Corona: 30-Jährige ohne Vorerkrankung auf Intensivstation
CHEFARZT AM KANTONSSPITAL BASELLAND

Coronavirus Epidemie Thermometer

«Wir haben einzelne junge Patienten im Alter von 30 bis 35 Jahren mit schweren Verläufen. Ein rund 30-jähriger Patient hatte keine Vorerkrankungen, ein anderer leichtes Asthma, jetzt werden beide künstlich beatmet auf der Intensivstation», konstatiert Prof. Dr. med. Philip Tarr, Co-Chefarzt am Kantonsspital Baselland (Bruderholz) und Leiter Infektiologie und Spitalhygiene in einem Interview gegenüber «20 Minuten».

Das Coronavirus könne auch junge, gesunde Menschen treffen, so der Chefarzt des Kantonsspital Baselland. Ihr Zustand sei stabil, aber nicht gut. «Das ist auch eine Botschaft: Das Coronavirus kann ab und zu auch junge, gesunde Menschen treffen, wenn sie Pech haben

Müssten Covid-19-Patienten auf der Intensivstation künstlich beatmet werden, lägen ihre Überlebenschancen bei insgesamt rund 50 Prozent, sagte Prof. Dr. med. Tarr. Die Ausgangslage sei aber jeweils unterschiedlich. «Wer jung und gesund ist, hat sicher bessere Voraussetzungen, als jemand, der älter ist.» Durchschnittlich müssten Covid-19-Patienten 14 Tage lang beatmet werden. Das sei sehr lange, weshalb es viele Beatmungsgeräte brauche. «Bis Ende Woche haben wir 20 Beatmungsplätze einsatzbereit, in ein bis zwei Wochen werden es 60 sein.»

Wegen der starken Medikamenten-Dosierung befänden sich die Patienten «quasi in einem künstlichen Koma, sie haben keine Schmerzen». Es könne aber vorkommen, «dass trotz künstlicher Beatmung nicht mehr genug Sauerstoff ins Blut kommt und der Körper zu sauer wird oder es zu einem Herz- oder Nierenversagen kommt», so Tarr.


Coronavirus Schweiz Virus Epidemie

CORONAVIRUS SCHWEIZ NEWS
Hier gibt es aktuelle Infos

So viele neue Fälle in 24 Stunden
Corona-Infizierte + Tote nach Kantone aufgeschlüsselt


Alle Zahlen und Fakten über die Anzahl Infizierte, Geheilte und Tote, sowie Infos über die aktuelle Gefahrenlage im Land und viele weitere wichtige Informationen mehr ...


Trotz allem zeigt sich Prof. Dr. med. Tarr «zuversichtlich, dass wir in der Schweiz die Krise meistern werden». Es hänge «jetzt stark von den Massnahmen ab, ob wir eine Welle wie in der Lombardei verhindern können. Ich rechne damit, dass uns das gelingen wird.» Tarr erwartet, dass die Coronavirus-Pandemie die Spitäler hierzulande «mindestens bis Ende Juni» stark beschäftigen werde. Bis dahin gelte in seinem Spital ein Ferienstopp.

Auch das Verständnis in der Bevölkerung werde von Tag zu Tag besser, auch wenn es immer noch Leute gibt, die es noch nicht kapiert haben. Es sei richtig, dass der Bund an die Eigenverantwortung appelliere. Eine Ausgangssperre könne aber jederzeit kommen «wenn die Zahlen in die falsche Richtung gehen».

Quelle:
«Es liegen auch Junge auf der Intensivstation» (20 Minuten)

Danke an alle, die sich trotz des Coronavirus-Risikos weiter um andere Menschen kümmern


Coronavirus Lockdown Shutdown Schliessung Welt

Ausgangssperre ist unausweichlich
(TOTALER LOCKDOWN)


Alle Länder, die bislang die Infektionskurve runtergekriegt haben, hätten entweder einen totalen Lockdown mit Ausgangssperre verhängt oder massiv getestet. Und: «Länder, die schnell handeln, können die Zahl der Todesfälle um den Faktor 10 reduzieren» ...



Vielleicht interessiert Dich auch:


Lokal. Regional. National. CH - www.ConvivaPlus.ch Autor: Schweiz - Redaktion

Die Schweiz kompakt - ConvivaPlus.ch
Lokales, regionales und nationales Wissen.

 

(Last updated: 18.03.2020, 20:38)