Corona-Lockdown: Nur noch 30 Gäste in Clubs und Bars

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Der erste Schweizer Kanton reagiert auf die steigenden Corona-Fallzahlen mit einer drastischen Ausgehbeschränkung - und senkt ab Montag die Zahl der erlaubten Gäste in Bars und Clubs massiv.


«Es liegt im Interesse von uns allen, dass nicht erneut noch strengere Einschränkungen wie im Frühling nötig werden. Eine solche Situation müssen wir aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen unbedingt verhindern.»
Gesundheitsdirektor Martin Pfister


Inhalte:

 

 

Maximal 30 Gäste gleichzeitig


«Uns ist bewusst, dass Einschränkungen bei Veranstaltungen für die Zuger Bevölkerung einen spürbaren Einschnitt bedeutet. Wir müssen aber jetzt diese Massnahmen treffen, um eine zweite Welle abbremsen zu können.»
Gesundheitsdirektor Martin Pfister


Höchstens noch 30 Gäste gleichzeitig sind ab nächstem Montag in Innenräumen von Clubs und Bars im Kanton Zug erlaubt: «In den letzten Wochen sind schweizweit verschiedene Fälle bekannt geworden, bei denen es zu Neuinfektionen in Clubs und Bars gekommen ist», schreibt die Gesundheitsdirektion des Kanton Zug. Aus diesem Grund sind «in Gastronomiebetrieben ohne feste Sitzplätze maximal 100 Gäste gleichzeitig zugelassen, wovon sich maximal 30 im Innern aufhalten dürfen.» Es sei «etwas weniger risikoreich», wenn sich die Personen in Aussenbereichen aufhalten, deshalb sind im Aussenbereich der Gastronomiebetriebe mehr Leute erlaubt.


«Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Massnahmen rechtzeitig getroffen werden müssen, damit sie tatsächlich wirken.»
Gesundheitsdirektor Martin Pfister


 

 

Bis 30 Personen:

«Kleinere Anlässe mit weniger als 30 Anwesenden können nach wie vor ohne Auflagen stattfinden», hält die Gesundheitsdirektion fest.

 

 

Veranstaltungen mit 31-300 Personen:

«Wenn bei Veranstaltungen mit 31 bis 300 Anwesenden der Mindestabstand eingehalten werden kann oder Schutzmassnahmen (z.B. das Tragen von Masken) getroffen werden können, dürfen diese ohne zusätzliche Einschränkungen stattfinden. Wenn dies nicht möglich ist, müssen die Anwesenden in Sektoren von höchstens 30 Personen in Innenräumen resp. Höchstens 100 Personen im Freien aufgeteilt werden. Zudem müssen in diesem Fall die Kontaktdaten erhoben werden. Bei Veranstaltungen im Familien- oder Freundeskreis von bis zu 100 Anwesenden müssen keine Sektoren gebildet werden.»

 

 

Events mit über 300 Personen:

«Veranstaltungen mit mehr als 300 Anwesenden dürfen nur durchgeführt werden, wenn der Mindestabstand von 1.5 Metern zwischen den Anwesenden eingehalten werden kann oder Schutzmassnahmen wie das Tragen einer Schutzmaske getroffen werden.»

 

 

Sorgen wegen steigender Corona-Zahlen


«Der Zuger Regierungsrat nimmt die Entwicklung des Coronavirus mit Beunruhigung zur Kenntnis. Es ist dringend nötig, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, bevor es zu einem exponentiellen Wachstum kommt.»
Gesundheitsdirektion Kanton Zug


Der Zuger Regierungsrat zeigt sich angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen in Sorge: «Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt im Kanton Zug erneut zu», warnt die Gesundheitsdirektion. Seit Anfang Juli stieg die Zahl der neuen Corona-Fälle von 25 auf 43. Es gelte daher nun, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, bevor es zum exponentiellen Wachstum des Virus komme. «Der Zuger Regierungsrat hat deshalb Massnahmen getroffen, um die Ausbreitung einzudämmen.»

Die Corona-Verschärfungen treffen Clubs und Bars, weil es da eben schwierig sei, die Hygiene- und Abstandsregeln korrekt einzuhalten. Die Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten gilt in Bars und Clubs auch weiterhin. Neu hinzu kommt, dass vor dem Einlass der Personen-Ausweis des Gastes sowie die angegebene Telefonnummer geprüft werden, ob die Angaben auch korrekt sind.

Weiterführende Informationen:
Medienmitteilung (Gesundheitsdirektion Kanton Zug)

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(Last updated: 10.07.2020, 17:39)