SVP-Regierungsrat bittet um Asyl

Ungewohnte Lage für einen SVP-Politiker. Aufgrund der Trockenheit und Dürre muss er Asyl suchen - und wird zum Klimaflüchtling. «Ich bin am schwimmen, aber ich habe den Kopf immer über Wasser», gibt er sich kämpferisch. Und ergänzt zuversichtlich: «Bin froh, dass ich da jemanden habe, wo quasi noch Gras hat». Doch der Reihe nach.

 


SVP-Logo schwarzes Schaf mit Sonne

«Am Samstag lancierte Neuhaus auf seinem Facebook-Profil einen Aufruf und sucht Asyl», titelten die Medien. Wie «ZerrBild» weiss, hat in den vergangenen Wochen der ausbleibende Regen die heimische Weide von Berner SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus, seines Zeichens langjähriger Justizdirektor und neuerdings Leiter der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, in Belp im Kanton Bern beinahe komplett ausgetrocknet. Wegen der anhaltenden Dürre sah sich Neuhaus in seiner ausweglosen Lage notgedrungen gezwungen, mittels eines öffentlichen Appells an die Zivilgesellschaft für seine 13 Schafe* Asyl zu ersuchen - und wurde fündig.


Der Asyl-Aufruf:

Weiß jemand von einer Weide für 6 Schafe? Unser Gras wird knapp resp. dürr, wie das Bild mit Vierhornbock „Janis“ belegt. Danke fürs Teilen.

Gepostet von Christoph Neuhaus am Freitag, 20. Juli 2018


«Das Foto wurde mit dem
allerneusten Handy geschossen!!11elf!»
(anonymer Kommentar auf Facebook:)


(*Anm.d.Red.: Ob es sich tatsächlich um 13 Schafe handelt oder ob dann doch wieder über 80% Böcke ankommen, konnte noch nicht verifiziert werden.)

Auf die Vorwürfe und aufkommende Kritik, seine Schützlinge würden andernorts den einheimischen Schafen a) den Platz an der Sonne wegnehmen, b) seien nimmersatt und würden c) den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich den Bauch vollschlagen, verteidigt sich der SVP-Regierungsrat:


«Sie haben effektiv nichts mehr zu fressen. Und das ist schwierig, weil sie Wiederkäuer sind. Die müssen dauernd etwas nachschieben», rechtfertigt Neuhaus sein öffentliches Asylgesuch gegenüber «Nau» (direkt zum O-Ton).
 

Mit Erfolg. Wie «Nau.ch» exklusiv berichtet, zeigt ein Bauer aus dem benachbarten Lütschental (BE) Erbarmen und gewährt den hungernden Schafen des SVPlers für einige Wochen Asyl. Ihr neuer Aufenthaltsstatus: Vorläufig aufgenommene Binnenflüchtlinge.

 

Gras und schwarze Schafe:

«Bin froh, dass ich da jemanden habe, wo quasi noch Gras hat», zeigt sich Neuhaus in der "Flüchtlings-Doku" sichtlich beruhigt (direkt zum O-Ton). «Da hat's effektiv Gras, da können sie sich vertun. [...] Da ist noch das Paradies. Am einten Ort ist vielleicht nicht gerade die Hölle, aber es ist trocken, ... und am andern Ort ist noch das Paradies

Ein sicherer Hafen. Zumindest bis sich die angespannte Lage in der Heimat wieder ein wenig entschärft hat, weiss Neuhaus - Gutmenschen sei Dank - seine Liebsten in Sicherheit. «Spätestens dann aber bitte subito retour auf die Weide nach Hause!!! Belp einfach!!!! Da herrscht schliesslich kein Krieg!!!!!?», empört sich laut «ZerrBild» derweil ein anonymer Wutbürger auf Facebook.

Bleibt noch die Frage, ob sich die schwarzen Schafe darunter zu benehmen wissen und sich an die hiesigen Regeln anpassen, wie es sich für Neuankömmlinge gehört. Neuhaus weiss um die Probleme einiger seiner Schafe und spricht offen darüber: «Das ist Madyson. Und wie der Name schon sagt "mad". Das ist eine ganz Schwierige» (direkt zum O-Ton). Auch ihre Tocher sei «eine, die recht wild tut». Bleibt also zu hoffen, dass das Aufnahmezentrum wirklich genug Gras für alle hat und sich die "schwierigen" und "wilden" dadurch irgendwie besänftigen lassen.


«Ich bin am schwimmen, aber ich habe den Kopf immer über Wasser», gibt sich Neuhaus kämpferisch (direkt zum O-Ton). Um dann doch auf die Mitleidsdrüse zu drücken: «Ich bin ein Armer, ich hoffe, dass möglichst viele Leute Mitleid mit mir haben» (direkt zum O-Ton). Dieser Mann ist offensichtlich mit allen Wassern gewaschen.


 

Wir wünschen den SVP-Schafen sichere Fluchtwege und gute Integration!**

**Basiert auf wahren Begebenheiten.



Trockenheit: Christoph Neuhaus (SVP) muss
für seine seine Schafe Asyl suchen
[video - Ton erst ab 2:25 min]:


 



SVP und ihre Swissoil-Verfilzung mit
der ausländischen Öl-Industrie

Unabhängigkeit vom Ausland? Schweizer Landwirtschaft retten? Falsch. Hier sind die wahren Gründe.
 

Unabhängigkeit vom Ausland? Schweizer Landwirtschaft retten? Falsch. Hier sind die wahren Gründe, warum die SVP gegen das Klimaabkommen ist: Die SVP-Verfilzung mit der internationalen Öl-Industrie, die jedes Jahr Milliarden aus der Schweiz abzieht. ??Hier der ganze Bericht: ?https://www.conviva-plus.ch/?page=2398

Posted by INFO Schweiz on Montag, 6. März 2017

 

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(Last updated: 24.07.2018, 14:43)