Coronavirus: «Unser Impfstoff soll im Oktober bereit sein»

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Der Schweizer Immunologe Martin Bachmann vom Berner Inselspital macht Hoffnung: Im Oktober soll bereits ein Impfstoff gegen das Coronavirus bereit stehen und zehn Millionen Dosen des Impfstoffs produziert sein, um die Schweizer Bevölkerung zu versorgen.

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Schweizer Impfstoff gegen das Coronavirus

Über 70 Forscher-Teams weltweit liefern sich derzeit ein Wettrennen, um einen wirksamen Impfstoff gegen Covid-19 herzustellen. Ein Schweizer Immunologe vom Berner Inselspital will nun der erste sein. Den möglichen Impfstoff hat das Forscher-Team rund um Martin Bachmann bereits an Mäusen getestet: mit Erfolg! Nach der Impfung waren die Mäuse immun gegen das Coronavirus. «Mich selbst werde ich als Erstes impfen», so Bachmann. Die Verträglichkeit des Impfstoffs soll zuerst an einer kleinen Gruppe getestet werden. Anschliessend sollen im August grössere Tests an 100 bis 200 freiwilligen menschlichen Probanden folgen, sogenannte Wirksamkeitstests. Dazu wird ihnen Blut abgenommen und im Labor überprüft, ob sie Antikörper gegen das Coronavirus produziert haben.

 

 

Impfung bereits im Oktober?

Sollte alles nach Plan verlaufen, sollen bereits im Herbstmonat Oktober 10 Millionen Impfdosen produziert sein, um damit die Schweizer Bevölkerung zu versorgen. Dann hätten der Immunologe Martin Bachman und sein Forscher-Team in nur neun Monaten geschafft, was normalerweise fünf bis zehn Jahre dauert. Laut «Tagesanzeiger» hätten diesbezüglich letzte Woche bereits entsprechende Gespräche mit der Arzneimittelbehörde Swissmedic stattgefunden. Selbst wenn der Plan also sehr ambitioniert ist, darf man Hoffnung schüren.

Denn seit der Revision des Heilmittelgesetzes Anfang des Jahres 2019 verfügt Swissmedic über diverse Optionen, um eine Zulassung eines Impfstoffs zu beschleunigen. Auch das neue Pandemiegesetz sowie die Verordnungen des Bundesrats der letzten Wochen bieten Hand für zusätzliche Abkürzungen der Zulassungsprozesse. Von Vorteil ist zudem, dass Swissmedic die Forscher bereits während der Impfstoff-Entwicklung begleitet, was als sogenanntes «Scientific Advice»-Verfahren bezeichnet wird. «Wir sind vorbereitet, um schnell entscheiden zu können», erklärt Lukas Jaggi von Swissmedic gegenüber dem «Tagesanzeiger». Die Covid-19-Verordnung 2 des Bundesrates erlaube sogar den Einsatz von Medikamenten oder Impfstoffen, während die Zulassung noch laufe. «Wichtig sei dann nur die Abwägung zwischen Risiken und Nutzen», berichtet die Zeitung. Auch eine befristete Zulassung wäre Jaggi zufolge ein gutes Instrument.


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Bewährte Impfmethode

Das Team um Martin Bachmann setzt dabei auf eine bewährte Methode, um den Impfstoff herzustellen: sogenannte virenähnliche Partikel. Dieses Verfahren wurde bereits erfolgreich für Impfstoffe gegen Hepatitis B und das Humane Papilloma-Virus (HPV) angewendet. Diese virenähnliche Partikel sind dabei nicht infektiös, sorgen aber für gute Immunantworten.

Der Impf-Schlüssel sind dabei die Spike-Proteine des Coronavirus mit den unverkennbaren abstehenden Zapfen. Sie machen das Virus erst so richtig gefährlich, weil diese Spike-Proteine in die menschlichen Körperzellen eindringen und danach die Coronaviren die Zellen befallen. Das Forscher-Team stellt zu diesem Zweck eigens Corona-Virenattrappen her, die dem menschlichem Immunsystem eine Covid-19-Infektion vorgaukeln, woraufhin der Geimpfte entsprechende Antikörper produziert, die ihn im Falle einer tatsächlichen Infektion vor der Covid-19-Krankheit schützen.


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(Last updated: 17.04.2020, 09:13)