Der Schweizer Bundespräsident outet sich als Faschisten- und Scharia-Freund

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SVP-Bundesrat Ueli Maurer legitimiert einen homophoben, frauenfeindlichen Faschisten mit Vergewaltigungsfantasien und Mordlust. Ebenso einen radikalen Scharia-Führer, der eigene Bürger umbringen und sie auch à la Islamischer-Staat-Methode (IS) steinigen lässt und Frauen systematisch Grundrechte verweigert.


Stellt sich unweigerlich die Frage: Sind das die Werte der SVP und ihrer Bundesräte?
 

Doch der Reihe nach.

Inhalte:

 

 

SVP-Bundesrat & CH-Bundespräsident Ueli Maurer sagt:


«Man darf Bolsonaro nicht zum Bösewicht machen.»
 

Ueli Maurer am WEF 2019.


«Diese Diskriminierungen und dummen Sprüche, die ich in den Medien lese, gehören sich gegenüber einem gewählten Präsidenten nicht.»
 

Ueli Maurer am WEF 2019.

 

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sagt:

(Anmerkung: Alle Quellen finden Sie am Artikelende)


«Hitler war ein grosser Stratege.»
 

Bolsonaro im März 2012.


«Es wird eine in Brasilien niemals gesehene Säuberung geben.»
 

Bolsonaro im Oktober 2018 in einer Ansprache vor Anhängern.


«Du bist so hässlich, du hast es nicht einmal verdient, vergewaltigt zu werden.»
 

Jair Bolsonaro 2003 zur Abgeordneten Maria do Rosàrio. Die Politikerin hatte Bolsonaro vorgeworfen, ein Vergewaltiger zu sein. Dieser antwortete darauf: «Ich vergewaltige dich nicht, weil du es nicht verdient hast, du Hure


«Wenn einer meiner Söhne schwul wäre, könnte ich ihn nicht lieben. Es wäre mir lieber, er würde bei einem Unfall ums Leben kommen, als dass er hier mit einem Typen mit Schnurrbart auftaucht.»
 

Jair Bolsonaro im Juni 2011 in einem Interview mit dem «Playboy».


«Ja, ich bin für die Diktatur. Mit dieser unverantwortlichen Demokratie werden wir niemals die tiefgreifenden nationalen Probleme lösen.»
 

Jair Bolsonaro 1993 einem Kollegen im Plenum.


«Der Fehler der Diktatur war, nur zu foltern und nicht zu töten.»
 

Jair Bolsonaro im Juni 2016 gegenüber der Jovem Pan Radio-Station.


«Ich bin für die Folter, du weisst das, und das Volk ist es auch.»
 

Jair Bolsonaro 1999 in einem TV-Interview.


«Ich habe fünf Kinder. Vier davon sind Männer. Aber beim fünften hatte ich einen schwachen Moment und es kam eine Frau heraus.»
 

Jair Bolsonaro im April 2017 über seine Familie.


«Ich würde Männern und Frauen nicht das gleiche Gehalt zahlen. Aber es gibt auch viele kompetente Frauen.»
 

Jair Bolsonaro 2016 in einem Fernsehinterview.


«Wenn ich sehe, wie sich zwei Männer auf der Strasse küssen, werde ich sie schlagen.»
 

Jair Bolsonaro 2002 in einem Interview.


«Die Nachkommen der Afrikaner taugen gar nichts, nicht einmal für die Fortpflanzung sind sie gut.»
 

Jair Bolsonaro 2017 nach dem Besuch in einem Quilombo, einer traditionellen Schwarzen-Siedlung.


«Gott über alles. Ich will keinen laizistischen Staat. Der Staat ist christlich und die Minderheit, die dagegen ist, soll gehen. Die Minderheiten sollten sich der Mehrheit unterordnen.»
 

Jair Bolsonaro 2017 auf einer Konferenz.


«Sie können sich sicher sein, wenn ich Präsident werde, wird es kein Geld mehr für NGOs geben. Wenn es nach mir geht, wird jeder Bürger eine Waffe zu Hause haben. Und es wird keinen Zentimeter mehr für Indigenengebiete oder Quilombolas geben.»
 

Jair Bolsanoro im April 2017.


«Sie werden in diesem Land nichts mit Wahlen verändern - gar nichts. Leider kann man die Dinge nur über einen Bürgerkrieg verändern, indem die Arbeit erledigt wird, die das Militärregime (Diktatur) nicht erledigt hat. Indem 30.000 Leute umgebracht werden, beginnend mit FHC (Ex-Präsident Fernando Henrique Cardoso). Umbringen. Wenn ein paar Unschuldige sterben, geht das schon okay.»
 

Jair Bolsonaro 1999 in einem Interview zum brasilianischen Kongress im Fernsehen.


«Wir werden alle Unterstützer der Arbeiterpartei erschiessen.»
 

Jair Bolsonaro im August 2018 an einer Wahlkampfveranstaltung.


«Wenn diese Leute hier bleiben wollen, müssen sie sich unserem Recht unterwerfen. Oder sie verlassen das Land oder gehen ins Gefängnis. Diese roten Typen werden aus unserem Vaterland verbannt.»
 

Jair Bolsonaro im Oktober 2018 über die Anhänger der Linken.


«Nachdem ich damals ja noch Junggeselle war, nutzte ich das Geld, um Sex mit Leuten zu haben.»
 

Jair Bolsonaro 2018 in einem Interview über die Verwendung des Wohngeldes, das er als Kongressabgeordneter bekommen hatte.

 

Dass der SVP minimale Menschenrechte offenbar egal sind und dass die SVP Profit, Gier und Geld über zivile Menschenleben stellt, hat sie bereits im vergangenen Jahr eindrücklich bewiesen, als die SVP Schweizer Waffenexporte in Bürgerkriegsländer beschloss, um direkt vor Ort an den Brennpunkten dieser Welt noch mehr Kriegsflüchtlinge mitzuproduzieren, indem die Schweiz explizit auch Konfliktgebiete mit Kriegsmaterial beliefert. Aus reiner Geldgier und entsprechenden Interessenverbindungen.

 

 

Ein weiteres Beispiel gefällig? - Die Scharia-Freundschaft

Der Fall des Journalisten Khashoggi resp. dessen Tötung durch ein saudisches Killerkommando ist für Bundespräsident Ueli Maurer erledigt, bevor die Untersuchung abgeschlossen, der Fall aufgeklärt und noch bevor die Leiche gefunden worden ist. Nach einem Treffen mit dem saudischen Finanzminister erklärte Maurer in den Medien auf die Frage, ob er den Fall Khashoggi angesprochen habe:


«Das habe ich schon im Oktober und November gemacht. Das haben wir eigentlich bereinigt. Wegen dieses Falls kann man Saudiarabien nicht über Jahre diskriminieren
 

Ueli Maurer am WEF 2019.


«Für die Saudis ist die Situation selbstverständlich unangenehm. Und auch für uns.»
 

Ueli Maurer am WEF 2019.


«Wir verstehen uns mit Saudiarabien ausserordentlich gut.» Saudiarabien sei ein wichtiger Partner für die Schweiz und der saudische Finanzminister «schon fast ein Freund».
 

Ueli Maurer am WEF 2019.


Dass Maurer in seiner Funktion als Bundespräsident Vertreter des saudischen Regimes in Empfang nimmt, ist durchaus zulässig, aber nicht zwingend. Selbst wenn die Schweiz Gastgeberland des WEF ist, handelt es sich beim WEF um eine rein private, elitäre Veranstaltung. Das WEF ist kein offizielles bilaterales Regierungstreffen. Das WEF ist eine Stiftung mit Sitz im Kanton Genf. Siehe auch: WEF 2019: 321 Mio. Fr. Eigenkapital-Reserven, trotzdem zahlen Steuerzahler.

Der «Tagesanzeiger» bringt es auf den Punkt: «Beschämend ist aber, wie eilfertig Maurer und der Bundesrat gegenüber Saudiarabien zum courant normal zurückkehren wollen. Noch bevor die Todesumstände von Jamal Khashoggi ausgeleuchtet sind; noch bevor seine Leiche gefunden ist; noch bevor eine unabhängige Untersuchung die Verstrickungen des saudischen Königshauses in dieser Affäre offengelegt hat, konzentriert sich der Bundesrat in Davos wieder aufs Geschäftemachen. Konkret: auf den Zugang der Schweizer Finanzinstitute zum lukrativen Markt am Golf. Ueli Maurer hat sein Präsidialjahr ins Zeichen von traditionellen Schweizer Werten gestellt. In Davos ist klar geworden, welche Werte er meint.»

 

 

Ein Anschauungsbeispiel:

Die staatlichen Bestrafungen unserer saudischen Geschäftspartner für lächerlich banale Vergehen ihrer Bürgerinnen und Bürger wie z.B. „Sex vor der Ehe“ (1) und „Ehebruch“ (2) sind im Königreich Saudi-Arabien genau gleich absurd, grausam und menschenverachtend wie die des Islamischen Terror-Staates IS, der in Europa mehrere Terroranschläge verübte: Die „Sünderinnen“ werden in Saudiarabien im besten Fall ausgepeitscht (1) oder gleich zu Tode gesteinigt (2).


Die Steinigung (lateinisch lapidatio, von lapis‚ Stein‘) ist eine jahrtausendealte Art der Hinrichtung. Sie wird von Menschengruppen ausgeführt, die die oft bis zur Hüfte oder unter die Brust eingegrabene Person durch Steinwürfe auf ihren Kopf und Oberkörper töten. (Wikipedia)
 


Saudi-Arabien & der IS im Vergleich:

Saudi-Arabien & der IS im Vergleich

 

Gepostet von INFO Schweiz am Dienstag, 20. Juni 2017

 

Darf eine neutrale Schweiz mit so einem Brutalo-Regime Geschäfte tätigen? Zumal sie ja eigentlich Depositarstaat der Genferkonventionen, Gründerin des Roten Kreuzes und Sitz zahlreicher Menschenrechtsorganisationen ist.

Ja, sie darf.

Aber sie verliert ihre Glaubwürdigkeit.


Aus einem neutralen Staat wird ein heuchlerischer.
 

 

 

Auch Ueli Maurer ist ein «Leader», sagt Ueli Maurer:

An der traditionellen Albisgüetli-Tagung der SVP sagte Ueli Maurer: «Wenn wir ein Land wollen, das starke Wurzeln und Werte hat, dann braucht es Ziele.» Es brauche zudem Mut zu Leadership, es brauche Visionen, die Energie zu motivieren und den Mut, Risiken einzugehen. Die Kabarettistin Patti Basler befragte Bundespräsident Ueli Maurer danach in der SRF-Sendung «Lateupdate»:


Ueli Maurer: „Es braucht autoritäre Leader. Und man sollte so sprechen, dass die Leute es verstehen.“ - „Ja, also, wenn Sie jetzt Leader auf deutsch übersetzen?“ - ...

Gepostet von Patti Basler am Mittwoch, 23. Januar 2019

 

Und Maurer weiter: «Leadership würde ich übersetzen, zwischen Führungsnatur und Führungspersönlichkeit, wo es umfassend anschaut, mit den Leuten und Beziehungen.» - «Sind sie so jemand?» - «Ja.»

 

Mitgegangen, mitgehangen:

SVP-Wählerinnen und -Wähler sollten sich die Frage stellen, ob sie eine solche fragwürdige Annäherung ihrer Parteiexponenten zu derart umstrittenen Machthabern unterstützen, die nachweislich grobe Menschenrechtsverletzungen begehen (wollen). Denn in Anbetracht dessen, dass die Schweiz Depositarstaat der Genfer Konventionen, Gründerin des Roten Kreuzes und Sitz zahlreicher Menschenrechtsinstitutionen ist, ist Maurers Anbiederung an diese Führer eine Schande für die humanitäre Schweiz!

 

QUELLEN:

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(Last updated: 24.01.2019, 19:53)