5 Tipps: So schützt Du Deine Atemwege und senkst das Infektionsrisiko mit Coronavirus

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Und wenn Ihr trotz aller Massnahmen das Coronavirus einatmet ...? Dann könnt Ihr Eure Atemwege bei ihrer Immunabwehr so gut es geht unterstützen und das Infektionsrisiko senken. Wir zeigen wie.

«Wir sind dem Coronavirus nicht hilflos ausgeliefert», bringt es die ETH-Naturwissenschaftlerin Prof. Viola Vogel auf den Punkt. Die Zahl der Viren ist entscheidend, ob es zu einer Lungeninfektion kommt oder nicht. Und genau hier sollte man ansetzen. Neben einer guten Handhygiene und Abstandhalten (Social Distancing) stehen uns darüber hinaus nämlich noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, um das Risiko einer Vireninfektion zu reduzieren und/oder die Schwere des Krankheitsverlaufs ein wenig zu beeinflussen: Durch eine bewusste Pflege von Nase und Rachen können wir ihre Selbstreinigungskräfte unterstützen und die Zahl der Viren senken.

Denn: Je weniger Viren im Körper, desto besser kommen wir mit ihnen klar. Diese fünf Dinge sind jetzt hilfreich ...

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Die körpereigenen Abwehrmechanismen stärken

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Erstmal sollte man sich stets vor Augen halten, dass man sich beim ersten Einatmen eines Coronaviruspartikels nicht zwingend infiziert; die Dosis ist entscheidend. Die ETH-Naturwissenschaftlerin Prof. Viola Vogel hat deshalb auf dem ETH-Zukunftsblog ein paar wertvolle Tipps zusammengefasst, wie man die Schwere einer möglichen Coronavirus-Infektion selber beeinflussen kann. Denn dass man mit dem Virus in Berührung kommt, lässt sich angesichts der raschen Ausbreitung des Coronavirus früher oder später kaum vermeiden. Daher ist es besonders wichtig, dass im Fall der Fälle «möglichst wenige Viruspartikel in die Lunge gelangen und dort Entzündungsreaktionen hervorrufen».

Der menschliche Körper nutzt nicht nur bestimmte Antikörper, um ein Virus zu bekämpfen, sondern verfügt selber auch über weitere körpereigene Abwehrmechanismen, die es zu aktivieren resp. zu stärken gilt.

Die Infektion mit dem Coronavirus erfolgt nämlich durch die sogenannte Tröpfcheninfektion, also wenn eine coronainfizierte Person «von kleinsten Wassertröpfchen umgebene Viren ausatmet», man in dessen Nähe diese Wassertröpfchen gleich wieder einatmet und diese an den Schleimhäuten haften bleiben (Nase, Rachenraum) «oder an den Wänden der Luftröhre und Bronchien».

Damit sich das Virus von da weiter vervielfältigen und tiefer in den Rachenraum vordringen kann, braucht es Zeit und mehrere Vermehrungszyklen. Und genau da kommen die körpereigenen «äusserst wirksamen Selbstreinigungsmechanismen» der Atemwege ins Spiel, die Prof. Viola Vogel auf ihrer ETH-Webseite ausführlich beschrieben und leicht verständlich bebildert hat. Daher springen wir sogleich zu den fünf hilfreichen Massnahmen, kurz zusammengefasst.

 

 

1. Durch die Nase atmen

Wie erwähnt, ist die Dosis an Viren entscheidend. Das Atmen durch die Nase reduziert die Zahl der Viren, die in den Mund und in den Rachenraum gelangen. Denn im Rachenraum vermehren sich die Viren besonders gut.

 

2. Mundspülung

Mundspülungen schützen NICHT vor einer Ansteckung mit Covid-19. Solange sich diese Viren dann aber in unserem Rachenraum befinden, «lässt sich ihre Zahl mit verschiedensten antiviral wirkenden Mundspülungen reduzieren».

 

3. Gurgeln, Inhalieren, heisser Ingwertee

Die bewährten Hausmittel gegen Grippensymptome können ebenfalls hilfreich sein. Auch sie schützen NICHT vor Ansteckung. Aber wird der Rachenraum feucht gehalten, bleibt der Schleim dünnflüssig. Viren können auf diese Weise leichter abtransportiert werden.

 

4. Feinstaub meiden

Es hilft ungemein, sich keinen Umweltschadstoffen auszusetzen. Italienische Wissenschaftler vermuten mittlerweile, dass Feinstaubpartikel als Viren-Vehikel dienen und wollen einen Zusammenhang zwischen hoher Feinstaubbelastung (Luftverschmutzung) und der schnellen Verbreitung des Coronavirus entdeckt haben. Ohne Umweltgifte können sich die Fresszellen in den Lungenbläschen besser auf die Abwehr von Viren konzentrieren und die Viren möglichst effizient bekämpfen.

 

5. Nicht rauchen

Ausserdem gibt es Hinweise darauf, dass Raucher ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe bei der Covid-19-Lungenkrankheit haben. Neben den allgemeinen Lungenschäden durch den Tabakrauch scheint Nikotin zudem die Aktivität und Bildung der Andockstellen (ACE2-Rezeptor) zu fördern, über die SARS-CoV-2 in die Zellen gelangt.

 


Coronavirus: So schützt Du Deine Atemwege [video]:

Coronavirus: So schützt Du Deine Atemwege

Und wenn Ihr trotz aller Maßnahmen das Virus einatmet ...? Könnt Ihr Eure Atemwege bei ihrer Immunabwehr so gut es geht unterstützen.

Gepostet von 3sat am Montag, 16. März 2020

 

 

Weiterführende Informationen:

Mit Atemwegspflege das Infektionsrisiko senken (Zukunftsblog - ETH Zürich)


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(Last updated: 28.03.2020, 14:34)