Schweiz ruft den Notstand aus! Landesweiter Lockdown: Was bleibt offen, was geschlossen? Die detaillierte LISTE

 


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Der Bundesrat hat für die gesamte Schweiz den nationalen Notstand ausgerufen (Stillstand) und wechselt in den Krisenmodus «ausserordentliche Lage», um das exponen­tielle Wachstum der Coronavirus-Ansteckungen abzuschwächen. Die Landesregierung hat zudem eine Teilmobilisierung der Schweizer Armee mit 8000 Soldaten angeordnet. Es ist die grösste Mobilmachung der Schweizer Armee seit dem 2. Weltkrieg.

Was bedeutet das für die Einwohner des Landes? Was bleibt offen, was geschlossen? Hier gibt es die detaillierte Liste sowie alle Infos zum Lockdown in der Schweiz.

Inhalte:

 

 

Notstand ab 17.03.2020 seit 00:00 Uhr


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CORONAVIRUS SCHWEIZ NEWS
Hier gibt es aktuelle Infos

So viele neue Fälle in 24 Stunden
Corona-Infizierte + Tote nach Kantone aufgeschlüsselt


Alle Zahlen und Fakten über die Anzahl Infizierte, Geheilte und Tote, sowie Infos über die aktuelle Gefahrenlage im Land und viele weitere wichtige Informationen mehr ...



Der Lockdown gilt für die gesamte Schweiz - seit heute 00:00 Uhr Mitternacht und mindestens bis zum 19. April 2020.


Der Gesamtbundesrat hat sich am Sonntag und Montag zur ausserordentlichen Krisensitzung mit Vertretern der Kantone und der Armee-Führung getroffen, nachdem die Zahl der Infizierten in der Schweiz innert nur 24 Stunden auf 2200 Corona-Fälle (+57%) quasi über Nacht rasant hochgeschnellt war und nachdem bereits acht Schweizer Kantone in Eigenregie den kantonalen Notstand ausgerufen hatten (Baselland, Genf, Graubünden, Jura, Neuenburg, Tessin, Waadt, Wallis). Es war davon auszugehen, dass weitere Kantone folgen. Eine landesweit koordinierte Strategie fehlte, sie glich einem Flickenteppich. Derweil beschloss Deutschland die Schliessung der Grenze zur Schweiz, Frankreich und Österreich. So kam auch auf Bundesebene Bewegung in die Sache.

Heute hat die Landesregierung angesichts der dramatischen Entwicklung schliesslich den nationalen schweizweiten Notstand ausgerufen sowie eine Teilmobilisierung der Schweizer Armee mit 8000 Soldaten angeordnet. Es ist die grösste Mobilmachung der Schweizer Armee seit dem 2. Weltkrieg. Dafür müssen zusätzlich Truppen mobilisiert werden.


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AKTUELLE STUDIE BERECHNET CORONAVIRUS-DUNKELZIFFER
Bereits 10’000 Coronavirus-Fälle in der Schweiz?


Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein als die offiziellen BAG-Zahlen. Das besagt zumindest eine neue Studie und fordert konsequente Massnahmen, denn «Länder, die schnell handeln, können die Zahl der Todesfälle um den Faktor 10 reduzieren» ...



 

 

Vorräte und Versorgung des Landes


Die Versorgung der gesamten Schweizer Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs ist sichergestellt. Es sind genügend Vorräte angelegt.

«Es ist nicht nötig, Notvorräte anzulegen


«Das Leben geht weiter und die Schweiz wird weiter funktionieren», betont Bundesrat Berset. «Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs ist sichergestellt, es sind genügend Vorräte angelegt. Lebensmittelläden, Take-aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Apotheken bleiben geöffnet, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe, Banken, Poststellen, Hotels, die öffentliche Verwaltung und soziale Einrichtungen.» Die beschlossenen Massnahmen werden aber nur Wirkung zeigen, «wenn jeder die Massnahmen, die Hygieneregeln und sozialen Abstand einhält.»

Der Notstand bedeutet einschneidende Einschränkungen im Leben der Bevökerung. «Nehmt diese Massnahmen ernst», betont die Bundespräsidentin Sommaruga. Aber «wir lassen Euch nicht alleine». Der Bundesrat werde alles tun, um weitere wirtschaftliche Hilfe auszusprechen. «Wir sind alle ausnahmslos gefordert. Jetzt braucht es einen Ruck von uns allen, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen

 

 

Die grösste Mobilisierung der Schweizer Armee seit dem 2. Weltkrieg

Schweiz Karte

Die Landesregierung hat eine Teilmobilisierung der Schweizer Armee mit 8000 Soldaten angeordnet (vor allem aus den Spitalbataillonen und den Sanitätskompanien). Es ist die grösste Mobilmachung der Schweizer Armee seit dem Zweiten Weltkrieg.

«Der Bundesrat geht davon aus, dass der Bedarf der zivilen Behörden nach Unterstützung durch die Armee in den nächsten Tagen und Wochen markant steigen wird. Um den Gesuchen der Kantone zu entsprechen, erhöht der Bundesrat die Obergrenze für den Assistenzdienst von 800 auf 8000 Armeeangehörige. Dies gilt bis Ende Juni 2020.

Die Armee soll erstens das Gesundheitswesen mit sanitätsdienstlichen Leistungen unterstützen, insbesondere mit Pflege, Patientenüberwachung, sanitätsdienstlichen Transporten oder Spitallogistik (z.B. Bettendesinfektion, Küche, Wäscherei, Reinigung). Zweitens soll die Armee bei Bedarf logistische Aufgaben wie Transporte und Mithilfe beim Aufbau von improvisierter Infrastruktur übernehmen. Drittens soll sie im Sicherheitsbereich die kantonalen Polizeikorps entlasten, zum Beispiel durch eine stärkere Unterstützung beim Botschaftsschutz, oder das Grenzwachtkorps an Landesgrenzen und Flughäfen unterstützen.

Für die sanitätsdienstliche Unterstützung stehen rund 3000 Armeeangehörige zur Verfügung. Diese werden sofort bereitgestellt. Wie viele Armeeangehörigen eingesetzt werden, hängt von der Lagenentwicklung und den Gesuchen der zuständigen Behörden ab.

Mobilisierung von Milizformationen mit hoher Bereitschaft
Zuerst werden die Verbände zum Einsatz kommen, die sich im regulären Truppendienst befinden. Rekrutenschulen, Durchdiener und Wiederholungskurse werden wo erforderlich verlängert. In gewissen Bereichen müssen zusätzlich Truppen mobilisiert werden. Das betrifft insbesondere Armeeangehörige aus Milizformationen mit hoher Bereitschaft. Zu diesen Formationen gehören unter anderem alle vier Spitalbataillone sowie fünf Sanitätskompanien. Sie können nach dem Entscheid zur Mobilisierung innert vier Tagen in den Einsatz gebracht werden. Die Auslösung wird noch heute erfolgen.

Um auf die weitere Lageentwicklung rechtzeitig und adäquat reagieren zu können, hat der Bundesrat das VBS zudem ermächtigt, auch Truppen, die nicht zu den Milizformationen mit hoher Bereitschaft gehören, je nach Bedarf der zivilen Behörden aufzubieten. Das kann bedeuten, dass gewisse Truppen vorübergehend mobilisiert und vorsorglich für den Einsatz ausgebildet werden. Nach einer Ausbildung von wenigen Tagen werden sie wieder aus dem Dienst entlassen und können später für einen Einsatz aufgeboten werden, wenn entsprechende Gesuche der Kantone eintreffen.» [Quelle: Bundesrat]

 

 

Grenze: Einreise / Ausreise

«Der Bundesrat hat entschieden, ab Mitternacht auch die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich zu kontrollieren und dort Einreiseverbote mit Ausnahmen einzuführen.»

«Bereits am Freitag hatte er Schengen-Grenzkontrollen für Reisende aus Italien eingeführt. Die Einreise aus den vier grossen Nachbarländern ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiter erlaubt. Schliesslich dürfen auch Personen in einer Situation absoluter Notwendigkeit einreisen. Diese Massnahme dient dazu, die Schweizer Bevölkerung zu schützen sowie die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten. Um diese Aufgaben gezielt umzusetzen, werden kleinere Grenzübergänge schweizweit geschlossen und der Grenzverkehr auf grössere Grenzübergänge kanalisiert. Eine Liste dieser Grenzübergänge wird durch die Eidgenössische Zollverwaltung veröffentlicht.» [Quelle: Bundesrat]

 

 

Alle neuen Lockdown-Massnahmen in der Übersicht

Erst am Freitag hatte der Bundesrat zahlreiche neue Massnahmen beschlossen. Er schloss alle Schulen, schränkte die Einreise ein, führte Schengen-Grenzkontrollen ein, beschloss ein Versammlungsverbot ab 100 Personen und vieles mehr (hier nachzulesen). Er sah aber davon ab, einen konsequenten Lockdown auszusprechen. Nur zwei Tage später ging der Bundesrat erneut über die Bücher und hat nun den gesamtschweizerischen Notstand beschlossen.


Es gelten folgende Lockdown-Massnahmen:

  • Heute ab Mitternacht sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete werden geschlossen. Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen das Abstand halten nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeursalons oder Kosmetikstudios.

  • Die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs ist sichergestellt, es sind genügend Vorräte angelegt. Lebensmittelläden, Take-aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Apotheken bleiben geöffnet, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe, Banken, Poststellen, Hotels, die öffentliche Verwaltung und soziale Einrichtungen. Auch Werkstätten für Transportmittel, können geöffnet bleiben.

  • Alle diese Einrichtungen müssen die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zum Abstand halten und zur Hygiene einhalten.

  • Spitäler, Kliniken und Arztpraxen bleiben geöffnet, müssen aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten.

  • Besonders gefährdete Personen erledigen ihre Arbeit zu Hause. Ist dies nicht möglich, werden sie vom Arbeitgeber beurlaubt. Ihren Lohn erhalten sie weiterhin.

  • Für Kinder, die nicht privat betreut werden können, haben die Kantone für die notwendigen Betreuungsangebote zu sorgen. Kindertagesstätten dürfen nur geschlossen werden, wenn andere geeignete Betreuungsangebote bestehen. Diese Massnahme gilt vorerst bis am 19. April 2020, wie neu auch die Schulschliessungen.

  • Arbeitgeber müssen besonders gefährdete Personen beurlauben, wenn ihre Tätigkeit nicht von zu Hause aus erbracht werden kann.

  • Der Bundesrat ruft die ältere Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Und die ganze Bevölkerung, Abstand zu halten und unnötige Kontakte ganz zu vermeiden.

  • Für Kinder, die nicht privat betreut werden können, haben die Kantone für die notwendigen Betreuungsangebote zu sorgen.

  • Auch die Grenzen zu D, A und F werden kontrolliert. Es gelten Einreiseverbote mit Ausnahmen. Für Schweizer, Personen mit Aufenthaltstitel, Grenzgänger, Waren und Transit bleiben die Grenzen offen.

  • Die SBB fährt den Fahrplan runter: Fernverkehr in der Schweiz nur noch im Stundentakt und an der Grenze ist Schluss.

  • ... (siehe weiter unten)

 

Folgendes bleibt ab sofort geschlossen


Schweiz Coronavirus Notstand Offen Geschlossen

CORONAVIRUS NOTSTAND
Aktuelle Liste: Was bleibt offen, was geschlossen? (LISTE)

Hier gibt es die detaillierte Liste


Folgendes bleibt in der Schweiz trotz Lockdown offen und folgendes ist ab sofort geschlossen ...



Die Liste mit den geschlossenen Orten wird fortlaufend aktualisiert (siehe Link oben).


Geschlossen bleiben:

  • Alle Läden (ausser Lebensmittel und sonstige notwendige Güter!)
  • Bars
  • Beizen
  • Blumenläden
  • Bordelle
  • Bibliotheken
  • Botanische Gärten
  • Cafes
  • Coiffeursalons
  • Clubs
  • Diskotheken
  • Fitnesscenter
  • Freizeitbetriebe
  • Gemüse- und Früchtemärkte
  • Gottesdienste
  • Hochschulen
  • Kleidergeschäfte
  • Konzerthäuser
  • Kosmetikstudios
  • Märkte
  • Museen
  • Nachtklubs
  • Organspende
  • Pärke
  • Pizzerias
  • RAV (Jobsuche nur noch telefonisch)
  • Reisebüros
  • Restaurants
  • Saunas
  • Schulen
  • Schwimmbäder
  • Skigebiete
  • Spielwarenläden
  • Tattoostudios
  • Taufungen
  • Trauungen
  • Tierpärke
  • Universitäten
  • Unterhaltungsbetriebe
  • Vereinsleben
  • Veranstaltungen (öffentliche und private) sind alle verboten
  • Versammlungen sind untersagt
  • Zoos
  • ... wird fortlaufend aktualisiert, sobald neue Infos erhältlich sind (bitte Seite neu laden) [alle Angaben ohne Gewähr] ...

 

 

Folgendes bleibt trotz Lockdown offen


Schweiz Coronavirus Notstand Offen Geschlossen

CORONAVIRUS NOTSTAND
Aktuelle Liste: Was bleibt offen, was geschlossen? (LISTE)

Hier gibt es die detaillierte Liste


Folgendes bleibt in der Schweiz trotz Lockdown offen und folgendes ist ab sofort geschlossen ...



Die Liste mit den offenen Orten wird fortlaufend aktualisiert (siehe Link oben).


Offen bleiben:

  • Alle Lebensmittel-Läden
  • Aldi
  • Apotheken
  • Arztpraxen
  • Autogaragen
  • Bäckerei
  • Bahnhöfe
  • Banken
  • Baustellen (falls die Hygiene- und Distanz-Regeln eingehalten werden)
  • Beerdigungen (nur im engen Familienkreis)
  • Betriebskantinen
  • Coop (nur Filialen mit Lebensmittel)
  • Flughafen
  • Gesundheitseinrichtungen
  • Hotels (nur für Hotelgäste, ohne Restaurants und Bars)
  • Kinderspielplätze
  • Kioske

  • Kitas
  • Kliniken
  • Läden mit sonstigen notwendigen Gütern
  • Lidl
  • Lieferdienste für Mahlzeiten
  • Migros
  • Normale Gewerbegetriebe (falls die Hygiene- und Distanz-Regeln eingehalten werden)
  • Öffentliche Verwaltung
  • Physiotherapiepraxen
  • Pizzakuriere
  • Postautos (reduzierter Fahrplan)
  • Poststellen
  • SBB Züge (reduzierter Fahrplan)
  • Soziale Einrichtungen
  • Spaziergang im Wald
  • Spitäler
  • Supermärkte
  • Take-Aways
  • Tankstellen
  • Taxis
  • Töffliwerkstatt
  • Velowerkstatt
  • Werkstätten für Transportmittel
  • Zahnarztpraxen (nur zwingend notwendige Behandlungen wie Schmerzbehandlungen und Unfälle)
  • Andere lebensnotwendige Geschäfte
  • ... wird fortlaufend aktualisiert, sobald neue Infos erhältlich sind (bitte Seite neu laden) [alle Angaben ohne Gewähr] ...

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(Last updated: 18.03.2020, 09:57)