Banken im Widerspruch zur Schweizerischen Bundesverfassung (Vollgeld-Initiative)

Heute wird 90% unseres Geldes von privaten Banken hergestellt. Im klaren Widerspruch zur Schweizerischen Bundesverfassung. Geld, das als Einlagen in den Büchern der Banken nicht wirklich existiert. Die Vollgeld-Initiative verspricht Abhilfe. Das Volk stimmt 2018 darüber ab.

Die Vollgeld-Initiative gibt dem Volk, sprich der Politik und der Schweizer Demokratie, das Recht auf Geldschöpfung wieder zurück. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) allein soll künftig alles Geld herstellen, so wie es die Bundesverfassung eigentlich verlangt. Und zwar nicht nur das Bargeld (wie heute), sondern auch das elektronische Buchgeld.

Wie gross die Bedeutung des Buchgeldes in unserem heutigen Finanzsystem ist, offenbaren die nackten Zahlen: 90% der umlaufenden Geldmenge ist Buchgeld - der Grossteil davon hergestellt aus dem Nichts von den privaten Geschäftsbanken, die u.a. auch Kriege, Atombombenhersteller und so weiter mit Krediten finanzieren.

Ein klarer Widerspruch zur Schweizerischen Bundesverfassung BV, Art. 99, Art. 1.:
«Das Geld- und Währungswesen ist Sache des Bundes; diesem allein steht das Recht zur Ausgabe von Münzen und Banknoten zu.»

90% des Geldes wird von privaten Banken hergestellt

 


Banken schaffen Geld, ohne tatsächlich dieses Geld zu haben. Seitdem das Geld nicht mehr an das Gold gekoppelt ist, haben Geldschöpfung und Kreditschöpfung kaum mehr Gemeinsamkeiten mit der realwirtschaftlichen Entwicklung. Was zu einer riesigen Blase führt und schwerwiegende Folgen für die Realwirtschaft hat. Wenn es Profite gibt, gehören sie den Banken. Bei Verlusten werden die Steuerzahler zur Kasse gebeten.

Seit den 70er Jahren, als eben diese Geld-Gold-Bindung aufgelöst wurde, zählt der Internationale Währungsfonds (IWF) in weltweit 114 Ländern 147 schwere Bankenkrisen, für die der Steuerzahler aufkommen muss.

Notenbanken können die Geldmenge resp. Kreditmenge nicht steigern. Die Banken haben das Heft in der Hand. Eine sinnvollere Bankenregulierung ist angesichts der stetig grösser werdenden Geldblase längst überfällig. Die Eidgenössische Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)» schafft Abhilfe. Die Banken dürften nicht mehr beliebig viel Geld herstellen und nur noch Geld verleihen, das auch als Einlagen tatsächlich in den Büchern der Banken existiert.

Im 2018 stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Vollgeld-Initiative ab.


 

Initiativtext:


Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 99 Geld- und Finanzmarktordnung

1 Der Bund gewährleistet die Versorgung der Wirtschaft mit Geld und Finanzdienstleistungen. Er kann dabei vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit abweichen.

2 Der Bund allein schafft Münzen, Banknoten und Buchgeld als gesetzliche Zahlungsmittel.

3 Die Schaffung und Verwendung anderer Zahlungsmittel sind zulässig, soweit dies mit dem gesetzlichen Auftrag der Schweizerischen Nationalbank vereinbar ist.

4 Das Gesetz ordnet den Finanzmarkt im Gesamtinteresse des Landes. Es regelt insbesondere:
1. die Treuhandpflichten der Finanzdienstleister;
2. die Aufsicht über die Geschäftsbedingungen der Finanzdienstleister;
3. die Bewilligung und die Beaufsichtigung von Finanzprodukten;
4. die Anforderungen an die Eigenmittel;
5. die Begrenzung des Eigenhandels.
5 Die Finanzdienstleister führen Zahlungsverkehrskonten der Kundinnen und Kunden ausserhalb ihrer Bilanz. Diese Konten fallen nicht in die Konkursmasse.

Art. 99a Schweizerische Nationalbank

1 Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient; sie steuert die Geldmenge und gewährleistet das Funktionieren des Zahlungsverkehrs sowie die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten durch die Finanzdienstleister.

2 Sie kann Mindesthaltefristen für Finanzanlagen setzen.

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(Last updated: 30.10.2017, 14:03)