«Corona-Skeptiker verwirken ihr Recht auf einen Intensivplatz bei Engpässen»



«Ich schlage vor, dass Corona-Skeptiker ihr Recht auf ein Akutbett oder einen Intensivplatz verwirken, falls es zu Engpässen kommt»,
 

sagt Willy Oggier, einer der profiliertesten und führenden Gesundheitsökonomen der Schweiz, in einem Interview mit dem «Tagesanzeiger».


Je lockerer die Corona-Massnahmen, desto strikter seien diese durchzusetzen. Andernfalls bekomme man die hohen Infektionszahlen hierzulande nicht genügend rasch in den Griff, erklärt der Gesundheitsökonom Willy Oggier gegenüber der Zeitung. Er stelle denn auch eher eine Zunahme der Corona-Müdigkeit in der Schweiz fest und habe bereits wiederholt beobachtet, wie sich Menschen am Hauptbahnhof Zürich der Aufforderung der Bahnpolizei widersetzten, eine Maske zu tragen. «Das kann doch nicht sein!»

Es brauche deshalb sofort eine «gesetzliche Grundlage für saftige Ordnungsbussen, die ohne langes Verfahren ausgestellt werden können. Auch durch die Bahnpolizei und private Sicherheitsdienste», fordert der renommierte Gesundheitsökonom. «Weiter schlage ich vor, dass Corona-Skeptiker ihr Recht auf ein Akutbett oder einen Intensivplatz verwirken, falls es zu Engpässen kommt.»

Wer angezeigt werde, weil er die Abstand- und Hygieneregeln mutwillig missachtet, solle die Verantwortung für sein Handeln tragen. «Ich schlage vor, dass diese Personen namentlich erfasst werden und im Zweifelsfall kein Intensivbett erhalten. Ganz nach dem Verursacherprinzip.» Auf den Einwand des Interviewers, dass dies eher an Zustände wie in China erinnere denn an die Schweiz, entgegnet Willy Oggier, er spreche lediglich von den Engpass-Situationen.


«Stossen die Spitäler an ihre Grenzen, kommen die Mediziner nicht darum herum, zu entscheiden, wem sie das letzte Bett geben. Ich finde es fairer, wenn der selbsternannte Corona-Rebell das Nachsehen hat, als wenn es einfach den ältesten Patienten im Raum trifft
Willy Oggier, Gesundheitsökonom im «Tagesanzeiger»


Denn man könne die Leute nicht nur mit Boni locken, oft brauche es auch einen Malus, damit das System funktioniere.

HARMLOSE GRIPPE?


  • AKTUELLE TODESFÄLLE 2020:
    COVID-19: Globale Todesfälle aufgrund verschiedener Ursachen im Vergleich
    So harmlos ist die COVID-19-Krankheit tatsächlich: Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte.

    Quelle: Global Burden of Disease Study

  • CORONA-ÜBERSTERBLICHKEIT:
    Weltweite Übersterblichkeit durch Corona nach Länder in Europa + USA
    «Von Mitte Februar bis Ende Mai 2020 starben in 21 Industrieländern schätzungsweise 206'000 mehr Menschen als ohne die Pandemie zu erwarten gewesen wäre. Diese Zahl ist ähnlich hoch wie die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs in diesen Ländern in einem ganzen Jahr und mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Todesfälle durch Diabetes oder Brustkrebs in einem ganzen Jahr.» Das widerlegt Verschwörungsmythen, die behaupten, es gäbe keine Übersterblichkeit durch Corona.

    Quelle: Nature Medicine

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Willy Oggier spricht sich hingegen gegen eine Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt aus und befürwortet eine Impfung gegen das Coronavirus erst, «wenn sauber abgeklärt» sei, «wie die Risikostruktur dieser Impfungen aussieht», so Oggier. «Die möglichen Nebenwirkungen müssen gut untersucht und dokumentiert sein. Beim jetzigen Wissensstand halte ich eine Impfpflicht nicht für opportun.»

Das ganze Interview:
«Corona-Skeptiker verwirken ihr Recht auf einen Intensivplatz bei Engpässen» (Tagesanzeiger)

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(Last updated: 17.11.2020, 09:35)