Kein Zweifel mehr: Masken schützen doch vor Covid! (sowohl Träger wie auch andere Menschen)

Richtig gehört: Masken schützen. Dich und mich. Und selbst einfache Behelfsmasken können das Risiko einer Corona-Ansteckung wesentlich reduzieren. Dies zeigen die folgenden, aufsehenerregenden Vorfälle und Fallberichte in aller Deutlichkeit.

Inhalte:

Coronavirus Corona Maske Schutz Maskenschutz

 

 

Deshalb schützen Masken vor COVID

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Wie man inzwischen weiss, wird das neuartige Coronavirus meist über sogenannte Aerosole übertragen. Das heisst, die potentiell gefährlichen, schwebenden Tröpfchen können längere Zeit in der Luft überdauern und von anderen Menschen eingeatmet werden.

Bis im März war der Nutzen von Schutzmasken und deren Effektivität beim Selbstschutz (mich selber schützen) sowie beim Fremdschutz (andere schützen) noch höchst umstritten und Gegenstand heftiger Debatten. Denn: Das Gewebe von Masken ist meist nicht dicht genug, um die Coronaviren direkt zu blockieren. Aber: Die Masken können die Tröpfchen in der Luft abhalten. Und das ist der entscheidende Punkt, weil die Coronaviren nicht frei in der Luft herumfliegen, sondern in der Regel an Tröpchen (Aerosole) gebunden sind. Gerade deshalb sind Mund-Nasen-Schutzmasken so wirkungsvoll.

 

 

Fallbericht 1: Masken schützen Träger der Schutzmaske

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Heute weiss man mehr, was den Schutzeffekt von Masken anbelangt. Inzwischen gibt es nämlich eindrückliche Fallberichte, die den Maskenschutz verdeutlichen. So geschehen und dokumentiert in einem Starbucks-Café in Südkorea in der Stadt Paju. Eine einzige mit dem Coronavirus infizierte Café-Besucherin steckte 27 weitere Gäste an. Die infizierte Besucherin sass dabei etwa 2,5 Stunden in der Mitte des Clusters unter einer Klimaanlage, die ihre ausgeatmeten infektiösen Aerosole oder Tröpfchen im ganzen Raum des Cafés verteilte. 27 Gäste steckten sich so mit dem Coronavirus an.

Die Beamten des südkoreanischen Kontaktverfolgungsprogramms gehen davon aus, dass die meisten Kunden, die im Café sassen, assen und tranken während ihres Aufenthalts zumindest für einige Zeit ihre Masken abgenommen hatten. Vor einer Ansteckung verschont blieben einzig die vier Mitarbeiter des Cafés, die allesamt Masken trugen.

«Das spricht Bände über die Rolle, die Masken spielen können», sagte Ma Sang Hyuk, ein Arzt für pädiatrische Infektionskrankheiten am Changwon-Fatima-Krankenhaus, gegenüber «Bloomberg». «Masken bieten vielleicht keinen hundertprozentigen Schutz, aber es gibt nichts da draussen, was so wirksam ist.» Die Ergebnisse markierten einen weiteren Datenpunkt, der darauf hinweist, dass Gesichtsbedeckungen eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Verbreitung des Virus spielen können, insbesondere in geschlossenen Räumen.

Weiterführende Informationen:
Starbucks outbreak infects 27 customers but spares mask-wearing employees
(Covid-19 World News)

 

 

Fallbericht 2: Masken schützen nicht vor einer Corona-Ansteckung? Doch!

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In einem zweiten aufsehenerregenden Fallbericht aus den USA, in Springfield Missouri, konnte das Tragen von Schutzmasken wohl einen grösseren Corona-Ausbruch verhindern.

Zwei Mitarbeiter eines Friseursalons wiesen COVID-19-Symptome und Atemwegsbeschwerden auf, hielten diese Corona-Symptome jedoch fälschlicherweise für eine einfache Erkältung, gingen deshalb weiterhin zur Arbeit und schnitten ihren Kunden ganze acht bis zehn Tage weiter die Haare, bevor sie einen Test auf SARS-CoV-2 durchführen liessen. Trotz Corona-Ansteckung. Insgesamt 139 Kundinnen wurden ab dem Zeitpunkt, an dem die beiden Symptome entwickelten, bis zu ihrer Beurlaubung von der Arbeit direkt von den infizierten Hairstylisten betreut.

Dabei trugen, wie in einer Verordnung der Stadt Springfield vorgeschrieben, sowohl die beiden infizierten Angestellten des Coiffeur-Salons als auch ihre Kunden jeweils Masken. Meist handelte es sich dabei um gewöhnliche, einfache Behelfsmasken aus Stoff oder einfache Chirurgiemasken. In einigen Fällen auch N95-Masken (FFP2).

Das Ergebnis: Kein einziger der 139 Kundinnen und Kunden und keiner der anderen Mitarbeiter hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, das bestätigte die US-Gesundheitsbehörde CDC.

Hingegen: Im privaten Umfeld der beiden infizierten Friseurangestellten, wo keine Masken getragen wurden, steckte einer der beiden vier weitere Menschen mit dem Coronavirus an.

Im Detail:



Unter den 139 Klienten betrug das Durchschnittsalter 52 Jahre (Spanne = 21-93 Jahre); 79 Klienten (56,8%) waren männlich. Die Salonbesuche dauerten zwischen 15 und 45 Minuten (Median = 15 Minuten; Mittelwert = 19,5 Minuten). Von den 104 befragten Klienten gaben 102 (98,1%) an, während des gesamten Termins einen Gesichtsschutz zu tragen, und zwei (1,9%) gaben an, während eines Teils der Zeit einen Gesichtsschutz zu tragen. Die Art der von den Klienten verwendeten Gesichtsbedeckungen variierte; 49 (47,1%) trugen Stoffgesichtsbedeckungen, 48 (46,1%) trugen chirurgische Masken, fünf (4,8%) trugen Atemschutzmasken N95 und zwei (1,9%) wussten nicht, welche Art von Gesichtsbedeckung sie trugen. Insgesamt gaben 101 (97,1%) der befragten Klienten an, dass ihr Stylist während des gesamten Termins eine Gesichtsbedeckung trug; drei wussten es nicht. Auf die Frage nach der Art der von den Stylisten getragenen Gesichtsbedeckung gaben 64 (61,5%) an, dass ihr Stylist eine Gesichtsbedeckung aus Stoff (39; 37,5%) oder eine chirurgische Maske (25; 24,0%) trug; 40 (38,5%) Klienten wussten oder erinnerten sich nicht an die Art der von den Stylisten getragenen Gesichtsbedeckung. Auf die Frage, ob sie in den 90 Tagen vor ihrem Termin Atemwegsbeschwerden gehabt hätten, gaben 87 (83,7%) Klienten an, dies nicht getan zu haben. Von denjenigen, die über frühere Symptome berichteten, berichtete keiner über einen Test oder eine Diagnose von COVID-19.


Es wurden sechs enge Kontakte der Stylisten A und B ausserhalb des Salons identifiziert: vier von Stylist A und zwei von Stylist B. Alle vier Kontakte von Stylist A entwickelten später Symptome und hatten positive PCR-Testergebnisse für SARS-CoV-2. Bei diesen Kontakten handelte es sich um den zusammenlebenden Ehemann von Stylistin A und ihre Tochter, ihren Schwiegersohn und ihre Mitbewohnerin, die alle zusammen in einem anderen Haushalt lebten.
 


Weiterführende Informationen:
Absence of Apparent Transmission of SARS-CoV-2 from Two Stylists After Exposure at a Hair Salon with a Universal Face Covering Policy
(Centers for Disease Control and Prevention CDC)

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(Last updated: 10.11.2020, 13:40)