahr an Einkommen (brutto).

DOCH DA KOMMT NOCH EINIGES MEHR:

Weitere Leistungen: Alle sieben Bundesräte profitieren von vielen zusätzlichen Leistungen. Und ganz wichtig: Sie erhalten eine stattliche Rente (auch bei erfolgloser Wiederwahl). Hier erfahren Sie wieviel.

Auszahlung: Das Standard-Jahresgehalt von CHF 444'178.- wird den Schweizer Bundesräten jeweils vier Mal pro Jahr in vier Tranchen ausbezahlt.

Teuerung: Der Lohn wird selbstverständlich jährlich an die Teuerung angepasst.

Steuerbefreite Zulagen: Zum jährlichen Grundgehalt kommen nochmals 30'000 steuerbefreite Franken in Form von Repräsentationszulagen hinzu sowie eine Spesenvergütung.

Bundespräsident-Zulage: Der Bundespräsident der Schweiz erhält eine zusätzliche Entschädigung in der Höhe von 12'000 Franken.

Bundesrat Lohn, Rente und ZusatzleistungenRente für abgewählte Bundesräte: Die Löhne sind noch mit diversen weiteren Leistungen verbunden. So erhalten abgewählte Bundesräte unter anderem weiterhin mehr als 222'000 Franken pro Jahr an Lohn bzw. Rente bezahlt, egal wie lange sie in ihrem Amt walteten (siehe Beispiel Metzler).

Bundesrat-Autos: Zusätzlich verfügen die sieben Regierungsmitglieder über eine eigene Fahrzeugflotte inklusive Chauffeur für Dienstreisen und für private Fahrten. Allein im Jahr 2015 haben sich vier der sieben Bundesräte neue Autos schenken lassen. Darunter Fahrzeuge der Typs Mercedes S-Klasse Diesel und Tesla S Elektroauto. Auch die Innenaustattung der Fahrzeuge ist nicht ohne. Einer hat sich in seinem Dienstwagen eine Soundanlage für schätzungsweise 15'000 Franken einbauen lassen.

Siehe auch:
Bundesrat Fahrzeuge, Limousinen + Staatskarossen

Bundesrat-Helikopter: Für Dienstreisen samt Delegation stehen ein Helikopter und ein Bundesratsjet zur Verfügung. 1 Flugstunde im Bundesrat-Helikopter kostet zwischen 5300-10900 Franken. Einer der Bundesräte ist im Jahr 2014 allein für über 500'000 Franken Helikopter geflogen. Ein neuer Kostenrekord.

Siehe auch:
Bundesrat Helikopter - neuer Kosten-Rekordhalter

GA auf Lebenszeit: Die Bundesräte erhalten zudem auf Lebenszeit ein eigenes SBB GA in der 1. Klasse und kommen dabei in den Genuss von zahlreichen weiteren Dienstleistungen.

 

Die Zusatzleistungen für Bundesräte


Zu den zusätzlichen Leistungen zählen ein SBB GA-Abo 1. Klasse, wie es sich für einen Bundesrat gehört, und eine kostenlose Medieninfrastruktur bestehend aus IT, Computer, Mobiltelefon, Festnetz, TV, Radio.

Eins vorweg: Immerhin. Die Billag Gebühren für Radio und TV bezahlen die Mitglieder des Gesamtbundesrates nach wie vor selber, wie gewöhnliche Bürger auch. Den Bundesräten werden trotz der weitläufigen Meinung auch keine Wohnungen und Unterkünfte bereitgestellt. Die Wohnungsmiete müssen die obersten sieben Räte, wie bereits die Billag-Gebühren, selber berappen. Der Bund ist bei der Wohnungssuche innerhalb der Hauptstadt Bern aber gerne mit Rat und Tat behilflich. Zu den Zusatzleistungen gehört auch der Anspruch auf zwei Bundesratautos mit eigenem Fahrer. Siehe nächster Abschnitt.

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Die Bundesratsflotte mit Chauffeur


Nebst einem hohen Lohn hat der Bundesrat zudem Anspruch auf einen eigenen Chauffeur und auf je zwei Fahrzeuge aus der Bundesratsflotte.

Die beiden Autos, bestehend aus einem Repräsentationswagen und einem Dienstfahrzeug, stehen den amtierenden Bundesräten selbstverständlich rund um die Uhr zur Verfügung.

Details zum Thema:
Bundesrat Fahrzeuge, Limousinen + Staatskarossen

Autowahl: Das Dienstfahrzeug kann der Bundesrat selber auswählen, sowohl was die Automarke angeht als auch die Ausführung und das Modell. Die Bundesräte entscheiden sich erfahrungsgemäss für einen Mercedes der S-Klasse Diesel oder für einen Tesla. Genauere Angaben erfahren Sie über den Link oben.

Dienstlich + Privat: Zudem kann ein Bundesrat das Dienstauto sowohl im Dienst unterwegs für die Schweiz wie auch privat für sich nutzen, z.B. innerhalb der Schweiz oder für Privatreisen ins Ausland. Für solche Fahrten ins Ausland muss er jedoch selber für die Kosten der Fahrerin bzw. des Fahrers aufkommen, was laut Bund praktisch nie vorkommt.

Ehefrau / Ehemann: Des weiteren ist die Nutzung der Dienstfahrzeuge (inklusive Chauffeur) auch der Ehefrau oder dem Ehemann der Bundesräte erlaubt.

Neue Fahrzeuge: Die Autoflotte der Regierungsfahrzeuge wird stets auf dem neusten Stand gehalten. Alle 4 Jahre dürfen die bundesrätlichen Dienstautos ab einem Kilometerstand von 100'000 Kilometer ausgewechselt und durch eine neue Karosserie ersetzt werden. Gemäss Bund und Angaben des VBS beläuft sich die durchschnittliche Einsatzdauer dieser Fahrzeuge auf 10-15 Jahre. Spätestens ab einem Kilometerstand von 350'000 km werden die Autos aus der Flotte ausrangiert. Obschon die Dienstfahrzeuge von den Bundesräten ausgewählt werden, bleibt der Bund Inhaber der Autos. Ein abtretendes Regierungsmitglied hat aber die Möglichkeit dem Bund den Wagen abzukaufen.

 

Die Bundesrat-Rente bei Abwahl


Die abgewählten Bundesräte erhalten nach ihren Dienstjahren weiterhin 50% ihres Einkommens als amtierende Departementsvorsteher. Anders als die gewöhnlichen Arbeitnehmer hat der Bundesrat nebst seinem vergleichsweise hohen Salär auch eine bis an Lebensende gesicherte hohe Rente.

Belohnung für Abwahl: Jeder Bundesrat hat ein Anrecht auf grosszügige Rentenzahlungen bis an sein Lebensende. Nicht etwa, weil er aufgrund seines hohen Alters in Pension ginge, sondern vielmehr direkt nach der Abwahl und bei Verlust des Bundesratsitzes. Das Rentenalter spielt für einen Bundesrat keine Rolle.

Rente nach nur 4 Jahren Arbeit: Nach der Abwahl haben Bundesräte Anspruch auf die Hälfte ihres bisherigen Bundesratslohnes. Wer vergleichsweise jung in den Bundesrat gewählt und nach vier Amtsjahren wieder abgewählt wird oder zurücktritt, kann also bereits mit Ende 30, Anfang 40 Jahre mit jährlich 222'359 Franken Rentenzahlungen pro Jahr auf ziemlich gutem Fuss leben. Finanziell haben ehemalige Bundesräte allemal ausgesorgt. Erbrachte Leistungen sind irrelevant. Entscheidend für den vollen Rentenanspruch sind die Mindestzahl der Amtsjahre.

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Das Leben nach dem Bundesrat


Wieviel verdienen (un)freiwillig pensionierte Bundesräte?

Bundesrat Lohn in der SchweizEinen Haken hat die Bundesratsrente dennoch, wenn auch einen winzigen. Sollte sich ein Alt-Bundesrat nach seinem politischen Karriereende dazu entschliessen, (wieder) in die Wirtschaft zu wechseln, anstatt sich zur Ruhe zu setzen, für den gelten folgende Regeln:

Verfügt ein Alt-Bundesrat über ein zusätzliches Erwerbseinkommen, das zusammen mit seiner Rente (CHF 222359.-) das Bundesratsgehalt (CHF 444718.- Lohn) übersteigt, so kürzt der Bund die Rentenzahlungen um den entsprechenden Betrag.

Steuerzahler unterstützen abgewählte Bundesräte: Ein geschickter Alt-Bundesrat kommt im Leben nach der Politik also weiterhin auf mindestens 444'718 Franken, von denen total 222'359 Franken ihm, als einstiger Bundesrat, von seinem damaligen Arbeitgeber (Steuerzahler) nach wie vor als Lohn ausbezahlt werden.

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Bundesrat-Rente am Beispiel Ruth Metzler

Die ehemalige und nach nur 4 Jahren wieder abgewählte CVP-Bundesrätin Ruth Metzler (1999-2003) war zum Zeitpunkt ihrer Abwahl gerade mal 39 Jahre alt.

Nach nur 4 Jahren Amtszeit hat sie mit 39 Jahren ein Anrecht auf eine lebenslange Rente vom Staat in der Höhe von 222'000 CHF pro Jahr.

Anmerkung: Bei diesem Rechenbeispiel nicht berücksichtigt ist ihre aktuelle Tätigkeit und allfällige Kürzungen der Rente aufgrund höheren Einkommens. Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung.
 

Rente bei Rücktritt eines Bundesrates

Sollte eine/r der BundesrätInnen freiwillig zurücktreten, so erhält jedes abtretende Regierungsmitglied des Gesamtbundesrates mit mindestens vier Jahren auf dem Buckel den Anspruch auf die volle Rente. Sollte der Rückzug aus gesundheitlichen Gründen erfolgen, so können die vollen Rentenzahlungen auch mit weniger Amtsjahren ausgesprochen werden. Das SBB Generalabonnement für die 1. Klasse gibt es übrigens auf Lebenszeit und hat auch nach den Amtsjahren noch Gültigkeit.

FAZIT: Einerseits scheint die vergleichsweise hohe Lohnentschädigung durchaus angebracht, in Anbetracht der grossen Verantwortung eines Bundesrates. Andererseits stösst insbesonders die Rentenregelung und auch das hohe Salär sauer auf, wenn der Bundesrat neue Einsparungen von 1 Milliarde Franken im Bereich Bildung und zig hundert Millionen Franken im Gesundheitswesen ankündigt (siehe dazu: Bundesrat-Autos + Luxuslimousinen). Daher ist das Unverständnis begründet und nachvollziehbar.

Die aktuellen Bundesrat Löhne in der Schweiz.
Quelle: Bund

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Wojtek Bernet   Autor: Wojtek Bernet
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(Last updated: 04.02.2017, 15:15 Uhr)