Kiffen soll die AHV retten (Cannabis-Steuer & Legalisierung)

Kiffen für die AHV: Finanzieren die Kiffer in der Schweiz bald die Altersvorsorge? Mit einer Cannabis-Steuer und der Gras-Legalisierung sollen Hunderte Millionen Franken in die Schweizer Renten-Kasse fliessen.

Über die Finanzierung der AHV wird gestritten seit es die AHV gibt. Auch jetzt wieder im neu geschnürten Rentenreform-Päckli. Da soll das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre erhöht werden, dies scheint bei den Regierungsparteien beschlossene Sache. Nun preschen aber die Jungen Grünliberalen (JGLP) mit einem neuen Vorschlag vor, um das drohende Loch in der Renten-Kasse zu stopfen: Marihuana als neue Finanzierungsquelle anzapfen. Die Cannabissteuer soll der AHV jährlich 500 Millionen Franken einbringen. «Allein die Steuereinnahmen würden reichen, um die Kosten der Altersreform von 2020 bis 2030 komplett zu decken.»


Die Lüge von der AHV-Pleite:
Das tatsächliche Vermögen

Droht der Zusammenbruch? Oder interessengetriebene Angstmacherei, um unsoziale Reformen durchzusetzen? ...


Cannabis Schweiz

 




Konkret:

Die Junge GLP fordert, dass Cannabis in der Schweiz legalisiert und künftig wie Tabak besteuert wird. Die daraus resultierenden Einnahmen sollen vollständig in die AHV fliessen. Quasi nach Vorbild USA, dort nehmen einzelne Bundesstaaten durch den legalisierten Cannabis-Verkauf Hunderte Millionen Dollar Steuergelder ein.

 

Der Vorstoss:

Bei der Mutterpartei GLP stösst das Cannabis-AHV-Modell auf offene Ohren. So will etwa der Aargauer GLP-Nationalrat Best Flach in der Herbstsession Nägel mit Köpfen machen und einen entsprechenden Vorstoss einreichen. «Seine Forderung: Der Bundesrat soll in einem Bericht aufzeigen, wie viele Steuereinnahmen mit der Legalisierung erzielt werden und welche Chancen sich damit für die Wirtschaft bieten könnten», schreibt der «Blick».

 

Der Cannabis-Markt:

«Das Bundesamt für Polizei schätzt, dass hierzulande im Jahr etwa 60 Tonnen Cannabis umgesetzt werden», rechnet Pascal Vuichard vor, Co-Präsident der Jungen GLP Schweiz. Dabei liege der durchschnittliche Marktpreis bei 10 Franken pro Gramm. Hochgerechnet setze der Cannabis-Markt folglich rund 600 Millionen Franken um. Der unversteuerte Gewinn landet bei den Dealern. «Ein Haufen Geld, den man analog zum Tabak für die AHV nutzen könnte.» Dazu kommen noch weitere 300 Millionen Franken, die man im Zusammenhang mit Cannabis bei der Strafverfolgung einsparen könnte. «Es wäre sinnvoller, diesen Markt zu legalisieren und zu besteuern, quasi kiffen für die AHV.»

Die Gesamteinnahmen aus der Tabaksteuer betrugen 2017 ca. 2,1 Milliarden Franken und sind vollumfänglich für die Mitfinanzierung der AHV und der IV zweckgebunden (Quelle). Würde Cannabis gleich hoch besteuert wie Tabak, also mit 50 Prozent, würden die Steuereinnahmen bei einem gleich bleibenden Markt rund 300 Millionen betragen. Da bei einer allfälligen Legalisierung aber der Schwarzmarkt trockengelegt würde, würde der Gesamtmarkt wohl die Milliardengrenze durchbrechen. Das gäbe dann für die AHV einen Zustupf von rund 500 Millionen Franken bzw. einer halben Milliarde Franken. «Allein die Steuereinnahmen würden reichen, um die Kosten der Altersreform von 2020 bis 2030 komplett zu decken», schreibt «20Minuten». «So wird die AHV auf ein gesundes Fundament gestellt und es bleibt mehr Zeit für eine strukturelle Reform», bilanziert Vuichard.


Die AHV-Revolution zur Volkspension:
4000 CHF Mindestrente
2. Säule abschaffen

Die Linke plant die Volkspension: Indem die 2. Säule (berufliche Vorsorge) abgeschafft und die 1. Säule (AHV) gestärkt wird, sollen die Mindestrente (4000 Fr.) und die Maximalrente (6000 Fr.) deutlich erhöht werden ...



Weiterführende Informationen:
Hanf kann Millionen Steuern einbringen: Cannabis macht die AHV high (Blick)
Tabaksteuer (Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz)

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(Last updated: 28.07.2018, 11:18)