Übersterblichkeit in der Schweiz 2020 wegen COVID-19

Wie hoch ist die Übersterblichkeit in der Schweiz 2020 während der COVID-19-Pandemie? Hier gibt es die aktuelle Grafik und Statistik vom Bundesamt für Statistik (BfS) aufgeschlüsselt nach Regionen und Kantone.

Inhalte:

 

 

Die aktuelle Lage zur Übersterblichkeit

Die Daten des Bundesamt für Statistik (BfS) sind bezüglich Todesfälle und Übersterblichkeit ziemlich klar: «Ab Woche 43 (19. bis 25. Oktober) zeigen sich in der Gruppe der Personen ab 65 Jahren erneut Todesfallzahlen über dem langjährigen Erwartungswert.» Dasselbe gilt für den Monat November und deutet sich leider auch für den Monat Dezember an, wie unten in der BfS-Grafik deutlich zu erkennen ist.

Übersterblichkeit Schweiz Budnesamt für Statistik Todesfälle
Quelle: Sterblichkeitsstatistik Bundesamt für Statistik (BfS)

«Wie bereits zu Beginn der 1. Welle der der SARS-CoV-2-Pandemie Anfang März 2020 folgt der Anstieg der Todesfälle dem Anstieg der Covid-19-Neuinfektionen mit einer Verzögerung von etwa zwei Wochen. Vom 16.3 (Woche 12) bis 19.4. (Woche 16) war in der Schweiz aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie eine statistisch signifikante Übersterblichkeit zu beobachten. In Woche 14 zwischen 30. März und 5. April starben 39% mehr Personen als erwartet. Die Übersterblichkeit entwickelte sich nicht in allen Regionen der Schweiz gleich.»

Siehe auch:


  • BESTATTER AM LIMIT:
    Schweizer Bestatter wegen Corona-Toten und Übersterblichkeit am Limit: «Wir sind völlig überfordert»
    «Wir wissen bald nicht mehr, wohin mit den Toten», klagt ein Bestattungsunternehmen in der Westschweiz. Mehrere Kantone planen als letztes Mittel ihre Eishallen zur Leichenhalle umzufunktionieren und für die Lagerung der Särge zu nutzen, weil die Kühlräume besetzt und die maximalen Kapazitäten der Öfen in den Krematorien erreicht sind. «Ich blicke auf 50 Jahre Erfahrung zurück und habe so etwas noch nie gesehen». Inklusive SRF-VIDEO-BERICHT, wo betroffene Bestatter direkt zu Wort kommen.

    Quelle: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

  • CORONA-ÜBERSTERBLICHKEIT:
    Weltweite Übersterblichkeit durch Corona nach Länder in Europa + USA
    «Von Mitte Februar bis Ende Mai 2020 starben in 21 Industrieländern 206'000 mehr Menschen als ohne die Pandemie zu erwarten gewesen wäre.

    Diese Zahl ist ähnlich hoch wie die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs in diesen Ländern in einem ganzen Jahr und mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Todesfälle durch Diabetes oder Brustkrebs in einem ganzen Jahr.» Das widerlegt Verschwörungsmythen, die behaupten, es gäbe keine Übersterblichkeit durch Corona.

    Quelle: Nature Medicine

  • HARMLOSE GRIPPE?
    Covid-19 ist zwölf Mal tödlicher als die normale Grippe
    COVID-19 ist zwölf Mal tödlicher als die normale Grippe. Und in den USA sind 20 Mal mehr Menschen an Corona gestorben als während der schlimmsten Grippewelle der letzten 30 Jahre. Dies beweist folgende Metastudie.

    Quelle: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

 

 

Wöchentliche Todesfälle nach Kantone und Regionen

Die gute Nachricht: Es gibt momentan keine Übersterblichkeit bei den U65-Jährigen.

 

 

 

Übersterblichkeit bei über 65-Jährigen und Älteren

Die schlechte Nachricht: Es gibt aktuell eine Übersterblichkeit bei den Ü65-Jährigen.

 

 

 

Nur Alte mit Vorerkrankungen betroffen? Nicht so schlimm?

Für die Corona-Skeptiker und -Verharmloser.

Coronavirus Corona Todeställe Tote Covid-19 Verstorbene Kerze Maske

Wer nun entgegnet oder verharmlost, es treffe «eh nur die Alten», «alles Alte mit Vorerkrankungen», «die wären eh gestorben» (also Deine Mama, Dein Papa, Deine Tante, Dein Onkel, Deine Grossmutter, Dein Grossvater), das sei nicht so relevant oder schlimm, wer den einen das Recht auf Leben zuspricht und anderen aufgrund ihres Alters tatsächlich das Recht auf Leben abspricht, weil er sich nicht einschränken mag - wie leider bereits (zu) viel vorgekommen und genau so geäussert (und zwar ganz explizit) - dem sei in aller Deutlichkeit folgendes nahe gelegt:

Corona Covid-19 Ü65 alte Menschen Patienten mit Vorerkrankungen

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(Last updated: 18.11.2020, 11:23)